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Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige oder wesentliche Ergänzung des universitären Bildungsangebots?

Ja77 %  77.3% (406)
Nein22 %  22.7% (119)

abgegebene Stimmen: 525
Es ist nur eine Wahl pro Tag möglich!

[ Wahlkabine | Andere Umfragen ]


"Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige oder wesentliche Ergänzung des universitären Bildungsangebots?" 30 Kommentare
Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasser verantwortlich.

Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von matroid am Mi. 27. Juni 2007 22:34:47


Ja oder Nein?

Muß man akzeptieren, daß die Universität nur noch funktioniert, weil es Internet-Foren zur Unterstützung und Vertiefung gibt?

Oder hat das alles keinen Einfluß? Ist es nur so, daß die schlechteren Studenten, sich an Internet-Foren wenden, während die guten Studenten hier nicht erscheinen, und eines Forums gar nicht bedürfen? Studenten, die heute ohne Antworten aus einem Forum ihr Studium bestehen, das sind doch die, die früher normal waren, oder?

[Bearbeiten]

Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von huepfer am Do. 28. Juni 2007 10:34:33


Ich denke, dass Foren und andere Internetseiten eine notwendige Ergänzung des Uniangebots sind. Die Uni kann und soll das auch garnicht alles leisten. Es geht schließlich auch um ein Selbststudium und das Lernen wie man selbst an Informationen bekommt, die einem nicht einfach so vorgekaut werden.

Gruß,
   Felix

Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von Mathe-Krokodil am Do. 28. Juni 2007 10:54:02


Also das ist tatsaechlich eine interessante Frage. Ich bin erst nach Beendigung meines Studiums auf den Matheplaneten gestossen, deshalb wuerde ich mit "nein" antworten, aber sicherlich ist der Matheplanet eine sinnvolle Ergaenzung. Fuer das deutsche Bildungssystem sollte man jedoch hoffen, dass er nicht notwendig wird. (Lieber Matroid, bitte nicht falsch verstehn! ;-) )

Allerdings moechte ich hier auch mal Werbung machen fuer engagierte Professoren und Mitarbeiter, die sich echt um die Studenten bemuehen, gerne Arbeit in Lehre investieren und sicherlich keinen Studenten wegschicken, weil er "dumme" Fragen stellt. Es gibt solche, ich kenne welche! :-)

Ich glaube, dass diejenigen, die Foren fuer absolut notwendig halten, um ihren Abschluss zu kriegen, sich mit ihren Fragen lieber in der Anonymitaet eines Forums verstecken, als sich persoenlich mit dem Prof oder den Mitarbeitern auseinander zusetzen.

Ich finde den Matheplaneten toll und ich bewundere die Leute, die hier Arbeit reinstecken und alle moeglichen Fragen mit viel Geduld beantworten. Aber die Aussage, dass solche Einrichtungen eine NOTWENDIGE Ergaenzung zu universitaerer Lehre ist, ist eine ziemliche Schmach fuer alle, die sich an der Uni fuer Lehre engagieren.

Liebe Gruesse,
Mathe-Krokodil

Es gibt geänderte Curricula in den Schulen
von SchuBi am Do. 28. Juni 2007 10:58:09


Hallo, Martin!
Zu unserer Studienzeit gab es keine Foren, deshalb kann man schlecht den Schluß ziehen, daß Studenten, die heute ohne Antworten aus einem Forum ihr Studium bestehen, diejenigen sind, die früher normal waren .
Die Curricula haben sich in den letzten 30 Jahren z.T erheblich verändert. Mein Mathematiklehrer hat mir in der Stufe 11 eine vernünftige Epsilontik vermittelt. Heutzutage darf ich als Mathematiklehrer z.B. den Grenzwertbegriff nur noch intuitiv in dem Sinne benutzen, daß wenn man Zahlen einsetzt, auch das gewünschte herauskommt. Das Ziel der Schulmathematik ist zur Zeit das Modellieren, wobei das mathematische Problem realtiv gering ist, aber hingegen zwei Seiten Text zu einer Aufgabe keine Seltenheit mehr sind.
Zum anderen ist die Stundentafel für Mathematik gekürzt worden. Früher gab es noch vier Wochenstunden in der Klasse 9 und 10, heute hingegen nur noch drei. Dabei bleibt dann einiges auf der Strecke.

Re: Es gibt geänderte Curricula in den Schulen
von Gockel am Do. 28. Juni 2007 20:03:05


Bin ich froh, noch bei einer "altmodischen" Mathelehrerin gelernt zu haben. Der Unterricht, den meine damalige Klasse von ihr erhalten hat, ist und bleibt Gold wert, das merken meine ehemaligen Klassenkameraden und ich immer wieder.
Wir haben nämlich tatsächlich ein bisschen Epsilontik betrieben in der zwölften Klasse. Dass wir bis zum Erbrechen mit ihr Kopfrechnen geübt haben, zahlt sich für uns alle immer wieder aus, denn wir können tatsächlich noch ohne Taschenrechner, wenn es mal hart auf hart kommen sollte.

Ich bedauere es sehr, dass diese Form des Matheunterrichts auch bei uns langsam aber sicher ausstirbt.

mfg Gockel.

Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von Ex_Mitglied_4018 am Do. 28. Juni 2007 21:31:39


Je mehr Gelegenheit die Studenten haben, die Lösungen ihrer Aufgaben abzuschreiben (so dass keine Notwendigkeit besteht, sich Gedanken über die Lösungen zu machen), desto weniger fähige Studenten gibt es.

Also antworte ich mit "Nein". Denn ein Forum ist nur in Ausnahmefällen auf lange Sicht gesehen fruchtbar. Das glaube ich zumindest.

Profitieren tun nur diejenigen, die freiwillig helfen (sei es der Student, von dem alle abschreiben oder sei es der Hilfesteller im Forum). Denn sie sind diejenigen, die sich weiterschulen.

Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von Stefan72 am Fr. 29. Juni 2007 17:36:09


Ein überdeutliches "ja"!

Ich wäre sehr, sehr froh gewesen, hätte es so etwas zu meiner Studienzeit gegeben!! Nicht, um meine Aufgaben lösen zu lassen, aber um mir bei der Beantwortung zahlreicher, ungeklärter Verständnisfragen helfen zu lassen, um mit erfahreneren Mathematiker zu diskutieren und mich beraten zu lassen. Die Möglichkeiten der Studenten, im universitären System selber Fragen zu stellen und auf verständliche Antworten zu hoffen, ist kaum vorhanden und die Bereitschaft vieler Professoren und Assistenten, sich auch mal außerhalb ihrer rudimentären Sprechzeiten und Vorlesungen auf ihre Studenten einzulassen, vernachlässigbar, vor allem aber, da sie selber genug Druck haben. Und es stimmt, dass vor allem diejenigen profitieren, die ein solches Forum aktiv, d.h. auch als Helfende, benutzen.


Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von cow_gone_mad am Sa. 30. Juni 2007 14:36:30


Nein!

Das Internet ist in seiner derzeitigen Entwicklung einfach nicht geeignet, um direkte Kommunikation zu ersetzen. Dinge wie:
 - Sich über Bücher beugen und Formeln durch zu gehen
 - Grobe Skizzen anzufertigen (Kann jemand vielleicht ein Tool wie xfig am MP implementieren?).
 - Die Erleuchtung von jemanden in den Augen sehen.
 - Jemand schelmisch eine falsche Idee durchführen lassen.
 - Durch variende Geschwindigkeit des Vortrags sehen, was schwierig und was leicht (bzw. langweilig) ist.
sind einfach online unmöglich.

Ich würde auch sagen, etwas wie der MP hilft vor allem, den Antwortgegebenen, weil sie so die Gelegenheit haben, sich an Dinge zu erinneren, auf die sie sonst schnell vergessen würden.

Liebe Grüsse,
cow_

P.S.: Was ist eigentlich an Epsilon-Delta so toll? Durch geschickte Notation kann/sollte man dies alles unterdrücken! ;-) Der richtige Umgang zum Beispiel mit Ungleichungen ist viel wichtiger!



[Bearbeiten]

Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von Ex_Mitglied_4018 am Sa. 30. Juni 2007 17:09:51


Ausnahmsweise mal deiner Meinung.

Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von Gockel am Sa. 30. Juni 2007 19:17:15


An Epsilon-Delta ist so toll, dass der Mathe-LK (bei der guten Mathelehrerin) dadurch gelernt hat, dass Grenzwerte nicht durch Einsetzen von 100, 1000, 10000, ... in die Folge entstehen, bis man das Ergebnis genügend genau gerundet hat, wie es der Grundkurs glaubte.

mfg Gockel.

Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von cow_gone_mad am Sa. 30. Juni 2007 22:53:17


Aber ist es schön? *wunder* Ich nehme meine Epsilons immer als Parameter, da brauch ich sie mehr... ;-)


Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von Kleine_Meerjungfrau am So. 01. Juli 2007 01:53:34


JA!
Ich denke, man kann nicht sagen, dass die Studenten früher normal waren, weil sie keine Foren hatten. Ich habe im Studium beides mitbekommen, da ich erst nach der Hälfte des Studiums in Matheforen gelandet bin. Was durch die Foren ersetzt wird, ist, dass Student viele Stunden zwischen Büchern in der Bibliothek verbringt, um dort nach Lösungen zu suchen. Ob ein Student sich nun Hilfe im Internet oder in der Bibliotek holt, ist für mich da dasselbe. Wie irgendwer (ich glaube SchuBi) schon sagte: es geht darum, dass man lernt, sich Informationen zu beschaffen. Das Internet ist mittlerweile die Informationsplattform Nummer 1 denke ich und als nichts anderes ist es zu sehen. Klar werden jetzt vielleicht mehr Aufgaben abgeschrieben, weil man sie im Netz findet, aber abgeschrieben wurde früher auch schon, nur halt anders. Ich denke, alles in allem hat sich nicht viel verändert - nur eben das Informationsmedium.

[Bearbeiten]


Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von Martin_Infinite am So. 01. Juli 2007 13:58:31


hm, hier wurden ja schon einige pros und contras genannt. ich kann mich beiden irgendwie anschließen ;), würde aber gerne noch einiges ergänzen.
 
das mit dem "notwendig" ist so eine sache. ist denn das internet überhaupt notwendig in unserem leben? streng genommen nein, die menschen sind ja schließlich jahrtausende lang ohne ausgekommen. dasselbe gilt für andere erfindungen, und ebenso für internetforen, die den studenten bei ihren übungsaufgaben helfen (ob nun als abschreibquelle oder ratgeber). aber gleichsam gilt: in unserer heutigen gesellschaft sind diese dinge fest eingebaut, und wenn sie auf einmal verschwinden würden, würde das zunächst einmal verzicht und dann womöglich eine ungewöhnung auf frühere bedingungen bedeuten.
 
insofern würde ich internetforen eher als eine weiterentwicklung des bildungsangebotes sehen. eine ganz andere frage, über die hier aber schon diskutiert wurde: ist diese entwicklung positiv? dazu siehe der beitrag von zaos: es könnte dazu führen, dass sich studenten viel einfacher und anonymer als früher durch das studium durchmogeln können - damit meine ich scheine zu erhalten ohne - vielleicht sogar unbewusst - die erzielten kenntnisse zu haben.

mir persönlich hat der matheplanet natürlich viel bei der math. weiterbildung bedeutet. ich will nicht sagen, dass ich ohne ihn in der schulzeit schon so viel hätte lernen können, aber es ist zumindestens unvorstellbar ;).

[Bearbeiten]

Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von huepfer am So. 01. Juli 2007 21:40:22


Ich kann mich Martin eigentlich nur anschließen. Das notwendige an Internetplattformen wie dem Matheplaneten ist nicht der Teil, der die Beantwortung und Hilfe bei Übungsaufgaben betrifft. Das ist für den Fragensteller angenehm, in manchem Fall aber auch gefährlich, da er sich möglicherweise zu weit helfen lässt, bzw regt auch dazu an, sich durch zu schummeln. Wichtig und meines Erachtens auch notwendig ist das Internet als eine weitere Möglichkeit der Informationsbeschaffung. Speziell der Bereich "Aktuelles und Interessantes" aber auch viele Diskussionen zu Fragen abseits der eigentlichen Vorlesungsthemen sind in diesem Umfang früher kaum möglich gewesen, da man nicht die entsprechende Anzahl an Personen in der gleichen Umgebung finden konnte, die sich damit außeinander setzen.

Gruß,
   Felix

Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von Ex_Mitglied_40174 am Mo. 02. Juli 2007 18:21:11


@Martin:
a) Du scheinst zu übersehen, dass sich die Zeiten geändert haben, und das Internet bei der heutigen Lebensgestaltung fast schon nötig ist. Vor 100 Jahren und noch länger hatte man andere Probleme (zumindest traf das für nahezu die ganze Bevölkerung zu) als sich über mathematische Dinge den Kopf zu zerbrechen. Da war das Internet natürlich nicht nötig. Eine Abschaffung des Internets wäre heute ein massiver wirtschaftlicher Eingriff ohne überschaubare Konsequenzen. Sicher gibt es Nachteile, die durch das Internet entstanden sind, aber die Vorteile überwiegen sicherlicht.
b) Durch das Studium kann man sich nicht durch das Abschreiben von  Übungsaufgaben "mogeln". Außerdem lernt man auch beim Abschreiben - sofern man die Lösung versteht. Auf das Bestehen der Klausur kommt es am Ende an, nicht auf die Punktzahl auf Übungszetteln. Abschreiben hat es schon immer gegeben, nicht erst durch Einführung des Matheplaneten oder des Internets. Außerdem kann man hier gar nicht alle Übungsaufgaben posten, und erwarten, dass diese gelöst werden. Ein Großteil der Aufgaben muss man immer noch selbst bearbeiten. Der Matheplanet ist lediglich eine Ergänzung des Bildungsangebots, und das wird auch so bleiben.

Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von Martin_Infinite am Mo. 02. Juli 2007 19:25:48


@anonymus:
a) das habe ich gar nicht übersehen. genau das habe ich eben oben skizziert.
b) das sehe ich ganz anders. das bestehen der klausur bedeutet nur die qualifizierung für weitere prüfungen, für die man den schein halt braucht (und die aufgaben sind doch größtenteils sowieso nur eine abfrage von algorithmischen rechnungen, auch wenn es in der vorlesung viel theoretischer zuging). in den übungsaufgaben lernt man, mit dem stoff umzugehen, und durch reines abschreiben geht das kaum. es ist so, als wolle man fußballer werden, indem man sich spiele im fernsehen ansieht .... im übrigen habe ich nicht bestritten, dass es abschreiben schon vor solchen internetforen gegeben hat, sondern dass dies jetzt einfacher und anonymer ist.

Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von Ex_Mitglied_40174 am Di. 03. Juli 2007 11:08:05


> das bestehen der klausur bedeutet nur die qualifizierung für weitere
> prüfungen, für die man den schein halt braucht
Naja, für mich ist ein Schein schon mehr als eine bloße qualifizierung für andere Prüfungen...
> und die aufgaben sind doch größtenteils sowieso nur eine abfrage von
> algorithmischen rechnungen, auch wenn es in der vorlesung viel
> theoretischer zuging
Schön wärs, wenn die Aufgaben (größtenteils) nur algorithmische Rechnungen wären. Dann dürfte das Bestehen ja kein Problem mehr sein (Ich werde mich daher auf meine anstehenden Klausuren freuen).
> es ist so, als wolle man fußballer werden, indem man sich spiele im fernsehen ansieht
Wieso kannst du nicht aufhören Mathe mit Fußball oder anderen Sportarten zu vergleichen (Mathe ist KEIN Sport). Ich habe explizit darauf hingewiesen, dass es wichtig ist die Lösungen zu verstehen. Das ist mehr als bloßes abschreiben und hat auch nichts mit passiven Fernsehschauen zu tun.
Mir ist klar, dass du kein Verständnis für Leute hast, die Aufgaben abschreiben. Ich persönlich kenne NIEMANDEN, der das nicht (regelmäßig) macht, außer dich vielleicht. Schließlich kommt nicht jeder mit einem solchen Mathefundament an die Uni. Die meisten tun sich enorm schwer, den Stoff zu verstehen und erst recht damit, solche Aufgaben zu lösen.

Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von cow_gone_mad am Di. 03. Juli 2007 12:10:13


> Mathe ist KEIN Sport)

Hmm... Dann habe ich was falsch verstanden. ;-)

Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von Ex_Mitglied_4018 am Di. 03. Juli 2007 13:02:53


>ich persönlich kenne NIEMANDEN, der das nicht (regelmäßig) macht, außer dich vielleicht. Schließlich kommt nicht jeder mit einem solchen Mathefundament an die Uni.

Komisch, zu meiner Zeit (vor 5 Jahren) war das Bild nicht so extrem. Da gab es wenigstens eine Hand voll Mitstudenten, die die Aufgaben selbständig gemacht haben. So schnell kann das also gehen. Ganz egal, ob man am Ende die Lösung hat oder nicht: Die Beschäftigung mit Übungsaufgaben gehört zu den wichtigsten Dingen, die zum Verständnis beitragen. Leider wird dem heute entgegengewirkt: Man braucht eine gewisse Prozentzahl an Punkten in der Übung, um zur Klausur zugelassen zu werden. Die Studenten sollen sich mehr mit den Übungen beschäftigen - so der Gedanke. Ein bisschen realitätsfern, behaupte ich mal ganz frech.

Früher hätte ich gemeint, dass Studenten, die regelmäßig abschreiben bedingt zum Mathestudium geeignet sind (diesen bin ich im Hauptstudium auch nur noch vereinzelt angetroffen). Heute muss ich wohl relativieren und sagen: diese Studenten tun ganz sicher nicht das, was von ihnen als Mathestudent erwartet wird.

Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von Ex_Mitglied_40174 am Mi. 04. Juli 2007 08:19:44


Das hängt natürlich auch von den Teilnehmern der Vorlesung ab. Bei mir befinden sich vornehmlich Wirtschaftsmathematiker in den Kursen, die nicht selten nur auf ihre "Karriere" bedacht sind. Da ist es keine Seltenheit, dass der Studenplan 30 Stunden umfasst (In jedem Kurs werden selbstverständlich Scheine erworben, denn sonst hat man den Kurs ja "umsonst" gemacht). Bei solcher Einstellung bleiben die Übungsaufgaben natürlich auf der Strecke. Eigentlich schade, dass das Studium heute von vielen Leuten nur noch als Karriereinstrument betrachtet wird, das mit möglichst vielen Praktika und Auslandsaufenthalten versüßt werden soll. Studiengebühren und Bachelor wirken dem Trend bestimmt nicht entgegen.
Auch bei vielen Lehrämtlern herrscht eine ähnliche Einstellung (zumindest bei denen die ich kenne) vor. Neulich hörte ich ein Zitat: "Brauch ich nicht, mach ich nicht" (bzgl. Kursbelegung). In dem Fall wird wohl das Studium nur noch als bloße Beamtenrekrutierung abgestempelt. Viele studieren ja nur deswegen (und wegen der Ferien) Lehramt. Sicher gibt es auch Ausnahmen (hoff ich zumindest)...
So far...

Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von Kleine_Meerjungfrau am Mi. 04. Juli 2007 17:46:50


Bei Punkt b) muss ich dir widersprechen. Ich kenne einige Leute, die sich durch abschreiben durchgemogelt haben. Wenn du jemand bist, der sich in mündlichen Prüfungen gut verkaufen kann, dann schaffst du das locker. Da brauchst du dann gar nicht soviel zu wissen, du musst nur labern können. Scheinklausuren gibt es nicht in jeder Vorlesung, vor allem im Hauptstudium gibt es die bei uns fast gar nicht. Und Votierübungen kann man wunderbar abschreiben. Sei es nun von Kommilitonen oder eben im Internet oder sonstwo. Bei solchen Übungen kommt es drauf an, dass man die Hälfte der Aufgaben votiert und zwei davon vorgerechnet hat. Ich hab da auch schon ein paar ganz dreiste erlebt, die die Aufgaben nichtmal abgeschrieben aber votiert hatten. Beim richtigen Übungsleiter geht auch sowas. Und solche Leute haben dann nen Schein mit 1,3 und nix dafür getan. Oft nichtmal das Aufgabenblatt angeschaut.
Wie du richtig sagst: Abschreiben gab es schon immer und wirds wohl auch immer geben. Wo das passiert, ist wohl relativ egal, durch das Internet wird es lediglich einfacher.


Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von Michaela am Di. 03. Juli 2007 18:53:38


Hallo,

also ich bin zwar (noch) Schülerin und kann jetzt was das Studium angeht nichts dazu sagen. Aber prinzipiell würde ich mal sagen, dass das Internet mit den ganzen Matheforen eine Ergänzung ist, die das (Er)Lernen erleichtert, ob's notwendig ist, würde ich mal bezweifeln...

Mir fällt auf, dass es den heutigen Schülern extrem schwer fällt, sich Dinge selbst anzueignen. Besonders schwer fällt es ihnen, sich Mathe selbst beizubringen, oder es zumindest zu versuchen. Es ist ja so einfach, irgendwo im Internet wird's schon eine Lösung geben... So nach dem Motto leben viele und wundern sich dann, wenn in der nä. Klausur wieder nur 3NP rauskommen.
Ich denke schon, dass es wichtig ist, auch mal Geduld und Ausdauer aufzubringen im Lösen von Aufgaben.

Heute wird im Unterricht auch immer mehr Anschaulichkeit und Anwendung unterrichtet. Weniger das Verstehen von theoretischen Zusammenhängen (...da gibt's beispielsweise eine Abi-Aufgabe, da wird ein Skisprunghang neu angelegt und durch einen Funktionsterm beschrieben, jetzt soll der Schüler herausfinden, ob im Vergleich zum vorherigen Hang insgesamt Erde weggefahren oder angeliefert werden muss...^^)

Also wie gesagt, wie das genau im Studium aussieht, dazu kann ich nix sagen, aber ich denke, allgemein fehlt es den Schulabgängern heutzutage schon ein bisschen an Eigeninitiative...u.a. weil's ja so bequem ist und es fast alles im Internet gibt...aber eben nur FAST alles^^ :-)

Andererseits ist das Internet schon eine gute Möglichkeit sich zu informieren, wenn man sich für Mathe interessiert und auch schon während der Schulzeit ein wenig Hochschulmathematik mitkriegen möchte (*zu-Stefan72-schau*...;->). Das finde ich eine sehr positive Seite des Internets...


Liebe Grüße,
Michaela

[Bearbeiten]

Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von Stefan72 am Di. 03. Juli 2007 19:17:59


Liebe Michaela!

Wenn du mich noch einmal "Stefan72" nennst, antworte ich dir 72 Tage nicht mehr. ;-) Diesen furchbaren Nick habe ich mir irgendwann einmal gegeben, als ich mich nur einmal kurz auf dem MP umschauen wollte. Dass er jetzt für ewig Bestand haben wird, quält mich, aber ich möchte bitte so nicht genannt werden. ;-)

Es freut mich, dass du mein Angebot speziell als so hilfreich einstufst. Ansonsten stimme ich dir bei deiner Beobachtung fehlender Selbstständigkeit und Eigeninitiative der Studienanfänger (das beschränkt sich nicht auf das Lösen der Aufgaben, sondern auch auf die Tatsache, dass viele noch zu Hause wohnen und sich von Mutter bekochen lassen usw.) zu.

Ansonsten gebe ich Zaos recht: Früher wurde auch abgeschrieben, aber weniger und durchaus auch mit mehr Aufwand verbunden. "Ab und zu" auf dem Matheplaneten seine Aufgaben lösen zu lassen und diese abzuschreiben, kann durchaus sinnvoll sein, wenn man es gut nacharbeitet, ständiges Abschreiben führt natürlich zu keinem Lerneffekt.

Liebe Grüße
Stefan

P.S. Anonyme Kommentare sind grundsätzlich feige, tut mir leid.

Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von Michaela am Di. 03. Juli 2007 20:21:18


Hi Stefan,

oO...I'm so sorry...das will ich mal lieber nicht riskieren, dass du mir 72 Tage nicht mehr antwortest...:-)

Liebe Grüße!

P.S.: Nimm den Nick nicht so ernst...die Person dahinter ist viel wichtiger, tut mir leid - ist aber so! :-D


Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von Aikee am Mi. 18. Juli 2007 09:17:55


Viele Leute reagieren extrem erstaunt/überrascht/entsetzt/beeindurckt etc., wenn man ihnen sagt, dass man Mathe studiert (bie Physik war es fast nicht anders). Das liegt daran, dass viele meinen, "Sowas kann ich nicht", "Mathe lag mir noch nie", usw. Ich habe mir angewöhnt, dann einfach zu sagen, dass es eigentlich nur an dem Durchhaltevermögen liegt, sich mit den Aufgaben bzw. Stoff zu beschäftigen und viele eben nicht die Geduld aufbringen.
Wenn ich nach einer Übungsblattabgabe daran denke, dass ich eigentlich hätte im Internet nach Informationen suchen können, stattdessen mich aber jedes Mal zunächst mit 5-10 Büchern an so ein Blatt setze, ärgere ich mich schon ein bißschen, weil das einen großen Zeitfaktor ausmacht. Aber andererseits bin ich dann auch ganz froh, verschiedene Beweisideen zu einem Satz gefunden zu haben, da ich diesen dann mit Sicherheit verstanden habe. Dann gebe ich mich auch lieber mit einem unvollständigen Übungsblatt ab und bin froh, mich mehr mit dem Stoff beschäftigt zu haben, als ich es sonst täte (solange es eben für den Schein reicht - danach ärgere ich mich wieder).



Ich kann also vielen hier nur zustimmen, die sagen, das Internet ist eine Ergänzung, weil man hier auch diskutieren kann und eben nicht nur Lösungen abschreibt. Andererseits halte ich es auch für wichtig (und vor allem zeitsparender), wenn man sich direkt mit Kommillitonen, Übungsleitern und vielleicht sogar Professoren auseinandersetzt. Klar hat der Prof nicht immer Zeit und widmet sich Deinem Problem ausgiebig. Aber gerade das gemeinsame diskutieren der Übungsaufgaben habe ich als sehr konstruktiv erlebt, weil auch da verschiedene Denkweisen aufeinander treffen (wie in dem Haufen Bücher).
Leider setzt sich das nicht mehr so durch. Ich kenne sogar Kommillitonen, die sich die Aufgaben von Mami und/oder Papi vorrechnen lassen, weil die zufällig auch Mathematiker sind.



Ein bißschen traurig,
Aikee

[Bearbeiten]

Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von Ex_Mitglied_40174 am Mi. 18. Juli 2007 16:20:43


"Ich kenne sogar Kommillitonen, die sich die Aufgaben von Mami und/oder Papi vorrechnen lassen, weil die zufällig auch Mathematiker sind."

Kenn ich auch! Ob man studiert hängt ja hierzulande, größtenteils von der sozialen Herkunft ab...


Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von Ex_Mitglied_40174 am So. 22. Juli 2007 00:21:22


Foren wie der Matheplanet sind ein natürliches Resultat der immer schlechter werdenden Ausbildung an Universitäten! Heute wird mehr Aufmerksamkeit auf eine breitgefächerte und anwendungsorientierte technische Ausbildung der Mathematik gelegt; jedoch kommen wichtige Grundlagenfächer meist zu kurz.

[Bearbeiten]


Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von viertel am So. 22. Juli 2007 17:47:52


Stefan72 schrieb:
Liebe Michaela!
Wenn du mich noch einmal "Stefan72" nennst, antworte ich dir 72 Tage nicht mehr.

Hallo Stefan,
da "Stefan" hier auf dem Matheplanet schon fast ein Sammelbegriff ist, so wie "Martin" auch, ist es doch nur ok, wenn der vollständige Nick benutzt wird (auch wenn Du inzwischen diese Jugendsünde bereust).
Es doch jedenfalls handlicher, "Stefan72" zu schreiben, als "Stefan (der mit der 72)"
(Mist, warum geht hier kein Quoting etc.?, muß man alles zu Fuß machen)

Zum Thema:
Eigentlich wurde schon alles gesagt. Auch wenn gegensätzliche Meinungen vertreten wurden, so haben doch beide Seiten recht - jedenfalls zum Teil.
Notwendig sicherlich nicht, denn früher ging's auch ohne. Notwendig schon, denn manche Info bekommt man mit vertretbaren Aufwand nur auf diesem Wege.
Wesentlich sicherlich nicht, denn das Wesentliche sollte man schon aus den Vorlesungen und Skripten ziehen. Wesentlich schon, denn die Informationsfülle ist einfach schier endlos.

Gruß vom 1/4

[Bearbeiten]

Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von portnoy am Sa. 28. Juli 2007 17:55:34


Für mich ist der Faktor Zeitersparnis der wesentliche. Ich bin viel zu faul, meine Zeit in Bibliotheken zu verbringen und mich durch Unmengen irrelevanter Informationen zu wühlen und mehrere Kilogramm an Büchern zu wälzen um dann vielleicht zuhause festzustellen, daß doch noch eine wichtige Information fehlt. Natürlich überlasse ich in Foren dann doch einen Teil der Arbeit denen, die mir antworten. Aber ich gehe davon aus, daß diese die Informationen leicht zur Hand haben, etwa weil es ihr Fachgebiet ist, und es ihnen auch Freude macht, zu helfen. Zudem kann ein verständiger Mensch besser auf das spezifische Problem eingehen als ein Buch.
Im übrigen lese ich gerne auch schon abgehakte Artikel zu mir bekannten Problemen durch, nur um zu sehen, wie die unterschiedlichen Teilnehmer versuchen das Problem dem Fragenden zu erläutern. Dabei lernt man auch noch einiges hinzu (neue Ansätze).
Der Matheplanet mag nicht notwendig sein, ist aber sehr hilfreich und unterhaltsam und die Zahl derer, die sich nur ihre Übungsaufgaben durchrechnen lassen wollen scheint mir auch nicht allzu hoch. Zumal die Forenpolitik solche ja doch nötigt, auch ein wenig selber nachzudenken (im übrigen hilft man ja nicht nur dem Fragenden sondern auch den unzähligen Mitlesern!).

Re: Sind Internet-Seiten wie der Matheplanet eine notwendige
von matroid am Sa. 28. Juli 2007 22:44:03


Hi portnoy,

das ist ein gutes Schlußwort, ich hätte es nicht besser sagen können.
Ja, gerade die Nur-Leser werden meist nicht gesehen, aber die Statistik sagt mir, daß viele Beiträge auch nach langer Zeit noch gelesen werden.

Nun gibt es eine neue Umfrage.

Grüße
Matroid


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