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Neuer Abschnitt in Eine Korrespondenz mit gravierenden Fo
„Vor sechs Jahren habe ich ein Buch veröffentlicht. Vielleicht sagt Ihnen der Titel ja etwas: ‚Philosophiae Naturalis Principia Mathematica’.“ Ich hüpfe ganz aufgeregt auf meinem Sessel auf und ab. „Ja! Da hab ich schon mal von gehört! Das ist Ihr berühmtestes Werk! Da sind lauter total wichtige Gesetze drin!“ Newton lacht. „Das ist wohl wahr. Wollen wir uns ein paar der Gesetze einmal etwas genauer ansehen. Bevor ich Ihnen die Gravitationsgesetze erläutere, will ich von den Grundsätzen der Bewegung sprechen, welche nach meiner Auffassung folgende sind: 1. Jeder Körper beharrt in seinem Zustand der Ruhe oder der gleichförmigen geradlinigen Bewegung, wenn er nicht durch einwirkende Kräfte gezwungen wird, seinen Zustand zu ändern. 2. Die Änderung der Bewegung ist der Einwirkung der bewegenden Kraft proportional und geschieht nach der Richtung derjenigen geraden Linie, nach welcher jene Kraft wirkt. 3. Die Wirkung ist stets der Gegenwirkung gleich, oder die Wirkungen zweier Körper aufeinander sind stets gleich und von entgegengesetzter Richtung.“ Ich denke einen Augenblick darüber nach. Der erste Satz ist ziemlich einfach zu verstehen: Alles was sich nicht bewegt, fängt nicht plötzlich aus Jux und Dollerei an sich zu bewegen, sondern muss erst angestupst werden. Und was sich sowieso geradlinig und gleichförmig bewegt, hört damit auch nicht auf, außer wenn eine andere Kraft dagegen wirkt. Der zweite Satz ist ebenfalls nicht besonders schwer: Wenn ich beispielsweise Baseball spiele und ich treffe den Ball mit meinem Schläger, so fliegt der Ball immer in die Richtung, in die ich schlage. Treffe ich schief, so landet er irgendwo in der Wallachei. Außerdem hängt die Weite meines Schlags von der Kraft ab, mit der ich zuschlage. Jetzt fehlt nur noch der dritte Satz. „Ich versteh den letzten Satz nicht. Wie ist das gemeint „Die Wirkung ist stets der Gegenwirkung“?“ „Hm, vielleicht sollte ich es anders formulieren: Ein Gegenstand, der einen anderen von seinem Platz drücken will, wird ebenso stark von jenem zu verschiebenden Gegenstand gedrückt. Also ist die Wirkung gleich der Gegenwirkung.“ „Ach so! Man muss auch einstecken können, wenn man austeilt!“ Newton lacht. „Ja, so ähnlich. Aber nun wieder zu meinem Buch. Ich habe zu eben genannten Gesetzen noch Zusätze verfasst.“ „Zusätze?“, frage ich erstaunt. „Warum? Fehlt da denn noch was?“ „Nun ja“, beginnt Newton. „Dann wollen wir mal sehen…“ Er steht auf und geht zu einem der Bücherregale. Nach einigem Suchen kehrt er mit einem ziemlich dicken Buch zurück. Die Seiten sehen total gammlig aus. Liegt wohl am Papier. „Dies ist das ‚Philosophiae Naturalis Principia Mathematica’!“, sagt er schließlich, über beide Ohren strahlend. „Wow!“, kann ich bloß erwidern. Vor mir liegt eins der wertvollsten Werke der Geschichte. „Wie lange haben Sie denn gebraucht um das alles zu schreiben??“ „18 Monate!“ „Boar! Das ist aber wirklich lange! Ich hab mal gehört das Sie sich so einen Stress wegen des Buches gemacht haben, dass Sie einen Nervenzusammenbruch hatten!“ „Nun ja, ich hab in meinem Leben einige Nervenzusammenbrüche erlitten, was wohl zum Teil an meinen häufigen Gefühlsschwankungen liegt. Aber lassen Sie uns mit der Frage nach der Gravitation fortfahren. Die Zusätze habe ich nicht geschrieben, weil irgend etwas an den Gesetzen falsch war, oder fehlte. Es sind eigentlich bloß weitere Gesetze, die man aus Ersteren ableiten kann.“ „Und so sind Sie auf die Idee gekommen, dass uns die Schwerkraft auf dem Boden hält?“ Newton seufzt. „Nun seien Sie doch nicht so ungeduldig, Marie! Um das Geschehen ein wenig abzukürzen: Eines meiner später im Buch erwähnten Gesetze, das über die Fliehkraft, konnte ich mit dem dritten Keplerschen Gesetz verbinden und so eine wichtige Grundlage für mein Gravitationsgesetz schaffen.“ „Welche?“ „Die Gravitationskraft zwischen zwei beliebigen Objekten ist umgekehrt proportional zum Quadrat ihrer Entfernung.“ Stille. Ich warte einen Moment, dann sage ich: „Wie? Das war’s? Das ist das Geheimnis der Gravitation?“ Newton sieht mich erstaunt an. „Nun, ja. Was haben sie denn erwartet?“ „Ich weiß nicht. Das hört sich so unspektakulär an. Ich dachte da gibt es eine unglaublich komplizierte Formel mit Wurzelzeichen und Indexen und Fakultäten, oder wie das alles heißt!“ „Nein!“, sagt Newton lachend. „Aber die Bedeutung einer Formel lässt sich nicht an ihrem Aussehen messen! Sehen Sie mal, hier ist sie.“ Er reicht mir das Buch. Es ist so schwer, dass ich es mir in den Schoß lege. Und dann sehe ich sie, ganz unscheinbar, am unteren Ende einer gelblichen Seite steht ganz klein und einsam: Bild „Süß!“, sag ich. „Süß?“ „Ja… sie ist ja doch ganz hübsch.“ „Nun, das freut mich zu hören. Und sehen Sie hier steht der Proportionalitätsfaktor. Bild
 
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