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Ist der Mathe-Unterricht in Deutschland zu schlecht?

Ja53 %  53.1% (136)
Ich bin Lehrer4 %  4.3% (11)
Überwiegend18 %  18.4% (47)
Ich bin kein Mathe-Lehrer6 %  6.2% (16)
Nein13 %  13.7% (35)
Ich mache bei Umfragen nicht mit!4 %  4.3% (11)

abgegebene Stimmen: 256
Es ist nur eine Wahl pro Tag möglich!

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"Ist der Mathe-Unterricht in Deutschland zu schlecht?" 13 Kommentare
Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasser verantwortlich.

Re: Bitte um Ausführlichkeit
von Ex_Mitglied_40174 am Mo. 10. Dezember 2001 23:03:09


Erst 13 Antworten, und schon ein Trend.
Mag vielleicht mal jemand mehr schreiben? Warum sollte der Mathe-Unterricht schlecht sein? Sagen das Schüler, die nichts verstanden haben? Sagen das Studenten, die ihre Lücken beklagen? Sagen das Lehrer, die voller Selbsterkenntnis sind, oder durch ein 'Ja' auf die ungünstigen Voraussetzungen verweisen wollen? Sagen das Professoren, die von jedem neuen Studenten-Jahrgang mehr enttäuscht werden? Sagen das Chefs, die nur noch Mitarbeiter haben, denen sie alles vorkauen müssen?

Also was?

[Bearbeiten]

Re: Bitte um Ausführlichkeit
von Ex_Mitglied_40174 am So. 16. Dezember 2001 13:23:34


Also 5 von 33 (Stand 16.12., 13:20 Uhr) sind Lehrer; aber 24 wissen, dass der Matheunterricht (überwiegend) schlecht ist!!
Ich bitte um eine weitere Umfrage: Wie viele Eltern würden zugeben, dass sie sich überhaupt nicht um die Bildung ihres Kindes kümmern? Aber diese Eltern kommen sowieso nicht hier vorbei.

Re: Bitte um Ausführlichkeit
von matroid am Mo. 17. Dezember 2001 00:50:37


Mir scheint, die Option "Ich bin Elter" hätte dazu gehört.
Aber wie Du auf 5 Lehrer kommst, ist mir doch unklar.

Re: Bitte um Ausführlichkeit
von Ex_Mitglied_40174 am Mo. 17. Dezember 2001 07:52:06


Auch ich bin Elter, und die Kinder haben das Rechnen wohl von mir.*schmunzel*

einfach schlecht
von Ex_Mitglied_40174 am So. 06. Januar 2002 14:25:51


hallo ich heiße monika und muss euch sagen das ich
nun eine Ausbildung anfange und immer gedacht habe
das dividieren sei leicht weil ich immer gute Noten hatte doch bis mir jetzt auffiel das es das nicht ist, ich kann nichts schriftliches davon weil alles nur mit dem tschenrechner gemacht wurde bei anden Aufgabengebieten wurde alles zu schnell gemacht, alles an die tafel, auswendiglernen und am nächsten tag eine arbeit, aber das hieße nie verstehen für mich nun muss ich mir den weg durch schlagen um das zu verstehen was ich hätte in der Grundschule schon wissen müssen

Re: einfach schlecht
von buh am Mo. 07. Januar 2002 11:36:27


Ja ja, die Grundschule! Eigentlich gibt es in der Grundschule das Wort Taschenrechner gar nicht; sogar bis in Klasse 8 sollen Schüler schriftlich rechnen. Aber welcher Schüler macht das denn, wo doch zu Hause die TR rumliegen??
Ein Problem scheint hier in der Zusammenarbeit der Lehrer mit den Eltern zu liegen: Bestimmte Grundfertigkeiten erlernt man nur durch Üben, Üben, Üben. So viel Übung geht in der Schule gar nicht; zu Hause wird aber kaum noch kontrolliert.

buh

Re: zu einfach
von matroid am Mo. 07. Januar 2002 15:38:21


Früher war es häufig so, daß die Kinder eine deutlich bessere Schulbildung erreichten als ihre Eltern. Es gab einen Zuwachs an Bildung und Kenntnissen in der Gesamtgesellschaft von Generation zu Generation.

Heute ist das anscheinend ausgeschlossen. Entweder haben es die Kinder von den Eltern oder sie lernen nichts.


Es ist Aufgabe der Lehrer, in dem Umfang Aufgaben zu stellen, daß die Schüler es lernen.


Die Übung macht es, aber die Schüler üben zu Hause nicht genug, weil sie angeblich von den Eltern nicht dazu angehalten werden.


Das ist doch ein beliebtes Ablenkungsmanöver.
Lehrer machen es sich damit zu leicht.




Meine Erfahrung ist, daß Lehrer durchweg zu wenig Aufgaben aufgeben und sich bei der Hausaufgabenkontrolle oft schon mit schwachen oder schlampigen Ergebnissen zufrieden geben (vermutlich aus Resignation).


Meine Kinder sagen mir: Papa, das haben wir nicht auf!".

Oder sie sagen: "Wie mein Heft aussieht ist doch vollkommen egal, Hauptsache der Inhalt ist gut."


Und weil ich dagegen auch nur mit verpönter elterlicher Gewalt ankommen könnte, gebe ich Ruhe - ebenfalls resigniert.

Alle Beteiligten am Bildungsspiel fühlen sich mit ihren Ansprüchen und Absichten völlig allein gelassen. Jeder sieht, was zu tun ist, aber keiner ist stark genug alles ganz allein zu stemmen. Aber es ist auch kein anderer in Sicht.
Und wenn also die ganze Gesellschaft faktisch kein Interesse an Fleiß, Ordnung und Disziplin hat, dann kann ein einzelner da auch nicht gegen an.


Und daran scheitert es dann. Die Lehrer sollen Hausaufgaben aufgeben, damit die Kinder üben.

Aber das tun sie viel zu wenig und - das ich will das zugestehen - wenn sie es machten, dann verfügten sie heute nicht mehr über die Sanktionen, mit denen sie die Schüler zur vollständigen und fleißigen Erledigung der Hausaufgaben zwingen könnten.


Es kommt ja nicht darauf an, daß die Aufgaben motivierend sind, sondern vor allem ist wichtig, daß die Aufgaben stark einübende Wirkung haben.


Und wenn die Aufgaben nicht gemacht werden, oder nicht sauber geschrieben, oder das Heft Eselsohren hat oder der Schüler nicht alles auswendig kann, dann setzt es was (Sanktionen, anerkannt wirksame).


Das wäre ja schon mal ein Beitrag.

Re: zu einfach
von buh am Di. 08. Januar 2002 09:35:48


Ich fang mal hinten an.
Was sind anerkannt wirksame Sanktionen? Inwiefern sind a. w. Sanktionen vereinbar mit "Lernen muss Spaß machen", "Kinder dürfen nicht überfordert werden" oder gar mit "Die Freiheit des Lehrers im Unterricht (auch Mist zu machen) ist unantastbar"?
Ich bin deiner Meinung, es geht nicht ohne awS. Die müssen aber aus einheitlichen Vorstellungen von Gesellschaft, Lehrern und Eltern erzeugt werden.

Vom Lehrer wird immer wieder gefordert, den Untericht interessant, abwechslungsreich und motivierend zu gestalten. Es gibt aber sehr wohl Bereiche, in denen sinnvolle Motivation nur heißen kann: "Ich will/muss das beherrschen", da eine Klärung der Gründe zu diesem Zeitpunkt unmöglich ist (Kenntnisstand).

Insbesondere Eltern und Lehrer müssen gemeinsam an einem Strag ziehen, wenn es um Grundfragen des Unterrichts geht; dazu gehört u.a. ein gewisses Maß an Disziplin. Die Gesellschaft honoriert derzeit aber weder diszipliniertes noch fleißiges Lernen vernünftig. Resignation von Lehrern rührt (neben fehlendem eigenen Berufsethos) auch daher, dass ein nicht unwesentlicher Teil der Kraft für die Schaffung einer "Lernatmosphäre" für Willige, also für die "Ruhigstellung" bewusst störender Schüler verbraucht wird. Der Anteil letzterer ist dank des gegliederten Systems in Haupt- und Realschulen inzwischen erschreckend hoch.

Was Eltern in der häuslichen vorschulischen Erziehung versäumen, kann auch der Lehrer nicht ausbügeln, er arbeitet ja faktisch gegen die Eltern. Wenn er jedoch, was im Schuleingangsbereich i.d.R. gegeben ist, wissbegierige Kinder vor sich hat und sie dann unterfordert oder unpädagogisch verschreckt, dann hat er seinen Beruf verfehlt; eine grauenhafte, aber nicht seltene Sache.

Eltern sollen und können die Schule nicht ersetzen; insbesondere in höheren Klassen ist das verabreichte Wissen z.T. sehr spezifisch. Was Eltern vor der Schulzeit und Lehrer (in unteren Klassen) können müssen, ist eine Erziehung zu  Wissensdrang und Disziplin (in dem Sinne, dass auch Unangenehmes erledigt werden muss); aber in dieser Frage existiert kein gesamtgesellschaftlicher Konsens. Derzeit wird Bildung in erster Linie als Ergebnis von Schule dargestellt; gleichzeitig wird in den Medien ein Bild von Schule gezeichnet, dass z.T. diskriminierend ist. So entstehen weder Vertrauen noch Zusammenarbeit.
Einseitige Schuldzuweisungen sind, so sehe ich das auch, weder hilfreich noch nützlich.
Meine PISA-Reports sollen (z.T. provokatorisch) zu einigen Überlegungen anregen; vielleicht lesen es einige auch so.

P:S. Du kannst dieses Re auch als eigenständigen Artikel auf MP platzieren (plazieren sieht besser aus); vielleicht gibt es ja noch mehr Leute, die sich dazu äußern wollen.

buh

Re: zu einfach
von Ex_Mitglied_40174 am Fr. 11. Januar 2002 18:04:02


Wie kann man den Unterricht den verbessern?
Oder muß man auf eine Änderung Umstände warten?

Re: Bitte um Ausführlichkeit
von Ex_Mitglied_40174 am Mi. 09. Januar 2002 15:28:55


Also ich finde den Matheunterricht grundsätzlich gut. Was ich schlecht fand in meiner Gymnasienzeit ist, dass ein paar Themen weggelassen wurden. Beispiel: Der Lehrer meinte, dass diese Themen (Matrizenrechnung z.B.) nur von späteren BWL-Studenten gebraucht würden. Es hat sich damals natürlich niemand auf die Frage gemeldet, ob denn wer vor hätte BWL zu studieren.
Ansonsten fand ich zumindest meinen Mathe Unterricht super! Es hat immer viel Spaß gemacht und ich habe es gut verstanden. Vielleicht hatte ich auch nur Glück mit den Lehrern?
Kathi


Re: Ist der Mathe-Unterricht in Deutschland zu schlecht?
von Ex_Mitglied_40174 am Fr. 18. Januar 2002 23:25:08


Hmm...also, ich hab im moment einen furchtbar schrecklichen Mathelehrer, der immer die ganze Geometrie nur überfliegt und dann diese blöden gleichungen wochenlang durchpaukt bis die einem in den ohren wieder raushängen!!!!
Ich meine ja, man sollte doch, wenn man schon alles in die länge ziehen muss, wenigstens noch ein bisschen platz für andere Themen lassen...
und das unsere Hefte immer so schlampig geführt sind liegt wohl auch daran, dass das malen in den unterrichtsstunden wesentlich interessanter ist, als einem lehrer zuzuhören, den man doch an allen ecken und enden berichtigen könnte, weil er ALLES durcheinander bringt. Wir ham letzte Wohce Pytharogas angefangen, das hatte ich mir vorher schon mal angeguckt und als wir das dann ENDLICH in der schule gemacht haben, hat mein lehrer erst mal mit den kathetensätzen angefangen. Er hat ein dreieck aufgemalt, die höhe eingezeichnet und wollte dann eines der Teildreiecke in die große Figur heineindrehen, damit am ende eine strahlensatzfigur rauskam....
was herauskam war ein durcheinander und größte verwirrung bei meinem Lehrer....Also, ich finde, wenn der Lehrer schon nicht genau weiß, wie er jetzt das dreieck drehen muss, dann könnte er doch wenigstens ins buch gucken, denn da war eine schöne bunte zeichnung einer Strahlensatzfigur drin...
Naja, und sonst...Eigentlich bringt mir persönlich diese art von matheunterricht eher weniger, denn bei diesem total langweiligen unterricht, in dem man nciht wirklich gefordert wird, fang ich doch lieber mit irgendeinem blödsinn an...ich muss den stoff zuhause dann immer aus dem buch lernen, oder ich geh einfach zu meinem Vater...Und da lerne ich dann alles in ner halben stunde, wozu wir in der schule ganze 2 wochen gebraucht haben!!!!

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Re: Ist der Mathe-Unterricht in Deutschland zu schlecht?
von Ex_Mitglied_40174 am Mi. 23. Januar 2002 20:15:48


Wie würdest du denn den pythagoräischen Lehrsatz beweisen?
Die Methode über Scherung / Strahlensätze ist klassisch nach EUKLID (Elemente), was der Lehrer natürlich auch erläutern sollte. Das finde ich übrigens recht interesant, EUKLID hat ja mit seiner geometrischen Denkweise den deduktiven Beweis etabliert und z. B. auch quadratische Gleichungen geometrisch gelöst.
Der Lehrer darf sich sicherlich bei einem Beweis nicht verhaspeln, sondern muss (wenigstens) die Beweisidee klar herausstellen und die einzelnen Schritte dann verständlich ausführen. Dynamische Geometriesoftware erleichtert dabei durch Visualisierung des Scherprozesses das Verständnis enorm. Besser wäre natürlich, die Schüler dazu anzuleiten, selbst einen Beweis zu finden.
Allerdings halte ich es gleichfalls für bedenklich, einen Lehrsatz im Buch zu lesen, ohne Beweis zu übernehmen und dann zu behaupten, man habe alles in einer halben Stunde allein "gerafft".
Gruß Sparci


Re: Ist der Mathe-Unterricht in Deutschland zu schlecht?
von Ex_Mitglied_40174 am Mi. 23. Januar 2002 00:15:30


Lehrer: "Ich habe eure Rechenaufgaben korrigiert und kann nur sagen: diese Klasse rechnet so schlecht, dass mindestens 70 Prozent sitzenbleiben müssten." - "So viele", wiehert da die Klasse, "sind wir ja gar nicht!"

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