Inklusion in der Mathematik
Von: buh
Datum: Mo. 29. Mai 2017 19:17:00
Thema: Bildung


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Inklusion in der Mathematik

Über Grundsätze ethischen Rechnens
 
Berlin. In einer Gesellschaft aktiver Teilhabe aller am gesellschaftlichen Leben, unabhängig von Religion, Immobilität oder Intelligenz, können gewisse, aus historischem Kontext gewachsene Regeln und Normen der Mathematik heute nicht mehr als ethisch korrekt bezeichnet werden.
 
Daher ist im Bundesministerium für Bildung und Forschung ein Gesetz in Vorbereitung, das diese Diskriminierungen zukünftig verhindern soll.
 
Konkret sieht das so aus:
1. Da die Eins in der Teilbarkeitsrelation immer nur Divisor*, die Null aber bisher immer nur Dividend sein konnte, werden der Eins als Divisoren alle geraden Zahlen zugesprochen. Diese Divisoren werden der Null ab sofort abgesprochen.
Dafür ist die Null durch alle ungeraden Zahlen teilbar. Über die Ergebnisse wird ein gesonderter Erlass vorbereitet.
2. Der Nachteil der Primzahlen, nur zwei Teiler zu besitzen, wird dahingehend geändert, als dass alle Primzahlen zwei weitere Teiler erhalten, nämlich die beiden vor ihnen stehenden natürlichen Zahlen**.
3. Die diskriminierende Bezeichnung „ungerade“ wird durch „besonders gerade“ ersetzt.
4. Da im Zuge der Inklusion alle Zahlen gleichberechtigt sein werden sollen, muss die Relation „ist kleiner als“ dringend entsorgt werden. Damit ist keine Zahl mehr kleiner als eine andere.
5. Die sogenannte „Rechenregel“ „Punkt- vor Strichrechnung“ ist schon wegen der subtil-pornografischen Bezeichnung „Strich-Regel“, erst recht ihrer durch nichts gerechtfertigten Bevorzugung einzelner Operatoren deren Aussehens wegen eine jeder Ethik Hohn sprechende Konvention. Sie wird abgeschafft und durch den Satz „Alle Operationen sind unabhängig von ihrem Aussehen und ihrer Wirkung auf die beteiligten Zahlen gleichberechtigt.“ ersetzt.
6. Ab sofort*** geschlossene, insbesondere abgeschlossene Mengen, Räume etc. geöffnet, da nur so ein inklusiver, diskriminierungsfreier und allgemeiner Zugang zu diesen Räumen gesichert werden kann.
7. Auch Zahlen haben ein Recht auf ein Rechnen in Würde. Somit ist Massenzahlhaltung in sog. „geschweiften Klammern“ absolut nicht mehr zeitgemäß.
 
Damit ist zunächst ein Anfang zu einer gerechteren Mathematik gemacht, der jedoch noch vieler weiterer Schritte bedarf, meint
 
buh2k+17
 
*: Bis auf autogenes Teilen
**: Über die Ergebnisse wird ein gesonderter Erlass …
***: …also mit Inkrafttreten des Gesetzes…
 


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