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Jupitermonde
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Jupitermonde

Das geozentrische Weltbild ist einfach und es gibt, bis auf das Problem mit dem Mond, dass er aus dem Element Erde besteht, auch keine Ausnahmen - die Erde ist im Mittelpunkt der Welt, die sieben Planeten Sonne, Mond, Jupiter, Saturn, Venus, Mars und Merkur umkreisen sie in ihrem je eigenen Rhythmus, darüber der Fixsternhimmel ebenfalls mit eigener Rotation. Die Vermessung der Planetenbahnen und die Berechnungen zukünftiger Konstellationen am Himmel waren zwar mühselig und wurden mit zunehmender Genauigkeit immer komplexer. Die Bahnen waren keine einfachen Kreise, sondern Kreise, die auf Kreisen, die auf Kreisen liefen - sogenannte Epizyklen. Dennoch beherrschten bereits antike Mathematiker und Astronomen diese Aufgaben und es gab sogar mechanische "Computer" dafür (siehe hier), indem sie die verschiedenen Kreise, die auf Kreisen, die auf Kreisen liefen, als Zahnräder bauten. Das heliozentrische Weltbild wird zwar oft als einfacher dargestellt, ist es jedoch erstmal nicht. Sicher, es ist praktisch ebenso einfach zu sagen, die Planeten umkreisen die Sonne, insbesondere werden die Rechnungen nach der Transformation der Messwerte vom Koordinatensystem der Erde in das Koordinatensystem der Sonne wieder deutlich einfacher, nämlich zu Ellipsen (bei Kopernikus sind es sogar einfache Kreise). Dennoch 1. ist die besagte Koordinatentransformation selbst eine komplizierte Rechnung und 2. es gibt eine Ausnahme. Und diese Ausnahme ist ausgerechnet wieder der Mond. Denn der Mond verbleibt als einziger "Planet" auf einer Umlaufbahn um die Erde und dreht sich nur mit ihr um die Sonne. Ausnahmen in einer Theorie sind immer unschön, erst recht, wenn es eine ausnahmefreie Theorie gibt. Da nun wie gezeigt, alle bisherigen Rechnungen nicht zum Erfolg führten, war es Galileo wichtig, den Nachweis zu erbringen, dass der Mond im heliozentrischen Weltbild eben doch keine Ausnahme ist. Und dies ist ihm eindrucksvoll gelungen! Aber wie? Er hat ein Fernrohr konstruiert und konnte damit die Planeten genauer studieren. Und dabei entdeckte er vier Monde des Jupiters. Direkt waren sie nicht zu sehen, aber wenn sie vor dem Jupiter ihre Bahn zogen, waren sie als kleine, bewegliche schwarze Punkte zu erkennen. Galileo konnte für diese Monde auch deren Bahnen und Umlaufzeiten bestimmen. Im Prinzip kann man sagen, dass durch die Entdeckung der Jupitermonde der experimentelle Beweis für das heliozentrische Weltbild erbracht wurde.
 
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