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Hier nochmal eine etwas ausführliche Beschreibung des Buches:

350 Jahre lang haben die Mathematiker auf diesen Beweis gewartet: Auf den Beweis von Fermats letztem Satz. Vor gut zehn Jahren gelang Andrew Wiles dieses Meisterwerk, an dem sich zuvor schon viele Mathematiker die Zähne ausgebissen hatten.

Simon Singh, freier Wissenschaftsjournalist, Produzent und Autor verschiedener Fach- und Sachbücher, schildert den spannenden, interessanten und Nerven aufraubenden Weg von Andrew Wiles, Fermats Monstersatz zu bändigen. Der Satz besagt, dass die Gleichung xn+yn=zn für n größer oder gleich 2 keine ganzzahligen Lösungen besitzt. Im 17. Jahrhundert stellte Pierre de Fermat diesen Satz auf und bemerkte auf einer Randnotiz, dass er einen wahrhaft wunderbaren Beweis habe, doch dieser Rand sei zu schmal, ihn zu fassen.

Diese Bemerkung raubte in den folgenden Jahren vielen Mathematikern den Schlaf: Hatte Fermat wirklich einen Beweis entdeckt, wollte sich aber nicht die Mühe machen, ihn im Einzelnen aufzuschreiben? Oder wollte er die Mathematikerwelt nach ihm nur provozieren? Die Provokation jedenfalls gelang ihm und erreichte schon im Kindesalter Andrew Wiles. Nachdem er "The Last Problem" von E.T. Bell mit soviel Vorfreude auf den Beweis am Ende des Buches gelesen hatte, wurde er jedoch wütend und sauer, diesen nicht vorzufinden. Von da an ließ ihn das Rätsel nicht mehr los, und er machte sich selbst ans Werk, Fermats letzten Satz zu beweisen.

In einem fesselnden und packenden Schreibstil beschreibt Singh, wie dieser Satz die Mathematik, aber vor allem Wiles Leben bestimmte. Wiles ging nicht mehr in die Universität, um Vorträge zu halten, sondern zog sich komplett aus der Professorwelt zurück und nahm nur noch an einigen wenigen Pflichtkonferenzen teil. Seine Kollegen ahnten nicht, dass Wiles an einem wirklich großen und schwierigen Problem saß.

Der Autor schildert, wie verquickt die Mathematik doch ist und auf welche Grundlagen Wiles beim Versuch des Beweisens zurückgreifen musste und glücklicherweise konnte. Deutlich wird dabei auch, welche enorme Mathematik hinter diesem Satz steckt. Die Schilderungen reichen querbeet von Richard Taylor über Kurt Gödel, Galois' Gruppentheorie bis hin zur Taniyama-Shimra-Vermutung, die sich letztlich als entscheidend und bedeutend herausstellte. Sie zeigt, dass ein direkter Zusammenhang zwischen dieser Vermutung - jede elliptische Gleichung kann mit einer Modulform in Beziehung gesetzt werden - und dem Satz von Fermat besteht.

So reichte es aus, "nur" die Vermutung von Taniyama und Shimra zu belegen - was leichter gesagt als getan ist: Wiles hatte nun aber endlich nach Jahren ohne Erfolg einen neuen Zugang zum Beweis. Dennoch war der Hoffnungsschimmer nur klein, denn dreißig Jahre lang rätselten die Mathematiker auch schon an der Taniyama-Shimra-Vermutung herum. Doch nach einiger Zeit gelang es Wiles schließlich, die Vermutung und damit Fermats letzten Satz zu entschlüsseln!

Nach sieben Jahren harter Arbeit und Isolation sollte nun auch die restliche Mathematikerwelt von seinem Erfolg erfahren. Wiles meldete sich mit einem Vortrag über "L-Funktionen und Arithmetik" aus der Abschottung zurück. Keiner der Teilnehmenden wusste, dass dieser Vortrag mit diesem obskuren Titel Geschichte schreiben würde. Die Freude wurde aber bald gedämpft. Beim Prüfen des 130 Seiten langen Beweises fiel Nick Ratz ein unscheinbar kleiner, aber folgenschwerer Fehler auf. Wiles Beweis stand auf der Kippe zwischen Weltruhm und Absturz. Und erst nach sechs Monate war auch diese Lücke geschlossen, stand der Beweis felsenfest und wurde im Mai 1995 abschließend in den "Annals of Mathematics" publiziert.

Auch heute noch sind nur wenige Mathematiker auf der ganzen Welt in der Lage, den komplizierten Beweis bis ins kleinste Detail nachzuvollziehen und zu verstehen. Das Buch von Simon Singh kann aber jeder lesen! Es ist beeindruckend, wie der Autor schwierige Mathematik mit Bildern und sehr guten, einfachen Erklärungen an den Mann und an die Frau bringt - ohne, dass mathematische Vorkenntnisse benötigt werden.

Für diejenigen allerdings, die sich mehr Mathematik wünschen, stellt Singh am Ende des Buches ein ausführliches Literaturverzeichnis zum Vertiefen und im Anhang mathematische Beweise bereit. So eignet sich das Buch für Laien wie Fachleute gleichermaßen! Zu Recht wurde das Buch weltweit zu einem Bestseller und bereits in der 10. Auflage gedruckt.

Zum Schluss bleibt mir nur noch Pierre de Fermat meinen Dank auszusprechen: Hätte er die Mathematiker mit seiner Randnotiz nicht provoziert, gäbe es dieses spannende und interessant geschriebene Buch über ein Jahrhundertproblem der Mathematik nicht.
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Ersterscheinung auf science-shop.de
 
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