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Ein kleines Experiment |
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BeMo
Junior  Dabei seit: 09.02.2010 Mitteilungen: 12
Aus:
 |     Themenstart: 2012-08-07 16:32
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Hallo,
ich plane eine Umfrage mit einem kleinen Experiment. Es geht um ein erweitertes Within Subject Design.
Ich habe eine Experimentvariable, mit zwei Ausprägungen: A und B.
Ich hbae 2 randomisierte Gruppen (1 und 2).
Mein Experimentdesign ist wie folgt:
Ich stelle Gruppe 1 A vor und befrage, dann stelle ich B vor und befrage das gleiche.
Ich stelle Gruppe 2 B vor und befrage, dann stelle ich A vor und befrage.
Ich frage immer das gleiche. Es handelt sich um immer 3 Fragen mit ordinal Skala.
So nun stehe ich vor dem Problem der Auswertung.
Ich würde gerne wissen, ob es ein sig. Unterschied zwischen A und B gibt, bzw. meine Hypothese ist, dass bei den 3 Fragen zu B höhere Werte angegeben werden wie bei den 3 gleichen Fragen zu A.
Ich möchte jedoch ausschließen, dass die Reihenfolge darauf einen sig. Einfluss hat.
Mein Ansatz wäre ein Vorzeichentest innerhalb der einzelnen Gruppen zum Vergleich der einzelnen Antworten von A und B.
Was meint ihr dazu?
Aber ich habe keine Ahnung, wie ich Reihenfolgeneffekte untersuchen kann und falls welche vorhanden sein sollten, wie ich diese dann wieder rausrechnen kann.
Hat jemand ein paar Ansätze oder Tips für mich?
Können auch gerne Ansätze, die man mit SPSS berechnen kann sein.
Vielen Dank.
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Bozzo
Senior  Dabei seit: 11.04.2011 Mitteilungen: 1425
Aus: Franken
 |     Beitrag No.1, eingetragen 2012-08-12 15:30
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Wenn die beiden Gruppen gleich groß sind, packe sie einfach zusammen. Es ist in etwa so, als wäre bei jedem Befragten die Reihenfolge von A und B zufällig. Im Mittel fallen daher die Einflüsse der Reihenfolge heraus.
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BeMo
Junior  Dabei seit: 09.02.2010 Mitteilungen: 12
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 |     Beitrag No.2, vom Themenstarter, eingetragen 2012-08-12 18:33
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Vielen Dank Bozzon!
Die Idee, hatte ich mittlerweile auch schon. Dennoch eine Frage: Weißt du wie ich diese Überlegung, dass es so ist auch beweisen kann?
Kennst du einen Test, der mir das belegt oder gibt es ein Paper in dem steht, dass es so ist?
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Bozzo
Senior  Dabei seit: 11.04.2011 Mitteilungen: 1425
Aus: Franken
 |     Beitrag No.3, eingetragen 2012-08-12 18:49
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Wenn die Antworten von der Reihenfolge abhängen, stellt sich zunächst mal die Frage, was dich grundsätzlich interessiert. Interessiert dich dann das Ergebnis bei gleichverteilt zufälliger Reihenfolge der Fragen, kannst du das so machen wie besprochen. Das zu begründen sollte nicht schwer fallen, viel wichtiger wäre zu argumentieren, warum dich das Ergebnis bei zufälliger gleichverteilter Reihenfolge interessiert.
Das ist aber für mich gerade die bestmögliche Annäherung an "die Einflüsse der Reihenfolge fallen heraus".
Oder willst du testen, ob die Antworten signifikant von der Reihenfolge abhängen? Und was wenn ja?
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BeMo
Junior  Dabei seit: 09.02.2010 Mitteilungen: 12
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 |     Beitrag No.4, vom Themenstarter, eingetragen 2012-08-12 19:02
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Also ich will within testen, damit ich eine kleinere Stichprobe brauche.
Die Reihenfolge der Befragung sollte egal sein.
Mich interessiert der Unterschied von A und B.
Bisher habe ich vor diese Veränderung per Vorzeichentest oder Wilcoxon Vorzeichentest zu messen. Das macht doch Sinn, oder?
Falls die Antworten sig. von der Reihenfolge abhängen hätte ich ein Problem, aber müsste ich dann halt interpretieren.
Grundsätzlich könnte ich zwei Gruppen machen, eine mit A und eine mit B und einfach Between testen. Aber dazu bräuchte ich doppelt so viele Teilnehmer.
Da die Befragung aber relativ aufwendig ist, wollte ich within testen.
Kannst du mir evtl. deinen Ansatz geben, wie du das begründen würdest?
(Falls dich die Details interessieren: Es werden den Probanden zwei Softwareprototypen gezeigt, die signifikante Designunterschiede haben. Ein mal ein sehr minimalistisches Design, ein mal ein sehr spielerisches. Die Funktion ist jeweils gleich. Es soll geprüft werden, ob das Design eine sign. Einfluss auf die potentielle Nutzungsbereitschaft der Software hat. Es kann natürlich sein, dass die Reihenfolge darauf einen Einfluss hat. Aber wenn möglich möchte ich diese rausrechnen oder dass sie sich eben aufhebt :) )
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Bozzo
Senior  Dabei seit: 11.04.2011 Mitteilungen: 1425
Aus: Franken
 |     Beitrag No.5, eingetragen 2012-08-13 00:41
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Die beste Begründung die ich habe ist, dass es beim Fußball auch seit über hundert Jahren gut funktioniert nach der Halbzeit die Seiten zu wechseln.
OK, im Ernst, um die Frage umfassend beantworten zu können, müsste man untersuchen, woher die Reihenfolgeabhängigkeit kommt, und um deren Folgen für dich zu bestimmen, müsste man genau wissen, was du willst.
Wenn das ein Problem aus der Praxis ist, mach dir lieber mehr Gedanken darüber, welche Fragen du stellen willst. Wenn du das gut machst, sollte der Effekt durch die Reihenfolge auch keine grosse Rolle spielen.
Ich würde aber ernsthaft in Erwägung ziehen, erst _beide_ Produkte vorzustellen, und dann bewerten zu lassen.
Der Wilcoxon-Vorzeichen-Rang-Test bietet sich hier eher nicht an, bleib besser beim normalen Vorzeichentest. Die Voraussetzungen für den WVR-Test sind eigentlich nicht erfüllt, und so viel stärker ist er bei drei Ausprägungen pro Frage auch nicht.
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BeMo
Junior  Dabei seit: 09.02.2010 Mitteilungen: 12
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 |     Beitrag No.6, vom Themenstarter, eingetragen 2012-09-12 10:43
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Hi,
Danke Bonzo für deine umfangreichen Antworten.
Ich habe nun meine Daten und damit gerechnet. Die Ergebnisse sind eingentlich ganz gut.
Ich habe nun auch gelesen, dass wenn ein Exp. vollständig ausbalanciert ist (was heir der Fall ist) solche effekte nicht mehr relevenat sind.
Ich überlege aber dennoch ob ich das nicht berechnen kann.
Im Grunde habe ich nun Antworten zu A und B und Antowrten zu A (bei denen B zuerst kam) und Antworten zu B (bei denen A zuerst kam).
Kann man da nun nicht irgendwie auf signifikante Unterschiede Testen oder so?
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Bozzo
Senior  Dabei seit: 11.04.2011 Mitteilungen: 1425
Aus: Franken
 |     Beitrag No.7, eingetragen 2012-09-12 23:06
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Du könntest A gegen A-wobei-vorher-B testen und analog mit B. Ich würde aber stark vermuten, dass die beiden Ergebnisse relativ nahe beieinander liegen, und dein Experiment nicht ausreichend groß ist, um einen signifikanten Unterschied feststellen zu können.
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