buhs Montagsreport: Offene Worte zur Berlin-Petition*
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Bildung

\(\begingroup\) Xtra-Logo für buhs Montagsreport Offene Worte zur Berlin-Petition* Bildung ist ein hohes Gut Liebe Jasmin D.**, nachdem ich meinen Montagsreport zum diesjährigen Berliner LK-Mathe-Abitur geschrieben und veröffentlicht hatte, fand ich Deine Petition*, die sich ja mit demselben Thema, allerdings unter ganz anderem Gesichtspunkt, befasst. Über deine erste Behauptung, den Schwierigkeitsgrad betreffend, kann man durchaus nachdenken; eine erhebliche Textlastigkeit und verwirrende bis hin zu irreführenden Formulierungen habe auch ich moniert. Den Rest und deine Schlussfolgerung, die Bewertung müsse „hochgesetzt“ werden, versteh ich allerdings überhaupt nicht.

Auf eine Abiturprüfung bereitet man sich nicht tagelang, sondern in der Regel zwei (an ISS drei) Jahre vor; es hat sich doch wohl herumgesprochen, dass das „Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife“ nicht verschenkt wird. Und auch wenn man seine Prüfungsfächer (im Rahmen der Regeln) frei wählen kann, so wählt man sie doch selbst und in der Regel zu Beginn der Qualifikationsphase. Insofern ist „tagelange“ Vorbereitung einfach zu kurz für vernünftige Ergebnisse. Im Gegensatz zu dir finde ich die angesetzte Zeit für die beiden Teile (oHimi 75 Minuten, miHimi 225 Minuten) angesichts der Aufgaben schon ambitioniert, insbesondere unter dem Aspekt, dass für den ca. 30% umfassenden Anteil an AFB III-Aufgaben durchaus „Denk“-Zeit nötig ist. Sollte der letzte Teil deiner Petition in dieser Rigorosität, also für fast alle Klausuren zutreffen, so ist dies mit Sicherheit der falsche Weg zu „guten“ Zensuren. Und wer immer dir damit den Weg zum Abitur geebnet hat, er hat dir und denen, die sich bei strengen / unnachgiebigen / konsequenten Lehrern für ihre 5 Zulassungspunkte gequält haben, keinen Gefallen getan. Eine solche Verfahrensweise, den Bewertungsmaßstab den Leistungen anzupassen (sofern das so zutrifft), ist allerdings definitiv kein Grund, dieses Verfahren in einer zentralen Abiturprüfung anzuwenden. Bei allen Kritikpunkten, die es an den diesjährigen Aufgaben, sinnfreier Kontextierung sowie dem politischen Druck nach immer mehr Abiturienten geben mag: Diese Petition hat so keinen Sinn und keinen vernünftigen Inhalt. Einen kämpferischen und dennoch erfolgreichen Weg durch dein Leben wünscht dir buh2k+19 *: Jasmin D.** hat diese Petition an Michael Müller gestartet: „Die Aufgaben beim Mathematik-Abitur am Freitag waren viel zu schwer, genauso wie in anderen Bundesländern. Trotz tagelanger Vorbereitung konnten viele Schüler die Aufgaben nicht lösen. Zeit war reichlich, aber wenn man nicht vorwärts kam, nütze auch das nichts. Deshalb muss die Bewertung der Klausuren hochgesetzt werden, so wurde es an unserer Schule in den letzten Semestern auch immer gemacht. Nur dadurch bin ich überhaupt zum Abitur zugelassen worden.“ Quelle: www.change.org/p/michael-m%C3%BCller-bewertung-des-mathematik-abiturs-in-berlin-hochsetzen; 07.05.2019; **: Name und Buchstabe geändert durch die Redaktion.
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Offene Worte zur Berlin-Petition* [von buh]  
Offene Worte zur Berlin-Petition* Bildung ist ein hohes Gut Liebe Jasmin D.**, nachdem ich meinen Montagsreport zum diesjährigen Berliner LK-Mathe-Abitur geschrieben und veröffentlicht hatte, fand ich Deine Petition*, die sich ja mit demselben Thema, allerdings unter ganz anderem G
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"buhs Montagsreport: Offene Worte zur Berlin-Petition* " | 8 Comments
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Re: Offene Worte zur Berlin-Petition*
von: Ex_Mitglied_maxbauer am: Mi. 08. Mai 2019 03:37:01
\(\begingroup\)Was ich so sinnentleert finde ist, dass wohl jeder der Abi will, diese 2 Bögen aus dem Spiegel machen muss? Oder nicht? Das ist übertrieben.\(\endgroup\)
 

Re: Offene Worte zur Berlin-Petition*
von: milkmaid am: Mi. 08. Mai 2019 10:06:33
\(\begingroup\)Lieber anonymous, wie man leicht herausfinden kann, ist das nicht so. Bildungshoheit hat jedes Bundesland für sich, das heißt, die Regeln zum Erlangen der Schulabschlüsse sind im Rahmen der KMK-Vereinbarungen Ländersache. Probiotisch, aber keimfrei freundlich grüßt Milkmaid \(\endgroup\)
 

Re: Offene Worte zur Berlin-Petition*
von: Bernhard am: Sa. 11. Mai 2019 20:00:36
\(\begingroup\)Hallo Buh! Was ist bloß in Dich gefahren? Das ist der sachbezogenste, humorfreieste, informativste und am wenigsten emotionalste Beitrag, den Du seit langem in einem Montagsreport geschrieben hast. 😮 Was die Sache selber betrifft: Was hat das "schlechte" Matheabi für Folgen für unseren Planeten? Kommen jetzt mehr Leute hierher, weil mehr Hilfe brauchen? Oder kommen weniger, weil sich vom diesjährigen Jahrgang weniger Abiturienten für Mathe/Physik entscheiden werden bzw. qualifiziert haben? Ich hoffe, unser hauseigener Reporter wird das ausführlich beobachten und uns informieren. Viele Grüße, Bernhard \(\endgroup\)
 

Re: Offene Worte zur Berlin-Petition*
von: Slash am: So. 12. Mai 2019 00:45:45
\(\begingroup\)Ein typischer Dienstagsreport. 😛 \(\endgroup\)
 

Re: Offene Worte zur Berlin-Petition*
von: Ex_Mitglied_5557 am: So. 12. Mai 2019 07:37:51
\(\begingroup\)Kurz zur Erklärung der "Hochwertung" von Arbeiten im "Schulalltag: Üblicherweise müssen Klassenarbeiten und Klausuren, die ein zu schlechtes Ergebnis zeigen (z.B. "mehr als 30% Note 5 oder 6"), von der Schulleitung abgenickt werden. Derlei Überprüfung, ob die Aufgaben und Bewertungsweise angemessen waren, erzeugt Arbeitsaufwand, sodass man als Lehrkraft ggf. zum einfacheren Mittel greift, den Bewertungsmaßstab anpasst (indem z.B. einzelne, schlecht gelaufene Aufgaben zu Zusatzaufgaben erklärt und damit aus der Wertung genommen werden) und so das Ergebnis "nach oben" verschiebt.\(\endgroup\)
 

Re: Offene Worte zur Berlin-Petition*
von: buh am: Sa. 18. Mai 2019 23:22:16
\(\begingroup\)@cyrix: Entschuldigung, ich bin entsetzt. [Alternativ lebe ich in einer anderen Welt.] Wenn ICH unterrichte, dann entwerfe ICH auch die Aufgaben, und wenn das Ergebnis so schlecht ist (Ich hatte in meinem letzten ma-GK 12 ein Klausurergebnis, bei dem über 50% unter 45% (in Berlin glatte 4) lagen und es sogar Sechsen (das hatte ich in 40 Jahren noch nie) gab), dann kann ich das erklären (auch und gerade dem Schulleiter gegenüber; konnte ich übrigens auch). Dass man EINMAL seinen Maßstab falsch ansetzt, ist normal/verzeihlich/in der Natur der Sache liegend / und korrigierbar; aber es kann nicht Sinn meines Lehrerdaseins sein, den Vorgesetzten zu gefallen/Arbeitsaufwand zu sparen, weil ich etwas erklären muss, das Ergebnis meiner Arbeit ist. [Weil das Ergebnis meiner Arbeit, also zunächst mal das Klausurergebnis, nicht allein von mir, sondern von einer ganzen Reihe von Faktoren abhängt.] Wenn man den Lehrerberuf (Das ist eine BERUFUNG!) mit solchen Prämissen ausübt, sollte man den Job wechseln. Schnell. Wir brauchen Lehrer für Schüler, nicht Lehrer für die Obrigkeit. Gruß von buh2k+19\(\endgroup\)
 

Re: Offene Worte zur Berlin-Petition*
von: buh am: So. 19. Mai 2019 10:24:58
\(\begingroup\)Und ... oh Wunder: Inzwischen weiß Jasmin, dass sie 07 Punkte erschrieben hat. (Stand: 19.05.2019; 10:00 Uhr). Zwar ist das vorzeitige Bekanntgeben (VOR dem endgültigen Ergebnis, das NACH der erfolgten Zweitbegutachtung festgelegt wird) in Berlin nicht üblich/zulässig, aber was soll's: Erstmal die Wogen glätten. Glückwunsch, Jen*.. äh Jasmin, und zu Dir, lieber Kollege: Bärendienste wiegen schwer, vor allem für die anderen. Gruß von buh2k+19 *: Da einerseits Petitionen mit vollem Namen gezeichnet werden müssen, andererseits Quellen aber korrekt anzugeben sind, ist der Schutz der persönlichen Daten wie Name, Vorname hier nicht realisierbar. Wir hatten uns trotzdem dazu entschieden. 😵 \(\endgroup\)
 

Re: Offene Worte zur Berlin-Petition*
von: ligning am: So. 19. Mai 2019 18:04:35
\(\begingroup\)Petition, ja? Ein paar Größenordnungen mehr als bei ihr haben -- ebenfalls bei change.org -- gerade dafür gestimmt, dass die achte Staffel von "Game of Thrones" nochmal neu geschrieben und verfilmt wird. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen im Petitionsausschuss hier die Prioritäten richtig setzen.\(\endgroup\)
 

 
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