buhs Montagsreport: DALLER*: Was war wahr?
Released by matroid on Mo. 16. Dezember 2019 00:00:26 [Statistics]
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Matroids Matheplanet

\(\begingroup\) DLR-Logo für buhs Montagsreport DALLER*: Was war wahr? Retrospektiv: Soo war es. Oder anders. Zinbiel: Le Sen hat im Hornung in der Zeitschleife das Wort4.0 gefunden, das uns die Zukunft verhieß. Nun, am Ende des Beobachtungszeitraumes, das uns inzwischen auf InstatwittfaceTV die Rückschauen inflationiert, am Ende des Jahres, wenn Panflöten in der ShoppingMall nach Spenden flöten und sich die Tränendrüse voller Mitgefühl selbst kasteit, wenn auf dem Weihnachtsmarkt die Inder-Bowle vor sich hinköchelt, ist selbst der abgebrühteste Wuttbipoit von buhs Montagsreport nicht mehr Herr seiner Sinne und beginnt zu resümieren; und auch ohne den Eingang der gern gesehenen Spenden** ist es nun Zeit für den Blick zurück:

Januar: Entgoldet: Die Verleihung der MP-Awards wird von der Tatsache überschattet, dass die Krönchen nur feuervergoldet sind. Das Echtgold, das für den Überzug bereitlag, fiel leider einer Fress-Attacke von Franck Ribéry zum Opfer. Letzterer fiel einer Verkaufsattacke zum Opfer, so dass im nächsten Jahr die Award-Krönchen wieder echt sein werden. Februar: Entschlossen: Angesichts der Halbjahresnoten ihrer Kinder, die wegen „weiß noch nicht“ erstmal nach der 10. Klasse den Übergang nach 11 realisierten, demonstrieren Berliner Eltern vor den Schulen unter der Losung: „SO NICHT! Mein Kind bekommt von MIR die Noten!“ Inzwischen versuchen sie, der Senatsverwaltung die Flötentöne beizubringen, allerdings mit unmäßig mäßigem Erfolg. März****: Entflogen: Aus lieber Gewohnheit*in haben die Eltern*innen nichthierbeheimateter/-beheimatinsie Schüler*innen schon Heimflüge*innen für den 23. März*in gebucht, weil da schon immer Osterferien/ien waren. Daraufhin verlegt SENilBERLIN*in den Ferienbeginn*in auf den 22. März*in vor. Am Ende*in ändert sich nichts. Für 2020 sind variable Ferientermine geplant. April: Enttäuscht: Gerno Twolte&Team© weisen nach, dass die Anzahl aller Entdeckungen abzählbar ist. Schade, ein paar mehr wäre schon schön gewesen (z.B. die Taschenlampe mit Solarzellen oder die Winkelaxt). Offenbar sind Gerno Twolte&Team© geschliffene Opfer der Zeitschleife geworden; man hat lange nichts von ihnen gehört. Mai: Entkrampft: Da die Leistungskursprüfungen in MatNat (und in Berlin) alle in den ersten 10 Tagen stattfinden, können Berlins Abiturienten den Rest des Monats entspannt genießen. Naja, bis auf das bisschen mündliche Prüfung… Oooch, und so viele schöne Petitionen schreiben. Das muss nächstes Jahr aber besser und vor allem FRÜHER klappen! Juni: Entfernung: Da die zentrale Datenerfassung der Abiergebnisse bei SENBJF diesmal digital erfolgt und der Zeiger gerade auf NULL steht, werden reitende Boten eingesetzt. Diese kommen jedoch nicht an, weil die Fahrspuren auf Berlins Innenstadtstraßen entfernt und zu Radwegen umgewidmet wurden. Dummerweise ist die grüne Radwegemarkierungsfarbe nicht wasserfest, wodurch sich die Berliner Götterboten des Verkehrswandels bekleckert haben; und zwar nicht unbedingt mit Ruhm. Juli: Entnervt: Mitten in den Berliner Sommerferien nervt ein Fachberater für Mathematik mit der Bemerkung, dass in den Aufgaben zum MSA****** Preise mit drei Dezimalstellen angegeben waren. Daraufhin werden alle (vier) Durchgefallenen mit dem Titel „Ehrenbestandener MSA“ beglückt. Das war auch dringend nötig, denn gemäß dieser Analyse hätten knapp 34% in Mathe eine 6- (Sechs minus) erhalten müssen. August: Entern: Pünktlich am ersten Augustmontag stehen die Eleven der Einführungsphase erwartungsfroh vor den Klassenraumtüren. Pflichtvideo der ersten Stunde: „Denn sie wissen nicht, was sie tun…“. Und die Hälfte weiß es auch heute noch nicht. September: Entrückt: In den Heiligen Hallen am Alexanderplatz, auch SENBJF genannt, träumen IT-nies, Finanzhoroskopierer, eGovs und Staatssekretäre von der volldigitalisierten Internetschule. Derweil versuchen die Schulleiter verzweifelt, in der kurzen Finanzmittel-Freigabezeit sinnvolle Hard-und Software zu ergattern. Aber jetzt, wenn erst die Mittel aus dem DigitalPakt Schule fließen… [§3 (4) der Vv DPS: Laufende Kosten der Verwaltung (Personalkosten, Sachkosten) sowie Kosten für Betrieb, Wartung und IT-Support der geförderten Infrastrukturen sind nicht förderfähig.] Oktober: (K)Entern: Pünktlich zum Beginn der Herbstferien stehen die Schnellsten der Eleven vor den Türen des BAuZ (Bundesausbildungszentrum) und fragen nach Mittleren Rettungsreifen, Auffangmaßnahmen und anstrengungsfreier Festanstellung. Da war doch noch was mit „Ausbildung“ und „Lehrjahre sind…“ November: Entrückt: Der „Gesamtbericht Personal an Schulen mit aktualisierter Datenlage“ vom 15.10.2018 wird im Original mit neuem Datum 15.11.2019 dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin zugeleitet. Auf Seite 6: „IT-Experten Für die allgemein bildenden Schulen sind keine festen Stellen für die IT-Betreuung an den Schulen geplant.“ Wozu auch? Es gibt doch WAT7*-Lehrer, PKB8*-Mittel für AG-Leiter und „Wieso habt ihr überhaupt so viele Computer??“ Hatten wir doch schon im September erledigt! Dezember: Enteist: Le Sen zieht vermutlich auf der Suche nach dem Skript für die Zukunft in die Berge, allerdings nicht, ohne die Scheiben des MM zu enteisen. In der Hoffnung, dass bei dieser Suche eventuell Leonardo ver Wuenschmi oder gar Gerno und sein Trupp wiederauftauchen, verbleibt freundlichst grüßend buhnoch2k+19 *: Der AllerLetzte Letzte (Echt jetzt) Report ist natürlich vermutlich auch nur ein Hoffnungsstreif am Horizont; 2020 gibt’s bestimmt wieder einen. Letzten. **: Bereits HIER fand sich mit “Überall auf dieser Welt gibt es Not leidende (not leidende??) Mathematiker, überall abgeschaltete Rechner; jeder Fünfte (etwa 18,2% der Weltbevölkerung) kann weder bis Drei zählen noch Zinsrechnung, gar mancher Vogel zwitschert nur noch mit ersterbender Stimme: Spenden Sie deshalb an K.Mehl@buhnet.com für Menschen, denen der Rechen fehlt. Jedes e zählt, auch Pi/Halbe wird immer wieder gern genommen. Beifall erscheint möglich, aber zu billig. Und vergessen Sie nicht: Sie begehen eine gute Tat.“ die erste Krautfinder-Bitte. ****: Gemeint waren im Zuge der Gleichstellung natürlich auch alle anderen Monate.
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"buhs Montagsreport: DALLER*: Was war wahr?" | 2 Comments
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Re: DALLER*: Was war wahr?
von: Kitaktus am: Mo. 16. Dezember 2019 09:52:42
\(\begingroup\)Zum Juli-Kommentar: Verstehe ich das richtig? Gemäß der Analyse hatten knapp 34% der 9.-Klässler(!) den MSA-Mindeststandard nicht erreicht, den Mittleren Schulabschluss gibt es aber erst nach Klasse 10(!)?\(\endgroup\)
 

Re: DALLER*: Was war wahr?
von: buh am: Mo. 16. Dezember 2019 16:07:21
\(\begingroup\)Ja, hast du. In Berlin wird in der 9. Klasse eine "Vergleichende Arbeit" (VA) geschrieben, deren Bestehen zum Erhalt der "Berufsbildungsreife" (BBR), dem Berliner Hauptschulabschluss-Äquivalent, beiträgt. Der hier betrachtete Mindeststandard zum MSA entspricht dem Regelstandard zur BBR, bei dem Fragen wie "ein Viertel von 12", "43, 84; 28 : Unterstreichen Sie die größte Zahl" oder "Geben Sie die Anzahl der Kanten einer geraden quadratischen Pyramide an." dazugehören.
Da alle Schüler aus Klasse 9 nach Klasse 10 aufrücken (leistungsunabhängig), ist davon auszugehen, dass die Defizite aus Klasse 9 auch in Klasse 10 weiterbestehen (Leistung lohnt sich nicht!). Aus der Erfahrung von einigen Dienstjahren als Mathelehrer in Berlin kann ich das vollumfänglich so sagen. Gruß von buh2k+19\(\endgroup\)
 

 
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