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Mathematik: Gedanken eines Mathematikers - Woher kommt eigentlich Mathematik?
Freigegeben von matroid am Sa. 22. November 2008 12:54:01
Verfasst von gaussmath -   2522 x gelesen [Gliederung] [Statistik] Druckbare Version Druckerfreundliche Version
Vermischtes

\(\begingroup\)Ja, woher kommt die Mathematik eigentlich? Diese Frage habe ich mir, nachdem ich das nun einige Jahre versuche zu betreiben, schon ziemlich oft gestellt.
Aus Büchern? Hm, die schlauen Autoren müssen das ja auch irgendwo herhaben. Aus dem Internet? Ne, dem Internet kann man nicht trauen. Das wurde schließlich vom amerikanischen Militär erfunden. Von Außerirdischen inspiriert? Kann irgendwie auch nicht sein. E.T. hat ständig ans Nach-Hause-Telefonieren gedacht. Da blieb keine Zeit für mathematische Tipps.


Nein, es muss eine plausible Erklärung her! Da hilft wohl nur ein Blick zurück in die weite Vergangenheit der Menschheit. Eines ist ja klar: Vieles, was Männer motiviert zum Handeln, liegt darin begründet, dass Man(n) Frauen irgendwie beeindrucken will... Gut, eigentlich alles! Der politisch korrekte Leser wird sofort einwerfen: Wie jetzt? Haben Frauen etwa nichts zur Mathematik beigetragen? Doch, doch. Dazu komme ich noch.  
Haben Männer etwa die Mathematik erfunden, um Frauen rumzukriegen? Ich habe da erhebliche Zweifel dran. Man stelle sich nur mal die Konkurrenz vor. Der eine bringt ein Mammut-Steak nach Hause, so groß wie die halbe Einlage der Fleischtheke im Supermarkt von nebenan. Ein anderer kann einen Handstand machen auf dem Rücken eines galoppierenden Przewalski-Pferdes. Wieder ein anderer erschlägt einen Säbelzahntiger mit der bloßen Hand.
Ja, wenn Man(n) jetzt daherkommt und ganz stolz verkündet: "Hey Puppe, ich kann partielle Differentialgleichungen zweiter Ordnung lösen und brauche dafür nur eine Rolle Papyrus!", dann ist klar, dass der Rechenkundige hier eher schlechte Karten hat. Richtig peinlich wird es, wenn die Frau dann antwortet:" Ganz toll, aber ich habe heute Fermats letzten Satz bewiesen, und das zwischen einer schmerzhaften Geburt und der Zubereitung des Abendessens!" Man kann hier dem Werbenden nur raten, nicht dumm aus der Wäsche zu gucken, und es besser mal mit den Mammut-Steaks zu versuchen.
Leider müssen wir festhalten, dass diese Theorie nicht verifizierbar ist. Was nun?

Alles begann mit dem, was sogar Papageien können. Ich meine damit nicht das hier. Nein, ich meine natürlich das Zählen, also das natürliche Zählen, die natürlichen Zahlen halt. 1,2,3,... usw.
Das ist schon was Feines. Wenn man zählen kann, steht einem die Welt offen. Man kann zumindest nachprüfen, ob der Nachbar einem ein Schaf, ein Huhn, einen Gartenzwerg oder die Frau geklaut hat, wenn man gerade mal nicht zu Hause war. Letzteres ist je nach Kulturkreis wohl eher ein binäres Problem. Oder anders herum: Die gebildete Elite kann das ungebildete Proletariat noch besser bescheißen. Das nennt man dann Zinsen, oder wahlweise Spieltheorie.
Funde belegen das, also das mit dem Zählen meine ich. Für das andere gibt es auch Belege. Ich will aber keine Schleichwerbung für die Deutsche Bank machen. Auf jeden Fall hat man Kerben in diverse Gegenstände geritzt, wenn die Zahl größer als die Anzahl der Finger war, oder wenn man sich das irgendwie nicht merken konnte. Wie gut, dass man dieses System weiterentwickelt hat. Ich wüsste nicht, wo ich meinen Festplatteninhalt (ca. 0,5 TB) alternativ reinritzen sollte. Da bin ich wirklich froh!
Wie ging es weiter? Jetzt kommt etwas ganz Entscheidendes ins Spiel: Langeweile. Ja genau, unendliche Langeweile...und später dann Faulheit!
Wie kommt man auch sonst auf die Idee, noch andere komische Zahlen zu entwickeln? Kreativität wird gemeinhin überbewertet. Der Leser nehme sich das mal zu Herzen: Meistens steckt Langeweile dahinter!
OK, warum aber Faulheit? Das ist doch klar. Die vollständige Induktion wurde nur erfunden, weil die Leute faul sind. Hier ein kleines Beispiel, welches als der "kleine Gauß" bekannt ist.

fed-Code einblenden

Das muss man ja für alle n beweisen. Das geht ziemlich schnell mit vollständiger Induktion, ist aber sehr kompliziert. Viel einfacher, leider aber auch etwas aufwändiger wäre es, die Aussage für alle n bis 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000 nachzurechnen. Stimmt das bis dahin, gilt es auch für alle Nachfolger, also mit ziemlich großer Sicherheit sozusagen, auf jeden Fall aber schon mal praxistauglich. Hier hat ganz deutlich die Faulheit über das unkomplizierte Vorgehen gesiegt. Tja, so ist das bis heute.

Irgendwann wurde dann die Topologie entdeckt. Seien wir mal ehrlich. Das versteht doch keiner so richtig. Wenn das jemand dennoch versteht, dann ist derjenige nicht von dieser Welt. Hat E.T. etwa doch aus dem Nähkästchen geplaudert? Wir werden es nie erfahren.

Bis zum nächsten Mal, wenn es heißt: Gedanken eines Mathematikers - Ist Mathematik wirklich nützlich?

Euer gaussmath

 
\(\endgroup\)
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" Mathematik: Gedanken eines Mathematikers - Woher kommt eigentlich Mathematik?" | 11 Kommentare
 
Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasser verantwortlich.

Re: Gedanken eines Mathematikers - Woher kommt eigentlich Mathematik?
von Gockel am Sa. 22. November 2008 19:22:54

\(\begingroup\)
Hi Marc.

Du hättest die Ironie in diesem Text vielleicht etwas stärker herausstellen sollen, das könnte man ja sehr leicht missverstehen, was du hier schreibst.

mfg Gockel.\(\endgroup\)

 [Bearbeiten]

Re: Gedanken eines Mathematikers - Woher kommt eigentlich Mathematik?
von gaussmath am Sa. 22. November 2008 21:30:51

\(\begingroup\)
Hallo Gockel,

der Text ist selbstverständlich von vorne bis hinten ironisch. Kann man das auch anders sehen? Das würde mich aber sehr verwundern...  smile

Grüße
gaussmath\(\endgroup\)

 [Bearbeiten]

Re: Gedanken eines Mathematikers - Woher kommt eigentlich Mathematik?
von kostja am Sa. 22. November 2008 22:06:13

\(\begingroup\)
Hihi, ich habs gemocht. smile

Danke Marc! wink

Konstantin\(\endgroup\)

 [Bearbeiten]

Re: Gedanken eines Mathematikers - Woher kommt eigentlich Mathematik?
von Bernhard am So. 23. November 2008 01:17:37

\(\begingroup\)
Volltreffer!
Vielen Dank, gaussmath!

Anmerkung: Es soll antike, insbesonder asiatische Aristokraten (=Eliten) gegeben haben, da waren die Frauen ein hexagesimales Problem razz

Ich freu' mich schon auf Deine nächsten "Gedanken eines Mathematikers"

Bernhard\(\endgroup\)

 [Bearbeiten]

Re: Gedanken eines Mathematikers - Woher kommt eigentlich Mathematik?
von Hans-Juergen am So. 23. November 2008 01:51:52

\(\begingroup\)
Hi gaussmath,

ich hab' mich köstlich amüsiert. Danke!

Hans-Jürgen\(\endgroup\)

 [Bearbeiten]

Re: Gedanken eines Mathematikers - Woher kommt eigentlich Mathematik?
von cow_gone_mad am So. 23. November 2008 02:35:19

\(\begingroup\)
Kleine Anmerkung: Sogar der kleine Gauss wusste, dass man obige Formel ohne vollstaendige Induktion beweisen, sollte. wink Das ist dann einfach. wink

LG,
cow_
\(\endgroup\)

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Re: Gedanken eines Mathematikers - Woher kommt eigentlich Mathematik?
von Diophant am So. 23. November 2008 12:57:22

\(\begingroup\)
Hi Marc,

habe gerade (aus lauter Langeweile wink deine Gedanken eines Mathematikers gelesen und festgestellt: sie bringen mich dazu, über Mathematik nachzudenken!
Bitte schreib noch mehr von diesem Stoff...

Grüße, Johannes\(\endgroup\)

 [Bearbeiten]

Re: Gedanken eines Mathematikers - Woher kommt eigentlich Mathematik?
von gaussmath am So. 23. November 2008 13:45:40

\(\begingroup\)
Hallo,

danke für das positive Feedback.  smile Die nächsten "Gedanken eines Mathematikers" sind schon in der Mache. Es wird um Fußballübertragung, Handyklingeltöne und gefälschte Münzen gehen...

@Bernhard: Eigentlich müsste das ja "Zustand" und nicht "Problem heißen". razz

Grüße
gaussmath\(\endgroup\)

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Re: Gedanken eines Mathematikers - Woher kommt eigentlich Mathematik?
von Hans-Juergen am Mo. 24. November 2008 00:04:23

\(\begingroup\)
Hi,

eigentlich entstand die Mathematik schon sehr viel früher, nämlich beim Urknall. Natürlich war da noch niemand, der es "knallen" hörte, falls es das überhaupt tat, aber da unsere Naturgesetze auf Mathematik beruhen, muß es wohl so gewesen sein. Vorher war da nichts, auch keine Mathematik, nur das später scherzhaft so genannte "kosmische Ei", dieses ominöse, (nahezu) punktförmige Energiepaket, das plötzlich explodierte. Wann der Urknall stattfand, ist Mathematik: eine Rückwärtsrechung bestimmter heutiger astronomischer Gegebenheiten. Die daran beteiligten Physiker wollen sogar wissen, was eine Milliardstelsekunde nach dem Urknall los war. Na wenn das nichts ist ...

Anmerkung: wer meine Ironie nicht heraushört, ist selber schuld.

Hans-Jürgen

\(\endgroup\)

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Re: Gedanken eines Mathematikers - Woher kommt eigentlich Ma
von Ueli am Di. 25. November 2008 19:31:34

\(\begingroup\)
Hallo,

wenn man keine Frauen beeindrucken kann, dann kann man vielleicht doch wenigstens andere Männer beeindrucken mit Mathematik. Also wie mit einer gepimpten Karre, halt nur auf akademischen Niveau. Den Matheplanet müsste man nach dieser Erkenntnis in ein youtube für Rechenkünstler verwandeln und er würde von z.B. Wolfram für 1Mia gekauft.

Das mit der Faulheit hat was wahres. Blöderweise geht das auf dem Matheplaneten auch nicht so recht, sonst wird man gemassregelt: poste doch noch.., benutze den fed..., du musst dich schon selbst ein bisschen bemühen usw.

Also wozu Mathematik? Ich habe einfach nichts besseres zu tun, wenigstens nicht immer, dass wird es bei mir sein.

Ueli

\(\endgroup\)

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Re: Gedanken eines Mathematikers - Woher kommt eigentlich Mathematik?
von gaussmath am Mi. 26. November 2008 11:45:40

\(\begingroup\)
Hallo,

@Hans-Juergen: Das Entscheidende ist doch, dass die Naturgesetze, die, als das alles losging, anfangs gar nicht wussten, wie sie sich am besten verhalten sollten, heutzutage jedoch an Reife gewonnen haben. Das ist auch der Grund dafür, dass das ganze Universum so reibungslos funktioniert.  
Stell' Dir mal vor, dass Deine Schüler früher 10 Mrd. Jahre Zeit gehabt hätten für eine Klassenarbeit. Dann hätten natürlich alle eine "1" geschrieben. Selbst wenn die Schüler eine Pause gemacht hätten, von sagen wir mal 4 Mrd. Jahren, um mal auf's Klo zu gehen, oder sich ein Schokobrötchen zu holen, dann hätten immer noch 75% eine "1" geschrieben. Ich hoffe, dadurch wird einiges klarer.

@Ueli: Du hast mich da auf einen peinlichen Patzer aufmerksam gemacht. Ich habe leider das Balzverhalten nicht vollständig analysiert. Selbstverständlich kann man heutzutage die Konkurrenz mit kühnen Rechenkünsten aus dem Felde schlagen. Da muss ich wohl noch was ergänzen...\(\endgroup\)

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