Die Mathe-Redaktion - 25.05.2013 23:59
Auswahl
Aktion im Forum
Suche
Stichwortsuche in Artikeln und Links von Matheplanet
Suchen im Forum
Suchtipps

Bücher
Englische Bücher
Software
Suchbegriffe:
Mathematik bei amazon
Naturwissenschaft & Technik
In Partnerschaft mit Amazon.de
Kontakt
Mail an Matroid
[Keine Übungsaufgaben!]

Impressum

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen, die Distanzierung, unsere Datenschutzerklärung und
die Forumregeln.

Sie können Mitglied werden oder den Newsletter bestellen.

Der Newsletter April 2013

Für Mitglieder
Mathematisch für Anfänger
Wer ist Online
Aktuell sind 251 Gäste und 38 Mitglieder online.

Sie können Mitglied werden:
Klick hier.

Über Matheplanet
 
Zum letzten Themenfilter: Themenfilter:
Matroids Matheplanet Forum Index
Moderiert von matroid
Matroids Matheplanet Forum Index » Aktuelles und Interessantes » Warum ist Mathematik so unbeliebt?
Thema eröffnet 2012-03-19 17:33 von weserus
Druckversion
Druckversion
Seite 2   [1|2]   2 Seiten
Autor
Kein bestimmter Bereich Dieser Thread wurde bestens bewertet (insges. 1-mal) J Warum ist Mathematik so unbeliebt?
Zetavonzwei
Aktiv Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 07.03.2012
Mitteilungen: 164
Aus: Bamberg, Deutschland
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.40, eingetragen 2012-07-02 14:59


Für mich ist eines der Hauptprobleme des Mathematikunterrichts, dass die einzelnen Themen getrennt und voneinander unabhängig betrachtet werden, statt die Zusammenhänge zwischen den Bereichen zu verdeutlichen. Ein zweiter Punkt, der hier noch mit eine Rolle spielt, ist, dass die Themen auseinandergezogen sind: Zum Beispiel wird Differentialrechnung am Anfang, in der Mitte und am Ende des Jahres behandelt und zwischen die drei (inhaltlich relativ ähnlichen und aufeinander aufbauenden) Teile je ein Abschnitt Geometrie und Stochastik eingeschoben. Würde man die drei Stochastikteile am Stück behandeln, müsste man nicht bei jedem Teil wieder bei 0 anfangen, sondern könnte auf die vorherigen Ergebnisse aufbauen. So waren die Schüler aber einige Zeit mit anderer Thematik beschäftigt und haben jetzt Mühe, sich wieder in die "neue" Thematik einzuarbeiten. Das führt zu einer Überforderung von denen, die das Thema nicht sofort verstehen, denn das neue Thema beginnt dann, wenn sie gerade anfangen, das alte zu verstehen, und einer Unterforderung derjenigen, die sich gut damit auskennen, denn die langweilen sich bei der Wiederholung des alten Themas, das für das neue gebraucht wird.



  Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
mixwell
Senior Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 14.07.2011
Mitteilungen: 1184
Aus:
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.41, eingetragen 2012-07-02 15:07


Ich stimme dir in deinem ersten Punkt zu. Im zweiten allerdings nicht:
Wir haben damals (in NRW) keine Themensprünge gemacht. Das mag allerdings von Bundesland zu Bundesland verschieden sein.




-----------------
It is a well-known experience that the only truly enjoyable and profitable way of studying mathematics is the method of "filling in details" by one's own efforts. Cornelius Lanczos, 1956



  Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
Knaaxx
Senior Letzter Besuch: im letzten Monat
Dabei seit: 06.05.2006
Mitteilungen: 2544
Aus:
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.42, eingetragen 2012-07-02 17:24


2012-07-02 03:53 - Aaba-Aaba in Beitrag No. 38 schreibt:

Gestern war gestern, Heute ist heute.

Mathematik ist unbeliebt wie es anderere Dinge im Leben auch sind. Da wird sich auch nichts dran ändern.



  Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
Ehemaliges_Mitglied
Neu Letzter Besuch: vor mehr als 3 Monaten
Dabei seit: 00.00.0000
Mitteilungen: 0
Aus:
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.43, eingetragen 2012-08-11 00:44


Meine Schulzeit ist zwar nun auch schon ein paar Jahre vorbei, aber noch nicht so lange, dass ich mich nicht auch noch daran erinnern könnte, was mich am Mathematikunterricht gestört hat. Ich argumentiere da immer sehr gerne mit dem Bisschen Stochastik, das man meist nur in der Schule macht: Mir kam es zu Schulzeiten immer so "an den Haaren herbeigezogen" vor, wenn irgendwelche Wahrscheinlichkeitsaussagen getroffen wurden und fühlte mich intuitiv (ohne damals genau zu wissen, wieso) unwohl dabei, den Zufall in ein paar Fomeln zu quetschen, die man serviert bekam, ohne Näheres zu begründen. Mathematik kam mir in der Schule wie etwas vor, das einem "gegeben" wird, von dem aber völlig fragwürdig bleibt, wo es herkommt und wie man darauf kommt.


Im Studium war es dann zunächst eher ein Schock zu sehen, was eigentlich Mathematik ist, aber mit der Zeit wurde es sozusagen für mich zu einer Befreiung, weil die Dinge plötzlich einen Zusammenhang bekamen. Heute sehe ich es so, dass sich dieser Zusammehang immer mehr aufdeckt und man ständig dabei ist, etwas immer und immer besser zu verstehen - und ich finde es gut, dass da kein Ende in Sicht ist.

Ich fand in dem Zusammenhang immer einen Spruch gut, den ein Professor im ersten Semester gerne wiederholt hat:

Sinngemäß lautete der so:

"In der Schule betreibt man ja eigentlich keine Mathematik, sondern man rechnet. Mathematik aber ist Strukturieren und Beweisen. Das Erste, was Sie in der Mathematik durchmachen und lernen müssen, ist das Verzweifeln. Aber in einem positiven Sinne. Das Erste was ein Mathematiker lernt, ist, seine geistigen Grenzen anzuerkennen. Und dann will er sie erweitern."


----

Ich muss aber auch mal betonen, dass ich eine eingeimpfte Angst oder Ehrfurcht oder gar einen irgendwie eingepflanzten Hass gegen die Mathematik feststelle. In der Schule ist mir schon aufgefallen, wie manche Mitschüler einfach kompromisslos die Mathematik abgelehnt haben und auch gar nicht bereit waren, sich irgendwie auf sie einzulassen. Seien die Lehrer nun gut oder schlecht - in solchen Fällen finde ich das Konzept Schule ziemlich hoffnungslos.

Und egal, wem ich erzähle, dass ich Mathematik studiere: Immer ernte ich Reaktionen wie: "Gott, doch alles, aber das nicht!". Der Klassiker unter den Reaktionen ist und bleibt aber wohl: "Mathematik? Ich war schon in der Schule schlecht. Du brauchst mir gar nichts versuchen zu erklären."

Mich erstaunt auch immer wieder, dass die Meisten Mathematik überflüssig finden oder sogar geringschätzig abtun, aber gleichzeitig eine solche Ehrfurcht vor Mathematikern haben, dass sie ihnen quasi alles bedenkenlos glauben.


Irgendwie scheint kollektiv eingeimpft zu sein, dass Mathematik etwas Schlimmes, Trockenes und Furchtbares ist.




[ Nachricht wurde editiert von dennis2012 am 11.08.2012 00:52:20 ]



  Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
weserus hat die Antworten auf ihre/seine Frage gesehen.
weserus hat selbst das Ok-Häkchen gesetzt.
Seite 2Gehe zur Seite: 1 | 2  
Bewerte diesen Thread:
[Was sonst bewertet wurde]
 Neues Thema [Neues Thema]

 Druckversion [Druckversion]


Wechsel in ein anderes Forum:
 Suchen    
 
All logos and trademarks in this site are property of their respective owner. The comments are property of their posters, all the rest © 2001-2013 by Matroids Matheplanet
This web site was made with PHP-Nuke, a web portal system written in PHP. PHP-Nuke is Free Software released under the GNU/GPL license.
Ich distanziere mich von rechtswidrigen oder anstößigen Inhalten, die sich trotz aufmerksamer Prüfung hinter hier verwendeten Links verbergen mögen.
Lesen Sie die Nutzungsbedingungen, die Distanzierung, die Datenschutzerklärung und das Impressum.
[Seitenanfang]