\darkred\ll(1)Ist L\|K eine normale, algebraische Körpererweiterung mit Zwischenkörper E, so lässt sich jeder K\-Homomorphismus \a:E->L zu einem Homomorphismus L->L fortsetzen.
\blue\ Beweis:
Wir betrachten die Menge
Z:=menge((M,\phi) | M ist Zwischenkörper von L\|E, \phi\el\ Hom_K(M,L), \phi_\|E=\a),
die sich mittels
((M,\phi) <= (N,\psi)) :<=> (M\subseteq\ N \and \psi_\|M=\phi)
partiell ordnen lässt.
(E,\a) ist offensichtlich das kleinste Element dieser Ordnung.
Hat man nun eine Kette S bezüglich dieser Ordnung, so ist (M,\psi) mit M:=union(N,N\el\ S) eine obere Schranke, sofern man den Homomorphismus \psi so wählt, dass \psi(x)=\phi(x) für alle x\el\ N mit (N,\phi)\el\ S ist.
Zorns Lemma liefert uns also ein maximales Element (\Omega,\Xi). Wir müssen nun noch \Omega=L zeigen.
Sei dazu a\el\ L. Wir wollen nun \Xi auf \Omega(a) fortsetzen.
Bezeichne \mue_K das Minimalpolynom von a über K und \mue_\Omega das über \Omega. \mue_\Omega ist dabei insbesondere ein Teiler von \mue_K. Da L\|K normal ist, zerfallen beide Polynome in Linearfaktoren.
Wir erhalten einen Ringhomomorphismus \Omega||[X]->L[X], welchen wir mit \Xi^\* bezeichnen, indem wir X auf X abbilden und Koeffizienten mit \Xi abbilden.
\Xi^\* bildet \mue_K auf sich selbst ab, da \Xi ein K\-Homomorphismus ist. \mue_\Omega wird deshalb auf einen Teiler von \mue_K abgebildet. Indem wir a auf eine Nullstelle von \Xi^\*(\mue_\Omega) abbilden \(deren Existenz durch das Zerfallen in Linearfaktoren gesichert ist\), können wir auf \Omega(a) fortsetzen.
Da \Omega maximal ist, folgt \Omega=\Omega(a) => a\el\Omega => \Omega=L.
\blue\ q.e.d.