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Matroids Matheplanet Forum Index » Aktuelles und Interessantes » Erster interstellarer Asteroid entdeckt
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Kein bestimmter Bereich Erster interstellarer Asteroid entdeckt
Dixon
Senior Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 07.10.2006
Mitteilungen: 5408
Aus: wir können alles, außer Flughafen, S-Bahn und Hauptbahnhof
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Themenstart: 2017-11-21


Hallo Sternenfreunde,

lange vermutet, ewig gesucht und schließlich erwischt:
Bekanntlich ziehen im Sonnensystem neben den großen Planeten und ihren Monden auch eine ganze Menge Kleinkörper ihre Bahn. Als Mitglieder des Sonnensystems haben sie eine Exzentrizität der Bahn von <1. Man entdeckt auch schon mal Objekte, häufig Kometen, die eine Exzentrizität von etwa 1 aufweisen, aber das ist nie sicher, da schon kleine Fehler der Beobachtung die Bahnwerte ändern können und kleine Objekte stark durch die großen Objekte des Sonnensystems beeinflußt werden.
Was ist an dieser Exzentrizität so wichtig? Schaut man sich die Lösungen des Zweikörperproblems an, so gibt es Lösungen mit geschlossenen Bahnen, diese haben eine Exzentrizität <1. Das heißt, diese Objekte sind an die Sonne gebunden, sie können das Sonnensystem nicht so einfach verlassen. Dazu bräuchten sie eine zusätzliche Energiezufuhr. Das kommt gelegentlich vor: Ebenso wie die vom Menschen gemachten Sonden Pioneer 10 und 11 bzw. Voyager 1 und 2 können auch natürliche Objekte durch (unabsichtliche) Swing-By-Manöver zusätzliche Energie bekommen und das Sonnensystem verlassen. Dann bewegen sie sich auf hyperbolischen Bahnen mit einer Exzentrizität >1.
Die Grenze zwischen den beiden Gebieten sind die parabolischen Bahnen mit e=1, aber das ist nur ein theoretisches Modell, da, wie oben geschrieben, schon kleinste Störungen zu Abweichungen führen.
Es ist also klar, daß andere Sterne und die Sonne gelegentlich Asteroiden ins All hinaus verlieren. Durchquert so ein Asteroid das Sonnensystem, dann erkennt man ihn an seiner Bahnexzentrizität >1 .
Am 19.10. diesen Jahres entdeckte das Pan-STARRS-Teleskop auf Hawaii ein sich schnell bewegendes Objekt. Das Teleskop beobachtet kontinuierlich den Himmel auf der Suche nach solchen Objekten, es schien also "nur" ein normaler Asteroid zu sein. Die Bahnbestimmung ergab aber eine Exzentrizität von fast 1.2, und das auf einer Bahn fast senkrecht zur Ekliptik. Das Objekt kann also seine Energie nicht durch die Begegnung mit einem Planeten erhalten haben, es muß von außerhalb des Sonnensystems kommen (siehe hier für Details). Weitere Beobachtungen zeigen einen starken Lichtwechsel mit einer Periode von 7.3h, keinerlei Koma oder Staub in der Umgebung und eine eher rötliche Oberfläche. Das Objekt scheint also länglich zu sein mit einem Achsenverhältnis von etwa 1:10, etwa 400m lang und aus Gestein bzw. Gestein mit hohem Metallanteil.
Leider wurde es erst 4 Tage nach der größten Erdnähe entdeckt und befindet sich auch schon wieder auf dem Weg aus dem Sonnensystem hinaus.
Benannt wurde das Dings als erstes seiner Art 1I/'Oumuamua , das I steht für interstellar, und 'Oumuamua (H O U mu a mu a) ist hawaiianisch für in etwa "zuerst erreichen".

Für den schnellen Überblick: wikipedia (de)
Die Pressemitteilung der ESO: hier; unten auf der Seite ist ein Link zum preprint des  in nature erschienenen Artikels.

Grüße
Dixon


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Man sollte seine Probleme nämlich nicht lösen, sondern genießen.
- Max Goldt



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Bai
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.1, eingetragen 2017-11-22


Interessant! Danke für diese ausführliche Berichterstattung!



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