Die Mathe-Redaktion - 22.05.2013 05:31
Auswahl
Aktion im Forum
Suche
Stichwortsuche in Artikeln und Links von Matheplanet
Suchen im Forum
Suchtipps

Bücher
Englische Bücher
Software
Suchbegriffe:
Mathematik bei amazon
Naturwissenschaft & Technik
In Partnerschaft mit Amazon.de
Kontakt
Mail an Matroid
[Keine Übungsaufgaben!]

Impressum

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen, die Distanzierung, unsere Datenschutzerklärung und
die Forumregeln.

Sie können Mitglied werden oder den Newsletter bestellen.

Der Newsletter April 2013

Für Mitglieder
Mathematisch für Anfänger
Wer ist Online
Aktuell sind 341 Gäste und 2 Mitglieder online.

Sie können Mitglied werden:
Klick hier.

Über Matheplanet
 
Zum letzten Themenfilter: Themenfilter:
Matroids Matheplanet Forum Index
Moderiert von fru KingGeorge
Mechanik » Statik des starren Körpers » Virtuelle Arbeit
Druckversion
Druckversion
Autor
Universität/Hochschule Dieser Thread wurde als brauchbar bewertet (insges. 16-mal) J Virtuelle Arbeit
krueger
Junior Letzter Besuch: vor mehr als 3 Monaten
Dabei seit: 18.12.2002
Mitteilungen: 13
Aus: Deutschland
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Themenstart: 2003-01-21 15:04


Hallo,

ich befasse mich gerade mit dem Thema aus der Statik, virtuelle Arbeit.
In diesem Zusammenhang bin ich "mal wieder" auf die Eulerformel gestossen.
Kann mir jemand die allgemeine Bewegungsgleichung und Geschwindigkeitsformel mit Worten erklären. Und, wie wird diese beim Prinzip der virtuellen Arbeit angewandt.
Wenn ich das richtig verstanden habe benötige ich die Formel, um die neuen Koordinaten des Kraftangriffspunkt zu ermitteln. Ist das so?

Über Hilfe würde ich mich sehr freuen.
Marcus



  Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
Anonymous
Unregistrierter Benutzer
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.1, eingetragen 2003-01-21 17:51


Hi!

"Eulerformel" ist ein ein mehrdeutiger Begriff. Geht's vielleicht um Knickung?

mfG, KRad



 Quote  Link auf diesen Beitrag Link
krueger
Junior Letzter Besuch: vor mehr als 3 Monaten
Dabei seit: 18.12.2002
Mitteilungen: 13
Aus: Deutschland
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.2, vom Themenstarter, eingetragen 2003-01-21 18:01


Hi,
Um Knickung geht´t nicht. Geht um ein statisches System, in dem man ohne Freischnitt an den Lagern eingeprägte Kräfte mit Hilfe der Gleichung der "virtuellen" Arbeit errechnen kann.
Ich hoffe meine Frage ist jetzt etwas klarer.
Marcus



  Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
Spock
Senior Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 25.04.2002
Mitteilungen: 7003
Aus: Schi'Kahr/Vulkan
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.3, eingetragen 2003-01-23 09:12


Hallo Marcus,

ich hab noch Probleme Deine Frage richtig einzuordnen. Die "Eulersche Geschwindigkeitsformel" und die Euler Lagrange Bewegungsgleichungen beschreiben die Dynamik des starren Körpers und nicht die Statik.

Zur "virtueller" Arbeit und Statik, vielleicht hilft Dir das:

www.mechanik.uni-duisburg.de/braun/tm2/tm2-14.ps

Gruss


-----------------
The needs of the many outweigh the needs of the few, or the one



  Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
krueger
Junior Letzter Besuch: vor mehr als 3 Monaten
Dabei seit: 18.12.2002
Mitteilungen: 13
Aus: Deutschland
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.4, vom Themenstarter, eingetragen 2003-01-24 09:48


Hallo nochmal,

erstmal schönen Dank für den Link, aber leider kann ich das Dokument nicht öffnen.
Nun nochmal mein Problem:

z.B. ist ein Balken mittig auf einem Lager gelagert und an der rechten Seite des Balkens greift die Kraft F an. Wenn ich eine virtuelle Drehung im Uhrzeigersinn durchführe, dann verschiebt sich der Kraftangriffspunkt der Kraft F um u ("Verrückungsgeschwindigkeit").
Um u auszurechnen um es in die Formel der virtuellen Arbeit einzusetzen muss ich u irgentwie nach Euler ermitteln.

Für Antworten bin ich dankbar.
Marcus



  Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
Spock
Senior Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 25.04.2002
Mitteilungen: 7003
Aus: Schi'Kahr/Vulkan
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.5, eingetragen 2003-01-24 22:45


Hallo Marcus,

ich denke mal, ich hab jetzt so eine ungefähre Vorstellung, was Du meinst.
Es gibt bei der Anwendung der Methode der virtuellen Verschiebung in der Statik, um z.B. aufgeprägte Kräfte berechnen zu können, tatsächlich so etwas wie eine Analogie zur Eulerschen Geschwindigkeitsformel der Dynamik

Meine Notation: Vektoren sind fett, "×" ist das vektorielle Produkt, und "·" das skalare Produkt zwischen Vektoren.

Zunächst zur Eulerschen Geschwindigkeitsformel, die nicht sofort etwas mit Deinem statischen Problem zu tun hat:
Betrachte einen frei beweglichen starren Körper und ein raumfestes Koordinatensystem zu seiner Beschreibung. Sei rA der Ortsvektor zu einem beliebigen Punkt A des starren Körpers und sei rj der Ortsvektor zu einem anderen Punkt Pj des Körpers.
Die allgemeine Bewegung des starren Körpers setzt sich nach Euler zusammen aus einer reinen Translation des Massenpunktes A mit Translationsgeschwindigkeit

(1): vA = drA/dt

und einer zusätzlichen Drehung, die der Punkt Pj um A beschreibt mit der Bahngeschwindigkeit

(2): u = w×(rj - rA),

wobei der Vektor w die Richtung der momentanen Drehachse hat, und sein Betrag w ist die Winkelgeschwindigkeit der Drehung

(3): w := dj/dt

Die gesamte Geschwindigkeit vj des Punktes Pj ist dann die vektorielle Addition der Geschwindigkeiten (1) und (2),

(4): vj := drj/dt = vA + w×(rj - rA)

Das ist die Eulersche Geschwindigkeitsformel.

Betrachtet man jetzt Gleichgewichtsbedingungen des starren Körpers, und in diesem Zusammenhang das Prinzip der virtuellen Verrückungen, kann man sich an die Herleitung von (4) "anlehnen". Dazu mögen an beliebig vielen Punkten Pj des Körpers Kräfte Fj angreifen, jede dieser Kräfte bewirkt am entsprechenden Punkt eine virtuelle Verrückung, und analog zu (4) gilt dann

(5): drj = drA + dj×(rj - rA)

Die virtuelle Arbeit des Kräftesystems ist dann

(6): dW := åFj·drj = drA·åFj + dj·å(rj - rAFj

Jetzt kann man das Prinzip der virtuellen Arbeit anwenden, welches besagt, daß im Gleichgewichtszustand bei beliebigen virtuellen Verschiebungen die virtuelle Arbeit identisch Null ist.

Frage an Dich: was folgt dann aus Gleichung (6) und wie verwendest Du das bei Deinem Balken?

Gruß



-----------------
The needs of the many outweigh the needs of the few, or the one



  Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
krueger
Junior Letzter Besuch: vor mehr als 3 Monaten
Dabei seit: 18.12.2002
Mitteilungen: 13
Aus: Deutschland
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.6, vom Themenstarter, eingetragen 2003-01-26 12:57


Hallo Juergen,
erstmal schönen Dank für Deine ausführliche Antwort.
Ich steige teilweise durch, aber die Parallelen zu meiner bisherigen Lösung der Aufgaben kann ich noch nicht kann ziehen.

Ich bin derzeit noch so vorgegangen:

Zuerst habe ich ein Ersatzsystem gebildet, das zum Original leicht verrückt ist.
Nun muss ich diese kleinen Verrückungen berechnen, um diese dann in die Formel der virtuellen Arbeit einzusetzen. Und genau hier hatte ich ja das Problem.
Wir haben sie auf 2 Weisen ausgerechnet.

a. Wir berechnen die Verrückung an der eingeprägten Kraft F, indem wir die Kraft multiplizieren mit dem durch die Verrückung entstandenen Winkel phi. Das Ergebnis konnte ich dann direckt in die Formel einsetzen(Summe der eingeprägten Kräfte multipliziert mit der Verrückung + eingeprägte Momente multipliziert mit der Verrückung.
Hier haben wir angeblich die Eulerformel verwendet. Wobei ich jetzt verwundert bin, das die Formel nur aus "Kraft mal Winkel" besteht.

b. Die andere Möglichkeit ist, den Ortsvektor der eingeprägten Kräfte zu ermitteln, diesen nach dem Winkel phi abzuleiten und als Ergebnis die Verrückung herauszubekommen, die dann auch direkt in die Formel eingetragen werden kann. Diese Methode hat meiner Ansicht nach nichts mit Euler zu tun, oder?

Mir ist bisher auch unklar, wann wir welche Methode verwenden. b. hatten wir z.B. bei einem komplexen Stabwerk verwendet, aber wieso weiss ich nicht.

Deine Formeln hatte ich so auch schon mal gesehen, aber ich habe z.B noch nie das Kreuzprodukt angewendet, daher sehe ich den Zusammenhang nicht.

Vielleicht hast Du jetzt eine Idee, wo hier der Zusammenhang besteht.
Über eine Antwort würde ich mich freuen, sitze schon eine ganze Weile an dem Problem.

Marcus



  Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
Das Thema wurde von einem Senior oder Moderator abgehakt.
krueger wird per Mail über neue Antworten informiert.
Bewerte diesen Thread:
[Was sonst bewertet wurde]
 Neues Thema [Neues Thema]

 Druckversion [Druckversion]


Wechsel in ein anderes Forum:
 Suchen    
 
All logos and trademarks in this site are property of their respective owner. The comments are property of their posters, all the rest © 2001-2013 by Matroids Matheplanet
This web site was made with PHP-Nuke, a web portal system written in PHP. PHP-Nuke is Free Software released under the GNU/GPL license.
Ich distanziere mich von rechtswidrigen oder anstößigen Inhalten, die sich trotz aufmerksamer Prüfung hinter hier verwendeten Links verbergen mögen.
Lesen Sie die Nutzungsbedingungen, die Distanzierung, die Datenschutzerklärung und das Impressum.
[Seitenanfang]