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buhs Montagsreport: Wo sind sie geblieben?
Freigegeben von matroid am Mo. 15. Juni 2015 19:17:23
Verfasst von buh -   659 x gelesen [Gliederung] [Statistik] Druckbare Version Druckerfreundliche Version
Bildung

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Wo sind sie geblieben?

Die Kinder aus dem Leistungskurs

Berlin. Es ist vollbracht. Den Designersessel ins Campingzelt gestellt und danach mit dem beim Glücksrad gewonnenen Kelchglas in die Berliner Gaslaterne schauend kann man schon mal zum Vorsorgemuffel* werden.
SOO heißt Abitur heute!
Und als seien die Titel der Aufgaben noch nicht genug, verraten uns die Verfasser** der Aufgaben, was wir schon immer wissen wollten: WO sind die Früchte unseres Fleißes, unserer emsigen Vermittlung, unseres ewigen Treibens, Schiebens, unseres, ja ich gestehe, „Quälens“ abgeblieben, nachdem sie dem Schulalltag entfleucht sind??


Zwei von denen, die wir irgendwann mal mit hehrer Mathematik bombardiert haben, tauchen in der GK-NT***-Aufgabe „3.1 Kaffee“ auf:
„Der Cafébesitzer vermutet, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 90 % unter 20 Kunden mindestens zwei sind, die Espresso bestellen. (…) Der Kellner behauptet, dass bereits bei weniger als 20 Kunden die vom Besitzer genannte Wahrscheinlichkeit für mindestens zwei Espressobestellungen erreicht wird.“
Kein Wunder, dass dieser Kellner  schon bei drei Kunden überfordert ist: „(…bestellen…) Karamel, Crema bzw. Latte. Der Kellner bringt diese Getränke an den Tisch, weiß aber nicht mehr, wer welches Getränk bestellt hat. Also stellt er die Getränke zufällig ab.“
Gut so. Er hätte sie natürlich auch zufällig ausgießen oder mischen können.

Zwei weitere Freunde aus dem LK, nämlich Mark und Jannik, treffen wir in LK-„3.1 Glücksrad“: „Marc und Jannik haben sich folgendes Glücksspiel
mit dem nebenstehend skizzierten Glücksrad ausgedacht:“
ACHTUNG!
ÜBERRASCHUNG!!
„Sie drehen abwechselnd je zweimal das Glücksrad.“
Da haben wir also nicht umsonst gelebt: Drehen am Glücksrad!

Und Hoffnung für die Zukunft ist auch noch da: Beim Volksentscheid von 2013 in GK-NT 3.2  heißt es wegweisend:
„Die jüngste Tochter der Familie behauptet: „Wenn tatsächlich die sechs Personen die Urne für ihre Stimmabgabe zufällig mit der Wahrscheinlichkeit 50 % je Urne auswählen, ist es wahrscheinlicher, dass bei einer Urne 4 Personen abstimmen.“

Mit den schönsten Sätzen aus dem Abitur
[In einem Internetcafé befinden sich 30 Onliner, darunter genau ein über 70-jähriger Onliner.  
Eine Wäschespinne (…) besteht aus einem Ständer, vier symmetrisch angeordneten Trägerarmen und jeweils acht straff gespannten Leinen zwischen den Armen, die nicht durchhängen.
Der verglaste Laternenkopf ist ein (umgedrehter) regelmäßiger, sechsseitiger Pyramidenstumpf mit pyramidenförmiger Abdeckung. Die Zierelemente werden nicht beachtet.
Im Bürogebäude führt ein Schrägaufzug vom Punkt P(10,5 |120 | 7) in der Grundfläche zum Punkt Q(10,5 | 77 | 26) in der Dachfläche. Die Fahrstrecke PQ liegt auf einer Geraden g, die parallel zur y-z-Ebene mittig durch das Gebäude verläuft.]



grüßt
buh2k+15

*: Soweit die erhebenden Titel der diesjährigen Abi-LK-Aufgaben. Der Nachschreibtermin bescherte uns ergänzend noch Silver Surfer im Marmeladenglas und die Wäschespinne im Hotel Mama.
**: Man sollte sie eher Kreateure nennen, denn das hergestellte Produkt namens „Abiturprüfungsaufgabe“ zeichnet sich hin und wieder (und hinner und wiederer) durch ein Odeur von erhabener Kunst, vermischt mit einem leicht süßlichen Duft, aus.
***: GK=Grundkurs (Test: LK=??) , NT=Nachschreibtermin.
(Und ich weiß, dass Gleichheitszeichen mathematische Symbole mit fester Bedeutung sind.)






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" buhs Montagsreport: Wo sind sie geblieben?" | 7 Kommentare
 
Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasser verantwortlich.

Re: Wo sind sie geblieben?
von Martin_Infinite am Mo. 15. Juni 2015 19:25:53


Wird eigentlich eines Tages (oder eines Jahrhunderts) die korrekte Schreibweise P := (1,2,3) die gegenwärtige Schreibweise P(1|2|3) verdrängen?

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Re: Wo sind sie geblieben?
von Bernhard am Mo. 15. Juni 2015 23:17:17


Hallo!

„Der Cafébesitzer vermutet, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 90 % unter 20 Kunden mindestens zwei sind, die Espresso bestellen. (…) Der Kellner behauptet, dass bereits bei weniger als 20 Kunden die vom Besitzer genannte Wahrscheinlichkeit für mindestens zwei Espressobestellungen erreicht wird.“
Hä?
War das jetzt wirklich ernst gemeint - quasi als Fangfrage oder abschreckendes Beispiel?
Ich habe noch nie gehört, daß sich die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses mit der Zahl der Versuche ändern könnte. Wohl aber die Signifikanz einer Stichprobe. Was der Kellner meint, ist vielleicht als eine solche Stichprobe zu verstehen.
Eine Wahrscheinlichkeit kann nicht "erreicht" werden. Höchstens kann sich eben ein vermuteter Wert durch immer zahlreicheres Ausprobieren immer besser bestätigen.

Viele Grüße, Bernhard

 [Bearbeiten]

Re: Wo sind sie geblieben?
von Slash am Di. 16. Juni 2015 02:00:39


Hi buh,

was hat es eigentlich mit dem 2k+15 auf sich?

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Re: Wo sind sie geblieben?
von Martin_Infinite am Di. 16. Juni 2015 12:44:02


@Slash: 2k=2000, also 2k+15=2015, die aktuelle Jahreszahl. In jedem Montagsreport steht jeweils die Jahreszahl.

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Re: Wo sind sie geblieben?
von Kitaktus am Mi. 17. Juni 2015 12:25:36


@Bernhard:
Cafe-Besucher bestellen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit p Espresso. Nun kann man fragen: "Mit welcher Wahrscheinlichkeit q bestellen von n Cafe-Besuchern mindestens zwei Espresso?"
Natürlich ändert sich diese Wahrscheinlichkeit q, wenn man n erhöht.

Der Besitzer vermutet, dass für n=20 die Wahrscheinlichkeit q über 90 Prozent liegt. Der Kellner vermutet, dass das auch schon für kleinere n (insbesondere n=19) gilt.

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Re: Wo sind sie geblieben?
von Bernhard am Do. 18. Juni 2015 00:12:43


Hallo Kitaktus!

Die Vermutung des Cafébesitzers lautet:
Mit mehr 90%iger Wahrscheinlichkeit finden sich unter 20 Kunden zwei, die einen Espresso bestellen.
Für den Kellner sind aber keine 20 Personen da. Es handelt sich also um eine Stichprobe und man müßte diese hochrechnen, um sie auf die 20 Kunden zu beziehen und somit diWahrscheinlichkeiten vergleichen bzw. die gleiche (!) Wahrscheinlichkeit verifizieren zu können.

"Erreicht" werden kann nicht die Wahrscheinlichkeit, sondern die Forderung.

Viele Grüße, Bernhard

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Abitur, nur ?
von AdalbertHuebner am Di. 14. Juli 2015 02:48:35


Ja, jetzt hab' ich's auch...
...mit 40 an der Abendschule.
War reiner Nervenkrieg. Auf Mathe
hab' ich mich immer gefreut.
Schade nur, was für Intelligenzknubbel
da auch noch erfolgreich waren...
Jetzt bald studieren, bin so dumm wie nie zuvor
und hab' einen Heidenbammel, die UNIVERSITÄT !!!
Was ich aber noch anmerken wollte, so zur Verteidigung
der Lehrkörper: Stellen Sie sich vor, Sie müssten
den Job machen, Klausuren basteln, korrigieren und so...
...nicht leicht, glaub' ich.
An der Abendschule fehlte einfach das Herzblut,
bei Schülern wie Lehrern rauf bis zum Rektor.

Gruß AH

q^20+20*(1-q)*q^19<.1
q^20+20*q^19-20*q*q^19<.1
q^19<1/200
q<(1/200)^(1/19)~0.756

Bestellt ein Gast mit weniger als ca. 75% Wahrscheinlichkeit
keinen Cappucino, also mehr als ca.25% einen (mit Keks),
so ist die Chance, dass von 20 derlei Coffeinisten
mindestens 2 zuschlagen größer 90%.

q^n+n*(1-q)*q^(n-1)<g
q^n+n*q^(n-1)-n*q*q^(n-1)<g
q^(n-1)<g*1/n
q<(g*1/n)^(1/(n-1))

Für nur 15 Gäste und Pc(X>=2)>.8 -> g=.2

q<(2/150)^(1/14)~O.734

Bestellt ein Gast mit weniger als ca. 73% Wahrscheinlichkeit
keinen Cappucino, also mehr als ca.27% einen (mit Keks),
so ist die Chance, dass von 15 derlei Coffeinisten
mindestens 2 zuschlagen größer als 80%.

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