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buhs Montagsreport: Abi für alle - Die stochastische Hochschulreife
Freigegeben von matroid am Di. 07. Juli 2009 09:45:29
Verfasst von buh -   925 x gelesen [Gliederung] [Statistik] Druckbare Version Druckerfreundliche Version
Bildung

Urlogo für buhs MontagsreportAbi für alle
Die stochastische Hochschulreife

Berlin. SCHON GEHÖRT?? Gute Nachrichten, täglich in allen Blättern aus Berlin: Endlich gibt es Abi für alle!
Wissen? Leistungsbereitschaft? Stressresistenz? Unnötig, überflüssig, abgeschafft!
Bildungsferne? Schuldistanziertheit? Permanentes Leistungsversagen? Kein Problem.
Berlins Gymnasienplätze werden jetzt per Los verteilt.
Weiter hilft der Würfel.
Augensumme Sieben: Versetzt.
Sechserpasch: Traumabitur mit 1,0.
So schön kann Bildung in Deutschland sein: Nach dem Google-Abi kommt jetzt die stochastische Hochschulreife made in Berlin.
Wenn alle Medien Berlins Recht haben, werden ab sofort oder demnächst 30% der Plätze...


...an Berlins Gymnasien per Losentscheid verteilt: Der Hochbegabte mit dem Lospech wird vom Elitärwissen ferngehalten und muss sich 13 Jahre mit unterbelichteten Mitschülern über die Sekundarschule* sein Abitur per Lernen erschwitzen, während der prekariative bildungsferne Schwänzer losbeglückt das Gymnasialabitur nach 12 Jahren in Empfang nehmen darf.
Wahre Gerechtigkeit, mathematisch untermauert: Das Los begünstigt niemanden!! Schluss mit Wohnortprinzip, Geschwisterkindern oder gar Vater-Direktor-Beziehungen:
Völlig unlogisch also, dass dieses Verfahren Eltern, Eltern und Eltern sowie Journalisten aller Art auf den Plan ruft: Sachlich betrachtet ist Losen eine vorurteilsfreie, von jeglicher Sachkenntnis freie, quasi total unbeeinflusste und somit absolut urdemokratische Form der Entscheidung**.
Warum also regen sich alle alle auf??
Weil alle alle denken, dass alle Medien Berlins Recht haben.


Haben sie aber nicht.
Sie haben nur die senatliche Steilvorlage "Losverfahren" ausgenutzt; allerdings beschleicht mich der Verdacht, dass alle alle diese Journalisten ihr eigenes Abi per Losentscheid erhalten haben.

Wer informiert ist***, ist halt klar im Vorteil.
Aber wer will schon informiert entscheiden können, fragt sich


buh2k+9

*: Eine der beiden der (sechsjährigen) Grundschule folgenden Schulformen neben dem Gymnasium. Wie der Name schon sagt, wird das NICHT erste Wahl sein.
**: Das ist ein satirischer Einschub!
***: Falls jemand informiert sein will:
Die derzeitige Regelung heißt: Hat ein Gymnasium mehr Anmeldungen als Plätze, wird ein bezirksweiter Ausgleich zwischen den Gymnasien durchgeführt: Alle Schüler in einen Topf, umrühren, verteilen. KEINE Auswahl (theoretisch) durch die einzelne Schule. Jeder, der sich am Gymnasium angemeldet hat, geht auch aufs Gymnasium (zumindest für das Probehalbjahr).
Die neue Regelung heißt: Hat ein Gymnasium mehr Anmeldungen als Plätze, so sucht die Schule 70% der zukünftigen Schüler aus; die restlichen 30% werden per Losverfahren (Da ist sie, die Steilvorlage!) aus den "Restanmeldungen" gezogen; der nicht zugeloste Rest kommt in den Bezirkstopf: Umrühren, auf freie Plätze an anderen Gymnasien verteilen. Klartext: Jeder, der sich am Gymnasium angemeldet hat, geht auch aufs Gymnasium (zumindest...).
Worüber also regen sich alle auf??


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" buhs Montagsreport: Abi für alle - Die stochastische Hochschulreife" | 15 Kommentare
 
Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasser verantwortlich.

Re: Abi für alle - Die stochastische Hochschulreife
von krayziebone am Di. 07. Juli 2009 10:39:45


Ich würde es eher so machen:

1. Abschaffen der Unterteilung in Gymnasium Realschule und Hauptschule.
Es gibt nähmlich keine guten und keine schlechten Schüler. Jeder kann es schaffen, nur der Ausländer muss vielleicht mehr dafür tun als der Deutsche.

2. Schuluniformen.
Dann ist endlich Schluss mit Grüppchen Bidlung wie Punk HipHop Cool Hübsch Streber...und alle reden sie wieder miteinander.

3. Und wer Lust hat nach der 10 Klasse ne Ausbildung zu machen der soll es machen. Dann muss man auch nicht mehr aulosen. Bildung für alle und frei zugänglich VERDAMMT NOCH MAL!!!!!

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Re: Abi für alle - Die stochastische Hochschulreife
von Bernhard am Di. 07. Juli 2009 12:25:23


Hallo Buh!

Danke! Endlich mal wieder ein Montagsreport, wenn auch dienstags..
Man hat hier schon Entzugserscheinungen bekommen  razz

Zur Sache: In den Bildungsinstituten gehen die Leute (nicht nur Schüler!) aus und ein:
Aus- und Einbildung eben.
Attraktive Kompromißlösung in Berlin:
Dort bilden sie sich ein, sie wären ausgebildet, und das - im Sinne der Gleichbehandlung - eben nicht nur die Schüler.

Zur Schuluniform:
Bitte nur jeweils die neueste Kreation von Karl Lagerfeld! Das kurbelt die Textilindustrie jedes Jahr von neuem an und außerdem kann man dann auch gleich den Jahrgang, die Klassenstufe oder das Semester des Pennälers ablesen.

"Pennäler" kommt doch von (ver)pennen, oder?

Bernhard




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Re: Abi für alle - Die stochastische Hochschulreife
von krayziebone am Di. 07. Juli 2009 17:28:00


@Bernhard

Ich nehme mal an das du gegen Schuluniform bist. Stell dir vor was mit dem Militär los wäre wenn die den Soldaten erlauben würden zu tragen was sie wollen.

Schuluniform hat noch nie jemandem geschadet. Wo liegt das Problem. Und wenn es Geld für Kindergibt also Kindergeld gibt es auch Geld für Kleider für die Schule!


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Re: Abi für alle - Die stochastische Hochschulreife
von Diophant am Di. 07. Juli 2009 19:08:29


Hi Leute,

irgendwie sind wir da jetzt vom Thema abgekommen. Da ging es doch mehr um Fußball (Steilvorlagen, 1:0, und ob es gerecht ist, über die Platzierung in der Tabelle per Los zu enstcheiden). Na ja, und in Sachen Fußball wird ja auch manchal in der Presse ein rechter Senf erzählt (wobei ich wieder bei meinem Lieblingsthema bin, sofern noch das eine oder andere Würstchen dabei wäre:-). Und buh hat uns ja eigentlich sagen wollen, dass die armen Würstchen jetzt doch alle alle aufs Gymnasium gehen dürfen. Uff, so ein Montagsreport ist aber auch immer thematisch äußerst vollgepackt, so dass man fast sicher den Überblick verliert.
Auf jeden Fall kann ich jetzt, wo es in Berlin doch rein stochastisch gesehen voll korrekt zugeht, wieder ruhiger schlafen.

Diophant2c+10  

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Re: Abi für alle - Die stochastische Hochschulreife
von Bernhard am Di. 07. Juli 2009 23:04:41


@krayziebone:

Nein, ich finde Schuluniformen eigentlich ganz in Ordnung. Schließlich haben die Fußballer im Verein ja auch alle das gleiche Trikot an, und die Fans oft auch, zumindest Schals oder Fähnchen mit demselben Logo.
Und wir sind doch alle gleichermaßen Fans von unserer Schule, oder...??

@Diophant:

Du darfst nicht vergessen, daß buh mit seinem Montagsreport auch ein bißchen Presse ist - so eine Art MAM*. Der MR gehört sogar zur Klatschpresse***.
Trotzdem ist ein Unterschied: Dieser Senf ist meist eher ein Sahnehäubchen.
Aber die Würstchen darunter schmecken dadurch leider auch nicht besser!

Bernhard

*Mathe am Montag **
** © copyrights by buh
   © copylefts by L.v.Wuenschmi
   printed by Buhniversumpress
***Immer, wenn ein neuer MR 'rauskommt, klatschen alle auf dem MP

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Re: Abi für alle - Die stochastische Hochschulreife
von shadowking am Mi. 08. Juli 2009 01:39:10


Ende Mai klang das aber noch leicht anders. Der Tagesspiegel interviewte damals Bildungssenator Zöllner - so ganz ausschließlich auf journaillistischer Sensationsgier ist das Abi-Verlosungs-Gerücht also wohl auch nicht gewachsen. Auch wenn es vorerst "nur" um den Zugang zum Gymnasium geht.

www.tagesspiegel.de/berlin/Juergen-Zoellner-Gymnasien-Verlosung;art270,2810393



Zitat:
Tagesspiegel: "Warum kann man die Fehlerquote nicht im Vorfeld reduzieren? Warum sollen auch gänzlich ungeeignete Schüler in den Lostopf?"

Zöllner: "Sicherlich kann man das anders regeln. Man kann eine Aufnahmeprüfung machen. Aber das halte ich für nicht so gut. Ich halte das Probejahr für ein faires Angebot im Sinne des Kindes, aber auch des Gymnasiums. Egal wie Sie einen Notendurchschnitt setzen: Sie werden eine große Anzahl von jungen Menschen unfair behandeln."


Meine Meinung: Auch wenn in einer Schulklasse nur 10 Prozent ungeeignete bis aggressiv bildungsunwillige Schüler sitzen (bei den derzeitigen Klassenstärken 3-4 Leute), kann das dem Unterrichtsniveau bereits so stark schaden, dass sämtliche Lernbereiten darunter dauerhaft leiden. Deren Wahrnehmung dürfte nämlich sein, dass die Stressmacher die ganze Aufmerksamkeit des Lehrers haben und nicht sie. Daher sollte der Zugang zur angesehensten Schulform ganz streng über Leistungskriterien gehen - das bedeutet Eingangsprüfung. Und Sachen wie Minderheiten- oder gar Migrantenbonus sollten ganz verboten sein; Schulen, die solche rassistischen Konzepte praktizieren, sollten zur Hauptschule degradiert werden.

Gruß Norbert

P.S. Habe in einer der letzten Nächte zufällig "Die Superlehrer" im Privat-TV gesehen. Meine erste Reaktion: Nachdenken über die Einführung einer zeitgemäßen Form der Prügelstrafe (evtl. Elektroschocker?). Bin ich jetzt ein Unmensch?

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Re: Abi für alle - Die stochastische Hochschulreife
von buh am Mi. 08. Juli 2009 08:34:35


@shadowking:
Auch im Mai hat die Presse geschrieben, was sie wollte.
Im Ist-Zustand kann nämlich auch jeder (Depp) unabhängig von der Empfehlung der Grundschule auf's Gymnasium gehen; NUR der Elternwunsch ist entscheidend.
Die eigentliche Diskussion geht ja um die Zugangsregelungen: Ob in einer zweigleisigen (Gymnasium/Sekundarschule) Schullandschaft der Zugang zum direkten/kürzeren Abiturweg
(a) über die Leistung (des Kindes)
oder
(b) über den Wunsch (der Eltern) führt.
Variante (a) ignoriert u.a. den Elternwunsch (und DAS geht im freien Berlin üüüüberhaupt nicht; der Berliner Bildungselternwunsch heißt nämlich: Leistungszugang nach Elternwunsch!), erspart aber die Probezeit, Variante (b) verlangt nach Regulierung bei "Überbelegungen".
Was unser guter Wissenschafts-Zölli daraus kompromittiert hat, steht im MR bei ***; in der Zeitung heißt das "Bildungslotto".

Gruß von buh</font color>

P.S. Deine "Meine Meinung" kommt meiner sehr nahe, allerdings müsste es im ersten Satz anstelle von "Auch wenn" eher "Weil" (ohne nur) heißen: Es ist REALITÄT.buh

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Re: Abi für alle - Die stochastische Hochschulreife
von xycolon am Mi. 08. Juli 2009 09:28:32


wie weit der gymnasialzugang nur auf leistung beruhen sollte, ist eine schwierige (und genauso schwerwiegende) entscheidung. natürlich gibt es eltern, die ihr kind, das z.b. auf einer realschule besser aufgehoben wäre, aufs gymnasium schicken, wo es nicht glücklich ist und vielleicht dann später untergeht.
die variante (die gab es bei mir damals in nrw), dass die grundschullehrer empfehlungen schreiben, ist auch auch nicht immer gut. zur generellen subjektivität solcher entscheidungen, kommt hinzu, dass schüler verkannt werden. es gab durchaus schüler, die das gymnasium und das das abitur geschafft haben und deren lehrerin den gang zur realschule empfohlen hat.
man kann imho nach 4 jahren auch überhaupt nicht sagen, wohin sich ein kind entwickelt. für den einen mag es vielleicht besser sein, über einen realschulabschluss als quereinsteiger abitur zu machen? (wobei das durch die schwachsinnige 12-jahres-schule auch immer schwerer wird)

zur sache in berlin: die momentane variante erscheint mir deutlich besser!

@krayziebone
schule und militär in einem zusammenhang zu erwähnen geht mal gar nicht klar. während es in der schule auf freie entfaltung des willens und entwicklung der persönlichkeit ankomm(en sollte)t, ist beim militär genau das gegenteil der fall.

dass leute sich in hip-hopper, gothiks, emos, punks, gabber und sonstige subgruppen aufteilen, ist kein nachteil, sondern vorteil. einziges argument für schuluniformen kann sein, dass es nicht mehr auf die unterschiede der kleidung durch das geld der eltern ankommt. das wird aber auch durch schuluniformen nicht verhindert. in ländern, wo schuluniformen pflicht sind, gibt es z.b. mehrere hersteller von schuluniformen (so wie marken-klamotten), es gibt gebrauchtwarenläden für schuluniformen, manche erhalten jedes jahr ne neue, andere müssen zwei, drei jahre die gleiche nehmen oder die der geschwister tragen. zusätzlich dazu, kann reichtum auch durch andere dinge, wie marken-rucksäcke, schuhe, schmuck, handys etc. zu unterschieden führen. man kann nicht auch noch verlangen dass auch auf solche dinge die schuluniformen erweitert werden.
ein neues problem das auftaucht, wäre wachsende rivalität zwischen schülern unterschiedlicher schulen, die sich ja an der uniform direkt erkennen.

gruß xycolon

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Re: Abi für alle - Die stochastische Hochschulreife
von huepfer am Mi. 08. Juli 2009 09:56:43


@xycolon,

also in Australien gibt es an vielen Schulen auch einen verpflichtenden Uniform-Schulrucksack, was aber nicht andere Unterscheidungskriterien schaffen lässt. Ach ja, Schmuck ist es nicht, denn den darf man in der Schule nicht tragen.

Gruß,
   Felix

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Re: Abi für alle - Die stochastische Hochschulreife
von Bernhard am Mi. 08. Juli 2009 12:48:17


@xycolon:
Also ich meine, Schuluniformen hätten schon was für sich:
1. würden sie die sozialen Unterschiede der Eltern nicht so herausstellen und die Schüler bräuchten sich nicht zu schämen bzw. würden nicht verspottet, weil sie in weniger "coolem" Outfit (was auch immer das sein mag) als ihre Kameraden in die Schule kommen.
2. würde das Verbundenheitsgefühl untereinander und die Identifikation mit der Schule gestärkt. In dem Sinne ist mein Vergleich mit dem Fußballverein durchaus ernst zu nehmen: Unter einem gemeinsamen Zeichen fühlt man sich eben verbundener und ist auch toleranter zueinander - das hat weder etwas mit Militarismus noch mit einer Einschränkung von "freier Entfaltung" zu tun.
3. braucht man dazu nicht unbedingt das ganze Aussehen festzulegen und vorzuschreiben, wie bereits das von Felix erwähnte Beispiel aus Australien zeigt.

Bernhard


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Re: Abi für alle - Die stochastische Hochschulreife
von huepfer am Mi. 08. Juli 2009 14:32:38


@Bernhard:

Aus eigener Erfahrung in mehreren Bereichen, wo es Schuluniformen gibt, weiß ich, dass das zwar eine romantische Idee ist, die aber einfach nicht funktioniert.
Die Kleidung ist doch nur ein Vorwand um jemanden anderen zu hänseln. Wenn Sie den während der Schulzeit (ich meine damit die Tageszeit) nicht haben, wird das den Rest des Tages umso intensiver ausgelebt und entweder mit in die schule getragen, was sie außerhalb anhaben, oder sie finden dann eben einen neuen Vorwand.
Auch zweitens ist eine schöne Idee, die sich Direktoren ausdenken, die aber in der Praxis nicht funktionieren. Trotz Verbots - die Schüler können dafür sogar betraft werden - ziehen sich die Schüler auf dem Schulweg Kleidungsstücke drüber, damit man nicht erkennt, an welcher Schule sie sind. Zieh einem Dortmunder ein blau-weißes Trikot über, dadurch wird er nicht zum schalker!
Und wenn man das Aussehen dann nicht völlig vorschreibt, kann man das Konzept der Schuluniform gleich in die Tonne kloppen. Das erhoffte Zusammengehörigkeitsgefühl kann nur in der geforderten Gleichheit entstehen und auch wenn das nicht klappt, bieten die Unterschiede wieder Anlass zu Hänseleien, die ja laut erstem Punkt durch die Uniformen vermieden werden sollten.
Ich hätte in der Unterstufe gerne Schuluniformen gehabt, weil ich das schön fand. Als ich in der Mittelstufe dann in Australien war, hatte die Schule total grässliche Uniformen, die auch sehr minderwertig waren.
Sie erfüllen die Ihnen zugeschriebenen Funktionen überhaupt nicht. Das einzige wofür sie gut sind, führt zu Kollektivstrafen für Nichtigkeiten, die Schüler einer Schule auf dem Schulweg anstellen bzw dazu, dass Fehlverhalten, das Schülern irgendwo außerhalb der Schule vorzuwerfen ist, dort hineingezogen wird.
Stell Dir vor Du hast vor Deinem Haus die Mülltonnen stehen und ein Schüler zieht die 50m weiter. Das ist ein mäßig witziger Scherz, der auch angemessene Konsequenzen nach sich ziehen sollte, aber dass dieser Schüler dann nach Unterrichtsschluss 2 Stunden nachsitzen muss und somit vor der ganzen Schule gedemütigt wird (zumindest in Australien, in den USA glaube ich aber auch, findet solches Nachsitzen immer im gleichen Klassenraum statt und die Türen zu den Klassenräumen haben Fenster durch die man durchsehen kann).
Das ist die wesentliche Konsequenz, die mir mit Schuluniformen aufgefallen sind.

Gruß,
   Felix

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Re: Abi für alle - Die stochastische Hochschulreife
von Bernhard am Mi. 08. Juli 2009 16:43:15


Hallo Felix!

Ich glaube, man sollte - falls noch weiteres Interesse zu dieser Frage besteht - lieber einen eigenen Thread aufmachen.
Schließlich ist das hier der Montagsreport von Buh.
Und wenn der sauer wird, werden wir wieder längere Zeit nichts mehr von ihm hören.

Bernhard

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Re: Abi für alle - Die stochastische Hochschulreife
von huepfer am Mi. 08. Juli 2009 18:20:41


@Bernhard,
die Kleidung der Schüler hängt doch direkt mit ihrer Loswahrscheinlichkeit beim Bätschelör-Rodeo zusammen razz

Gruß,
   Felix

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Re: Abi für alle - Die stochastische Hochschulreife
von krayziebone am Mi. 08. Juli 2009 19:41:10


@xycolon

Ich erwähne nicht Schule und Militär in einem Satz dass man beides vergleicht. Ich sage nur was eine Uniform für eine Funktion hätte. Disziplin und der Gedanke "Wir sehen alle gleich aus, wir sind gleich" Es gibt keine unterschiede zwischen uns, außer Jungen und Mädchen. Das ist alles nur Psychologisch bedingt.

Grüppchen können sich bilden! Und wo xycolon?????

Außerhalb der Schule, denn der eine geht Basketball spielen und der andere zockt ne runde Warcraft der anderer schaut sich den ganze Tag Pornos an und der andere sitzt hier im Matheplaneten und löst Aufgaben.

Wenn er sich aber mal aus seinen Punkklamotten rauskommen muss
und der andere aus seinen Ghoticklamotten
und der andere aus seinen HipHopklamotten
und die andere aus ihren Miniröcken und der ganzen Schminke

IST DAS DOCH SEHR GESUND. Soviel dazu biggrin

Ich hoffe wir verstehen uns Xycolon...


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Re: Abi für alle - Die stochastische Hochschulreife
von Bernhard am Mi. 08. Juli 2009 22:01:04


Felix schreibt:
die Kleidung der Schüler hängt doch direkt mit ihrer Loswahrscheinlichkeit beim Bätschelör-Rodeo zusammen razz

Darum meine ich das ja:
Wirklich gleiche Chancen bestehen nur bei gleicher Beschaffenheit der Losobjekte. Ansonsten handelt es sich um gezinkte Karten, Würfel, manipulierte Kugeln oder eben auch Schüler.

Bernhard

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