Bin ich in pi?
Released by matroid on Sa. 28. Juli 2001 17:49:55 [Statistics]
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Mathematik

\(\begingroup\)\(\newcommand{\IX}{\mathbb{X}} \newcommand{\IW}{\mathbb{M}} \newcommand{\politician}[1]{\text{Ich habe die Frage nicht verstanden. #1}} \newcommand{\ba}{\begin{aligned}} \newcommand{\ea}{\end{aligned}} \newcommand{\bpm}{\begin{pmatrix}} \newcommand{\epm}{\end{pmatrix}} \newcommand{\bc}{\begin{cases}} \newcommand{\ec}{\end{cases}} \newcommand{\on}{\operatorname} \newcommand{\ds}{\displaystyle}\) Warum diese Sucht nach Rekorden bei der Berechnung weiterer Dezimalstellen von pi?
Der letzte Rekord steht bei 206.158.430.000 Dezimalstellen (siehe PI news by Kanada Laboratory. Wie viel das ist, kann ich mir schon nicht mehr vorstellen. Schon 100.000 Stellen füllen viele Seiten. Wer mag kann sich die ersten 400.000.000 Stellen von "Aoki Mitsuru's pi page" herunterladen - in 40 Paketen mit je 10.000.000 Stellen.

Ist das nicht sinnlos? Eine Meinung dazu bei pi314.at.

Man weiß von pi, daß es reell, irrational und nicht algebraisch (also transzendent) ist. Neuerdings bemüht man sich zu zeigen, daß pi "normal" ist.

Normal heißt, daß die einzelnen Ziffern statistisch gleichmäßig auf die Stellen verteilt sind und sich keine wiederkehrende Folge ergibt, wie es bei manchen Dezimalbrüchen der Fall ist.

Zu dem Thema gibt es einen aktuellen Artikel bei wissenschaft-online: Zufall oder System?.
Warum ist die Normalität nun wichtig? Ich kann es nicht beantworten.

Aber ich habe eine Vermutung. Für viele Menschen ist das eigene Geburtsdatum eine Zahlenfolge mit übernatürlichen Eigenschaften. Man tippt die Zahlen beim Lotto oder sucht Zusammenhänge zwischen verschiedenen Personen mit gleichem Geburtsdatum oder Geburtstag. Nun kann man auch das eigene Geburtsdatum in der Dezimaldarstellung von pi suchen. Versuchs mal selbst hier. Dort werden aber nur 1.254.543 Stellen durchsucht. Darum findet das Programm viele Geburtsdaten nicht.

Und das ist doch sehr schade. Es ist dringend erforderlich, solche Programme in der vollen bekannten Stellenzahl von pi suchen zu lassen und - das ist das Wesentliche - immer mehr Stellen von pi zu berechnen, damit auch jeder Erdenbürger sich in pi finden kann.

Einwand: aber selbst, wenn pi normal ist, sehe ich dann immer noch keinen Grund dafür, daß wirklich jede gesuchte Ziffernfolge aus 6 bis 8 Ziffern in pi gefunden werden kann. Oder ist es evtl. anders herum zu verstehen: nur wenn man jede gesuchte Ziffernfolge finden kann, kann pi normal sein?

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Bin ich in pi? [von matroid]  
Warum diese Sucht nach Rekorden bei der Berechnung weiterer Dezimalstellen von ? Der letzte Rekord steht bei 206.158.430.000 Dezimalstellen (siehe PI news by Kanada Laboratory. Wie viel das ist, kann ich mir schon nicht mehr vorstellen. Schon 100.000 Stellen füllen viele Seiten. Wer mag kann sich d
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"Bin ich in pi?" | 6 Comments
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Re: Bin ich in pi?
von: buh am: So. 29. Juli 2001 00:01:57
\(\begingroup\)Normal heißt, daß die einzelnen Ziffern statistisch gleichmäßig auf die Stellen verteilt sind und sich keine wiederkehrende Folge ergibt, wie es bei manchen Dezimalbrüchen der Fall ist.

Jetzt weiß ich, warum man Mathematiker für "a weng bscheurt" hält. Wer "normal" definiert, ist verrückt.

Wir alle sind vermutlich in PI; ob PI Ranha oder PI Thagoras, PI Latus oder PI Lz; wichtig ist allein die Frage der Stellenzahl, die bekannt ist. Je mehr Stellen von PI bekannt sind, desto mehr Versuche gibt es bei Th. Gottschalk; (ist das ein Künstlername???*g*; pardon: Österreich: Th.G. ist der mit der haribo-Werbesendung im Öffentlich-Rechtlichen), sie alle aufzusagen. Somit verfolgt Aoki Mitsuru (Japaner!, also ein micro electroniker) das hehre Ziel, dem deutschen Dumpfbeutel seine gewollte BigDiet-äquivalente Freizeitbeschäftigung zu verschönern.

Im Ernst: Neben Mathematikern gibt es auch andere Menschen, die immer zweifeln, wenn etwas gesagt wird, was auch nach der nächsten Wahl noch richtig ist. Deshalb bemühen sich diverse Aokis um den Nachweis, dass eine Alltäglichkeit wie Transzendenz nicht existiert, sprich: "Man kann alles auf einen beschränkten Horizont zurückführen, egal wie beschränkt er ist."

Mein Freund Reiner hat verschiedene Nachnamen (u.a. Zufall, Blödsinn); einer davon ist Mathematiker. Wenn er sich so am Telefon meldet, dann weiß ich, es steht schlimm um meine Freizeit. Ein Reiner Mathematiker teilt Fahrpreise nach der Anzahl ihrer Primteiler ein; er hinterfragt, warum Grashalme (mit und ohne Wässerung)nur ganzzahlige Winkel einnehmen; und er fragt sich, ob man PI eine Eigenschaft geben kann, die PI noch nicht hatte, und wenn er sie erfinden müsste, z.B. normal sein.

So einfach ist das.

Gruß von buh, Reiner Blödsinn und Pi Thagoras\(\endgroup\)
 

Re: Bin ich in pi?
von: matroid am: Fr. 03. August 2001 13:24:17
\(\begingroup\)Scheint das Thema der Woche zu sein. Auch "Bild der Wissenschaft" schreibt darüber:
Wie zufällig ist die Kreiszahl Pi?\(\endgroup\)
 

Re: Bin ich in pi?
von: matroid am: So. 18. August 2002 00:20:04
\(\begingroup\)Das Neueste:
Man kann nun auch seinen Namen in pi suchen. Siehe pi.nersc.gov.

Aber Matroid wurde nicht gefunden. *schwer enttäuscht*
search string = "matroid"
35-bit binary equivalent = 01101000011010010010011110100100100

string does not occur in first 4 billion binary digits of pi
Übrigens: eine englische billion ist eine deutsche Milliarde.\(\endgroup\)
 

Re: Bin ich in pi?
von: matroid am: Mo. 19. August 2002 00:20:05
\(\begingroup\)Eine Nachricht aus Bild der Wissenschaften:



Der Artikel findet sich bei Bild der Wissenschaft online am 29.7.2002.\(\endgroup\)
 

Re: Bin ich in pi?
von: Ex_Mitglied_40174 am: Mo. 15. November 2010 19:49:44
\(\begingroup\)Hinweis von Gerd: Das ist auch ein Grund, warum ich 3 lernfähige Datenbanken unter pi.gerdlamprecht.de angelegt habe. Ein 8stelliges Geburtsdatum findet man 6 bis 13 mal pro Milliarde Nachkommastellen in transzendenten Zahlen... \(\endgroup\)
 

Re: Bin ich in pi?
von: Gockel am: Mo. 15. November 2010 20:37:49
\(\begingroup\)@Anonymous: Du meinst "pro Mrd. Nachkommastellen von pi". Beliebige transzendente Zahlen erfüllen das selbstverständlich nicht. (Beispiel: die Liouville Konstante). Und selbst bei pi ist das nicht klar, wenn man es genau nimmt. Es mag für die ersten paar hundert Mrd. Nachkommastellen so sein, aber es ist noch unklar (meint: weder bewiesen noch widerlegt), ob tatsächlich beliebige Zahlen unendlich oft in den Nachkommastellen von pi vorkommen (Der Artikel handelt ja von "normalen Zahlen", was sogar noch stärker ist). mfg Gockel.\(\endgroup\)
 

 
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