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buhs Montagsreport: I Be Ähm-
Freigegeben von buh am Mo. 14. August 2006 20:16:07
Verfasst von buh -   1591 x gelesen [Gliederung] [Statistik] Druckbare Version Druckerfreundliche Version
Vermischtes

I Be Ähm-
I Be ÄhmDanke mit Angst

Es war vor 26 Jahren, als ich einen Freund verlor.
Er hatte mir von seinem nagelneuen Computer eine Kassette mit einem endgeilen Computerspiel (ich weiß nicht mehr, welches es war) gegeben. Das waren damals echte Raritäten(, wenn man nicht selbst Tontaubenschießen basicprogrammieren konnte).
Ich rannte nach Hause an meinen „Commodore +4“ und warf die Kiste an. Schloss die Datasette* an und schob die Kassette ein.

LOAD <enter>

Und es geschah kein Wunder.


Es passierte nämlich nix. Gar nix. Das Band lief, der Computer versuchte zu lesen, aber er verstand kein Bit.
Es war ein Atari-Computer, den sich mein Freund zugelegt hatte.
Und er war nicht mehr mein Freund.

Es war vor 25 Jahren, als dieses Problem eine Lösung fand. Also eigentlich fand die Lösung Don Estridge, seines Zeichens IBM-Ingenieur. Der 5150 PC**, der zu einem selbst für heutige Verhältnisse „Schweinepreis“ von 1565 $ mit 4 Farben und einem Betriebssystem namens PC-DOS*** aus seinem Team auf den Markt kam,  kam dafür allerdings mit einem unschätzbaren Vorteil: Seine Architektur war nicht patentiert und nicht lizenziert.
Und damit nachbaubar. Gewollt. Damit wurde das Systen attraktiv für einen Massenmarkt.
Keine verlorenen Freunde mehr.
5150 PC war der erste. Danke.
Und jahrzehntelang gab es den Begriff des „IBM-kompatiblen“ Rechners.
(Und noch heute gibt es B. Gates.)

Geschichte wiederholt sich. Ob als Komödie oder als Tragödie, weiß ich nicht so genau.
Vorige Woche schloss ich meinen kleinen neuen SD-Kartenleser an den Rechner. „Achtung! Sie haben ein HighSpeed-USB-Gerät an einen Low-Speed-USB-Port angeschlossen. …“
Geschichte wiederholt sich.

Hoffentlich nicht wieder einen Freund verliert

buh2k+6


*: Eine Art externer DVD-Brenner, in den man Audiokassetten mit digitalisierten Daten (Tonbits und –bytes) einlegen konnte. Die wurden dann von dort (Kassette) gelesen bzw. dorthin geschrieben.
**: DAS war die Erfindung des Begriffs PersonalComputer.
***: …, das ein Herr Gates für 400 $ von einem Programmierer gekauft und leicht modifiziert hatte,…
Bitte dazu Rebeccas Kommentar lesen.

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I Be Ähm- [von buh]  
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" buhs Montagsreport: I Be Ähm-" | 9 Kommentare
 
Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasser verantwortlich.

Re: I Be Ähm-
von Rebecca am Mo. 14. August 2006 21:24:47


Geschichtliche Korrektur zu ***

Der Herr Gates mag ja als Kaufmann ein schlimmer Finger sein, aber ganz so doll hat er damals seinen PC-Betriebssystemlieferanten nun doch nicht übers Ohr gehauen. Es waren nicht 400 $, sondern 50.000 $ und das Geld hat auch nicht der Programmierer (Tim Paterson) bekommen, sondern eine kleine Firma namens Seattle Computers Products, bei der Tim Paterson als Programmierer angestellt war. Den Programmierer Paterson hat Gates gleich mit in seine Firma übernommen.

Das gekaufte Programm hieß QDOS (Quick and Dirty Operation System, Tim Paterson hatte es in nur 6 Wochen geschrieben) und wurde leicht modifiziert als MS-DOS an IBM für 186.000 $ verkauft.

Mister Gates handelt sich mit IBM das Recht aus, MS DOS auch unabhängig von IBM selbst zu vermarkten. Damit hat er dann seine ersten Milliarden gemacht. Und schon damals galt, was auch heute noch Microsoft-Produkte auszeichnet: MS-DOS wurde als unreifes Produkt an die Kunden ausgeliefert.

Gruß
Rebecca

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Re: I Be Ähm-
von matroid am Mo. 14. August 2006 21:31:19


Kunden kritisieren an jedem Produkt. Verloren hat der, der ein perfekten Produkt herausbringt. Es wird kritisiert, aber er kann es nicht mehr verbessern => die Kunden wenden sich enttäuscht ab.

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Re: I Be Ähm-
von Gockel am Mo. 14. August 2006 22:03:02


Wie kommst du darauf? Der MP ist schon vor langem auf die Stufe der Perfektion gestiegen. Das hat dich aber nicht gehindert, ihn immer weiter und weiter zu verbessern smile

mfg Gockel.

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Re: I Be Ähm-
von matroid am Mo. 14. August 2006 22:04:06


Aber zu Beginn war er wüst und leer.

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Re: I Be Ähm-
von Kiddycat am Mo. 14. August 2006 23:35:27


Hm, eigentlich wollte ich was anderes schreiben, aber nachdem ich darauf hingewiesen wurde, dass das kein toller Kommentar gewesen wäre, hatte ich das Bedürfnis meinen Kommentar zu ändern.
Wie immer finde ich deinen Montagsreport sehr gut gelungen, Buh.
Ich fand es auch schon manchmal frustrierend, dass man sich neue Geräte anschaffen musste, weil alte nicht mehr funktionierten...

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Re: I Be Ähm-
von buh am Di. 15. August 2006 09:57:44


@Rebecca
Ich wusste, dass es immer Leute gibt, die besser informiert sind/sauberer recherchieren/sich angestoßen fühlen und mir somit hilfreich zur Seite stehen. Danke.

@matroid/Gockel
Ja ja, aus der wüsten Leere ist inzwischen manchmal eine wüste Lehre geworden...

@Kiddycat
Schreib doch bitte DEINE Kommentare und nicht die zensierten. *g*

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Re: I Be Ähm-
von Ruediger am Do. 17. August 2006 09:44:58


Geschichte wird gemacht, es geht voran...

Wintersemester 1975/1976: "Benutzerführung" ist der Wegweiser zum Lochkartenraum im Rechenzentrum. Dort stehen kleine, sehr teure Tische mit IBM-Logo und ergonomisch eingelassener QUERTY-Tastatur. Damit betätigt man eine Maschine, die Löcher in Lochkarten stanzt. Man macht einen Stapel Karten fürs Programm und einen weiteren für die Daten. Dann legt man die Kartenstapel in eine Regal, das im Vorraum zum Allerheiligsten (IBM 370-158) steht und  zwei bis drei Tage später liegt dort Endlospapier - entweder mehrere Blätter mit dem Ergebnis oder ein Blatt mit einer Fehlermeldung! "Dumm gelaufen" würde man den zweiten Fall heute kommentieren. So (oder so ähnlich, wenn ich mich recht erinnere) war es. Meine Programmiersprache hieß PL/1, und neulich habe ich in einer Buchhandlung gesehen, daß es die wohl immer noch gibt.

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Re: I Be Ähm-
von Ex_Mitglied_40174 am Fr. 25. August 2006 15:33:04


Was haben Bananen und Software (oder technische Produkt i.A.) gemeinsam?

-> Reift beim Kunden

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Re: I Be Ähm-
von Ex_Mitglied_40174 am Do. 19. Oktober 2006 09:19:52


Ich weiß nicht genau, ob es wirklich 50.000$ waren, für die B. Gates das PC-DOS gekauft haben, aber dennoch mehr als 400$. Sehr interessant, aber nicht zwangsweise historisch genau ist der Film "The Silicon Valley Story", die genau diesen Sachverhalt, größtenteils die Entwicklung von Apple und B. Gates Verwicklungen darin und mit Steve Jobs darlegt.

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