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Was ist richtiges Deutsch? |
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Chandler
Aktiv  Dabei seit: 07.03.2011 Mitteilungen: 191
Aus: Hamburg
 |     Themenstart: 2012-08-09 17:56
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Hallo zusammen,
im Laufe der Mathematikkarriere begegnet man vielen vielen Schreibweisen. Manche Lehrbücher darf man Germanisten wahrscheinlich nicht mal zeigen, außer man möchte, dass diese in Tränen ausbrechen. Aber man gewöhnt sich ja schnell an alles und startet dann, begeistert von der Mathematik, gerne jeden Satz mit einem Imparativ und benutzt Abkürzungen und neue Wortkonstruktionen, wann immer es sich anbietet
Natürlich gibt es nun gutes und schlechtes Deutsch, aber mich interessiert nun eher das wirklich falsche Deutsch.
Meine Frage ist nun ganz speziell:
Man sieht ja in der ganzen Mathematik Wortschöpfungen, die auf gewisse Mathematikerinnen und Mathematiker zurückgehen. Es gibt "abelsche Gruppen", "Noethersche Moduln" und den "Banach'schen Fixpunktsatz".
In diesen drei Beispielen seht ihr schon meine Frage: Wie ist das im Deutschen (bzw. im Duden geregelt), wenn man Konstruktionen à la
"Name+sch" hat? Was ist die Bildungsregel?
Viele Grüße
Chandler
[ Nachricht wurde editiert von Chandler am 09.08.2012 17:58:00 ]
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Max_Cohen
Senior  Dabei seit: 14.12.2011 Mitteilungen: 1793
Aus:
 |     Beitrag No.1, eingetragen 2012-08-09 18:21
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Hi,
soweit ich weiß sind alle drei Formen zulässig - das entspricht auch meiner soeben durchgeführten Recherche.
Die Kleinschreibung - diese muss ohne Apostroph erfolgen - stellt allerdings den Ausnahmefall dar, der mir bewusst nur bei "abelsch" unterkommt, dort aber flächendeckend im Deutschen (während der Engländer Abelian schreibt). Mein damaliger Mathematikprofessor bezeichnete dies als Ritterschlag für Abel, denn diese Eigenschaft sei so wichtig, dass sie zu einem Adjektiv wurde.
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PhysikRabe
Senior  Dabei seit: 21.12.2009 Mitteilungen: 1043
Aus:
 |     Beitrag No.2, eingetragen 2012-08-09 18:26
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2012-08-09 18:21 - Max_Cohen in Beitrag No. 1 schreibt:
Die Kleinschreibung - diese muss ohne Apostroph erfolgen - stellt allerdings den Ausnahmefall dar, der mir bewusst nur bei "abelsch" unterkommt, dort aber flächendeckend im Deutschen.
Mir fällt dazu auch "hermitesch" ein. Das schreibt man wie "abelsch" ebenfalls klein und ohne Apostroph.
Grüße
Rabe
----------------- "Non est ad astra mollis e terris via" - Seneca
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Chandler
Aktiv  Dabei seit: 07.03.2011 Mitteilungen: 191
Aus: Hamburg
 |     Beitrag No.3, vom Themenstarter, eingetragen 2012-08-09 18:30
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2012-08-09 18:21 - Max_Cohen in Beitrag No. 1 schreibt:
Die Kleinschreibung - diese muss ohne Apostroph erfolgen - stellt allerdings den Ausnahmefall dar
Also Ausnahmefall aber trotzdem korrekt? Was hast du für Quellen auf deiner Recherche gefunden?
Danke euch beiden für die schnellen Antworten:)
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Tetris
Senior  Dabei seit: 28.08.2006 Mitteilungen: 6888
Aus:
 |     Beitrag No.4, eingetragen 2012-08-09 18:48
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Duden – Richtiges und gutes Deutsch schreibt:
1.2.2 Von Personennamen abgeleitete Adjektive:
Die von Personennamen abgeleiteten Adjektive werden wie andere Adjektive kleingeschrieben, und zwar unabhängig davon, ob eine persönliche Leistung / Zugehörigkeit bezeichnet wird oder ob die Person nur als Namensgeber dient:
die einsteinsche Relativitätstheorie (= von Einstein), fast einsteinsche Theorien (= nach der Art von Einstein); das elisabethanische England (= unter der Regierung Elisabeths), das elisabethanische Drama (= in der Regierungszeit Elisabeths); die eulersche Zahl (e = 2,71828...); die goethischen Gedichte (= von Goethe), Gedichte von goethischer Klarheit (= nach der Art von Goethe); die heinischen »Reisebilder« (= von Heine), eine fast heinische Ironie (= nach der Art von Heine); die mozartschen Kompositionen (= von Mozart), die Kompositionen wirken mozartisch (= wie Kompositionen Mozarts); das ohmsche Gesetz (= von Ohm), der ohmsche Widerstand (= nach Ohm benannt); die platonischen Schriften (= von Platon), die platonische Liebe (= nach den von Platon vertretenen Ansichten benannt) usw.
Großgeschrieben werden diese Formen aber dann, wenn die Grundform des Personennamens durch einen Apostroph verdeutlicht wird:
das Müller'sche Grundstück, die Einstein'sche Relativitätstheorie, die Goethe'schen Dramen.
Groß schreibt man aus Personennamen abgeleitete Adjektive - genau wie andere Adjektive auch - als Bestandteile einiger weniger Eigennamen und namenähnlicher Fügungen:
die Galileischen Monde, der Halleysche Komet, die Magellanschen Wolken.
In Zweifelsfällen sind mehrere Möglichkeiten richtig:
Potemkinsche (oder potemkinsche oder Potemkin'sche) Dörfer (= Vorspiegelungen).
Immer klein schreibt man die von Personennamen abgeleiteten Adjektive auf -istisch, -esk, -haft:
darwinistische Auffassungen, kafkaeske Gestalten, rilkehafte Metaphern.
© Duden - Richtiges und gutes Deutsch, 7. Aufl. Mannheim 2011 [CD-ROM]
Dies ist wohl der aktuelle Stand.
Folglich gilt:
"abelsche Gruppen"
richtig, wenn nicht am Satzanfang,
"Noethersche Moduln"
richtig am Satzanfang, sonst klein oder mit Beistrich,
"Banach'scher Fixpunktsatz"
immer richtig.
Lg, T.
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mire2
Senior  Dabei seit: 29.08.2006 Mitteilungen: 3735
Aus: Köln-Koblenz
 |     Beitrag No.5, eingetragen 2012-08-09 19:25
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Hallo zusammen!
Als Ergänzung zu Tetris' Beitrag noch das Folgende:
Schaut mal hier in § 62 rein.
Kleingeschrieben werden adjektivische Ableitungen von Eigennamen
auf -(i)sch, außer wenn die Grundform eines Personennamens
durch einen Apostroph verdeutlicht wird, ferner alle adjektivischen
Ableitungen mit anderen Suffixen.
Eine Gruppe ist abelsch = kommutativ wäre eine solche adjektivische Ableitung.
Die Regeln sind bzgl. dessen, was erlaubt ist, doch recht eindeutig, auch wenn sie einem mehr als eine Möglichkeit lassen.
Gruß
mire2
[ Nachricht wurde editiert von mire2 am 09.08.2012 19:27:04 ]
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rogerS
Aktiv  Dabei seit: 02.03.2011 Mitteilungen: 249
Aus: Deutschland
 |     Beitrag No.6, eingetragen 2012-08-09 19:40
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@ alle
Danke!! jetzt raucht mir als anerkannter Lego-steiniger mein Haupt
Hoffentlich seid Ihr zufrieden, grumel
----------------- lG
Roger
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Chandler
Aktiv  Dabei seit: 07.03.2011 Mitteilungen: 191
Aus: Hamburg
 |     Beitrag No.7, vom Themenstarter, eingetragen 2012-08-09 19:56
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Ich gebe ebenfalls ein Dank an alle durch. Nun sind wir doch alle ein bisschen schlauer:)
Die Regeln sollten wir hier auf dem Matheplanete versuchen durchzusetzen. :)
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chryso
Senior  Dabei seit: 07.02.2009 Mitteilungen: 9733
Aus: Österreich
 |     Beitrag No.8, eingetragen 2012-08-09 20:46
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1) Dass man die "abelsche Gruppe" so schreibt, ist für mich klar.
Das ist keine Gruppe, die dem Abel gehört, sondern "abelsch" ist ein Eigenschaftswort, dass einfach als ein Synonoym zu "kommutativ" verwendet wird.
2) "abelsch" findet man natürlich nicht im Duden, wohl aber "goethesch" oder "goethisch", wofür man auch "Goethe'sch" schreiben kann. Andrerseits lässt sich das nicht vergleichen.
Denn "goethesch" steht für "zu Goethe gehörend" oder "im Stil von Goethe", während bei "abelsch" der Bezug zum Mann Abel nicht gegeben ist.
Es kann durchaus sein, dass ein Student den Begriff "abelsch" kennt, aber gar nicht weiß, wer Abel war.
3) Mire2 hat die Duden-Regelung schon korrekt zitiert.
Das ist die derzeit gültige Form.
4) Früher - vor der Rechtschreibreform - hat man auch von "kantischen Erkenntnissen" gesprochen.
Auf alle Fälle gab es füher keine Schreibungen mit Apostroph.
Ich habe jetzt einmal in alten Wörterbüchern nachgeschaut:
Im großen Duden in 6 Bänden findet man den Begriff "goethisch" überhaupt nicht.
Und in meinem großen zweibändigen Deutsch-Russischen Wörterbuch (- wo ich eigentlich jedes Wort finde, das einem im Deutschen unterkommt -) kommt sowohl "goethisch" und "goethesch" vor als auch die Großschreibungen.
Die Beschreibung und Übersetzung findet man übrigens bei "goethisch" und "Goethisch", bei den anderen ist nur ein Verweis, was für mich ein Indiz ist, was am gebräuchlichsten war.
Die Übersetzungen für Kleingeschriebenes und Großgeschriebenes ist unterschiedlich:
"goethisch" = Schreibstil, der sich an den von Goethe anlehnt,
"Goethisch" = Goethe zugehörig, z.B. die 'Goethischen Dramen'
5) Um auf die Mathematiker zurückzukommen.
Wenn man ein Theorem oder einen Satz bezeichnen will, der auf einen konkreten Mann/ eine konkrete Frau zurückgeht, dann würde ich das groß schreiben, und - heute - mit Apostroph.
Wenn es sich um eine spezielle, eigens definierte Eigenschaft handelt, nehme ich die Kleinschreibung.
----------------- Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen.
Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.
[Die Antwort wurde nach Beitrag No.6 begonnen.]
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Buri
Senior  Dabei seit: 02.08.2003 Mitteilungen: 34976
Aus: Dresden
 |     Beitrag No.9, eingetragen 2012-08-09 21:08
|
Hi Chandler,
meinen Beobachtungen zufolge (die unvollständig oder unzutreffend sein können) hat sich die Schreibweise "Banach'scher Fixpunktsatz" wohl erst in den letzten 20 Jahren als Möglichkeit durchgesetzt, und zwar einfach deswegen, weil viele Leute in Nachahmung der englisch-amerikanischen Schreibweise das so gemacht haben, auch als es noch falsch war.
Das gilt ebenso für Schreibweisen im Alltag, wie etwa "Brigitte's Imbißstube", der Grund (nämlich das amerikanische Vorbild) ist derselbe.
Im Duden (Ausgabe von ca. 1960) werden ausdrücklich die Möglichkeiten "Goethesche Dramen" und "Goethische Dramen" erwähnt, indessen halte ich die zweite Möglichkeit für kompletten Unfug, es gibt nicht den mindesten Grund, das so schreiben zu dürfen, weil ein "i" in derartigen Wörtern überhaupt nicht vorgesehen ist (zum Beispiel heißt es "Schillersche Dramen" und nicht anders) und nur vorkommen kann, wenn es zum Namen gehört (zum Beispiel "Fellinische Filme").
Die Kleinschreibung bei Begriffen wie "abelsch" ist klar, ich schließe mich den vorangehenden Beiträgen an.
Man weitet diese Möglichkeit aber aus, zum Beispiel spricht man seit einigen Jahren von der "jensenschen Ungleichung", und diese Sprachregelung ist auf den deutschsprachigen Wikipedia-Seiten (oder heißt das "Sites"?) weitgehend durchgesetzt worden, Versuche, dies zu ändern, würden wahrscheinlich als Vandalismus abgeblockt und "revertiert" (Wikipedia-Fachausdruck).
Immerhin heißt es noch "Cauchy-Schwarzsche Ungleichung", oder?
Ich schaue gleich mal nach ...
Es ist so, indessen findet man bei Wikipedia auch Formulierungen wie
"der cauchysche Beweis ...". Na ja, wem's gefällt ...
Gruß Buri
[ Nachricht wurde editiert von Buri am 09.08.2012 21:19:44 ]
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chryso
Senior  Dabei seit: 07.02.2009 Mitteilungen: 9733
Aus: Österreich
 |     Beitrag No.10, eingetragen 2012-08-09 21:30
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2012-08-09 21:08 - Buri in Beitrag No. 9 schreibt:
Hi Chandler,
meinen Beobachtungen zufolge (die unvollständig oder unzutreffend sein können) hat sich die Schreibweise "Banach'scher Fixpunktsatz" wohl erst in den letzten 20 Jahren als Möglichkeit durchgesetzt, und zwar einfach deswegen, weil viele Leute in Nachahmung der englisch-amerikanischen Schreibweise das so gemacht haben, auch als es noch falsch war.
Ich glaube eher, dass man sich an die vom Duden angegebene Regeln hält.
Das gilt ebenso für Schreibweisen im Alltag, wie etwa "Brigitte's Imbißstube".
In diesem Fall ist das der Grund, aber das ist eine falsche Schreibung und sie wird auch nicht richtiger, wenn sie von vielen unkorrekt verwendet wird.
Im Duden (Ausgabe von ca. 1960) werden ausdrücklich die Möglichkeiten "Goethesche Dramen" und "Goethische Dramen" erwähnt, indessen halte ich die zweite Möglichkeit für kompletten Unfug, es gibt nicht den mindestens Grund, das so schreiben zu dürfen.
Naja, das ist eine Analogie zu anderen Eigenschaftswortbildungen, z.B. kantische Erkenntnisse, man hätte das ja auch 'kantsche Erkenntnisse' nennen können, aber das lässt sich nicht gut aussprechen, daher das eingefügte i.
Es gibt doch in anderen Sprachen auch eigene Ajektivbildungen im Sinne von "zu ...gehörig".
LG chryso
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Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen.
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Buri
Senior  Dabei seit: 02.08.2003 Mitteilungen: 34976
Aus: Dresden
 |     Beitrag No.11, eingetragen 2012-08-09 21:44
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2012-08-09 21:30 - chryso in Beitrag No. 10 schreibt:
1. Ich glaube eher, dass man sich an die vom Duden angegebene Regeln hält.
2. ... "Brigitte's Imbißstube" ... ist eine falsche Schreibung ... Hi chryso,
1. Im welchem Duden wurde das denn erstmalig legalisiert?
Alle mathematischen Bücher, die vor, sagen wir mal, 1980 geschrieben wurden, mogeln bei "Tschebyscheffsche Ungleichung" oder "Hausdorffscher Raum" ganz gewiß kein Apostroph hinein, und aus meiner Studienzeit (1971-1974) kenne ich diese Schreibweise auch nicht.
2. OK, das merke ich mir, aber das nützt natürlich überhaupt nichts.
Gruß Buri
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viertel
Senior  Dabei seit: 04.03.2003 Mitteilungen: 21681
Aus: Hessen
 |     Beitrag No.12, eingetragen 2012-08-09 22:49
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2012-08-09 21:30 - chryso in Beitrag No. 10 schreibt:
Das gilt ebenso für Schreibweisen im Alltag, wie etwa "Brigitte's Imbißstube".
In diesem Fall ist das der Grund, aber das ist eine falsche Schreibung und sie wird auch nicht richtiger, wenn sie von vielen unkorrekt verwendet wird. Doch. Sie wird nämlich dadurch irgendwann auch in den Duden aufgenommen.
-----------------

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Chandler
Aktiv  Dabei seit: 07.03.2011 Mitteilungen: 191
Aus: Hamburg
 |     Beitrag No.13, vom Themenstarter, eingetragen 2012-08-09 23:01
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2012-08-09 22:49 - viertel in Beitrag No. 12 schreibt:
Doch. Sie wird nämlich dadurch irgendwann auch in den Duden aufgenommen.
Dafür müsste aber eine sinnvolle bzw. verbesserte Schreibweise sein. Und das ist Brigitte's natürlich nicht.
Aber wir weichen vom Thema. Ich finde die genannten Dudenregeln sinnvoll und werde sie auch ab sofort konsequent verwenden.
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cis
Senior  Dabei seit: 03.08.2002 Mitteilungen: 4189
Aus:
 |     Beitrag No.14, eingetragen 2012-08-09 23:27
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Also die Duden-Regeln für das Häkchen / den Apostroph sind, nach meiner Ausgabe, recht schwammig... so heißt es, man könne den Apostroph bei 'seltenen Namen' setzen, wenn man 'sch' anhängt - tja, wann ist ein Name selten?
Manchmal bringt der Apostroph Klarheit: >Galios' Schriften< (nicht Galio's).
----------------- Wenn man alles ausgeschaltet hat, was unmöglich ist, bleibt am Ende etwas übrig, das die Wahrheit enthalten muß - mag es auch noch so unwahrscheinlich sein...
(Sherlock Holmes) ·
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Otis
Senior  Dabei seit: 06.10.2007 Mitteilungen: 907
Aus: München
 |     Beitrag No.15, eingetragen 2012-08-10 00:04
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2012-08-09 23:27 - cis in Beitrag No. 14 schreibt:
Also die Duden-Regeln für das Häkchen / den Apostroph sind, nach meiner Ausgabe, recht schwammig...
weniger schwammig: Apostroph - Wann und wie verwendet man den Apostroph?
mfg Otis
----------------- A bus station is where busses stop.
A train station is where trains stop.
On my desk there is a workstation...
Never argue with an idiot. They bring you down to their level and beat you with experience.
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chryso
Senior  Dabei seit: 07.02.2009 Mitteilungen: 9733
Aus: Österreich
 |     Beitrag No.16, eingetragen 2012-08-10 00:30
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2012-08-09 21:44 - Buri in Beitrag No. 11 schreibt:
2012-08-09 21:30 - chryso in Beitrag No. 10 schreibt:
1. Ich glaube eher, dass man sich an die vom Duden angegebene Regeln hält.
2. ... "Brigitte's Imbißstube" ... ist eine falsche Schreibung ... Hi chryso,
1. Im welchem Duden wurde das denn erstmalig legalisiert?
1996 gab es die Rechtschreibreform, sie ist 1998 in Kraft getreten und ab August 2005 ist sie verbindlich. (Zumindest in Schulen und Ämtern, nicht am MP )
Ich habe hier die 22. "völlig neu bearbeitete und erweiterte" Auflage des Dudens (OHNE Jahreszahl (=das ist eine Frechheit) , aber mit einem Vorwort von 2000)
Da wird bei "goethesch" als neu "Goethe'sch" angeführt und noch extra erwähnt [alte Schreibweise Goethesch, Goethisch].
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[Die Antwort wurde nach Beitrag No.14 begonnen.]
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cis
Senior  Dabei seit: 03.08.2002 Mitteilungen: 4189
Aus:
 |     Beitrag No.17, eingetragen 2012-08-10 00:53
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Interessantes Video. Ich hatte mir ja immer nur die Verdeutschung "Häkchen" gemerkt (wie sie z.B. bei Oskar Klemich Satz-Zeichenlehre, Dresden 1911 vorkommt); aber da erklären sie die griechische Herkunft.
Interessante Seite. Morgen zieh ich mir sicher mal das Video zum Komma rein - mit 104min Laufzeit + 45min Übungen - da muß man was rausziehen können....
[ Nachricht wurde editiert von cis am 10.08.2012 13:32:01 ]
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viertel
Senior  Dabei seit: 04.03.2003 Mitteilungen: 21681
Aus: Hessen
 |     Beitrag No.18, eingetragen 2012-08-10 01:00
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Aber dafür mit entsetzlich vielen Rechtschreibfehlern
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chryso
Senior  Dabei seit: 07.02.2009 Mitteilungen: 9733
Aus: Österreich
 |     Beitrag No.19, eingetragen 2012-08-10 01:04
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@cis: Video??
Ich finde den Artikel ja recht gut und nicht uninteressant.
Allerdings wirklich unpassend bei einem Artikel über Rechtschreibung sind die Verwendung der alten Orthographie und ein paar andere Fehler.
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[Die Antwort wurde nach Beitrag No.17 begonnen.]
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cis
Senior  Dabei seit: 03.08.2002 Mitteilungen: 4189
Aus:
 |     Beitrag No.20, eingetragen 2012-08-10 13:33
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--> Ja auf der Seite sind doch jede Menge *Video-Tutorials* (auch eines zum 'Apostroph', als erstes auf der genannten Seite), z.B. das Video, das ich meinte:
www.belleslettres.eu/artikel/komma-setzung-regeln.php
___
€:
Habe mir mal das Komma-Video angeschaut, mal wieder sehr informativ. Allerdings arbeitet er die m.M.n. wichtigste bzw. häufigste Kommaregel für den 'Wiederaufgriff' nicht raus; wohlmöglich macht er das aber bewußt anders....
€2: Das *Moment*-Video ist auch nicht zu verachten.
[ Nachricht wurde editiert von cis am 10.08.2012 18:54:11 ]
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Senior  Dabei seit: 14.07.2003 Mitteilungen: 406
Aus: Heidelberg
 |     Beitrag No.21, eingetragen 2012-08-23 08:38
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Nach alter Rechtschreibung stets:
Kantscher Imperativ,
nach neuer:
kantscher Imperativ oder Kant'scher Imperativ.
---
Hingegen hat auch die alte Rechtschreibung zugelassen, daß sich aus der ursprünglichen Form irgendwann ein gewöhnliches Adjektiv entwickelt. Somit ist auch die Bezeichnung 'abelsche Gruppe' in Ordnung gewesen.
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Gerhardus
Senior  Dabei seit: 22.09.2010 Mitteilungen: 59
Aus: Wetterau
 |     Beitrag No.22, eingetragen 2012-09-10 12:11
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Nach §62 werden adjektivische Ableitungen von Eigennamen auf -(i)sch kleingeschrieben, außer wenn die Grundform eines Personennamens durch einen Apostroph markiert wird. Beispiel: die bernoullischen Gleichungen oder die Bernoulli'schen Gleichungen.
§64(3) erlaubt aber, in Fachsprachen Adjektive groß zu schreiben, die mit dem Substantiv zusammen für eine begriffliche Einheit stehen, z. B. Erste Hilfe, Goldener Schnitt. Demnach ist auch Abelsche Gruppe, Eulersche Zahl etc. korrekt.
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buh
Senior  Dabei seit: 09.05.2001 Mitteilungen: 751
Aus: Deutschland-Berlin
 |     Beitrag No.23, eingetragen 2012-09-10 13:23
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In den Beispielen zu § 64(3) [Ergänzung von 2010] sind aber ausschließlich "nicht-ischige" Beispiele angegeben.
Ich versuch's trotzdem mal als Argument zu benutzen.
Gruß von buh2k+12
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Redfrettchen
Senior  Dabei seit: 12.11.2005 Mitteilungen: 5646
Aus: Berlin
 |     Beitrag No.24, eingetragen 2012-09-10 13:36
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Hallo,
der Zusatz zum § 64(3) ist hier nicht anwendbar, denn der Paragraph handelt ja gerade von Adjektiven, bei denen keine Eigennamen vorliegen. Es bleibt also nur § 62 als Regel.
Grüße,
Thomas
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spitzwegerich
Senior  Dabei seit: 13.06.2005 Mitteilungen: 1322
Aus:
 |     Beitrag No.25, eingetragen 2012-10-03 18:22
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2012-08-09 21:08 - Buri in Beitrag No. 9 schreibt:
Das gilt ebenso für Schreibweisen im Alltag, wie etwa "Brigitte's Imbißstube", der Grund (nämlich das amerikanische Vorbild) ist derselbe.
Das fällt wohl schon unter Apostophitis.
Würde die Brigitte Andrea heißen, dann wäre es vom Duden seit 1996 abgesegnet.
Imposante Beispiele findet man da.
----------------- Einen zusammenhängenden Wald nennt man Baum.
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