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Problemlösen lernen im Mathematikunterricht

Bruder, Regina und Collet, Christina

Buchcover
Wer einen Beitrag über allgemeines Problemlösen erwartet, wird enttäuscht, denn nur spezielle math. Probleme werden behandelt, und zwar solche, die mit bestimmten Heurismen lösbar sind. Heurismen sind heuristische Fragen: Welche Eigenschaften haben die Objekte? Ist ein analoges Problem bekannt? Was bleibt bei der Änderung gleich?
Problemlösen ist mühsam; es wird gleich zu Anfang als etwas Schwieriges definiert. Die Mühsal zieht sich durch das 4-Phasen-Modell für den Unterricht:
1. Phase: Gewöhnen an Heurismen und an ein strukturiertes Vorgehen beim Problemlösen über das Verwenden typischer Fragestellungen in einem reflektierten Problemlöseprozess durch die Lehrkraft
2. Phase: Bewusstmachen heuristischer Elemente und Einsicht in deren Wirksamkeit anhand von überzeugenden Musterbeispielen
3. Phase: Zeitweilige bewusste Übung und Anwendung der neu kennengelernten Heurismen anhand unterschiedlich schwieriger Aufgaben
4. Phase: Schrittweise bewusste Kontexterweiterung für den Einsatz der Heurismen und zunehmend unterbewusste Nutzung
All das kann nicht begeistern. Wichtige Aspekte werden ausgeblendet:
1. Die Ergänzung mit allgemeinem Problemlöseverhalten fehlt, das Schweizer Modell, dargestellt in dem Buch „Beat Wälti-Scolari, Problemlösen macht Schule“. In der Schweiz wird das experimentelle Lernen mit der Mathematik gefördert, den Schülern empfohlen, „dass selber probieren, Umwege und Fehler machen, Fragen stellen, Vermutungen aufstellen und überprüfen erwünschte und anerkannte Verhaltensweisen sind.“ Ganz anders die Autorinnen (S.69): „Zunächst beginnen wir mit der ‚Primitivtechnologie’ des Problemlösens, mit dem Probieren, um es auch gleich aufzuwerten zu einem systematischen Probieren. Erst dann würde man es zu den heuristischen Strategien zählen.“
2. Außer den Unterrichtszetteln haben die Schüler kein Material, keine Literatur, die ihnen einen Überblick bieten kann. Falls doch, wird es nicht erwähnt. Die Didaktik will ja den Informationsfluss genau kontrollieren. Sie rechtfertigt sich, weil das Scheitern eigenwilligen Agierens normal ist, aus dem der Lehrer herausführt. Nur beim rätselhaften „intuitiven Problemlöser“ glaubt man an besondere „genetische Anlagen“ (S. 30). Die Schüler werden durchgehend als Objekte mechanischer Lernprozesse behandelt und durch eine erhöhte „Anstrengungsbereitschaft“ zum „selbstregulierten Lernen“ geführt. Gewichtig werden Rahmenbedingungen gesucht, wo die „Schüler tatsächlich kreativ sein dürfen, wollen und können“ (S. 159), ohne zu ahnen, dass ohne die Kreativität der Schüler keine Schulmathematik funktioniert (s. Manfred Spitzer).
Mit seinem Anspruch auf Vollständigkeit zeigt das Buch, wie schmalspurig und defizitär das Darmstädter Projekt ist. Aus der Internetseite www.problemloesenlernen.de ist das nicht so leicht erkennbar. Es geht um die Kompetenzerweiterung für Aufgaben der mathematischen Wettbewerbe, um einen Kriterienkatalog und Steckbriefe, um bestimmte Aufgabentypen zu bearbeiten.


Hinzugefügt am: 2011-10-12
Kritiker: Gerhardus
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Suchbegriffe : Problemlösen :: Didaktik der Mathematik :

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