Messerwerfen & Absinth: Die Kunst gefährlich zu leben

Gurstelle, William

Buchcover
Das Buch gliedert sich in zwei Teile:
Im ersten Teil "Warum gefährlich leben?" geht es mehr philosophisch zu. Der Autor erklärt, was gefährlich leben heißt und warum es gut ist. Dazu gehört auch ein kleiner Test, mit dem man seine Risikobereitschaft abschätzen kann. Gurstelle selbst sieht sich im "goldenen Drittel", das ist der Bereich etwas über der durchscnittlichen Risikobereitschaft (wenn man die Risikobereitschaft als normalverteilt annimmt). Dieser Teil umfaßt etwa ein Viertel des Buches. Das letzte Kapitel des zweiten Teils ("Die seltsame Musik setzt ein") gehört meiner Meinung nach auch zum philosophischen Teil.
Der zweite Teil ist überschrieben "Wie man gefährlich lebt". Das erste Kapitel hier nennt sich das wichtigste und ist es auch. Der Autor verweist darauf, daß man für seine Handlungen selbst verantwortlich ist und nicht der Autor. Auch muß man unbedingt die Sicherheitshinweise beachten. Diese umfassen z.B. das Tragen von Schutzkleidung.
Dann geht es zur Sache - oder auch nicht. Das Buch mußte für die deutsche Fassung überarbeitet werden. So entfielen die beliebtesten Kapitel der Originalfassung. Es wird gezeigt, wie man gute Holzkohle herstellt, aber nicht, wie man damit Schießpulver mischt. Das vorgestellte Reyns'sche Pulstriebwerk (Modell) ist interessant, aber natürlich nichts gegen (kleine) Feststoffraketen. Dann geht es um Kämpfe mit Tieren, die Gurstelle nicht selber durchführte, sondern berichten ließ. Ein Kapitel widmet sich dem Absinthgenuß und dem eleganten Rauchen, ein weiteres gefährlichem Essen (z.B. Fugu). Ein Kapitel widmet sich körperlichen Künsten. Hier berichtet der Autor wenigstens aus eigener Erfahrung, doch ob man mit der Kurzanleitung es lernt, mit einer Peitsche richtig zu knallen oder ein Messer zu werfen sei in Frage gestellt. Im vorletzten Kapitel gab es wieder eine Kürzung. Das Rezept für Rauchschleier ist vollständig, der Flammenwerfer wurde durch einen kleinen Feuertornado ersetzt.
 
Das Buch ist interessant zu lesen. Aber nach einmal Lesen hat man auch alles durch. Es mag sein, daß an Sicherheit gewohnte Leute die Vorschläge in dem Buch spannend finden, gewiefte Bastler eher nicht. Die Ideen werden nur kurz vorgestellt und oft auf weitere Literatur verwiesen. Das ist also kein Handbuch, mehr eine Vorschlagsliste. Mich überzeugte das Buch nicht.
 
Die Originalversion des Buches heißt "Absinthe & flamethrowers". So erkennt man, daß im Goldmann-Verlag das hier vorgestellte Buch unter dem Titel "Männer lieben die Gefahr : das nützliche Handbuch der gefährlichen Dinge" erschienen ist, allerdings von einem anderen Übersetzer und etwa ein Jahr später als die hier besprochene Ausgabe. Und es sei eine "vollständige Taschenbuchausgabe". Diese Version kenne ich nicht.


Hinzugefügt am: 2012-07-24
Kritiker: Dixon
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