Die Mathe-Redaktion - 23.05.2013 18:39
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Physik » Elektrodynamik » Gedankenexperiment zum Induktionsgesetz (Fortsetzung)
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Autor
Ausbildung Gedankenexperiment zum Induktionsgesetz (Fortsetzung)
Michi86
Aktiv Letzter Besuch: vor mehr als 3 Monaten
Dabei seit: 15.05.2010
Mitteilungen: 103
Aus: Wien
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Themenstart: 2011-07-14 08:47


Angenommen man hat einen dünnen Kupferdraht, der ein geschlossenes Rechteck mit einer Länge von 10km und einer Breite von 1m bildet.
Genau in der Mitte des Rechtecks (Schnittpunkt der Diagonalen) ändert sich der magn. Fluss.
 
Laut Induktionsgesetz gibt es eine, wenn auch kleine, Induktionsspannung entlang des Kupferdrahtes.
 
Mir geht es um den Zeitpunkt der Wirkung, konkret wann diese Induktionsspannung (lokal eben das elektrische Feld) an welchem Punkt des Drahtes messbar ist.
Überall gleichzeitig kann es ja laut Relativitätstheorie nicht sein.
 

Es gibt ja auch keinen Träger der Information, da der Raum zwischen dem Mittelpunkt des Rechtecks und dem Rechteck während der Informationsweitergabe völlig feldfrei ist.
 
Gibt es dafür überhaupt ein physikalisches Modell, denn die Induktionsspannung wäre bei derartigen Versuchen sehr sehr klein?
 



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lula
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Aus: Sankt Augustin NRW
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.1, eingetragen 2011-07-14 12:30


Hallo
Ich kapier dein gedankenexperiment nicht. Du sagst lapidar: in einem Punkt ändert sich das Magnetfeld? Wie soll das passieren? Momentan? das gibts nicht! Wenn man etwas nicht verwirklichbares, auch nicht angenähert in Gedanken macht,kann nichts rauskommen, was sinnvoll ist.
also schildere genauer, was dein Gedankenexperiment ist.
bis dann lula


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Michi86
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Aus: Wien
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.2, vom Themenstarter, eingetragen 2011-07-14 13:32


Im Mittelpunkt des Rechtecks (von mir aus auf eine sehr kleine Fläche konzentriert) ändert sich der magn. Fluss.

Was ist denn unklar??



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Dixon
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.3, eingetragen 2011-07-14 20:16


Hallo Michi,
 
mir ist alles klar, nur Dir nicht, daß sich Wirkungen immer höchstens mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten. Die von Dir gegebene Änderung des MF erreicht also zunächst die benachbarten Drähte mit einer kleinen Zeitverzögerung. Dort schubst es die Elektronen an, die sich bewegen. Zum sich ausbreitenden MF kommt noch die Bewegung der Elektronen im Leiter. Beide wechselwirken miteinander. Nach einer Zeit von 5km/c fließt dann im ganzen Ring ein Strom.
Und falls Du jetzt wieder mit komischen Modellvorstellungen kommst: die von Dir verwendeten einfachen Modelle stammen aus der E-Technik. Für Konstrukte, die nur ein paar Meter Ausdehnung haben und mit bestenfalls fünfstelligen Frequenzen arbeiten kann man die relativistische Zeitverzögerung vernachlässigen. Für große Konstrukte oder hohe Frequenzen sieht die Welt ganz anders aus. Dann funktionieren die einfachen Vorstellungen nicht mehr und es gilt, wa Dir hier und im Vorgängerthema dargestellt wurde.
 
Grüße
Dixon


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"Avec toute l’algèbre du monde on n’est souvent qu’un sot lorsqu’on ne sait pas autre chose." - Friedrich II



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lula
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Aus: Sankt Augustin NRW
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.4, eingetragen 2011-07-14 21:48


Hallo
zu deinem "informationsfreien" Raum. Ändert sich inner halb einer (kleinen) Fläche ein Magnetfeld, entsteht darum ein el. Feld, auch wenn da kein Draht ist, also kein Strom fliesst oder ladungen in Bewegung gesetzt werden!
bis dann lula


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Michi86
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Aus: Wien
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.5, vom Themenstarter, eingetragen 2011-07-15 11:58


@lula
Stimmt, wenn sich das Magnetfeld ändert, wird es wirbelartig von einem elektr. Feld umgeben.

Dieses elektr. Feld breitet sich mit Vakuumlichtgeschwindigkeit im Raum aus.

@Dixon:
Wo breitet sich ein Magnetfeld aus??? Meinst du das elektrische Feld, das wirbelartig das magnetische umgibt und sich im Raum ausbreitet?

Klar, zunächst werden die zwei Drähte in 0,5m Distanz erreicht.
Die Frage ist, wie modelliert man weiter? Wird eine Wanderwelle (entlang des Drahtes) angeregt oder wird der Rest vom ursprünglich sich ausbreitenden elektrischen Feld früher erfasst (weil Vakuumlichtgeschwindigkeit)???

Diese Effekte werden vom klassischen Induktionsgesetz leider nicht beschrieben.



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