Der goldene Schnitt

Beutelspacher, Albrecht ; Petri, Bernhard

Buchcover
Beutelspacher und Petri haben ein sehr schönes und interessantes Buch geschrieben, das den goldenen Schnitt sehr facettenreich auf 173 Seiten vorstellt. Es werden keine Vorkenntnisse der Hochschulmathematik benötigt, um dieses Buch lesen zu können, sodass es auch von interessierten Schülern gelesen werden kann.

Zum Inhalt:

1. Grundlagen
2. Das reguläre Fünfeck
3. Goldene Rechtecke und platonische Körper
4. Die goldene Spirale und die spira mirabilis:
5. Geometrisches Allerlei
6. Fibonacci-Zahlen
7. Kettenbrüche, Ordnung und Chaos
8. Spiele
9. Der goldene Schnitt in der Natur
10. Kunst, Poesie, Musik, Witz, ...

Es werden beginnend mit der Definition des goldenen Schnitts zahlreiche Eigenschaften vorgestellt, die den goldenen Schnitt betreffen. Z.B. erfährt man etwas über verblüffend schöne Konstruktionen mit Zirkel und Lineal (u.a. eine von George Odom aus dem Jahr 1982) und sogar eine Konstruktion, die durch Papierfaltung zustandekommt. Neben vielen weiteren Entdeckungen, die man in diesem Buch macht, möchte ich insbesondere Kapitel 9 hervorheben, in dem der goldene Schnitt an sehr schönen Beispielen (Sonnenblume, Phyllotaxis, Ananas, Tannenzapfen, u.a.) vorgestellt wird. Schließlich endet das Buch mit der Frage "Warum ist der goldene Schnitt so schön ?" Darüber hinaus enthält das Buch zahlreiche Abbildungen und ein sehr umfangreiches Literaturverzeichnis zur Thematik. Übungsaufgaben am Ende eines Kapitels (mit Ausnahme von Kapitel 10) runden die Darstellung ab.

Fazit: Das Buch ist (in der Art, wie man es von Beutelspacher kennt) sehr schön (und locker) geschrieben und bietet Mathematik anders an, als es im Unterricht oder in der Vorlesung gewöhnlich gemacht wird. Allerdings ist dieses Buch keine populärwissenschaftliche Darstellung, was ich ausdrücklich begrüße ! Die Lektüre dieser Darstellung ist meiner Meinung nach eine Bereicherung für alle Interessierten.


Hinzugefügt am: 2012-01-07
Kritiker: Jingels
Bewertung

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Durchschnittsbewertung: 2 Bewertungen


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Weitere Kommentare:
Der goldene Schnitt
Bewertung von Gerhardus am 09.01.2012

Gerhardus schreibt:

2003 habe ich moniert, dass die (optimale) Suchmethode nach dem Goldenen Schnitt fehlt (vgl. das Schülerbuch N.N.Worobjow, Die Fibonaccischen Zahlen, 1971). Prof. Beutelspacher hat das damals dankbar akzeptiert, konnte aber nicht sagen, ob nochmal eine neue Auflage des Buches erscheinen wird. Für meinen elementaren Kurs über das Thema Unendlich waren die Seiten über die Dreiecksfraktale (S. 74) und die logarithmische Spirale (spira mirabilis) sehr hilfreich.
Das Literaturverzeichnis ist extra sehr umfangreich gehalten. Leider fehlt aber ein Register.
Eine Ergänzung ist das Buch von Hans Walser, Der Goldene Schnitt.  


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Der goldene Schnitt


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