Was ist an Mathematik schon lustig?

Paul, Dietrich

Buchcover
Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil geht es um Mathematik und Kabarett. Die Mathematik aus der Schule, besonders auch der Grundschule wird witzig auf den Arm genommen. Ein sehr breiter Teil ist den Primzahlen gewidmet, so wird z. B. illustriert, dass die meisten Primfaktoren der Zahlen unter 1000 „klein“, (also 2,3 oder 5) sind und dass die Primzahlen sehr dünn und absolut unregelmäßig verteilt sind. Gut gelungen und immer wieder wichtig ist es, die Journalisten und ihren oft sehr kenntnislosen Umgang mit Mathematik aufzuspießen.

Der zweite Teil enthält schon anderswo veröffentlichte „Mathematische Zeitgeist-Glossen“, so über Einstein, Gödel und Perelman.

Der dritte Teil ist mit „Musik, Mathematik und Humor“ überschrieben. Hier wird gezeigt, dass musikalische Kompositionen Werke mit Strukturen sind, wie etwa ein Kanon oder eine Fuge, und dass daher schon im Altertum Musik wie Arithmetik zu den „harten“ Fächern des Quadriviums gehörte. An Beispielen werden diese Strukturen demonstriert, noch besser, wenn man ihn persönlich auf der Bühne erlebt und er diese musikalischen Strukturen mit bekannten Stücken wie Happy Birthday und Mozarts Sonata facile miteinander verknüpft.

Zwischen den einzelnen Kapiteln sind immer wieder „Mathematische Zwischenspiele“ eingebettet, in denen er etwas genauer auf mathematische Inhalte eingeht.

Das Buch ist aber für Mathematiker weniger geeignet (Mathematiker betreiben ja schließlich ihre Mathematik mit Lust), für mathematisch ungeübte Laien ist aber der Schwierigkeitsgrad nicht zu hoch. Ein Problem für den Leser besteht aber darin, dass es scheint, als wäre flüssig gesprochener Text eines Kabarettisten einfach aufgeschrieben, ohne das noch einmal gründlich zu lektorieren. Auffällig und gewöhnungsbedürftig ist auch sein eigenwilliger Umgang mit Fußnoten. Da sie häufig sehr umfangreich sind, stören sie den Lesefluss. (Der Autor empfiehlt, sie beim ersten Mal zu überlesen und sich erst später um sie zu kümmern).


Hinzugefügt am: 2011-05-06
Kritiker: Eberhard Schock
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Suchbegriffe : Humor :: Kabarett :: Primzahlen :: Musik :: Einstein :: Gödel :: Perelman :

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