Mathematik: Rechenverfahren und Beweistricks
Released by matroid on Do. 10. Februar 2005 18:35:48 [Statistics]
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Mathematik

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Einfache Rechenverfahren und Beweistricks für Analyis I und Lineare Algebra I Das Semester neigt sich so langsam dem Ende zu und für viele Erstsemestler stehen die ersten Klausuren in Analysis und Linearer Algebra an. Leider durfte ich feststellen, dass in den Klausuren fast nur Rechnerei vorkamen. Beweise treten dann oftmals nur in Zusatzaufgaben auf und diese sind dann, wenn man den Zeitrahmen betrachtet, alles andere als leicht. Deswegen hatte ich es mir mal vorgenommen ein paar allgemein nützliche Rechen- und Beweistricks zu sammeln. Es geht mir nicht darum Beweise zu wichtigen Sätzen zu liefern, denn dafür gibt es Bücher, die Vorlesungen und natürlich die vielen schönen Artikel hier. Hier soll eine Sammlung von allgemeinen Herangehensweisen, Beweistricks und effizienten Rechenverfahren mit besonderem Bezug zum ersten Semester vorgestellt werden. So sehr viel ist mir nicht eingefallen, aber aus den Gesprächen mit ein paar Mitstudenten im ersten Semester hatte ich die Erfahrung gemacht, dass vieles davon vielen unbekannt war, so einfach mir die Tatsachen auch erschienen. Also habe ich mir vorgenommen einen Artikel besonders für Erstsemestler zu schreiben. Natürlich sind alle eingeladen diesen zu ergänzen (das Editieren fremder Artikel soll ja möglich sein).


1. Analysis 1.1. Integrale mit Verknüpfungen von sin und cos-Funktionen lösen Motivation: Möchte man die Stammfunktion von einer Funktion bestimmen, die sich aus Produkten, Quotienten und Summen von sin(x) - und cos(x) - Funktionen darstellen lässt, so existiert dafür ein allgemeines Verfahren. Man kann damit das Problem der Integration solcher Funktionen auf das Problem der Integration von rationalen Funktionen zurückführen. Methode: Es sei f: U->\IC eine Funktion, wobei f(x) aus endlich vielen Quotienten, Produkten und\/oder Summen von sin(x) und cos(x) besteht. Der reelle Definitionsbereich U sei dabei geeignet gewählt. Es gilt: sin(x)=(2*tan(x/2))/(1+tan^2(x/2)) und cos(x)=(1-tan^2(x/2))/(1+tan^2(x/2)) und (tan(x/2))'=1/2*(1+tan^2(x/2)) Nun sind wir in der Lage, f(x) als Verkettung von tan(x/2) und einer geeigneten rationalen Funktion u(x) zu schreiben. Nun können wir eine Stammfunktion zu f berechnen: int(f(x),x)=int(u(tan(x/2)),x)=int(u(tan(x/2))*(tan(x/2))'/(1/2*(1+tan^2(x/2))),x) =int(u(v)/(1/2*(1+v^2)),v) (Substitution mit v=tan(x/2)) Dabei ist u(v)/(1/2*(1+v^2)) eine rationale Funktion. Beispiel: int(1/sin(x),x)=int((1+tan^2(x/2))/(2*tan(x/2)),x) =int((1+tan^2(x/2))/(2*tan(x/2)*1/2*(1+tan^2(x/2)))*(tan(x/2))',x) =int((1+v^2)/(v*(1+v^2)),v)=int(1/v,v)=ln|\abs(v)=ln|\abs(tan(x/2))

1.2. Partialbruchzerlegung Motivation: Das Verfahren der Partialbruchzerlegung findet seine Anwendung bei der Integration rationaler Funktionen . Vielen ist das Verfahren schon aus der Schule bekannt: man berechnet, wenn möglich, die Nullstellen des normierten Nennerpolynoms und zerlegt den ganzen Bruch in Summen von Brüchen, wobei die jeweiligen Nennerpolynome Linearfaktoren des ursprünglichen Nennerpolynoms sind. Als nächsten Schritt bringt man die Brüche auf einem Nenner und löst ein Gleichungssystem durch Koeffizientenvergleich. Ich werde euch ein Verfahren vorstellen, mit dem man Terme wie (x+7)/((x+1)(x+2)(x+3)) ohne Mühe in 5 Sekunden im Kopf zerlegen kann. Methode: Es sei f(x)=p(x)/q(x) mit p,q Polynomfunktionen und \b_1, ..., \b_n \el\IC und t_1, ..., t_n \el\IN^\* derart, dass q(x)=\produkt((x-\b_i)^t_i,i=1,n) gilt. Nach der PBZ existieren a_ij\el\IC, so dass f(x)=sum(sum(a_ij/(x-\b_i)^j,j=1,t_i),i=1,n) ist. Nun das Wesentliche: wir können sehr viele a_ij direkt berechen! Es gilt: a_it_i = p(\b_i)/g(\b_i) mit q(x)=g(x)(x-\b_i)^t_i und g(\b_i)!=0 Anmerkung: Der Ansatz zum Beweis ist, dass man p(x)/q(x)-a_it_i/(x-\b_i)^t_i=(p(x)-a_it_i*g(x))/q(x):=A im Zähler (wenn er ungleich 0 ist) ein x-\b_i abspalten kann. Um die restlichen a_ij zu berechnen, muss man wieder eine PBZ mit A durchführen, usw. bis man fertig ist. In sehr vielen Beispielen jedoch sind die Vielfachheiten der Nullstellen nicht größer als 1. Beispiel: Nehmen wir gleich mal das Beispiel von oben. Wir suchen also a,b,c\el\IC mit: (x+7)/((x+1)(x+2)(x+3))=a/(x+1)+b/(x+2)+c/(x+3) Nach dem oben gesagtem gilt: a:=(-1+7)/((-1+2)(-1+3))=3 b:=(-2+7)/((-2+1)(-2+3))=-5 c:=(-3+7)/((-3+1)(-3+2))=2

1.3. Substitution rückwärts Motivation: Hierbei handelt es sich mehr um eine Trivialität. Allerdings ist diese Regel von so enormer Bedeutung, das ich sie dennoch explizit erwähnen möchte. Für sehr viele Integrale ist es wichtig einen Blick dafür zu bekommen. Methode: int(f(x),x)=int(f(x(y))*x'(y),y) mit einer geeigneten Funktion x(y). Beispiel: int(1/(x^(3/2)+x^(1/2)),x)=int(1/(y^3+y)*2y,y) (mit x(y)=y^2) =2*int(1/(y^2+1),y)=2*arctan(y)=2*arctan(x^(1/2))

1.4. Grenzwertbestimmung von Folgen mittels stetiger bijektiver Funktionen Motivation: Es gibt konvergente Folgen, bei denen die direkte Grenzwertbestimmung nicht leicht ist. Hierbei kann man manchmal zu Tricks greifen: man betrachtet die Bilder der Folge unter einer stetigen bijektiven Funktion. Anschaulich bedeutet dies, dass man eine Folge verzerren kann und der Grenzwert der "verzerrten" Folge manchmal leichter zu bestimmen ist. Um den Grenzwert der eigentlichen Folge zu bestimmen, braucht man dann die Umkehrfunktion. Methode: Sei f eine bijektive stetige Funktion und (a_n) eine konvergente Folge. Es gilt dann: lim(n->\inf, a_n)=f^(-1)(lim(n->\inf,f(a_n))) Beispiel: Es sei (a_n) eine Konvergente Folge mit a_n>0 für alle n\el\IN. z.z.: lim(n->\inf,(\produkt(a_i,i=1,n))^(1/n))=lim(n->\inf,a_n) Wir betrachten das geometrische Mittel unter dem Logarithmus. Wir erhalten: ln((\produkt(a_i,i=1,n))^(1/n))=sum(ln(a_i),i=1,n)/n Der Beweis, dass das arithmetischen Mittels gegen den selben Grenzwert der Folge konvergiert, ist sehr einfach. Also geht obiger Ausdruck gegen ln(a), wobei a=lim(n->\inf,a_n). Da e^x die Umkehrfunktion zu ln(x) ist, erhalten wir für den Grenzwert des geometrischen Mittels e^(ln(a))=a.

2. Lineare Algebra 2.1. Lineare Unabhängigkeit und Basisergänzung Es ist womöglich eine der klassischen \(Rechen\-)Fragen bei Klausuren: gegeben ist in irgendeiner Form eine Menge von Vektoren aus K^n, die einen Unterraum erzeugen. In der ersten Aufgabe ist es das Ziel herauszufinden, ob die Vektoren linear unabhängig sind. Dann soll man ein minimales Erzeugendensystem angeben und zum Schluss noch zu einer Basis des kompletten Vektorraumes ergänzen. Es ist zwar eine der leichteren Aufgaben, allerdings auch potentielle Quelle von vielen Rechenfehlern. Darüberhinaus können solche Aufgaben sehr viel Zeit rauben. Ein naiver Ansatz wäre: 1. Lineare Unabhängigkeit durch Lösen des entsprechenden Gleichungs- systems herausfinden. 2. Durch Raten einen Vektor finden, der sich als Linearkombination der anderen darstellen lässt, und ihn aus der Menge entfernen. 3. Zweitens so lange wiederholen, bis man ein minimales Erzeugenden- system hat. 4. Durch geschickte Rumprobiererei irgendwelchen Basiselemente hinzufügen, so dass man eine Basis vom gesamten Vektorraum hat. Gesucht ist also ein systematischerer Ansatz, bei dem die Rumprobiererei entfällt. Dies ist möglich. Man kann die gesamte Aufgabe durch einmalige Umformung einer Matrix in eine Zeilenstufenform lösen. Methode: Es sei v_1|, ...,v_s\el\K^n und B=(b_1|,...,b_n|) eine Basis von K^n. Wir bilden die Matrix A=(v_1|,... , v_s, b_1, ..., b_n)\el\M(n,s+n|\;K) Nun formen wir A zeilenäquivalent eine eine Zeilenstufenform um. Nun gilt: zwei Spalten befinden sich genau dann innerhalb einer Stufe, wenn die entsprechenden Vektoren in den Spalten von A linear abhängig sind. Daraus folgt: a) v_1 bis v_s sind genau dann linear unabhängig, wenn keine zwei auf der selben Stufe liegen. b) Möchte man ein minimales Erzeugendensystem für Span{v_1|,...,v_s} angeben, so wählt man aus jeder Stufe genau ein v_i, falls mindestens eins auf dieser Stufe existiert, aus. c) Um das in b) gefundene linear unabhängige System zu einer Basis mittels B zu vervollständigen, wählen wir einfach für jede Stufe, für die kein v_i existiert, ein b_j aus. Damit haben wir das l.u. System zu einer Basis ergänzt. Anmerkung: Man kann das Verfahren leicht beweisen, in dem man sich erinnert, das eine zeilenäquivalente Umformung nicht anderes als eine Multi- plikation mit Elementarmatrizen ist. Beispiel: Gegeben sind v_1=(1,3,6,0), v_2=(0,7,3,-3) und v_3=(1,-11,0,6)\el\IR^4 sowie die kanonische Basis. Wir bilden die Matrix A und formen sie zeilenäquivalent um: A=(v_1|,v_2|,v_3|,e_1|,...,e_4|)=(1,0,1,1,0,0,0;3,7,-11,0,1,0,0;6,3,0,0,0,1,0;0,-3,6,0,0,0,1) \~(1,0,1,1,0,0,0;0,7,-14,-3,1,0,0;0,3,-6,-6,0,1,0;0,-3,6,0,0,0,1)\~(1,0,1,1,0,0,0;0,7,-14,-3,1,0,0;0,0,0,-33,-3,7,0;0,0,0,-9,3,0,1) \~(\big\1\normal,0,1,1,0,0,0;0,\big\7\normal,-14,-3,1,0,0;0,0,0,\big\-33\normal,-3,7,0;0,0,0,0,\big\42\normal,-21,11) Wir sehen sofort, das v_1|, v_2 und v_3 linear abhängig sind (a), das (v_1|,v_2|) eine Basis von Span{v_1|,v_2|,v_3|} ist (b) und das (v_1|,v_2|,e_1|,e_2|) eine Basis von ganz \IR^4 ist (c).

2.2. Euklidischer Algorithmus für Polynome Motivation: Manchmal ist es erforderlich den größten gemeinsamen Teiler von zwei Polynomen f und g zu bestimmen \(z.B. um die gemeinsame Nullstellenmenge zu ermitteln\). Dafür führt man den euklidischen Algorithmus durch. Dazu zerlegt man f derart, dass f=g*q+r_1 gilt, wobei q und r_1 auch wieder Polynome sind mit deg(r_1)=deg(g)=v, dann definieren wir S(f,g):=f-LC(f)/LC(g)*X^(u-v)*g mit LC als Leitkoeffizient. Nun funktioniert der euklidische Algorithmus so: Sind f und g Polynome, so ordnen wir ihnen das Paar (S(f,g),g) zu, wenn deg(S(f,g)) >= g und ansonsten (g,S(f,g)). Das gleiche Verfahren wenden wir nun solange rekursiv auf das Paar an, bis ein Paar (f',g') mit S(f',g')=0 entsteht. Dann ist g' der ggT. Beispiel: Seien f=X^4-3X^3+6X^2-15X+5 und g=X^3-7X^2+13X-4 Polynome aus \IR|[X]. Nun wenden wir den euklidischen Algorithmus an: S(f,g)=f-X*g=4X^3-7X^2-11X+5=:f_1 S(f_1,g)=f_1-4*g=21X^2-63X+21:=g_2 S(g,g_2)=f-X/21*g_2=-4X^2+12X-4:=f_3 S(f_3,g_2)=f_3+4/21*g_2=0 =>g_2 ist der ggT

2.3. Isomorphie bestimmter unendlicher Gruppen Motivation: Unendlichdimensionale Vektorräume werden in der linearen Algebra (wenn überhaupt) nur angeschnitten. Leider kann man in solchen Räumen nicht in jedem Fall eine Basis direkt angeben, obwohl man mittels des Lemma von Zorn beweisen kann, das eine Basis existieren muss. Man kann diese Räume allerdings ganz gut zum Nachweis von Isomorphie mancher unendlicher Gruppen verwenden \(z.B. die Isomorphie der Multiplikative Gruppe von \IC und des Einheitskreises mit der Multi- plikation \). Dazu kann man sich ein allgemeines Prinzip konstruieren. Methode: Ist (G,+) eine abelsche Gruppe und existiert ein Körper K, so dass durch eine geeignet definierte Multiplikation G ein K-Vektorraum wird und eine hamelsche Basis existiert, dann gilt: G\oplus G~=G Für diesen Satz benötigt man schon passende Vorbereitungen. Zum Beispiel sollte man wissen, das \k+\k=\k für unendliche Kardinal- zahlen gilt und es zu jedem K-Vektorraum V eine eindeutig bestimmte Kardinalzahl \k existiert, so dass V~=K^\k gilt. Beispiel: Wir wollen beweisen, dass die Gruppen \IR^3 und \IR vesehen mit der (komponentenweisen) Addition isomorph sind. Hierzu können wir \IR als \IQ-Vektorraum auffassen. \IR kann nicht aus endlich vielen Vektoren erzeugt werden, da abs(\IQ^I)=abs(\IQ) für endliche Indexmengen I gilt. Damit sind die Voraussetzungen erfüllt und es folgt \IR\oplus\IR~=\IR und damit \IR\oplus\IR\oplus\IR~=\IR.
Viel Spaß und Erfolg! Christian
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: Analysis :: Lineare Algebra :: Grundstudium Mathematik :: Mathematik :: Beweistechnik :
Rechenverfahren und Beweistricks für Analysis I und Lineare Algebra I [von continuous]  
Sammlung von ausgewählten, nützlichen Rechen-und Beweistricks-empfehlenswert-, Integrale mit trigonometrischen Funktionen, Partialbruchzerlegung, Substitution rükwärts,Lineare Unabhängigkeit, Basisergänzung,Euklidischer Algorithmus und Isomorphie unendlicher Gruppen
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"Mathematik: Rechenverfahren und Beweistricks" | 17 Comments
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Re: Rechenverfahren und Beweistricks
von: SchuBi am: Fr. 11. Februar 2005 09:00:37
\(\begingroup\)Hallo, Christian! Mir gefällt dein Artikel. Das mit der PBZ ist nett. Und schon ist der erste Thread Rechentrick bei der PBZ im Forum. Vielleicht könnten wir das mit deinem Artikel verlinken.\(\endgroup\)
 

Re: Rechenverfahren und Beweistricks
von: Martin_Infinite am: Fr. 11. Februar 2005 14:53:57
\(\begingroup\)Hi Christian, da hast du ja richtig tief in die Trickkiste gegriffen :) Mich interessiert 2.3 besonders: Wieso sind C* und der Einheitskreis isomorph? Die Abbildung z->z/|z| funktioniert ja nicht, weil der Kern R+, also viel mehr als {1} ist. Das mit den K-Vektorräumen ist zu allgemeinen. G x G und G sind schon isomorh, wenn G eine freie unendlich-erzeugte abelsche Gruppe ist. Mit Kardinalzahlen hat das nichts zu tun. Und wenn sie dabei vorkommen, ist es überflüssig. Mit dem Auswahlaxiom bekommt die Gleichmächtigkeit von M x {0,1} und M für unendliche M, mehr braucht man nicht. Das gilt schon für abzählbare Mengen ohne Auswahlaxiom. Gruß Martin\(\endgroup\)
 

Re: Rechenverfahren und Beweistricks
von: continuous am: Fr. 11. Februar 2005 15:43:34
\(\begingroup\)Hallo Martin, wie in der PM gesagt, werde ich den einen Beweis hier noch nachreichen. Nochwas zu 2.3: Vektorraumstrukturen sind manchmal sehr praktisch. Wie der nachzureichende Beweis das auch zeigt oder zeigen wird. Das Kardinalzahlen in diesem Zusammenhang überflüssig sind, finde ich nicht so ganz. Denn mithilfe der Kardinalzahlen, kann ich ALLE Vektorräume klassifizieren. Gruß Christian\(\endgroup\)
 

Re: Rechenverfahren und Beweistricks
von: continuous am: Fr. 11. Februar 2005 15:47:01
\(\begingroup\)Hatte zu schnell gepostet. Die Aussage: "Das Kardinalzahlen überflüssig sind, finde ich falsch. " habe ich noch abgeändert, aber das muss erst an Matro vorbei 😉\(\endgroup\)
 

Re: Rechenverfahren und Beweistricks
von: Martin_Infinite am: Fr. 11. Februar 2005 17:56:25
\(\begingroup\)Hi, ist B eine K-Basis des K-Vektorraumes V, so gilt V ~= Abb_fin(B,K) Das ist es, was eine Basis ausmacht. Das ist es, was man bei deinem Beweis verwendet. So kann man Vektorräume klassifizieren (sofern man das AC hat). Jetzt könnte man noch die Kardinalzahl k von B betrachten (die ja auch nur mit Hilfe des AC gebildet werden kann). Weil sie zu B gleichmächtig ist, ist dann Abb_fin(B,K) ~= Abb_fin(k,K) Wird das mit K^k bezeichnet? Wäre mir neu. Gruß Martin\(\endgroup\)
 

Re: Rechenverfahren und Beweistricks
von: continuous am: Fr. 11. Februar 2005 18:17:47
\(\begingroup\) Hallo Martin, wahrscheinlich reden wir aneinander vorbei. Ich kenne folgende Definition einer Basis: B:=\(v_i|\)_(i\el\I) sei eine Familie von Vektoren im K-VR V. B ist Basis von V: <=> (1) B ist linear unabhängig (:<=> jede endliche Teilfamilie ist l.u.) (2) V wird von B erzeugt Aus dem Lemma von Zorn folgt, das für jedem Vektorraum solch eine Familie existiert. Weiter kann man damit zeigen, das für jeden Vektorraum V eine eindeutig bestimmte Kardinalzahl \k existiert, so dass V~=K^\k gilt. Man kann dann \k die Dimension nennen. Was ich zu 2.3. eigentlich sagen wollte: Manchmal kann man die Isomorphie von unendlichen Gruppen mithilfe von \inf-dimensionalen VR gut zeigen. Insbesondere gilt dann auch VxV~=V. Natürlich kann man sowas bei Gruppen auch anders machen. Aber die Philosophie dieses Aritkels ist es Beweismethoden zu liefern. Und man kann nun mittels \inf-dimensionaler VR die Isomorphie zwischen C^\* und S^1 ziemlich schön zeigen. Der Beweis den ich auf Papier ausgearbeitet habe ist allerdings schon ca. 5 Seiten lang. Ich werde daher einen neuen Artikel dazu (vielleich nächste oder übernächste Woche) verfassen. Du kannst dann gerne versuchen die Aussage ohne die Hilfe der Strukturen von Vektorräumen zu beweisen. Ich jedenfalls habe es nicht geschafft. Gruß Christian \(\endgroup\)
 

Re: Rechenverfahren und Beweistricks
von: Martin_Infinite am: Fr. 11. Februar 2005 18:27:11
\(\begingroup\)Hi, es geht mir doch gar nicht darum, das ohne Vektorräume zu zeigen. Mir ist klar, was eine Basis ist, was du zeigen willst, etc. Bloß du bist jetzt nicht darauf eingegangen, was K^\k deiner Meinung nach ist. Gruß Martin\(\endgroup\)
 

Re: Rechenverfahren und Beweistricks
von: continuous am: Fr. 11. Februar 2005 18:38:31
\(\begingroup\) \k ist eine Kardinalzahl, also eine spezielle Menge. Wir fassen \k daher als Indexmenge auf. Damit bezeichnet K^\k den Raum Abb(\k,K). Gruß Christian\(\endgroup\)
 

Re: Rechenverfahren und Beweistricks
von: Martin_Infinite am: Fr. 11. Februar 2005 18:46:58
\(\begingroup\)Hi Christian, hm, das dachte ich mir schon. Kurz gesagt hast du konsequent mit BA = Abb(A,B) gearbeitet. Mir ist klar, dass es zu jedem K-Vektorraum V eine eindeutig bestimmte Kardinalzahl k mit V ~= Abb_fin(k,K) gibt, aber hier kann ich das fin im Index (das bedeutet, man betrachtet nur Abbildungen mit endlichem Träger) doch nicht weglassen, weil Linearkombinationen eben nur endliche Summen sein dürfen. Würde mich interessieren, wie du auf deine Klassifikation kommst. Gruß Martin\(\endgroup\)
 

Re: Rechenverfahren und Beweistricks
von: continuous am: Fr. 11. Februar 2005 18:59:44
\(\begingroup\)Ja genau, endlicher Träger muss gegeben sein. Ich wusste nicht das man dafür noch extra _fin schreibt. Aber es ist wohl besser damit keine Verwechslungen auftreten. Obwohl aus dem Kontext klar ist was gemeint ist, wie du schon gesagtest mit den endlichen Summen... Gruß Christian\(\endgroup\)
 

Re: Rechenverfahren und Beweistricks
von: Martin_Infinite am: Fr. 11. Februar 2005 19:30:29
\(\begingroup\)Hi Christian, oh, das ist aber ganz wichtig, das mit fin oder sonstigem zu kenntzeichnen! Aber super, jetzt ist es ja geklärt 😄 Ich habe inzwischen deinen Beweis geTeXt. Ich werde ihn dann posten, wenn du mir es erlaubst 😉 Gruß Martin \(\endgroup\)
 

Re: Rechenverfahren und Beweistricks
von: Martin_Infinite am: Sa. 19. Februar 2005 02:16:05
\(\begingroup\)So, ich denke mal, die Frist ist abgelaufen ;) Bild Ich hoffe, es haben sich keine Fehler bei meiner Modifizierung deiner Beweisidee eingeschlichen. \(\endgroup\)
 

Re: Rechenverfahren und Beweistricks
von: continuous am: Sa. 19. Februar 2005 15:20:30
\(\begingroup\)Hi Martin, ich wollte dir nämlich gerade eine PM schicken, dass du jetzt darfst 😉 Also danke nochmal. Gruß Christian\(\endgroup\)
 

Re: Rechenverfahren und Beweistricks
von: Martin_Infinite am: Sa. 19. Februar 2005 15:44:25
\(\begingroup\)Telepatie bin ich vom MP gewohnt ...\(\endgroup\)
 

Re: Rechenverfahren und Beweistricks
von: Hans-im-Pech am: Mi. 04. Mai 2005 11:52:14
\(\begingroup\)Hallo Christian, ein schöner Artikel, nett, um immer mal wieder einige Tricks nachschlagen zu können! Grüße, HiP\(\endgroup\)
 

Re: Rechenverfahren und Beweistricks
von: Ex_Mitglied_40174 am: Mi. 12. April 2006 11:56:50
\(\begingroup\)Hmm hallo zusammen. Vertue ich mich, oder hat sich bei 1.1 ein Fehler eingeschlichen? Wenn wirklich die Definition von tan'(x) so stimmt, dann passt der Rest nicht mehr. Nachher wird nämlich mit tan'(x/2) erweitert. Deswegen müsste doch auch die Definition von tan'(x/2) gemeint sein, oder? Carsten\(\endgroup\)
 

Richtig erkannt !
von: fru am: Mi. 12. April 2006 15:04:45
\(\begingroup\) Hallo, Carsten! Du hast Recht, da ist Christian offenbar ein Tippfehler unterlaufen. Gemeint ist natürlich (tan|x/2)'=1/2*(1+tan^2|x/2) Auch die Schreibweise tan'(x/2) wäre nicht in Ordnung, das wäre nämlich die Ableitung der Tangensfunktion an der Stelle x/2, also gleich 1+tan^2|x/2=2*(tan|x/2)'. Danke für Deine Aufmerksamkeit, wir werden das gleich ausbessern. Liebe Grüße, Franz \(\endgroup\)
 

 
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