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Physik » Physikalisches Praktikum » Messwert -> Messergebnis, implizite Darstellung
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Universität/Hochschule Messwert -> Messergebnis, implizite Darstellung
JJJanezic
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  Themenstart: 2017-03-16

Hallo, Ich habe eine Frage zur impliziten Messergebnisdarstellung: Der Messwert ist 0.752 kOhm. Das Messgerät hat eine Accuracy in diesem Messbereich von +-0.5% +2 digits. Explizit absolut bedeutet das, dass Messergebnis 752 +-6 Ohm beträgt. Explizit relativ bedeutet das, dass das Messergebnis 752 Ohm +-0.8% beträgt. Bei der impliziten Darstellung setzt es bei mir allerdings aus: Eigentlich sollte bei der impliziten Angabe des Messergebnisses die Unsicherheit kleiner als die halbe folgende Stelle ist. - Gebe ich daher 752 Ohm an, ist das falsch, denn der absolute Fehler ist ja mehr als die Hälfte dieser impliziten Darstellung, bei der die Unsicherheit ja +-0.5 Ohm betragen würde. - Gebe ich aber (implizit) 75*10^1 Ohm an, wäre die nächste Stelle wiederum +-0.5 Ohm*10^1, was ja nach wie vor zu wenige ist (die absolute Unsicherheit war ja 6 Ohm). - Gebe ich aber (implizit) 7*10^2 Ohm an würde dies eine Unsicherheit implizieren von 0.5*10^2 Ohm, was ja wieder viel zu hoch und außerdem auch wieder nicht richtig ist (700 +-50). Ich werde leider aus den diversen Fundstellen im Internet nicht schlauer, weil sich bei diesen der Fehler immer im Bereich <5 bewegt und nicht wie bei mir 6. Wie macht man das bitte richtig? Besten Dank, JJJ


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jacha2
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  Beitrag No.1, eingetragen 2017-03-16

Salut, \quoteon(2017-03-16 14:41 - JJJanezic im Themenstart) ...- Gebe ich aber (implizit) 75*10^1 Ohm an, wäre die nächste Stelle wiederum +-0.5 Ohm*10^1, was ja nach wie vor zu wenige ist (die absolute Unsicherheit war ja 6 Ohm).... \quoteoff Du solltest ab hier mit 80 DekaOhm +/- irgendwas rechnen (Ab 75 DekaOhm wird aufgerundet). Adieu


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dromedar
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  Beitrag No.2, eingetragen 2017-03-16

Hallo JJJanezic, \quoteon(2017-03-16 14:41 - JJJanezic im Themenstart) Eigentlich sollte bei der impliziten Angabe des Messergebnisses die Unsicherheit kleiner als die halbe folgende Stelle ist. \quoteoff Woher hast Du diese Definition? Ich kenne "implizite Fehlerangabe" nur in dem Sinne, dass man zunächst wie bei der expliziten Angabe das Messergebnis rundet und dann diese Zahl ohne die Ergänzung des (absoluten oder relativen) Fehlers angibt. In Deinem Beispiel mit einem Fehler von $\pm6\;\Omega$ wäre die letzte Stelle des Messergebnisses $75{\color{red}2}\;\Omega$ die Rundestelle, so dass die korrekte explizite Angabe $752\pm6\;\Omega$ wäre. Folglich wäre für mich $752\;\Omega$ die korrekte implizite Angabe. Grüße, dromedar


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JJJanezic
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  Beitrag No.3, vom Themenstarter, eingetragen 2017-03-16

Hallo, Ich habe das diesem Dokument entnommen: http://www-ekp.physik.uni-karlsruhe.de/~simonis/praktikum/allgemeines/Fehlerrechnung-Vorlesung.pdf Dort Seite 3... Danke für Eure Hilfe. JJJ


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Folgende Antworten hat der Fragesteller vermutlich noch nicht gesehen.
dromedar
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  Beitrag No.4, eingetragen 2017-03-17

\quoteon(2017-03-16 21:17 - JJJanezic in Beitrag No. 3) Ich habe das diesem Dokument entnommen: [...] \quoteoff Interessant (obwohl es dort mehr um die Frage geht, wie man eine Messgröße ohne explizite Fehlerangabe interpretiert, als darum, wie man so eine Größe hinschreibt). Eine Stelle, die den Begriff so verwendet, wie ich ihn kenne, findest Du z.B. hier auf Seite 12 unten.


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lula
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  Beitrag No.5, eingetragen 2017-03-17

Hallo implizite Fehler gibt man bei Messergebnissen i.A. nicht an, dagegen oft in Aufgaben, etwa Welche Zeit braucht ein Stein um aus 20 m Höhe frei zu fallen . mit 20m=9,81m/s^2*t^2 kommst du für t mit dem TR auf eine vielstellige Zahl, die aber nicht sinnvoll ist, weil die Angabe 20m +-0,5m bedeutet. ebenso gibt man oft physikalische Konstanten, wie g, \epsilon_0 usw an, ohne Fehkerm das bedeutet eben dann immer richtig, bis zur letzten gerundeten Stelle, aber nicht mehr. Gruß ledum


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