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Variationen
Freigegeben von matroid am Di. 01. April 2008 08:00:31
Verfasst von Hans-Juergen -   1342 x gelesen [Gliederung] [Statistik] Druckbare Version Druckerfreundliche Version
Vermischtes



Variationen

René Descartes überzeugte mit seinem berühmten Satz: "Cogito, ergo sum" - "Ich denke, also bin ich" - nicht alle, die davon erfuhren. Manche hielten ihn nicht für zwingend, andere für trivial. Sie meinten, man könne ebenso gut auch sagen: "Ich esse, also bin ich."

Über solche Einwände konnte Descartes fuchsteufelswild werden. Dies zeigte sich auch am Hofe des den Wissenschaften und Künsten zugewandten Stauferkaisers Friedrich II. in Palermo, der ihn mit anderen Philosophen sowie Dichtern zu sich eingeladen hatte.

Als Descartes bei einer gelehrten Auseinandersetzung mit seinem "Cogito ..." anfing, obwohl es nicht zu deren Thema gehörte, entstand ein unwilliges Getuschel, teilweise auch halb unterdrücktes Gelächter unter den Zuhörern. Der französische Denker geriet darüber in Zorn und griff einzelne von ihnen persönlich an. Diese beschimpften ihn ihrerseits; es kam zu tumultartigen Szenen.

Leibniz, der gelassen blieb, wurde von seinem Nachbarn voller Besorgnis gefragt, wohin der Streit wohl noch führen werde, und antwortete im Hinblick auf Descartes: "Ich denke, er besinnt sich." Tatsächlich wurde dieser kurz danach ruhiger, vielleicht, weil er bemerkt hatte, daß ihm sein Auftreten selber mehr schadete als nützte. Die anderen verhielten sich ebenso, und die Sitzung verlief ohne weitere Störung bis zum Ende.

Über den Vorfall berichtet Goethe, der auch anwesend war, in seiner "Italienischen Reise". Dort spielt ein "Ritter von der traurigen Gestalt" eine gewisse Rolle, der, etwas verwirrt, gegen Riesen und Zauberer zu kämpfen glaubte und eine Windmühle mit ihren rotierenden Flügeln für ein Ungeheuer hielt, das er ebenfalls attackierte. Leider erntete er immer nur Schmerzen, Spott und Hohn, und wenn er darüber sehr niedergeschlagen war, konnte es geschehen, daß er zu seinem Knappen, der ihn überall begleitete, sagte: "Ich denke: warum bin ich?" Meistens raffte er sich aus einer solchen Tiefstimmung schnell wieder auf und strebte mit einem trotzigen "Ich denke: wozu bin ich?" nach neuen Abenteuern und edlen Rittertaten. Angetrieben und geplagt vom Ehrgeiz, steckte er voller absurder Pläne und Ideen; ratloses "Ich denke: was beginn' ich?" gab es bei ihm nicht.

In heutiger Zeit wurde das umstrittene kartesianische Wort umgewandelt in "Ich denke, also spinn' ich". Dies tue ich auch hier und bringe einiges arg durcheinander.

Das Philosophen- und Dichtertreffen in Palermo fand vor genau achthundert Jahren statt: am 1. April 1208.

Hans-Jürgen

P. S. Eine weitere Variante des Descartes-Ausspruchs ist "Cogitor, ergo sum", doch gehört sie nicht hierher, um darüber zu scherzen.

Nachtrag, August 08: Sehr hübsch finde ich auch die Signatur von GrandPa: "Ich denke, aber bin ich?", die ich erst jetzt bemerkte.
 
Nachtrag, Oktober 08: Descartes (latinisiert Cartesius), über den ich mich oben ein wenig lustig mache, war ein großartiger Denker, dem auch die Mathematik viel verdankt. Hier möchte ich auf die Besprechung eines Buches im Internet verweisen, das einen Abschnitt über ihn enthält: "Die Verirrten des Cartesius". In den vielen, zur Voransicht wiedergegebenen Buchseiten findet man im weiteren Verlauf in einem anderen Artikel auch einiges über Ernst Mach. (Vgl. auch den ihm gewidmeten Wikipedia-Artikel.)  

 



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Variationen [von Hans-Juergen]  
René Descartes überzeugte mit seinem berühmten Satz: "Cogito, ergo sum" - "Ich denke, also bin ich" - nicht alle, die davon erfuhren. Manche hielten ihn nicht für zwingend, andere für trivial. Sie meinten, man könne ebenso gut auch sagen: "Ich esse, also bin ich."
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" Variationen" | 5 Kommentare
 
Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasser verantwortlich.

Re: Variationen
von Ex_Mitglied_40174 am Di. 01. April 2008 09:55:24


Netter Aprilscherz smile

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Re: Variationen
von Janik am Di. 01. April 2008 14:41:50


Psssst!

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Re: Variationen 2
von matroid am Di. 01. April 2008 16:07:14


Kürzlich wurde, darüber berichtet der Spiegel in seiner inline-Ausgabe, ein hinterlassenes Geheimmanuskript von Bertrand Russell in einem Moskauer Archiv gefunden.

Das war schon am 12.11.2007, aber da das Manuskript in gälischer Sprache verfaßt war, hat es bis heute gedauert, es zu übersetzen.
Der nun vorliegende Inhalt ist geeignet, die Welt der Mathematiker zu erschüttern - und zwar grundlegend und ohne Chance auf eine Wiederherstellung der bisherigen Ordnung.
Weit schwerwiegender als Gödels Unvollständigkeitssatz, der nur die Grenzen der Logik aufzeigt, hatte Russell ein Wissen, das er aber offenbar selbst als so gefährlich für seine Wissensschaft ansah, daß er es nie publiziert hat, und seine eigenen Notizen zu seinen Erkenntnissen nur in einer vergessenen Sprache abzufassen wagte.

Verfaßt wurde das Manuskript vermutlich 1911, und auf welchem Wege es in das Moskauer Romskaja-Archiv gelangt ist, kann bisher nicht gesagt werden. Möglicherweise hat Russell es seinem Freund Wittgenstein zur verschwiegenen Verwahrung gegeben, der könnte es bei seiner Reise nach Jena an Gottlob Frege gegeben haben, und dort wurde es vergessen und schließlich von der Roten Armee im Jahre 1945 als Kriegsbeute nach Moskau überführt.
Dort, inmitten von vielen anderen Beutestücken, und zudem noch in einer sehr seltenen Sprache verfaßt, wurde dem Manuskript keine Beachtung geschenkt.
Im Rahmen der Rückgabeverhandlungen zwischen deutschen und russischen Stellen, die seit Jahren auf der Stelle treten, und nur gelegentlich von Gesten des Entgegenkommens unterbrochen werden, konnten deutsche Archivare erst kürzlich das Moskauer Archiv erstmals nach dem 2. Weltkrieg betreten, um zumindest Kopien von den für die Wissenschaft so lange unzugänglichen Dokumenten anzufertigen.

Was nun in Kopie nach Deutschland zurückkehrte, wurde dann von der jungen Sprachwissenschaftlerin Susan Vondemart von der Universität Groningen, wo der einzige Lehrstuhl für die gälische Sprache auf dem europäischen Festland besteht, übersetzt und dann mit Hilfe der Mathematikerin Linda Kaldekerke, ebenfalls Universität Groningen, für die Mathematik wiederentdeckt.

Demnach ist die sog. Vollständige Induktion - dabei handelt es sich um eine (bisher) von Mathematikern allgemein anerkannte logische Schlußweise - tatsächlich unvollständig. Im Prinzip sagt diese Logik: man kann aus der Richtigkeit einer Aussage für eine Zahl n auch die Richtigkeit der Aussage für die um 1 erhöhte Zahl n+1 folgern. Dieses so naheliegende Prinzip wurde nun erschüttert.

Einzelheiten der Argumentation hat der Spiegel nicht mitgeteilt. Ein Interview, das der Matheplanet mit Frau Kaldekerke unmittelbar nach Bekanntwerden geführt hat, hat ergeben, daß es in Grenzbereichen der mathematischen Logik Objekte geben kann, die ähnlich den schwarzen Löchern im All eine derart hohe Anziehungskraft haben, daß sich keine Zahl, die in deren Nähe kommt, dieser Anziehungskraft entziehen kann. Die Zahlen stürzen hilflos und ungebremst in das schwarze Loch und werden unendlich stark zusammengedrückt, so daß sie nur noch Masse ohne Wert sind. Für die Mathematik bedeutet das, so Frau Kaldekerke, daß man nun nicht mehr sicher weiß, wie man eine solche zusammengedrückte Zahl um 1 erhöhen kann. Die vollständige Induktion gilt somit nur für nicht zusammengedrückte Zahlen. Damit ist sie aber unvollständig. Ein Widerspruch!

Frau Kaldekerke hat weiter erklärt, daß Russell zu dieser Erkenntnis vermutlich nach dem Studium von Einsteins spezieller Relativitätstheorie gelangt ist.

Wie die Welt der Mathematik nun morgen aussehen wird, muß man abwarten. Es ist bedauerlich, daß dies ausgerechnet im Jahr der Mathematik geschehen mußte.

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Re: Variationen
von b0n1 am Di. 01. April 2008 17:23:52


april april matroid wink
gruß b0n1

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Re: Variationen
von Friedel am Do. 03. April 2008 10:41:01


Ich weiß nicht ob es Zufall ist, dass hier René Descartes der Held in diesem Aprilscherz ist, aber er hatte jedenfalls 1 Tag vor dem 1. April, am 31.03., Geburtstag.

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