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Vorschau:
Neuer Abschnitt in Der Rechenmeister Adam Ries(e)

(1) Biographische Angaben

"Pythagoras
Der sagt furwar
All ding/durch zal werd offenbar.
Drumb/seh mich an/verschmehe mich nit
Durch leß mich vor/das ich dich bit/
Vnd merck/zum anfanck/meine leer/
Zu Rechenskunst/dadurch dich ker.
Inn zal/yann Maß/vnd ynn Gewicht/
All ding von Gott sein zugericht.
Klerlichen Salomon das sagt/
On zal/on maß/Gott nicht behagt.
Beschreibt vns auch Sanct Augustin/
Vnd mandt vns vleissig, yann den syn.
Sich sol kein mensch nichts vnderstehen/
Kein Göttlich/weltlich kunst begehn.
On Rechens art durch ware zal/
Bewert ist das ynn manchem fal.
Ein mensch dem zal verborgen ist/
Leichtlich der verfurt wird mit list.
Dis nym zu herzen/bit ich seer/
Vnd yeder sein Kind Rechen leer.
Wie es gegen Gott vnd welt sich halt/
So werden wir ynn Ehren alt."


In dem obigen Zitat, das wohl vom bekannten Rechenmeister Adam Ries stammt, der auch unter den Namen Rieß, Riß, Rys oder Riese bekannt ist, kommt die Überzeugung zum Ausdruck, daß Gott alles nach Maß, Gewicht und Zahl geordnet hat. Mit dieser "Hinwendung an den Leser" versuchte Adam Ries, seine Schüler zum Erlernen der Rechenkunst zu motivieren, damit, wie er selbst schrieb, "der arme gemeyne Mann nicht übersetzt (gemeint ist: betrogen) werde".

Wie Adam Ries selbst unterrichtet wurde, ist, ebenso wie zahlreiche weitere biographische Details aus seiner Jugend, ungewiß. Einzig das Geburtsjahr 1492, ein Jahr zahlreicher Veränderungen, ist sicher, ebenso wie der Geburtsort, das oberfränkische Staffelstein (heute: Bad Staffelstein). Es ist weiterhin bekannt, daß der junge Adam Ries die damalige Gelehrtensprache Latein erlernte und sich seine mathematischen Fähigkeiten als Autodidakt während seiner Lehr- und Wanderjahre (1509-1518) beibrachte. Während dieser Jahre, die ihn unter anderem auch nach Zwickau (1509) und Annaberg (1515) führten, dürfte vor allem die Ausbildung bei Nürnberger Rechenmeistern nachhaltigen Einfluß auf ihn ausgeübt haben.
Die Zeit, in die Adam Ries, genauso wie zahlreiche weitere berühmte Deutsche, wie der Künstler Albrecht Dürer (1471-1528), der Literat Hans Sachs (1496-1576), der Kosmographe Martin Behaim (1459-1507), der 1492 den ersten Globus schuf, oder der Kirchenreformator Martin Luther (1483-1546) hineingeboren wurde, war geprägt vom Humanismus, der Renaissance und der Reformation. Es war also eine Zeit, in der sich zahlreiche technische, politische, soziale und ökonomische Veränderungen ereigneten.

Die Stadt Erfurt, in der sich Adam Ries nach seinen Wanderjahren 1518 niedergelassen hat, florierte aufgrund des immer stärker aufkommenden Handels wie zahlreiche andere Städte auch. Noch in seinem Ankunftsjahr eröffnete Ries eine Rechenschule und stellte auf Drängen eines befreundeten Mediziners sein erstes Rechenbuch "Rechnung auff der linihen" fertig. In den Bücherkammern seines Freundes fand er Rechenbücher von Jakob Köbel, Johannes Widmann (1462-1498), der seine mathematischen Studien größtenteils den verschiedenen Gleichungstypen widmete, und vermutlich auch von Heinrich Schreiber, die ihn zum Algebra-Studium veranlaßten.
Dank der Verbreitung des Buchdrucks, nach dessen Weiterentwicklung durch Johannes Gutenberg (1400-1468) um 1450, und des aufkommenden Handels stieg Adam Ries` Rechenbuch zu einem wesentlichen Hilfswerkzeug für Händler und Kaufleute aus dem ganzen deutschsprachigem Raum auf. Vor allem an der Ausbildung des kaufmännischen Nachwuchses war Adam Ries als wohl bekanntester Rechenlehrer der damaligen Zeit beteiligt. Nach diesem ersten Rechenbuch, welches sich ausschließlich mit dem bereits seit der griechisch-römischen Antike bekannten Linienrechnen befasste, veröffentlichte er 1522 sein zweites Rechenbuch, nämlich "Rechnung auff der linihen und federn". Ferner beschäftigte er sich während seines Aufenthalts in Erfurt noch mit weniger anwendungsorientierten Studien und begann die Arbeit an seiner ersten "Coß", worin er, was aufgrund seines großen Ruhms als Rechenmeister relativ unbeachtet geblieben ist, erhebliche Beiträge zur Fortentwicklung der Vorstufe der heutigen Algebra geleistet hat.

Nach diesen fruchtbaren Erfurter Jahren siedelte er 1522/1523 in die Bergwerkstatt Annaberg über, die wegen ihrer reichen Silbererzvorkommen, die im Geburtsjahr von Adam Ries entdeckt wurden, ein weit gefächertes Betätigungsfeld für einen "Bergmann von der Feder" bereithielt. In den folgenden Jahren beendete er die "Coß", heiratete und legte den Bürgereid ab. Aus seiner Ehe gingen acht Kinder hervor, von denen seine Söhne Abraham und Jacob das mathematische Erbe ihres Vaters antraten. Es folgten nun Anstellungen, die vom Rezessschreiber bis zum "Herzöglichen Berg- und Gegenschreiber" reichten. Eine außerordentliche Vertrauensstellung hatte Ries als Zehntner inne.

Im Jahre 1550 gelang ihm endlich, nach anfänglichen Schwierigkeiten, seine "Rechnung nach der lenge, auff den Linihen und Feder", die sogenannte "Praktika" in Druck zu geben.
Schließlich verstarb vermutlich am 30. März 1559 mit Adam Ries in Annaberg einer der gößten deutschen Rechenlehrer.

 
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