Forum:  Erfahrungsaustausch
Thema: Optionen außerhalb Uni-Sektor
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Kerlaz
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Dabei seit: 27.09.2012
Mitteilungen: 123
Themenstart: 2021-04-07 23:22

Hallo,

Ich bin momentan in meinem letzten Promotionsjahr und mache mir so meine Gedanken was danach kommt. Sehr gerne würde ich als Postdoc arbeiten und bin auch sehr flexibel was den Standort angeht. Jedoch ist mir bewusst, dass dies ein sehr kompetitives Feld ist. Nun möchte mich aber auch mal erkundigen, welche Optionen es außerhalb des Uni-Sektors gibt und vor allem wie man mit entsprechenden Firmen in Kontakt kommt. Mein Forschungsgebiet ist sehr theoretisch und hat keine direkten Anwendungen, aber ich habe von vielen Reinen Mathematikern gehört, die nach der Promotion im Bankwesen, Versicherungswesen, Unternehmensberatung etc. untergekommen sind.

Könnte mir jemand Empfehlungen geben wie ich mich am besten in dieser Richtung erkundige? Könnte mir darüberhinaus auch jemand Empfehlungen geben wie man mit solchen Firmen momentan in Kontakt kommt. Früher gab es an meiner Uni auch Firmenkontaktmessen und ich habe auch öfter mit Personen dieser Firmen gesprochen, die generell sehr an Mathematikern interessiert waren. Jedoch sind diese Firmenkontaktmessen aus bekanntlichen Gründen ja keine Möglichkeit momentan...

Ich würde mich sehr über jegliche Hilfe freuen. Ich habe noch etwas Zeit bis ich fertig bin und wiegesagt am liebsten würde ich dem Uni-Sektor erhalten bleiben, aber ich will mich rechtzeitig über Alternativen informieren.

Vielen Dank und liebe Grüße,
Kerlaz


phiregen
Aktiv
Dabei seit: 18.08.2010
Mitteilungen: 567
Beitrag No.1, eingetragen 2021-04-17 06:43

Hi,

nun es kommt auf deinen Nebenfach an und darauf ob du eher introvertiert oder extrovertiert bist.

Gut wäre z.B.: Extrovertiert + BWL-Accounting/Finance und dann könntest du gut als Consultant bei einer Strategieberatung anfangen.

Diese Firmen behandeln dich aber nicht besonders gut, wenn du keine Berufserfahrung hast, sondern du fängst dann als besserer Trainee oder sowas an. Man kann dort auch ohne BWL als Nebenfach arbeiten, aber das haben die halt gerne.

Oder arbeitest in einer "Daten"-Firma. Palantir wäre doch geil.
Hier zählen deine analytischen+Social-Skills um den Leuten zu erklären was du analysiert hat. Info oder BWL als Nebenfach ist hier gar nicht so wichtig.

Du könntest als Mathematiker natürlich auch in Banken oder Versicherungen im Aktuariat anfangen. Hast noch BWL/Finance oder so, wäre auch eine Risiko-Controlling-Abteilung etwas für dich.

Ich würde mir diese Sachen mal gut anschauen mich "mittel"-breit bewerben und dann nehmen was ich kriegen kann.

Wichtig ist, dass du schnell Berufserfahrung bekommst.
Du kannst du dir dann zwei Jahre lang im Job überlegen in welche Richtung du dich eher entwickeln willst und dir vielleicht die Aufgaben dazu schnappen und deine Skills aufbauen.
Dann kannst du abhauen und dich präsentieren wie gewünscht.

Ich habe damals zu viele Angebote abgelehnt und war dann fast 20 Monate ohne Job nach dem Master, bis dann auch was echt gutes kam.
Besser wäre es gewesen schneller was anzunehmen und dann zu wechseln. Ich meine HartzIV gegen ein Einstiegseinkommen...da habe ich ganz schön Geld verloren.
Aber gut, Towers Watson z.B. hatte auch wirklich ein freches Angebot. Da hätt ich morgens nicht mehr in den Spiegel gucken können.




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Druckdatum: 2021-06-22 15:51