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50% eines Jahrgangs machen Abitur. Das finde ich

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"50% eines Jahrgangs machen Abitur. Das finde ich" 11 Kommentare
Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasser verantwortlich.

Re: 50% eines Jahrgangs machen Abitur. Das finde ich
von Slash am Mo. 22. Mai 2017 23:14:50


Was, noch keine (überflüssigen) Kommentare hier? Das ist aber so gar nicht internetmäßig. ;-)

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Re: 50% eines Jahrgangs machen Abitur. Das finde ich
von Hans-Juergen am Di. 23. Mai 2017 17:57:36


Die Abiturientenquote ("Studienberechtigungsquote") hat sich seit 1950 verzehnfacht, vgl. hier, erste Tabelle.

Was kann man daraus schließen?

Re: 50% eines Jahrgangs machen Abitur. Das finde ich
von Bernhard am Di. 23. Mai 2017 23:55:11


Hallo Hans-Jürgen!

Soviel ich weiß, ist aber die Studienabbrecherquote ebenfalls nicht gerade gesunken! Aber ich glaube nicht, daß ein gewisser "Überschuß" an Abiturienten von der Uni gleich wieder ausgesiebt wird. Eher ist es so, das für viele andere Berufe und Ausbildungen, die früher mit Realschulabschluß erreichbar waren, heute das Abi verlangt wird oder zumindest soweit gewünscht, daß man ohne kaum mehr Chancen hat.

Viele Grüße, Bernhard

Re: 50% eines Jahrgangs machen Abitur. Das finde ich
von Kitaktus am Do. 22. Juni 2017 14:45:01


Daraus kann man schließen, dass es heute einen wesentlich höheren Bedarf an Leuten gibt, deren "Lernzeit" deutlich mehr als 11-13 Jahre (Haupt-/Realschulabschluss + Lehre) beträgt.
Überrascht Dich das?


Re: 50% eines Jahrgangs machen Abitur. Das finde ich
von lucceius am Fr. 26. Mai 2017 00:06:59


Es ist durchaus interessant mal mit Abiturienten aus den Jahren 1946-1960 zu sprechen. Viele erzählen, wie streng damals die Benotung war, dass ein Abitur mit 1.x eine absolute Seltenheit war (normal waren Schnitte im Bereich 3.x-2.5) und Schnitte jenseits der 1.4 praktisch nie erreicht wurden; dass man sich damals mit der Note "befriedigend" noch zufrieden, über die Note "gut" sich noch wirklich freuen konnte. Wenn heutzutage 50% der Schüler Abitur machen, und das zu 35-45% mit 1.x, dann stimmt irgendetwas nicht. Denn die geistige Elite wird damit sicherlich nicht herangezogen.
(Für die ganzen Nörgler, die nicht glauben, dass eine Absenkung des Niveaus stattgefunden hat, empfehle ich Gespräche mit pensionierten Lehrern und einen Blick in alte Schulbücher, bspw. den Lambacher Schweizer (Analysis 1 und 2) von 1981: Reihen, Konvergenz, Stetigkeit (beides mit den exakten Definitionen), Mittelwertsätze, (echte und viele) Beweise (vollständige Induktion als eigenes Kapitel), Differentialgleichungen, exotischere Funktionen, Kegelschnitte und echte Anwendungsaufgaben aus Physik, Chemie, Biologie und Wirtschaft. Scheinbar konnte man das vor knapp vierzig Jahren den Schülern noch zumuten. Was hat sich also verändert?)

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Re: 50% eines Jahrgangs machen Abitur. Das finde ich
von SmoothGuy am Sa. 03. Juni 2017 14:17:44


Wie schon in einem der oberen Posts erwähnt sehe ich das eher gelassen, weil man eben heute für viel mehr Berufe ein Abitur brauch, was auch nicht sonderlich schwer erreichbar ist genau eben deshalb, wiederum kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass ich z.B. im Informatik-Studium (und ich bin erst im 2.Semester) viele Leute gesehen habe die ausgesiebt wurden. Bei uns sagt man ungefähr das 80-90% abbrechen weil sie es nicht schaffen und der Rest meistens dafür sorgt das die Regelstudienzeit um ca. 1-2 Semester angehoben wird.

Ich persönlich hätte auch nicht gedacht das es so schwer wird, aber so ist es nun mal. Zu dem Thema warum es so viele gute Durchschnitte gibt ist, noch hinzuzufügen, dass teilweise etliche Lehrerberufe von Leuten ausgeführt werden die nicht sachlich arbeiten und nach Lust und Laune beurteilen, wobei hier die persönliche Präferenz deutlich deine Note erhöhen kann, auch wenn du sachlich 0 weißt. Denke persönlich dass es schon ok so ist, dass ein ganzer Teil aussortiert wird, meistens scheitert es sowieso an Faulheit.

Re: 50% eines Jahrgangs machen Abitur. Das finde ich
von Bernhard am Do. 22. Juni 2017 23:01:00


Hallo!

Ich denke mal, die Personaler in den Firmen oder wo sonst sich die Abiturienten, falls sie nicht studieren oder abgebrochen haben, bewerben wollen, wissen genauso um das Problem. Der eigentliche Test ist dann eben nicht das Abi, sondern das Vorstellungsgespräch. Und oft wird davor bereits ein eigener schriftlicher Test gemacht, um Grundkenntnisse, die Arbeit betreffende Sachkenntnisse und kreatives Denken zu prüfen.
Also keine Sorge:
Falls in der nächsten Legislaturperiode im Grundgesetz das Recht für ein "Einser-Abi für Alle" festgeschrieben werden sollte, werden bereits wieder andere Auslesemechanismen bereitstehen, um die durch solche "Reformen" zu beseitigende Diskriminierung weiter sicherzustellen.

Viele Grüße, Bernhard  

Re: 50% eines Jahrgangs machen Abitur. Das finde ich
von Kitaktus am Do. 22. Juni 2017 16:00:44


Über die Veränderung der Durchschnittsnoten kann man diskutieren. Man sollte aber auch nicht zu viel hineininterpretieren. Die Abschlussnoten in der DDR waren im Durchschnitt auch deutlich niedriger als in der BRD, ohne dass man daraus etwas über das Unterrichtsniveau ableiten konnte.

Isoliert den Mathematik-Unterricht über 40 Jahre hinweg zu vergleichen ist relativ witzlos. Kann gut sein, dass mein Mathematikunterricht anspruchsvoller war als der Unterricht meiner Kinder und bei ein paar anderen Fächern ist es vielleicht ähnlich. Umgedreht ist der Unterricht meiner Kinder in Englisch, Spanisch, Musik, Kunst, Geschichte, Werte und Normen / Ethik und Informatik besser und anspruchsvoller. Ihr Wissen in den Naturwissenschaften ist in Details weniger tief, dafür aber auch erheblich breiter.
Sie können sich besser zusätzliche Informationsquellen erschließen und besser im Team arbeiten. Sie können Informationen besser präsentieren. Sie sind organisierter und zielstrebiger usw.
Ich kann nicht von Einzelpersonen auf die Allgemeinheit schließen, aber wer sich von Anfang an Scheuklappen anlegt, braucht sich nicht zu wundern, dass er genau das sieht, was er sieht und sonst nichts.

Re: 50% eines Jahrgangs machen Abitur. Das finde ich
von lucceius am Fr. 23. Juni 2017 16:18:03


In die Entwicklung Abschlussnoten muss man tatsächlich nicht viel "hinein"-interpretieren, weil doch ganz klar ist, dass diese Veränderungen um mehrere Standardabweichungen schulpolitischen Urspungs sind und sich nicht an der Unterrichtsqualität oder an Kompetenzenzuwächsen in der Schülerschaft festmachen lassen.
(Das Unterrichtsniveau in den Naturwissenschaften – wahrscheinlich auch nur in diesen Fächern – war in der (gerade an den EOS ) DDR eher höher.)

Auch deinen übrigen Schlussfolgerungen kann ich nicht zustimmen. Musik, Kunst und Geschichte sind in vielen Bundesländern zum einen durch die Schulzeitverkürzung vereinfacht worden, haben aber neben geringerem Stoffumfang auch ein oberflächlicheres Niveau. Gerade die Kompetenzorientierung hat das Fachwissen derart zersplittert, dass epochale Zusammenhänge ("the bigger picture") nicht mehr nachvollzogen werden können. Die Abituraufgaben sind in diesen Fächern extrem kleinschrittig geworden: Man kann eigentlich nicht mehr an der Aufgabe vorbeischreiben, weil alles so eng vorgeben ist. Sprachlich schwierige Sekundärtexte oder ältere Originalquellen kann man Schülern häufig nicht mehr zumuten (wie gesagt: einfach mal ein paar Lehrer ansprechen und nachfragen).
In Physik kann ich versichern, dass das Wissen nicht breiter, sondern enger geworden ist, weil man einige Themenkomplexe (ich spreche für NRW) einfach nicht mehr behandelt und den Mathematikanteil immer weiter gesenkt hat (diese Entwicklung lässt sich wunderbar an den verschiedenen Auflagen der Schulbücher feststellen).

Re: 50% eines Jahrgangs machen Abitur. Das finde ich
von Kitaktus am Di. 27. Juni 2017 00:26:48


Dein erneuter Hinweis "einfach mal ein paar Lehrer ansprechen" suggeriert, dass diejenigen, die anderer Meinung sind, einfach schlecht informiert sind. Dem ist nicht so. Ich verfüge in meiner nächsten Familie über 70 Jahre Schulerfahrung und über 40 Jahre Lehrererfahrung ich kann also durchaus Vergleiche anstellen, die über die hin- und her mäandrierende Entwicklung der letzten 10 Jahre hinausgehen.
Ich spreche niemanden seine subjektive Wahrnehmung ab, insbesondere wenn es um Bundesländer geht, in denen ich nie gelebt habe.
Du schreibst, dass Du meinen "übrigen Schlussfolgerungen" auch nicht zustimmen kannst. Das ist interessant, da ich überhaupt keine Schlussfolgerungen getroffen habe. Ich habe meine Wahrnehmung geschildert und sie auch als subjektiv gekennzeichnet. Diese Wahrnehmung als "unzutreffend" abzulehnen, heißt die Datenpunkte aus der Beobachtung zu streichen, die Deiner These nicht entsprechen. Eine wissenschaftliche Herangehensweise ist das nicht und das ist genau der Punkt der mich an Diskussionen wie dieser stört.


Re: 50% eines Jahrgangs machen Abitur. Das finde ich
von BerndLiefert am Fr. 30. Juni 2017 19:44:49


Ich finde es gut, dass die Schüler heutzutage besser sind als vor 1 paar Jahrzehnten.

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