| Autor |
Sequenz / endlichdimensional |
|
PubliusOvidius
Senior  Dabei seit: 26.12.2003 Mitteilungen: 2592
Aus:
 |     Themenstart: 2005-04-14 10:30
|
Hi,
 
Habe eine kurze exakte Sequenz gegeben. 0->U->V->W->0 mit f: U->V und g: V->W Also ker(f)=menge(0), im(g)=W und im(f)=ker(g) Behauptung: Sind nur zwei der drei Räume endlich dimensional, so auch der dritte! Also, ich weiß das f injektiv ist und g surjektiv. Soll ich jetzt annehmen das U und V endlich dimensional sind? Und dann daraus folgern das W dies auch ist? Wie kann ich dies mit mit der Injektivität von f und der Surjektivität von g schaffen? Ist dann das Kompositum bijektiv dann hätte ich ja einen Isomorphismus... Dann wäre die Sache klar, fürchte nur das es nicht so einfach ist.
Habt ihr eine Idee?
|
Profil
Quote
Link |
huepfer
Senior  Dabei seit: 19.11.2003 Mitteilungen: 6789
Aus: Münster/ eigentl. Allgäu
 |     Beitrag No.1, eingetragen 2005-04-14 10:34
|
Hallo Publius,
ich glaube ganz so einfach ist es nicht, aber wohl auch nicht viel schwieriger. Denk mal an den Dimensionssatz für lineare Abbildungen. Damit müsste sich das ziemlich schnell auflösen.
Gruß
Felix
----------------- Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.

Thanks to Irrlicht und totedichterin.
|
Profil
www
Quote
Link |
DaMenge
Senior  Dabei seit: 24.07.2001 Mitteilungen: 1178
Aus: Bonn
 |     Beitrag No.2, eingetragen 2005-04-14 10:38
|
Hi,
wenn das Bild von g ganz W ist und V (die urbildmenge von g) endlichdimensional ist, dann ist es hoffentlich klar, dass W auch nur endlich dimensional ist. (zur not widerspruchsbeweis mit endlicher basis)
zusätzlich musst du noch U und W als endl. dim annehmen und daraus V folgern und natürlich noch die dritte : V und W sind endl.dim. => U auch
sollten aber ähnliche argumente sein...
EDIT: oder natürlich den Dimensionssatz verwenden...
:-P
viele grüße
DaMenge
[ Nachricht wurde editiert von DaMenge am 14.04.2005 10:40:05 ]
|
Profil
www
Quote
Link |
PubliusOvidius
Senior  Dabei seit: 26.12.2003 Mitteilungen: 2592
Aus:
 |     Beitrag No.3, vom Themenstarter, eingetragen 2005-04-14 16:54
|
Hi,
 
wenn ich U und V als endlich dimensional annehme, dann folgt aus: ker(f)=menge(0), im(g)=W und im(f)=ker(g) dim(U)=dim(ker(f))+dim(im(f))=dim(im(f)) dim(V)=dim(ker(g))+dim(im(g))=dim(im(f))+dim(im(g)) letzteres ist wenn man alles zusammenrechnet: dim(U)+dim(W) also dim(V)=dim(W)+dim(U) => dim(W)=dim(V)-dim(U) < \inf also ist W endlich dimensional. Aber so schön geht das für die anderen beiden Richtungen nicht, wie kann ich da ansetzen? Wenn ich z.B. V und W als endlich dim. annehme, dann kann ich auf U ja nicht die Dimensionformel anwenden, oder übersehe ich da was? Wie kan ich fortsetzen?
|
Profil
Quote
Link |
Zaos
Senior  Dabei seit: 02.12.2003 Mitteilungen: 2410
Aus: Rosario/Argentina
 |     Beitrag No.4, eingetragen 2005-04-14 18:15
|
Hi Publius,
Tipp: Es gilt
(1) ker(g) isomorph zu U
(2) Bild(f) isomorph zu W
(3) V isomorph zu U+W (direkte Summe)
Das wäre eine Möglichkeit es zu beweisen.
Gruß
Zaos
|
Profil
Quote
Link |
DaMenge
Senior  Dabei seit: 24.07.2001 Mitteilungen: 1178
Aus: Bonn
 |     Beitrag No.5, eingetragen 2005-04-14 18:19
|
Hi,
wenn V und W endl.dim. sind, dann kannst du doch auf g den Dimensionssatz anwenden und erhälst damit, dass ker(g) endl. dim ist.
das ist aber laut Vor. dasselbe wie Bild(f)
Außerdem ist f doch injektiv, d.h. U ist isomorph zum Bild von f und damit endl. dimensional...
oder übersehe ich jetzt etwas?
mfG
DaMenge
|
Profil
www
Quote
Link |
Zaos
Senior  Dabei seit: 02.12.2003 Mitteilungen: 2410
Aus: Rosario/Argentina
 |     Beitrag No.6, eingetragen 2005-04-14 18:23
|
@DaMenge
nein Du übersiehst nichts ;-)
Man kann übrigens die Behauptung verschärfen:
U und W endlichdimensional genau dann, wenn V endlichdimensional.
...
Gruß
Zaos
|
Profil
Quote
Link |
PubliusOvidius
Senior  Dabei seit: 26.12.2003 Mitteilungen: 2592
Aus:
 |     Beitrag No.7, vom Themenstarter, eingetragen 2005-04-14 21:43
|
Hi,
 
für die dritte ''Richtung'' U und W endlich dimensional: Benutzt ihr doch U\/ker(f)~=im(f) Da U endlich und ker(f)=menge(0), also U~=im(f)=ker(g) also dim(V)=dim(im(g))+dim(ker(g)) also dim(V)=dim(W)+dim(U) < \inf aber geht es auch ohne den Homomorphiesatz??
Hab ich den Rest sonst richtig verstanden??
[ Nachricht wurde editiert von PubliusOvidius am 14.04.2005 21:44:06 ]
|
Profil
Quote
Link |
PubliusOvidius
Senior  Dabei seit: 26.12.2003 Mitteilungen: 2592
Aus:
 |     Beitrag No.8, vom Themenstarter, eingetragen 2005-04-15 08:27
|
*schieb*
 
Was ich mich noch frage: Folgt aus dim(V)=dim(U)+dim(W) eigentlich im Allgemeinen: V=U\oplus\ W oder nur wie Zaos es sagte: V~=U\oplus\ W ?
[ Nachricht wurde editiert von PubliusOvidius am 15.04.2005 08:34:14 ]
|
Profil
Quote
Link |
Martin_Infinite
Senior  Dabei seit: 15.12.2002 Mitteilungen: 32978
Aus: Münster
 |     Beitrag No.9, eingetragen 2005-04-15 14:19
|
Profil
Quote
Link |
PubliusOvidius
Senior  Dabei seit: 26.12.2003 Mitteilungen: 2592
Aus:
 |     Beitrag No.10, vom Themenstarter, eingetragen 2005-04-15 15:30
|
Hi Martin,
danke dir . Das ist natürlich eine elegante Lösung.
Aber sagen wir es so: Mir steht das Splitting Lemma
nicht zur Verfügung.
Mit deiner Herleitung würde ich wohl den Prof beeindrucken, aber ich habe nicht den Hintergrund, das ich das schon verwenden könnte :
 
Ich habe jetzt auf meiner Lösung stehen: U,V endlich dim. dann: dim(U)=dim(im(f)) dim(V)=dim(im(f))+dim(im(g)) => dim(W)=dim(V)-dim(U) => W endl. dim. V,W endlich dim. dann: dim(V)=dim(ker(g))+dim(W) => dim(ker(g))=dim(V)-dim(W) da ker(f)=menge(0) und im(f)=ker(g) folgt dim(ker(g))=dim(U) => U endl. dim. U,W endlich dim. dann: dim(U)=dim(im(f)) <\inf dim(ker(g))=dim(im(f)) <\inf und dim(im(g))=dim(W) <\inf , also dim(V)=dim(im(g))+dim(ker(g)) <\inf d.h. V endl dimensional. In allen drei Fällen folgt also die Behauptung. Ebenso sieht man in allen Fällen die in b) geforderte Formel: dim(U)-dim(V)+dim(W)=0
Geht das so? Oder muss beim dritten der Homomorphiesatz zum Einsatz kommen?
|
Profil
Quote
Link |
Martin_Infinite
Senior  Dabei seit: 15.12.2002 Mitteilungen: 32978
Aus: Münster
 |     Beitrag No.11, eingetragen 2005-04-15 15:44
|
Hi,
die Dimensionsformel für lineare Abbildungen kann man als Folge des Homomorphiesatzes ansehen, muss man aber nicht. Man kann es so wie du machen, allerdings geht es viel einfacher: Die Dimensionsformel gilt nämlich auch mit uneingeschränkten Dimensionen, das habe ich hier bewiesen. Daraus folgt nun
dim(V) = dim(ker(g))+dim(im(g)) = dim(im(f))+dim(W) = dim(U)+dim(W)
Hieraus folgt unmittelbar
dim(V) endlich <-> dim(U), dim(W) endlich
Das bedeutet insbesondere
dim(V), dim(U) endlich -> dim(W) endlich
dim(W), dim(V) endlich -> dim(U) endlich
dim(U), dim(W) endlich -> dim(V) endlich
Hier sieht man wieder, dass sich eine Beschränkung auf endlich-dimensionale Vektorräume irgendwann in Form von unnötiger Arbeit rächt.
Gruß
Martin
[ Nachricht wurde editiert von Martin_Infinite am 15.04.2005 15:57:48 ]
|
Profil
Quote
Link |
PubliusOvidius
Senior  Dabei seit: 26.12.2003 Mitteilungen: 2592
Aus:
 |     Beitrag No.12, vom Themenstarter, eingetragen 2005-04-15 16:03
|
Hi Martin,
ich danke dir. Ich werde mir wohl deine Artikel mal alle genauer ansehen bei Gelegenheit, auch wenn sie doch deutlich meinen Kenntnissbereich sprengen.
Werde aber meine Lösung so abgeben, dann kann ich auch vorrechen und meine Gedanken dazu erklären...auch wenn sie umständlicher ist
|
Profil
Quote
Link |
Ehemaliges_Mitglied Neu  Dabei seit: 00.00.0000 Mitteilungen: 0
Aus:
 |     Beitrag No.13, eingetragen 2007-11-10 13:57
|
hallo,
der thread ist zwar schon etwas älter, aber ich hätte noch eine Frage dazu.
Im vorletzten Beitgra verstehe ich bei der Dimensionsformel nicht, warum dim(im(f)) = dim (U) sein soll. Meiner Meinung nach müsste das dim (V) sein. Denn im(f) = V oder hab ich da was falsch verstanden?
|
Profil
Quote
Link |
PubliusOvidius
Senior  Dabei seit: 26.12.2003 Mitteilungen: 2592
Aus:
 |     Beitrag No.14, vom Themenstarter, eingetragen 2007-11-10 14:32
|
Hi,
f ist doch nur injektiv, d.h. doch im(f)=f(U)
ist isomorph zu U => dim(im(f))=dim(U).
|
Profil
Quote
Link |
Ehemaliges_Mitglied Neu  Dabei seit: 00.00.0000 Mitteilungen: 0
Aus:
 |     Beitrag No.15, eingetragen 2007-11-10 15:23
|
Profil
Quote
Link |
PubliusOvidius
Senior  Dabei seit: 26.12.2003 Mitteilungen: 2592
Aus:
 |     Beitrag No.16, vom Themenstarter, eingetragen 2007-11-10 15:30
|
Nein,
wenn du eine Abb f: U -> V hast
dann ist im(f)={ x in V | x=f(u) für ein u aus U}
im(f)=V gilt nur wenn f surjektiv ist.
|
Profil
Quote
Link |
Ehemaliges_Mitglied Neu  Dabei seit: 00.00.0000 Mitteilungen: 0
Aus:
 |     Beitrag No.17, eingetragen 2007-11-10 15:39
|
ok, das war mir irgendwie nicht ganz klar.
Vielen Dank für die Antwort, dann kann ich jetzt meine Aufgabe lösen :)
|
Profil
Quote
Link |