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Mengen |
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PubliusOvidius
Senior  Dabei seit: 26.12.2003 Mitteilungen: 2592
Aus:
 |     Themenstart: 2004-10-23 11:02
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Hi, folgende Problematik: Seien M,N \subset\ \IR Teilmengen. Man definiere: M+N := menge(x\el\ \IR | x=m+n für geeignete m\el\ M und n\el\ N) M*N := menge(x\el\ \IR | x=m*n für geeignete m\el\ M und n\el\ N) Gelten die folgenden Gleichungen: a) sup((M*N))=sup(M)*sup(N) b) inf((M+N))=inf(M)+inf(N) Falls nicht reicht ein Gegenbeispiel und man nenne eine nicht triviale(??) hinreichende Bedingung, damit die Gleichheit gilt! Also irgendwie schau ich da nicht durch...Hoffe ihr könnt mir ein wenig helfen! Danke.
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Rodion
Senior  Dabei seit: 29.10.2002 Mitteilungen: 2050
Aus:
 |     Beitrag No.1, eingetragen 2004-10-23 11:14
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Hallo Naso!
Bei solchen Aufgaben ist es oft nützlich, einfach mal zu schauen, wie die definierten Mengen für gewissen Spezialfälle aussehen. Wie ist es z.B., wenn einer der beteiligten Mengen leer ist? Wie ist es, wenn eine der Mengen unbeschränkt ist? Wenn beide beschränkt sind?
Mit diesen 3 Fragen sollte bereits alles zu klären sein.
Gruß
Rodion
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Buri
Senior  Dabei seit: 02.08.2003 Mitteilungen: 34720
Aus: Dresden
 |     Beitrag No.2, eingetragen 2004-10-23 15:54
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Hi PubliusOvidius,
bei a) kommt es darauf an, welche Vorzeichen die Elemente aus
M bzw. N haben.
Ein Gegenbeispiel ist M = N = [-2 , -1].
Eine hinreichende Bedingung ist inf M >= 0, inf N >= 0 und M und N nichtleer.
Allerdings nur, wenn man
 
a*\inf=fdef(\inf, a>0;0, a=0;-\inf, a<0) festsetzt. Bei der mittleren Gleichung kommt sofort Protest, ich weiß. Aber diese Festlegung 0*\inf=0 ist wirklich zweckmäßig, z. B. wenn man mit charakteristischen Funktionen (Indikatorfunktionen) und mit dem Träger von Funktionen herumrechnet, die auch möglicherweise die Werte -\inf und \inf annehmen.
Solche Funktionen treten in der Maß- und Integrationstheorie in der Fassung auf, die ihr Bourbaki verliehen hat, sowie in der Dualitätstheorie von Fenchel, die mit nichtlinearer Optimierung zu tun hat.
Noch schwächer, aber auch noch hinreichend, ist diese Bedingung:
inf M >= - sup M und inf N >= - sup N und M und N nichtleer.
b) gilt jedenfalls dann, wenn M und N nichtleer sind.
Die Fälle, daß eine der Mengen M und N leer ist, zu betrachten,
ist im Grunde genommen langweilig und führt zu keinen wesentlichen
Erkenntnissen.
Wenn M die leere Menge ist, dann ist
inf M = Unendlich und sup M = - Unendlich.
Gruß Buri
----------------- Cette question nous entraînerait trop loin. (Diese Frage würde uns zu weit führen)
Henri Poincaré (1854-1912)
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PubliusOvidius
Senior  Dabei seit: 26.12.2003 Mitteilungen: 2592
Aus:
 |     Beitrag No.3, vom Themenstarter, eingetragen 2004-10-23 18:00
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PubliusOvidius
Senior  Dabei seit: 26.12.2003 Mitteilungen: 2592
Aus:
 |     Beitrag No.4, vom Themenstarter, eingetragen 2004-10-23 21:11
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Hallo nochmal... kann ich den Beweis so schreiben: Sei M = N = [-2,-1] mit sup(M) = sup(N) = -1 Dann ist M*N = [1,4] mit sup((M*N))=4 Also sup((M*N))!=sup(M)*sup(N) Nochmal zu M' = {\0}: das sup(M')=-\inf und inf(M')=\inf, dazu habe ich habe mir so meine Gedanken gemacht, und komme auf keinen Grünen Zweig. Ist das reine Definition?
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shadowking
Senior  Dabei seit: 04.09.2003 Mitteilungen: 3135
Aus:
 |     Beitrag No.5, eingetragen 2004-10-23 21:22
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Hallo Publius,
dies folgt direkt aus der Definition von Infimum und Supremum.
Das Infimum einer Menge M ist die größte untere Schranke für
die Elemente von M - das ist für die leere Menge eben Unendlich.
Das Supremum ist entsprechend die kleinste obere Schranke für die
Elemente von M.
Gruß shadowking
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PubliusOvidius
Senior  Dabei seit: 26.12.2003 Mitteilungen: 2592
Aus:
 |     Beitrag No.6, vom Themenstarter, eingetragen 2004-10-23 21:49
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Hi,
irgendwie wird mir das jetzt immer schleierhafter...
Hat die leere Menge den überhaupt Elemente? Ich meine deshalb heißt sie ja leer...!?!?
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Buri
Senior  Dabei seit: 02.08.2003 Mitteilungen: 34720
Aus: Dresden
 |     Beitrag No.7, eingetragen 2004-10-23 21:58
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Hi PubliusOvidius,
vergiß es mit der leeren Menge, es ist vielleicht doch zu schwierig.
Aber die Frage will ich doch beantworten:
Ja, sup (leere Menge) = - Unendlich und inf (leere Menge) = Unendlich
ist eine reine Definition.
Man kann es aber auch beweisen, so wie Norbert es angedeutet hat.
Diese Festlegung ist, wenn man sup (leere Menge) und inf (leere Menge)
überhaupt definieren möchte, die einzig sinnvolle Wahl, ansonsten kann man sich natürlich dafür entscheiden, sup (leere Menge) und inf (leere Menge) undefiniert zu lassen.
Viele Lehrbücher definieren den Begriff des Supremums und Infimums ausdrücklich nur für nichtleere Mengen, manchmal wird zusätzlich vorausgesetzt, daß die Mengen beschränkt sind.
In diesem Fall ist gewährleistet, daß Supremum und Infimum reelle Zahlen, und nicht Unendlich oder Minus-Unendlich sind.
 
Die leere Menge ist übrigens nicht menge(\0), sondern \0. Sie enthält keine Elemente, dagegen enthält die Menge menge(\0) genau ein Element, nämlich \0.
----------------- Cette question nous entraînerait trop loin. (Diese Frage würde uns zu weit führen)
Henri Poincaré (1854-1912)
[ Nachricht wurde editiert von Buri am 23.10.2004 22:04:24 ]
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PubliusOvidius
Senior  Dabei seit: 26.12.2003 Mitteilungen: 2592
Aus:
 |     Beitrag No.8, vom Themenstarter, eingetragen 2004-10-23 22:25
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Hi Buri et alteri das mit \inf ist wirklich eine unangenehme Sache :-) Stimmt das die leere Menge \0 ist, und nicht {\0}, hatte ich sogar extra markiert in meinen Unterlagen... Schönen Abend noch!
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PubliusOvidius
Senior  Dabei seit: 26.12.2003 Mitteilungen: 2592
Aus:
 |     Beitrag No.9, vom Themenstarter, eingetragen 2004-10-27 15:12
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Hallo nochmal, eine kleine Frgae noch: Ist es hinreichend das inf(M) >= 0 und inf(N) >= 0 oder reicht es wenn eines der beiden >= 0 ist? Also mein Beweis sieht bis jetzt so aus: Behauptung: sup((M*N) = sup(M) * sup(N) Beweis: 1) sup(M)*sup(N) ist obere Schranke von M*N Da \forall\ m\el\ M gilt: m < sup(M) und \forall\ n\el\ N gilt: n < sup(N) folgt nach den Anordnungsaxiomen: m*n < sup(M)*sup(N) => sup(M)*sup(N) ist obere Schranke 2) sup(M)*sup(N) ist die kleinste obere Schranke von M*N Annahme: sup(M)*sup(N) > sup((M*N)) sup(M)*sup(N) - sup((M*N)) = \delta > 0 d.h \forall\ m\el\ M und \forall\ n\el\ N gilt: m*n + \delta < sup(M)*sup(N) => m*n < sup(M)*sup(N) - \delta < sup(M)*sup(N) Dann wäre aber auch sup(M)*sup(N)-\delta eine obere Schranke. Widerspruch zur Annahme. => sup(M)*sup(N) ist kleinste obere Schranke von M*N Kann ich das so machen, ich bin mir da nicht so sicher, ist mein erster richtiger Beweis. Seht ihr noch irgendwo Lücken oder Unklarheiten? Danke für jeden Hinweis!
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PubliusOvidius
Senior  Dabei seit: 26.12.2003 Mitteilungen: 2592
Aus:
 |     Beitrag No.10, vom Themenstarter, eingetragen 2004-10-27 20:28
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*hochschieb*
Heute ist ja ne Menge Traffic hier...
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shadowking
Senior  Dabei seit: 04.09.2003 Mitteilungen: 3135
Aus:
 |     Beitrag No.11, eingetragen 2004-10-29 00:34
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Hallo Publius,
 
der Schritt von \forall m\el M : m < sup M \forall n\el N : n < sup N zu \forall m\el M, n\el N : m*n < sup M * sup N darf nur gemacht werden, solange sup(M) und sup(N) beide nichtnegativ sind. Bei Multiplikation mit negativen Faktoren dreht sich das Relationszeichen um. Beispiel: M={-3,-2,-1}, N={1,2,3}, sup(M) = -1, sup(N) = 3 sup(M)*sup(N) = -3 aber es gibt in M*N={m*n: m\el M, n\el N} Elemente, die größer als -3 sind: -1*1 = -1. Man muss also Fälle unterscheiden; einer der 4 Werte sup(M)*sup(N), sup(M)*inf(N), inf(M)*sup(N), inf(M)*inf(N) ist aber stets sup(M*N).
Gruß shadowking
----------------- Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. - Johann Wolfgang von Goethe
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PubliusOvidius hat die Antworten auf ihre/seine Frage gesehen. PubliusOvidius hat selbst das Ok-Häkchen gesetzt. | |
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