buhs Montagsreport: Das Ende des guten Geschmacks
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Bildung

\(\begingroup\) Urlogo für buhs Montagsreport Das Ende des guten Geschmacks Normierungswahn bei Eurokraten Berlin. Während man Artikel wie "Wir werden alle arbeitslos**" mit dem Szenario, x sei in der Mathematik immer 5, nur noch müde belächelt* und die Aussage "Alle Zahlen sind normiert" mit "Ja, ich weiß, die ungeraden sind 1, der Rest null." beantwortet, schreiten Europas Obernormierer zur Tat und zum Heiligen Krieg wider den Gesundheitsschaden: Alle Weine werden gleich! Nee, nicht: Alle Weine werden gleich besser, sondern: Alle Weine werden identisch. Zur Vorlage (und voraussichtlich erfolgreichen Ab-/Zustimmung) kommt nämlich ein Papier, das auf Grund der durch Weingenuss gegebenen Gesundheitsgefahren folgende, bis 2015 in nationales Recht unzusetzende Regelungen enthält: Europaweit werden

  • in allen Weinflaschen nur noch identische Mengen (mindestens aber 3 Liter) abgefüllt
  • alle Flaschen identische Maße haben (Halslänge, Durchmesser etc.)
  • alle Etiketten der Weinflaschen (schwarze Schrift auf weißem Grund; vermutlich Arial 24pt) neben dem Wort "WEIN" den Preis ausweisen; der Rest des Etiketts enthält Hinweise wie "Weintrinken fördert den Zelltod", "Weintrinken kann dazu führen, dass man besoffen an den Baum karrt" oder "Weine nicht!"
  • alle Zusätze oder Verfahren, die Weine geschmacklich und/oder farblich unterscheidbar machen, verboten. *** Gegen diese exorbitante Gleichmacherei sind die o.g. Behauptung, aber auch die berüchtigten Beweise "All horses are the same color" sowie "Alle Zahlen sind gleich groß." ausgesprochen harmlos, findet

    buh2k+12

    und start trübsinnig in sein Gläschen mit dem 2004er Astrolabium. *: Schon mein verflossener LK MA wusste, dass die Lösung im Zweifelsfalle 10 heißt… **: siehe Forum ai ***: siehe ***** ****: Beim Weintrinken abhanden gekommen. Gegen solche Erscheinungen hilft EU. *****: Entwarnung! Es betrifft nicht den Wein, sondern "nur" die Zigaretten: Gleiche Zylinderform in gleichem Papier mit gleichem Geschmack in gleichen Packungen; Aufdruck: Preis, Warnhinweis, sonst nix. Nix. Und was hab’ (******) ich meine "Pall Mall ohne" geliebt. Man stelle sich für einen Moment vor, der Cabernet-Sauvignon schmecke wie ein Merlot oder der Eiswein wie volltrockener Spätburgunder. ******: Zur Demonstration: Sachlich richtiger Gebrauch eines Apostrophs.
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    "buhs Montagsreport: Das Ende des guten Geschmacks" | 7 Comments
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    Re: Das Ende des guten Geschmacks
    von: Bernhard am: Di. 11. September 2012 13:40:39
    \(\begingroup\)\quoteon******: Zur Demonstration: Sachlich richtiger Gebrauch eines Apostrophs. \quoteoff Hä? Wos isch des? Und wieso muß ma deswägge uff die Stroß gähe un demonschtriere? Oder ist da ein Anti-Trinkspruch gemeint? "A Prost [ist] doof!" Bernhard\(\endgroup\)
     

    Re: Das Ende des guten Geschmacks
    von: Spock am: Di. 11. September 2012 17:23:14
    \(\begingroup\)Hallo buh, also ich starre dienstags immer gerne auf Deine montags-Erkenntnisse, bei einem trockenem Glas pfälzischem Spätburgunder 😄 Ich wollte das mit x=5 erst nicht glauben, aber Du hast es jetzt als Montags-Schlagzeile bestätigt, und es kommt noch schlimmer: Die Euro-Normierungswahn-Idee macht selbst vor der Physik nicht halt. Nachdem SI, MKS, Heaviside, Gauß, Lorentz, usw. international gescheitert sind, denkt man jetzt über ein neues, normiertes Einheitensystem nach: \hbar=c=e=\pi=1 Ich befürchte, wir werden mehr als nur ein MP-Treffen, und mehr als 3 Liter österreichischen Rotweins brauchen, um das zu verstehen, 😄 Juergen \(\endgroup\)
     

    Re: Das Ende des guten Geschmacks
    von: weserus am: Di. 11. September 2012 18:26:07
    \(\begingroup\) Nicht wundern oder ärgern, sondern nur lachen. Wer als Politiker/-in oder sog. Verwaltungsfachmann/-frau für grosse politische oder verwaltungstechnische Aufgaben besonders qualifiziert ist, wird im Europaparlament oder in der europäischen Verwaltung eingesetzt. Dabei bestätigt sich dann das sog. Peter-Prinzip :=In einer Hierachie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen. Deshalb verschafft uns die Europäische Einheit in allen Bereichen nur Produkte, die aus Unfähigkeit geschaffen wurden. weserus \(\endgroup\)
     

    Re: Das Ende des guten Geschmacks
    von: Dixon am: Di. 11. September 2012 19:00:20
    \(\begingroup\)Meines Wissens wird der Tabakanbau in Europa noch immer subventioniert. [...] @Spock genügten 3 l Ethanol p.a.? Grüße Dixon\(\endgroup\)
     

    Re: Das Ende des guten Geschmacks
    von: rogerS am: Mi. 12. September 2012 11:47:38
    \(\begingroup\)@ Dixon war das nicht Glycol? Ich habe eine bessere Idee. Jedes EU Land nominiert ein Flasche Wein. Die kommen alle in ein Fass, 10 Minuten mischen, fertig ist der einzig erlaubte EU Wein. Hicks sorry ich mein Prost\(\endgroup\)
     

    Re: Das Ende des guten Geschmacks
    von: buh am: Mi. 12. September 2012 21:42:43
    \(\begingroup\)@Bernhard': Desch woa dä Veßuch, gleisch noch'ä zwoitesch Broblehm zu löise'. @Spock: In dem neuen normierten Einheitensystem sehen wir uns dann wesentlich häufiger, weil die Entfernungen ja alle gleich (kurz) sind. Obwohl: Wenn der Abstand immer 1 ist.... @weserus: Manchmal denke ich, es sei das Peter-Paul-and-bloody-Mary-Prinzip: Jeder steigt solange auf, bis er sichtbare Leichen hinterlässt. @Dixon: Aber im Zuge der Förderung alternativer unkonventioneller Energieerzeugung wird nur noch der Einheiz-Tabak subventioniert. @rogerS: Lassen wir mal die Hicks-Teilchen besser da raus, und: Da London 2012 (Fechten) bereits zeigte, das eine Sekunde auch eine Sekuuuuuuuuuuuuuuuuuunde sein kann (was nicht zwingend im Widerspruch zu Spocks Einheiterei steht), müsste in einem potentiellen EU-Gesetz die Formulierung "10 Minuten" durch eine alternative EINHEITLICHE Normierung zementiert werden. So! Vignon meint

    buh2k+12

    \(\endgroup\)
     

    Re: Das Ende des guten Geschmacks
    von: Dixon am: Do. 13. September 2012 20:10:23
    \(\begingroup\)\quoteon (

    buh2k+12

    ) @Dixon: Aber im Zuge der Förderung alternativer unkonventioneller Energieerzeugung wird nur noch der Einheiz-Tabak subventioniert. \quoteoff Der Anbau ist viel zu aufwendig. Sie werden natürlich auf das einfacher anzubauende und effektivere Hanf umsteigen. Grüße Dixon\(\endgroup\)
     

     
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