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Aktuelles und Interessantes » Tagesgespräch » Mensch mit Wissen überfordert – Computerchip implantieren?
Thema eröffnet 2012-01-07 21:01 von GrandPa
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Seite 2   [1|2]   2 Seiten
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Kein bestimmter Bereich Mensch mit Wissen überfordert – Computerchip implantieren?
Aaba-Aaba
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.40, eingetragen 2012-01-15 17:59


Hi,

ich habe mal gehört in der Zeit die wir heute Steinzeit nennen, sind die Leute bis zu 30 Jahre alt geworden. Dies hat man wohl aus gefundenen Schädeln geschätzt.

Wenn ein Römer (Römisches Reich) das Kindesalter überlebte, hatte er ganz gute Chancen 60 Jahre alt zu werden. Siehe auch die Lebensdaten berühmter Römer. Das war eine Zeit völlig ohne moderne Medizin.

In den 1930er Jahren sind viele Leute mit 50 bis 60 Jahren gestorben, aber es gab auch (wenige) Leute die 80, 90 oder 100 Jahre alt wurden. Das war noch die Zeit ohne Antibiotika und mit wenigen Operations-
möglichkeiten.

Die Möglichkeit heute Menschen einen Chip einzupflanzen halte ich für nicht sehr sinnvoll. Man weiß heute (2012) über das Gehirn sehr wenig und vielleicht wird man nie sehr viel über das Gehirn wissen.
Man kann zwar seit den 1920er Jahren EEGs machen aber viel mehr als Epilepsie erkennen geht auch heute nicht. Maximal kann man mittels MRT(?) aktive Gehirnregionen erkennen.
Ein Vergleich: die Erforschung des Gehirn(der Gehirnsignale) ist etwa so wie wenn man den Schall aus einem Saal mit 1000 Leuten aufzeichnet und dann versucht aus dem aufgezeichneten Signal ein Gespräch zwischen 2 Leuten herauszufiltern.
Ich kenne auch den Vorschlag in die Linse des menschlichen Auges besondere Linsen einzubauen um beispielsweise viel besser und weiter zu sehen.
Klingt für mich aber eher wie Forschung ohne praktischen Nutzen.

Auch könnte es bald eine Gegenbewegung geben von Menschen die
sich selbst nicht optimieren wollen.

Gruß



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GrandPa
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.41, vom Themenstarter, eingetragen 2012-01-15 19:51


2012-01-15 00:54 - milch in Beitrag No. 35 schreibt:
Ich halte er für sehr erstrebenswert den Menschen mit moderner Technologie zu "verbessern". Ich finde das sehr spannend und ich kann es garnicht verstehen wieso man sich "wieder darauf besinnen sollte den Mensch so zu lassen wie er ist". Wieso sollte man das (abgesehen von religiösen Vorstellungen)?

"Verbessern" im Sinne von Prothesen, besseren Herzschrittmachern, Erblindeten wieder die Sehkraft bringen, all dies finde ich auch erstrebenswert.
Auch im Frühstadium schlimmste Erb-Krankheiten die (vermutlich) einmal im späteren Leben auftreten könnten, zu erkennen halte ich noch für tragbar.

Menschen zu verbessern, zum Beispiel damit Sie besser schiessen können(also militärischer Nutzen) oder weniger Gefühle zeigen oder größere Hitze aushalten, etc. halte ich schon für grenzwertig!
Ein guter Film dazu ist ja Gattaca, wo genetisch verbesserte vs. Normalos gezeigt werden und die Folgen.

Religiöse Vorstellungen die dagegen sprechen sind dagegen sekundär, da deren Vorstellungen eh absurd sind und auch eher auf das jenseits weniger aus das Diesseits abzielen!



-----------------
Ich denke, aber bin ich ?

Wahrheit kommt mit wenigen Worten aus.
Lao-tse

Wer nichts weiß, muss alles "glauben"!



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GrandPa
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.42, vom Themenstarter, eingetragen 2012-01-15 19:54


2012-01-15 14:53 - milch in Beitrag No. 39 schreibt:

Ich bin der Meinung, dass Evolution viel weiter geht als nur Anpassung durch Mutation, ich denke das die Möglichkeit zur "Selbstverbesserung" des Menschen eine neue Ebene auf der Evolution stattfindet eröffnet.

Und Evolution kann man meiner Meinung nach nicht kritisieren, dass gehört zum Leben ansich.
[ Nachricht wurde editiert von milch am 15.01.2012 14:54:34 ]

Evolution funktioniert aber nicht durch Mutation alleine, die wenigsten Mutationen haben sich em Ende durchgesetzt!

Und wenn du schon die Evolution ansprichst, dann ist die Einpfanzung von Chips, ins noch weitgehend unbekannte Gehirn, eben keine Evolution!


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milch
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.43, eingetragen 2012-01-15 20:01


Evolution nennt man den Prozess der zur Anpassung von Lebewesen führt und am Beispiel der menschlichen Intelligenz zu einem Objektiven Fortschritt im Sinne des Entstehens einer Art die es vielleicht schaft sich von den Umwelteinflüssen völlig zu lösen. D.h. vielleicht irgendwann in der Lage ist sich selbst so anzupassen, dass sie überall überlebensfähig ist bzw. Fähigkeiten erlangt, die auf rein "biologischem" Wege möglicherweise niemals entstanden wären.



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Tonar
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.44, eingetragen 2012-01-15 21:01


Die Bsp die hier bisher waren scheinen allesamt Beispiele mit
einem hohen Risiko bei der Anwendung (Schönheitsop, Leistungssteigernde Drogen) oder die nur bedingt gut funktionieren (Schönheitsop, implantieres Handy). Die Kritik war dann oft motiviert, dass
die Person dann durch die Gesellschaft gezwungen wird dieses Risiko einzugehen).

Ich würde gern eine funktionierende Technologie abgelehnt sehen.
Alle funktionierende Technologien, die uns enorm verbessern scheinen durchgehend akzeptiert:
- Auto
- Handy
- Internet
- Narkose (außer von GrandPa  confused )
- Schrift
- Landwirtschaft / Viehzucht
...




[ Nachricht wurde editiert von Tonar am 15.01.2012 21:05:22 ]



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GrandPa
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.45, vom Themenstarter, eingetragen 2012-01-15 21:40


2012-01-15 21:01 - Tonar in Beitrag No. 44 schreibt:

- Narkose (außer von GrandPa  confused )

[ Nachricht wurde editiert von Tonar am 15.01.2012 21:05:22 ]

 confused  Wie wo was ?


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Tonar
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.46, eingetragen 2012-01-15 21:53


Ich habe frecherweise "weniger Gefühle zeigen oder größere Hitze aushalten" etwas positiver interpretiert, obwohl du es nicht so gemeint hast.



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Der_Rollenspieler
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.47, eingetragen 2012-01-15 22:31


Hi,

(2012-01-15 21:01 - Tonar in <a Alle funktionierende Technologien, die uns enorm verbessern scheinen durchgehend akzeptiert:
- Auto
- Handy
- Internet
- Narkose (außer von GrandPa  :-? )
- Schrift
- Landwirtschaft / Viehzucht
...

Was meinst du mit "uns" verbessern? Allein die ersten drei Punkte verändern doch mehr die Art des zusammenlebens. Machen uns mobiler und flexibler in der Gesellschaft.
Aber wie mich das Auto verbessert sehe ich eher daran, dass ich Bauch ansetze, weil ich mehr fahren anstatt zu Fuß zu gehen oder das Rad zu nutzen.
Mit dem Handy und Internet verhält es sich doch ähnlich, es betrifft die Kommunikation. Das Internet sorgt eher dafür, dass wir den Begriff Wissen überdenken müssen. Was hat das alles mit dem Menschen selbst zu tun, betrifft doch eher die Gesellschaft und das Zusammenleben, oder nicht?

Gruß,
Klaus.


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"In X you don't understand things, you just get used to them"
Mit X in {mathematics,quantum physics}

Bei LaTex führen mir manchmal einfach zu viele Wege nach Rom.



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Tonar
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.48, eingetragen 2012-01-15 23:25


Es geht doch hierbei, dass wir durch technische Hilfsmittel bzw. Technologien unsere Fähigkeiten als Mensch erweitern.

Ein Auto erhöht die Geschwindigkeit mit der ich mich im Raum bewegen kann von 15 km/h auf über 200 km/h. (Ich habe noch kein Auto gesehen, was _die Gesellschaft_ bewegt hat und man kann es natürlich für Wege
einsetzen die man lieber zu Fuß geht. Vlt hätte ich die
Eisenbahn als Beispiel nehmen sollen)

Ein Handy ermöglicht es mir mit einem beliebigen anderen Menschen auf enorm großen Strecken zu sprechen (Versuch das mal auf herkömmliche Weise).

Wenn ich mir Sachen aufschreibe kann ich komplett verhindern, das ich sie vergesse. Für mein gesamtes Leben!

Und ich hoffe das Internet tut mehr als dafür zu sorgen, dass wir
Begriffe überdenken.

Dies sind alles konkrete Fähigkeiten des Menschen die (künstlich) verbessert werden. Natürlich ändert sich die Gesellschaft, wenn die Menschen plötzliche zu solchen Sachen fähig werden.
[ Nachricht wurde editiert von Tonar am 16.01.2012 00:40:50 ]



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Bernhard
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.49, eingetragen 2012-01-16 00:30


Hallo Tonar!

Vergiß bitte nicht, daß es sich hier um einen direkten Eingriff am menschlichen Körper handelt!
Das ist ein Unterschied zu den technischen Fortschritten, die du aufgezählt hast. Manche übrigens (nicht teilweise auch die von Dir erwähnten, siehe #47), kann man im nachhinein auch relativieren, was ihren Erfolg angeht.

@ Aaba-Aaba
2012-01-15 17:59 - Aaba-Aaba in Beitrag No. 40 schreibt:
Die Möglichkeit heute Menschen einen Chip einzupflanzen halte ich für nicht sehr sinnvoll. Man weiß heute (2012) über das Gehirn sehr wenig und vielleicht wird man nie sehr viel über das Gehirn wissen.
Man kann zwar seit den 1920er Jahren EEGs machen aber viel mehr als Epilepsie erkennen geht auch heute nicht. Maximal kann man mittels MRT(?) aktive Gehirnregionen erkennen.
Ein Vergleich: die Erforschung des Gehirn(der Gehirnsignale) ist etwa so wie wenn man den Schall aus einem Saal mit 1000 Leuten aufzeichnet und dann versucht aus dem aufgezeichneten Signal ein Gespräch zwischen 2 Leuten herauszufiltern.
Ich kenne auch den Vorschlag in die Linse des menschlichen Auges besondere Linsen einzubauen um beispielsweise viel besser und weiter zu sehen.
Klingt für mich aber eher wie Forschung ohne praktischen Nutzen.

Da muß ich Dir wiedersprechen. Man weiß schon eine ganze Menge über das Gehirn - um einiges mehr, asl nur mit EEG's Epilepsie erkennen. Aber insbesondere solche neuronalen Störungen bieten natürlich Angriffspunkte, die die Forschung weiterbringen. Das Auge morphologisch ein Teil des Gehirns (eine Ausstülpung) und da sich seine Strukturen quasi von außen (ohne OP) bereits sehr gut erfassen lassen, da andererseits Experimente die das Zusammenspiel von Sehen und Verhalten betreffen bei Mensch und Tier mit zu den am leichtesten zu realisierenden und auszuwertenden überhaupt gehören, hat man schon eine Menge Erkenntnisse.
Es gibt aber die Schwierigkeit der Realisation dieses Chips - und da gebe ich Dir recht. Tatsache ist, daß man zwar um einige Prozesse bescheid weiß, auch z.B. wie in bestimmten Neuronen die Signale weitergegeben werden, ja sogar, wie sie sich für einzelne Aufgaben zusammengeschalten könnten (das hat man im Computer simuliert).
Aber man wird wohl nie eine Schnittstelle finden, wo man den Chip anstöpseln könnte.
Anders bei diesem "Schrittmacher fürs Gehirn" (gegen Epilepsie), den ich oben bereits erwähnte. Der greift direkt in dem Zentrum an, von dem die anfallsauslösenden Signale ausgehen und stoppt sie. das funktioniert natürlich nur, wenn man vorher ein solches Zentrum (Fokus) sicher ausmachen kann (mit EEG u.a. Mitteln)) und es an einer Stelle liegt, wo man auch hinkommt.

Viele Grüße, Bernhard

PS.: Manche sprechen hier von "religiosen" Gründen, weswegen man die Forschung aufhalten wolle. Hier geht es aber nicht um religiöse, sondern um ethische Gründe!


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"Weisheit ist nicht das Ergebnis der Schulbildung, sondern des lebenslangen Versuches, sie zu erwerben"
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Tonar
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.50, eingetragen 2012-01-16 01:24


Hi,

Ja natürlich. Wir können ja auch kein Körperteil auch nur halb so gut
nachbauen. Eine Verbesserung die getrennt vom Körper ihre Funktion erfüllt sollte man natürlich nicht auf Teufel komm raus einbauen.

Ich wollte nur sensibilisieren, dass wir bereits viele Möglichkeiten bekommen haben unsere Fähigkeiten künstlich aufzubessern und es viele gerne annehmen. Ich glaube wenn es nun weitere Technologien gibt, die ähnlich einfach und sicher sind, wie z.b. in ein Auto einsteigen (nicht fahren), dann werden die auch weiterhin angenommen.
 
Relativieren klingt so als ob die Vorteile gerade durch die Nachteile aufgehoben werden. Gerade beim Erfolg von Transportmitteln von Auto, Flugzeug und Eisenbahn, denke ich nicht dass das der Fall ist. Sie transportieren Güter, die so schwer sind, dass wir sie nie tragen könnten über Strecken, die wir nie laufen könnten. Dass man manche von ihnen auch für die Fahrt zum Bäcker einsetzen kann, wiegt das aus meiner Sicht nicht annähernd aus.

Erzähl mir mehr von diesen ethischen Gründen.



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GrandPa
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.51, vom Themenstarter, eingetragen 2012-01-16 11:15


2012-01-16 01:24 - Tonar in Beitrag No. 50 schreibt:
Hi,

Ja natürlich. Wir können ja auch kein Körperteil auch nur halb so gut
nachbauen.
Würde ich so nicht sagen! Denke an Hüftgelenke usw.


Ich wollte nur sensibilisieren, dass wir bereits viele Möglichkeiten bekommen haben unsere Fähigkeiten künstlich aufzubessern und es viele gerne annehmen. Ich glaube wenn es nun weitere Technologien gibt, die ähnlich einfach und sicher sind, wie z.b. in ein Auto einsteigen (nicht fahren), dann werden die auch weiterhin angenommen.

Du darfst Hilfsmittel wie Hebel, Kräne usw. nicht gleichsetzen mit dem direkten Eingriff und damit Veränderung des Menschen ansich!
 

Erzähl mir mehr von diesen ethischen Gründen.
Da gäbe es viele !
Die ETHIK ist zwar postuliert, aber wird entsprechend unterschiedlich "ausgelegt", von Staat zu Staat gibt es da (leider) Unterschiede!




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[ Nachricht wurde editiert von GrandPa am 16.01.2012 11:16:20 ]



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rick2
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.52, eingetragen 2012-01-16 11:35


Interessant wird die ganze Sache auch noch, wenn man Altern als Krankheit ansieht und gezielt versucht, den Menschen quasi unsterblich zu machen. Hier gibts 'nen Link von einem guten TED Vortrag von Aubrey de Grey dazu :).

Dann ist natürlich auch die Frage, wo das alles mal hinführen soll. Es wird ja heut schon eng auf unseren Planeten :/ .



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Tonar
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.53, eingetragen 2012-01-16 12:43


Ich war überrascht, wie lange so ein Hüftgelenk drin bleiben kann.
Keine Ahnung, welche Belastungen es so aushält. Vielleicht sind wir schon ziemlich nah an den 50%.

@Du darfst Hilfsmittel wie Hebel, Kräne usw. nicht gleichsetzen mit dem direkten Eingriff und damit Veränderung des Menschen ansich!

Warum? Weil ein Eingriff gefährlich und nur schlecht rückgängig
gemacht werden kann? Das ist doch "nur" ein Problem unserer Medizin
und spricht nicht gegen solche Eingriffe per se. Nur, dass man vielleicht noch lange damit warten sollte.

Mir scheint in Fällen, wo das Risiko gerne eingegangen wird, weil etwas wieder hergestellt wird, spricht da nicht die Ethik für solche
Eingriffe? Niemand würde es für unsittlich halten, wenn man jemanden
im Rollstuhl ermöglicht wieder zu gehen?

Wir geben doch schon Rechnungen an Computer ab, die uns im Kopf zu schwer sind (Statik einer Brücke, Modellierung von Wärmeleitung im Motor). Ich kenne keine funktionierende Technologie, wo es für ihre Funktion notwendig ist, sie zu implantieren (bis auf medizinische Körperfunktionswiederherstellungen).

Ist es wirklich die Verbesserung des Menschen oder nur die sinnlose Implantierungswut die Menschen stört?



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GrandPa
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.54, vom Themenstarter, eingetragen 2012-01-16 13:40


Tonar,
es geht um die "Verbesserung" des Menschen direkt und wer sich das leisten kann und wer nicht (!) Wir haben jetzt schon eine Zwei-Klassen-Gesellschaft im Krankheitswesen. Solche Implantate sind sicherlich sehr teuer und der Kreis der sich das leisten kann wird noch kleiner!
Auf der einen Seite die Übermenschen auf der anderen die Normalos !
Von den Menschen die nicht einmal an die Leistungen der Normlos rankommen spreche ich noch gar nicht!
Wie geht die Elite dann mit den anderen um ? Was macht das Militär mit diesen "Errgungenschaften" ?


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chryso
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.55, eingetragen 2012-01-16 16:26


Ich habe jetzt in die MP-Suchmaschine das Wort "Verbesserung" eingegeben, weil ich den Thread mit Verrbesserungsvorschlägen für den Matheplaneten suchte.

Seltsam:
Ich habe unter den ersten 20 Ergebnissen fast nur Beiträge von diesem Thread gefunden.
Nicht Verbesserungen von Dingen, von Ideen, von mathematischen Aufgaben,  nein Verbesserungen von Menschen.

Haben wir sonst nichts mehr, was verbesserungswürdig oder -wert wäre?

LG chryso


-----------------
Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen.
Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.



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Tonar
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.56, eingetragen 2012-01-16 16:59


@chryso
Doch anscheinend die Suchmaschine. Wäre es nicht offtopic, wenn
wir hier über andere Sachen reden als die Verbesserung des Menschen?

Ein Viertel der Menschen leben jetzt noch wie vor 6000 Jahren, viele
können weder Lesen noch Schreiben. Da fallen Implantate (was auch immer die dann können sollen) nicht ins Gewicht.

Warum sollten Implantate teuer sein? Computer sind doch auch lächerlich billig, wenn man sich nicht das Allerneuste kauft (<30 Euro). Da ist mancher Lebensmittelwochenendeinkauf teurer.

Dem Militär sind Implantate wahrscheinlich völlig egal. Schon jetzt
werden mehr Leute ausgebildet Dronen zu fliegen, als Flugzeuge.


[Die Antwort wurde nach Beitrag No.54 begonnen.]
[ Nachricht wurde editiert von Tonar am 16.01.2012 17:00:13 ]



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GrandPa
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.57, vom Themenstarter, eingetragen 2012-01-17 19:52


2012-01-16 16:26 - chryso in Beitrag No. 55 schreibt:


Haben wir sonst nichts mehr, was verbesserungswürdig oder -wert wäre?

LG chryso


Doch meine Mathematikkenntnisse zum Beispiel  smile 

LG GrandPa


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Bernhard
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.58, eingetragen 2012-01-17 22:34


Hallo Tonar!

Auf praktisch alle Fragen, die Du in Deinem Beitrag #53 stellst, bin ich bereits in meinem Beitrag #29 eingegangen.

Ich verleugne oder verwerfe die technischen Fortschritte nicht, auch diejenigen, die helfen, menschliche Gesundheit wiederherzustellen oder zu erhalten. Ich habe dazu auch mehrere Beispiele gegeben. In allen Fällen - ob E-Rolli, Hörgerät, Herzschrittmacher oder Hüftgelenk dreht es sich um Eingriffe therapeutischen Charakters. Selbst Plastische Chirugie kann ich akzeptieren, solange sie z.B. einem Menschen Entstellungen eines von einer Krankheit/Unfall betroffenen Körperteils (insbesondere dem Gesicht oder dem Busen) wieder ein besseres Aussehen geben. Aber bitte nicht für Schönheitswettbewerbe und Miss-Wahlen!!!

Ich wundere mich, daß zu Zeiten, wo alles nach "Bio", "Öko", "natürlichen" und "artgerechten" Lebensmitteln ruft, wo bei Verbesserung mit Gentechnik fast völlig blockiert wird (von Atomkraft ganz zu schweigen!), für diese Chips überhaupt noch jemand zu finden ist.
Ich bin nicht per se für oder gegen Gentechnik, es ließen sich damit sogar Erntepflanzen gewinnen, im Prinzip sind diese Methoden ja nichts anderes, als daß man die Züchtung noch etwas gezielter unsd schneller vornimmt, weil man nicht warten muß, bis wieder ein Erntejahr rum ist und der Samen reif.
Viel mehr macht mir in diesem Zusammenhang Angst, daß solche - wenn auch guten - Ergebnisse patentiert werden können (in den USA wird das ja bereits gemacht). Damit hat wieder eine ganz bestimmte Lobby das Monopol und eine Macht, die, falls es so weitergeht, nicht mehr abzusehen ist. Und die armen Länder und hungernden Menschen haben wieder nichts davon.
Und genauso wird das auch mit dem Chip passieren!!

Viele Grüße, Bernhard

PS.: Übrigens ist das im Rahmen der heutigen Forschung und Entwicklung von Dingen, die eigentlich den Menschen helfen sollen oder könnten, ihr Leben zu erleichtern, immer öfter so, auch bei "harmlosen" (ungefährlichen) Sachen:
Die ethische Frage liegt hier im Patent und der daraus oft resultierenden Unerreichbarkeit der Erfindung für die meisten.


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huepfer
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.59, eingetragen 2012-01-17 23:53


Hallo Bernhard,

in den USA mögen solche Patente in der Tat möglich. Vor nicht allzu langer Zeit gab es vom europäischen Patentamt eine Entscheidung, dass keine Patente auf Leben erlaubt sind. Hier sind nur in ganz engem Rahmen Züchtungen und Änderungen des Erbguts patentierbar. Man müsste das nochmal genauer überprüfen.
Das ist übrigens ein Grund, warum sich BASF in diesem Bereich aus Europa zurück zieht.

Gruß,
   Felix


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Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.

Bild

Thanks to Irrlicht und totedichterin.



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GrandPa
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.60, vom Themenstarter, eingetragen 2012-01-18 09:40


2012-01-17 22:34 - Bernhard in Beitrag No. 58 schreibt:

Viel mehr macht mir in diesem Zusammenhang Angst, daß solche - wenn auch guten - Ergebnisse patentiert werden können (in den USA wird das ja bereits gemacht). Damit hat wieder eine ganz bestimmte Lobby das Monopol und eine Macht, die, falls es so weitergeht, nicht mehr abzusehen ist. Und die armen Länder und hungernden Menschen haben wieder nichts davon.
Und genauso wird das auch mit dem Chip passieren!!

Viele Grüße, Bernhard

PS.: Übrigens ist das im Rahmen der heutigen Forschung und Entwicklung von Dingen, die eigentlich den Menschen helfen sollen oder könnten, ihr Leben zu erleichtern, immer öfter so, auch bei "harmlosen" (ungefährlichen) Sachen:
Die ethische Frage liegt hier im Patent und der daraus oft resultierenden Unerreichbarkeit der Erfindung für die meisten.


Gute Argumentation, genau hier sehe ich auch das Problem! Eine neue Klasse Mensch(!) die es sich leisten kann,diese Probleme haben wir ja heute auch schon, wollen wir das noch verstärken ?




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matph
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.61, eingetragen 2012-01-18 11:01


Hallo,

Ich habe zwar nur die letzten Beiträge gelesen, doch tolle Argumentation biggrin 
Sperren wir uns dem Fortschritt, denn er könnte ja manchen anfangs mehr zu gute kommen als anderen eek 

--
mfg
matph


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Wir müssen wissen, wir werden wissen. Hilbert
Das Buch der Natur ist in der Sprache der Mathematik geschrieben. Galilei



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Tonar
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.62, eingetragen 2012-01-18 11:55


@Bernhard
Du sagst definitiv nicht in #29, warum man Verbesserungen am Menschen
von Verbesserungen durch Technologien von "außen" unterscheiden sollte.

In #29 erwähnst du folgende Kriterien mit denen du gute von schlechten Eingriffen unterscheidest:
1.) "Sie helfen, vorhandene Fähigkeiten zu erhalten oder wiederherzustellen."

Das scheint im wesentlich zu heißen sie verbessern nicht.
Da verbessern ja an sich was positives ist (daß bestimmte
Eingriffe noch nicht ausgereift sind und eben nicht unbedingt
verbessern -> Schönheitsop sei dahingestellt), frage ich mich
woher diese Einstellung kommt. Mir scheint du bist der Meinung
der Mensch soll das aktzeptieren, wie er geboren ist und nicht
anstreben dies zu verändern.

2.) Und sie stellen den Betroffenen dadurch nicht in eine Konkurrenzsituation mit anderen, die diesen Eingriff nicht benötigen.

Ich sehe ungern andere Menschen per se als Konkurrenz.
Die Konkurrenz als Arbeitnehmer bei der Jobsuche ist mit 3)
abgedeckt.

3.) Über diese Anwendungen kann frei entschieden werden, d.h. es besteht kein (insbesonders wirtschaftlicher/finanzieller) Druck von anderen, diese Eingriffe machen lassen zu müssen.

Der gefällt mir.



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Bernhard
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.63, eingetragen 2012-01-19 00:07


Hallo Tonar!

2012-01-18 11:55 - Tonar in Beitrag No. 62 schreibt:
@Bernhard
Du sagst definitiv nicht in #29, warum man Verbesserungen am Menschen
von Verbesserungen durch Technologien von "außen" unterscheiden sollte.
Das sagte ich auch bewußt nicht. Weil es unter diesem Aspekt allein auch keine plausible und eindeutige Abgrenzungsmöglichkeit gibt - jedenfalls nicht so, wie ich sie mache.
Ich habe deshalb die anderen Aspekte betont, insbesondere die Verwendung zu therapeutischen Zwecken und die Verfügbarkeit für alle.

Zu 1.)
Genauso habe ich das auch gemeint. Ein Mensch sollte akzeptieren, daß er nicht vollkomkmen ist, denn jeder Mensch ist ein Individuum und jeder Mensch hat seine eigenen Stärken aber auch Schwächen. Darin unterscheiden sie sich und das ist auch in Ordnung - ohne menschliche Schwächen wäre es doch vollkommen langweilig oder? wink 
Die Stärke eines Menschen liegt darin, seine Schwächen akzeptieren zu können und aus seinen guten Fähigkeiten das Beste zu machen.

Zu 2.)
Nehmen wir mal an, Du hättest Dich für einen lukrativen Job beworben, z.B. eine führende Position in der Industrie oder einen Lehrstuhl an der Uni. Die Sache ist geplatzt und Du erfährst im nachhinein, daß zuletzt nur zwei in der Auswahl des Arbeitgebers gestanden waren: Du und einer mit solch einem Chip.
Was würdest Du tun? Den technischen Fortschritt preisen und ihm gratulieren? Dir Vorwürfe machen, daß Du nicht genügend gelernt und zu bieten hattest? Oder die Sache als ungerecht empfinden?

Zu 3.)
Kann wirklich frei entschieden werden? Vorausgesetzt dieser "Nürnberger Trichter" klappt wirklich, dann wird es irgendwann auch Apps und Updates dafür geben. Und Dein Arbeitgeber wird Dir natürlich firmeneigenes Wissen aufspielen wollen, statt Dich anzulernen. bei Entlassung natürlich auch wieder löschen! Spätestens dann bist Du nicht mehr frei zu entscheiden, was Du wirklich lernen willst, denn andere werden über den Inhalt Deines Schädels verfügen.
Und das soll kein Druck sein??? confused 

Viele Grüße, Bernhard


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"Wichtig ist, daß man nie aufhört zu fragen"
"Weisheit ist nicht das Ergebnis der Schulbildung, sondern des lebenslangen Versuches, sie zu erwerben"
Albert Einstein



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