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Thema eröffnet 2019-04-19 03:50 von PrinzessinEinhorn
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Universität/Hochschule Was lest ihr?
Folgende Antworten hat der Fragesteller vermutlich noch nicht gesehen.
Er/sie war noch nicht wieder auf dem Matheplaneten
Bernhard
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  Beitrag No.160, eingetragen 2021-09-30

Hallo Delastelle! Das wäre nichts für mich. Zum lesen brauche ich ein Buch. Rein das physischen Gefühl macht schon eine ganz andere Stimmung und Einstellung. Alles auf demselben Monitor, Handy oder Reader aufnehmen zu müssen, würde mir das schnell nur langweilig machen. In ein Buch kann man eine Widmung reinschreiben und so einem Freund eine besondere Freude bereiten. Einem antiquarisch gekauften Buch kann man ansehen, wie sehr es seine Vorbesitzer geschätzt haben. Und Bücher gehören zu den mobilsten Medien überhaupt: Kein Abspielgerät und kein Lesegerät notwendig, keine lizensierte Software und kein Treiberupdate und vor allem kein Stromanschluß. Das liefert alles schon das menschliche Betriebssystem. Lediglich die Spracheinstellungen können die universelle Kompatibilität behindern. Analoge Grüße, Bernhard


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Delastelle
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  Beitrag No.161, eingetragen 2021-10-01

Hallo, @Bernhard: analoge und digitale Grüße an Dich! Die digitale Bibliothek ist sehr umfangreich. Und es existiert eine Volltextsuche durch die installierten Bände. Da kann man viel finden... Was wirklich praktisch ist - die Suchfunktion bei den Lexika. So kann man Zusammenhänge von 1850, 1900 und anderen Zeiten finden. Es sind glaube ich 5 oder 6 Lexika verfügbar. Auch eine frühe Wikipedia (1x ca. 2003, 1x ca. 2005). Ich hatte mal den "Matthias Sandorf" von Jules Verne aus der digitalen Bibliothek am PC-Bildschirm gelesen. Ich wollte mir nicht extra noch das Buch kaufen... (Mich hatte das Gitter - die Verschlüsselung von Sandorf interessiert.) Mit einem Ebookreader habe ich mal "In 80 Tagen um die Welt" (auch Jules Verne) in Französich gelesen. Ansonsten mag ich zum Lesen E-Bookreader auch nicht so sehr... Viele Grüße Ronald


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Bernhard
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  Beitrag No.162, eingetragen 2021-10-01

Hallo Delastelle! Für lexikographische Werke ist das natürlich sehr praktisch. ganz besonders zeigt sich das, wenn in mehreren Werkenzugleich gesucht werden soll. Kennst Du das Wörterbuchnetz der Deutschen Sprache? Für Sprachforscher und allgemein etymologisch interessierte eine wahre Schatzgrube! Dort sind solche hochkarätigen Herkunftswörterbücher über die Deutsche Sprache und ihre Entwicklung sowie ihre Dialekte miteinander vernetzt wie das Grimmsche Wörterbuch, Meyers Konversationslexikon, alt- und mittelhochdeutsche oder regionalsprachliche Wörterbücher. Wer dort mal reinschaut, kommt wegen der Kreuz-und-Quer-Verweise so schnell nicht wieder heraus! Aber nur Mut! Bernhard


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gonz
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  Beitrag No.163, eingetragen 2021-10-19

Begeistert habe ich gelernt, dass es sie auch auf Englisch gibt: The Robber Hotzenplotz The little Ghost Da wird Dimplemoser zum Sergeant, und Zackleman kämpft gegen "The good fairy Amaryllis" ... Da macht das ganze - zumindest dem Lehrer - doch mal wieder so richtig Spaß! Was aus der Witwe Schlotterbeck - staatlich geprüfte Hellseherin! - geworden ist, weiß ich noch gar nicht. Oder kam die erst im zweiten Band? Grüße aus dem Harz (heute sonnig!) Gerhard/Gonz


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Bernhard
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  Beitrag No.164, eingetragen 2021-10-19

Hallo gonz! Tatsächlich kam die Witwe Schlotterbeck erst im 2.Band. Wie wurden denn eigentlich die Namen genau übertragen? Kasperl, Seppel, Dimpfelmoser, Hotzenplotz, Schlotterbeck, Zackelmann und Schlotterbeck? Viele Grüße, Bernhard


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gonz
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  Beitrag No.165, eingetragen 2021-10-19

Hallo Bernhard, ja, ich habe inzwischen die beiden anderen Bände auch hervorgekramt :) Also Seppel und Kasper sind Seppel und Kasper Zwackelmann ist Zackleman (das finde ich genial) Dimpfelmoser ist Dimplemoser (und der Dienstgrad Wachtmeister ein Sergeant) Grüße / Gerhard - Gonz


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Bernhard
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  Beitrag No.166, eingetragen 2021-10-19

Hallo gonz! Noch ein Nachtrag: Alle Preußler-Bücher sind vielfach übersetzt worden und das schon bald nach ihrer Entstehung. Genauso wie die von Michael Ende. Krabat (1971) hatte schon 1979 über ein Dutzend fremdsprachige Ausgaben. Die kleine Hexe (1957) zu dieser Zein schon viel mehr. Wißt Ihr auch, wie die Hotzenplotz-Bücher entstanden sind, warum der Räuber so heißt und es drei Geschichten sind? Viele Grüße, Bernhard [Die Antwort wurde nach Beitrag No.164 begonnen.]


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Bernhard
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  Beitrag No.167, eingetragen 2021-10-19

\quoteon(2021-10-19 21:26 - gonz in Beitrag No. 165) Dimpfelmoser ist Dimplemoser (und der Dienstgrad Wachtmeister ein Sergeant) \quoteoff Und wie ist der später? Dimpfelmoser wird ja zweimal für seine Verdienste befördert: Ab dem zweiten Band ist er dann Oberwachtmeister, im dritten Polizeihauptwachtmeister. Viele Grüße, Bernhard


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Slash
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  Beitrag No.168, eingetragen 2021-10-20

Ich habe mir vor ein paar Tagen das tolle populärwissenschaftliche Mathematikbuch "Erfahrung Mathematik" (Amazon Link) als gebrauchte gebundene Ausgabe gekauft und liebe es, obwohl ich die Paperback Edition bereits seit zig Jahren im Regal stehen hab. Diese ist leider bereits nach ein paar Jahren zerfleddert wegen der schlechten Bindung bzw. der hohen Seitenzahl (492). Das Buch ist ein reines Vergnügen und bietet so manchen Schatz an Themen und Formulierungen. Und für ein paar Euro ist die gebundene Edition echt ein Schnäppchen. Auf Wunsch (PM an mich) sende ich aber auch gerne eine PDF Version an alle Interessierten. Diese findet sich zwar auch im Netz, dann aber wohl nicht ganz legal. Gruß, Slash


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Goswin
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  Beitrag No.169, eingetragen 2022-01-25

Ich habe mich nach zwanzig Jahren wieder einmal in "Sofies Welt", insbesondere die letzten vier Kapitel, eingelesen, und finde dieses Buch noch genauso enttäuschend und überbewertet wie das erste Mal. Das heißt: wenn ich es wie erwünscht als Roman bewerte, denn als populärfilosofisches Sachbuch scheint es in Ordnung zu sein (aber davon verstehe ich zu wenig). Aber als Roman schafft Gaarder es (meiner Meinung nach) nicht, das Buch zu einem angemessenen Abschluss zu bringen, und setzt sich inmitten zwei Stühle: (1) einerseits wird die fiktive Sofie getröstet, dass sie als solche im Gegensatz zu Hilde unsterblich ist, (2) anderseits wurde bereits offenbart, dass der buchschreibende Major und Tochter Hilde genauso fiktiv wie Sofie sind. Das verwirrt nicht nur Jugendliche.


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Qing
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  Beitrag No.170, eingetragen 2022-03-18

Ich habe die Tage das Buch "A Mathematician's Apology" von G. H. Hardy und einem Vorwort von C. P. Snow gelesen, und dies als Anlass genommen mal eine Buchrezension zu schreiben. https://matheplanet.de/matheplanet/nuke/html/reviews.php?op=showcontent&id=788 Ich hoffe dies ist mir gelungen... Ich freue mich über Feedback und Verbesserungsvorschläge. Ich möchte mich hier nicht unbedingt wiederholen. Das Buch im ganzen fand ich ok. Hardys Ansichten sind relativ unspektakulär. Das Buch lässt sich allerdings ziemlich zügig lesen, und kommt mit einem fantastischen Vorwort von C. P. Snow. Aufmerksam auf das Buch geworden bin ich durch Sheldon Axler, der es in seinem Buch zur Maß- und Integrationstheorie erwähnt.


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Delastelle
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  Beitrag No.171, eingetragen 2022-03-31

Hallo, gelesen habe ich auch einiges von Ephraim Kishon. Mit seinen Lebensstationen Ungarn, Israel, Schweiz. Dies kann man in seinem ernstesten Buch nachlesen: "Nichts zu lachen" Er hat ja mal gesagt: Kishon (5.9.1995): "Die Ossis, sie seien so menschlich, so warm, so dankbar und so bescheiden. Aber bilden Sie sich bloß nichts darauf ein! In fünfzehn Jahren sind Sie wie die Wessis." Viele Grüße Ronald


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gonz
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  Beitrag No.172, eingetragen 2022-05-11

Tad Williams: HAPPY HOUR in der HÖLLE Der zweite Band der vorläufig dreibändigen Tetralogie Trilogie um den himmlischen Anwalt Bobby Dollar, der in die Mühlen zwischen seinen Vorgesetzten "oben, im Haus" und den Gegenspielern aus der Unterwelt gerät. (Erster Band: Die dunklen Gassen des Himmels, dritter Band schon erschienen: Spät dran am jüngsten Tag). Ich bin hin und her gerissen, wie man sieht habe ich mir aber den zweiten Band "geholt". Bobby lebt in seiner menschlichen Gestalt ein ziemlich durchgeknalltes Leben, das ihn in nächtliche Bars und schließlich auch ins Bett einer höhergestellten Höllenfürstin führt, in die er sich (vielleicht recht einseitig, so genau ist das noch nicht raus) verliebt, und die er aus einer etwas prekären Lage befreien will, in die sie durch ein entwendetes Artefakt geraten ist. Mehr wird aber nicht verraten. Wer "Das Buch ohne Staben" und den Berufskiller Bourbon Kid mochte, wird auch Bobby Dollar begeistert auf seinen Abenteuern folgen. Es ist außerdem, wie mir meine Frau mitteilte, "herätisch". Es ist nicht alles in Himmel und Hölle so, wie man es sich vorstellen mag. Also... vielleicht eine Empfehlung, um es auf eine Dienstreise mitzunehmen, um abends im Hotel etwas Ablenkung zu finden (so man nicht, durch die Lektüre animiert, doch in die Bar runtergeht). Habt's fein und bleibt stark! Gerhard/Gonz


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Ixx
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  Beitrag No.173, eingetragen 2022-05-11

\quoteon(2022-01-25 18:23 - Goswin in Beitrag No. 169) Ich habe mich nach zwanzig Jahren wieder einmal in "Sofies Welt", insbesondere die letzten vier Kapitel, eingelesen, und finde dieses Buch noch genauso enttäuschend und überbewertet wie das erste Mal. Das heißt: wenn ich es wie erwünscht als Roman bewerte, denn als populärfilosofisches Sachbuch scheint es in Ordnung zu sein (aber davon verstehe ich zu wenig). Aber als Roman schafft Gaarder es (meiner Meinung nach) nicht, das Buch zu einem angemessenen Abschluss zu bringen, und setzt sich inmitten zwei Stühle: (1) einerseits wird die fiktive Sofie getröstet, dass sie als solche im Gegensatz zu Hilde unsterblich ist, (2) anderseits wurde bereits offenbart, dass der buchschreibende Major und Tochter Hilde genauso fiktiv wie Sofie sind. Das verwirrt nicht nur Jugendliche. \quoteoff Naja, also der Abschluss der Geschichte ist ja nun gerade nicht der Kern des Werks. In diesem sollten Jugendliche an die Philosophie herangeführt werden, ohne es als Lehr-/ bzw. Sachbuch zu schreiben. Insofern gibt es die nette Rahmengeschichte, die aber natürlich nicht den Anspruch haben kann, als eigenständiges Werk besonders herausragend zu sein. Wenn du also das Buch bewerten willst, dann doch eher danach, wie es dem Atuor gelingt, Interesse für Philosophie zu wecken. btw: Was genau ist jetzt an dem Gedanken einer iterierten Fiktion so verwirrend? Das ist doch eine nette Auflösung, die dich als Leser_in deine eigene Realität hinterfragen lässt... OT: Als ich als Jugendlicher das Buch gelesen habe, habe ich danach begonnen, mich zu fragen, welche Verantwortung eigentlich ein Autor als "Gott" seiner Welt über die von ihm erschaffenen "Geschöpfe" hat.


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Qing
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  Beitrag No.174, eingetragen 2022-05-22

Hey, wollte mal fragen ob es hier jemanden gibt, der sich mit den Büchern von Terry Pratchett gut auskennt. Ich habe noch nichts von ihm gelesen, suche aktuell aber "Weihnachtsgeschenke" und wollte dieses Jahr Bücher verschenken, aber ich will keine Bücher verschenken, die ich nicht selber gelesen habe. Einer meiner Brüder zieht vor auf englisch zu lesen, da kam mir Pratchett in den Sinn, da seine Bücher ja sehr lustig sein sollen, was die Sprache angeht. Kann mir jemand eines seiner Bücher zur Scheibenwelt empfehlen, die man gut zum Einstieg lesen kann, und zu den "besseren" (falls man das so sagen kann) der Reihe gehört? Edit: Ansonsten habe ich die Tage das Buch von Shimura "The Map of My Life" gelesen, was ich wirklich sehr gut fand, und hier rezensiert habe. Ich kann das Buch definitiv empfehlen, und wollte mal darauf Aufmerksam machen. Ich denke gerade Mathematik interessierte kommen dort auf ihre Kosten, wenn gleich die Mathematik natürlich behandelt wird, aber nicht Zentral ist. Davor gelesen (und ebenfalls hier rezensiert...) habe ich das Buch "Influencer: Die Ideologie der Werbekörper". Ich hatte den Skandal um Fynn Kliemann (kannte ich vorher nicht) als Anlass genommen, bin aber auch sonst Fan der Autoren und ihres Podcasts. Kann ich ebenfalls empfehlen. Besonders an Eltern die aktuell mit Teenagern zu tun haben. :)


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Slash
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  Beitrag No.175, eingetragen 2022-05-22

Ich habe vor ein paar Tagen Hesses Steppenwolf angefangen. Bin erst auf Seite 30, aber ich liebe es!


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cramilu
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  Beitrag No.176, eingetragen 2022-06-17

Slash, mir geht es ähnlich... 😉 Als bekennender Fan hatte gonz mich vor Zeiten auf Hesse gebracht. »Das Glasperlenspiel«, »Demian« und »Unterm Rad« stehen neben »Der Steppenwolf« fest auf meiner Absichtsliste! Indes... hatte ich mich seit dem vergangenen Herbst in Science-Fiction-Literatur festgelesen und bin aktuell wieder von Michael Crichtons »Sphere« (1987) gefesselt. Crichton war hier auch schon Thema; ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich eine Lanze für ihn brechen. Zwar ist sein Spätwerk ab »Prey« (2002) durchaus diskussionswürdig, aber bis einschließlich »Timeline« (1999) gibt es für mich keinerlei Zweifel an seinem Schaffen. Bedingt durch damalige Umstände habe ich seine Romane im Englischen Original gelesen. In den 1990-er Jahren hatten mir entsprechende Huckepack-Mitbestellungen aus den U.S.A. die Anschaffung englischsprachiger Fachliteratur für das Informatik-Studium vergünstigt. Als gelungenste Verfilmungen sehe ich an: »Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All« (1971) »Der große Eisenbahnraub« (1979) Mit »Eaters of the Dead« (1976) und »Jurassic Park« (1990) hat er zwei besondere Prachtstücke abgeliefert - wer sich hier Buch statt Film zuwendet, wird beeindruckt sein! Persönliche Nachfragen? Gerne! 😎


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Slash
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  Beitrag No.177, eingetragen 2022-06-17

\quoteon(2022-06-17 21:22 - cramilu in Beitrag No. 176) »Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All« (1971) \quoteoff Grandioser Film!


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Kitaktus
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  Beitrag No.178, eingetragen 2022-06-22

\quoteon(2022-05-22 21:19 - Qing in Beitrag No. 174) wollte mal fragen ob es hier jemanden gibt, der sich mit den Büchern von Terry Pratchett gut auskennt. \quoteoff Terry Pratchett ist mein Lieblingsautor, also würde ich sagen, ja. Hier findet man eine sehr schöne Aufstellung seiner Scheibenweltromane nach Themen und Reihenfolge sortiert. In der Übersicht fehlen ein paar Romane(*), aber die sind alle weit rechts einzuordnen. Wenn Du nach den englischen Namen suchst, kannst Du auch hier schauen. Mit welcher Serie Du beginnen willst, hängt vom persönlichen Geschmack ab. Die Rincewind-Reihe beginnt mit den ältesten Romanen der Scheibenwelt, ich persönlich finde diese Bücher (noch) nicht so gut wie die späteren. Das liegt vor allem am "Helden" Rincewind, einem Zauberer, der eigentlich nichts auf die Reihe bekommt, aber am Ende doch alle Gefahren meistert. Die späteren Romane der Rincewind/Zauberer-Reihe gefallen mir persönlich besser. Die Hexen-Reihe ist in gewisser Weise ein weiblicher Gegenentwurf zu den Zauberern um Rincewind. "Kleine freie Männer" und die folgenden Romane haben eine Teenagerin als Hauptheldin. Die "Tod"-Reihe dreht sich um Gevatter Tod, seinen Lehrling und seine Tochter. Die "Stadtwache" spielt in der Metropole Ankh-Morpork und dreht sich stark um die Entwicklung der Stadt in eine (nach Fantasy-Maßstäben) "moderne" Großstadt. Alle Reihen spielen in der selben Welt (ggf. in verschiedenen Gegenden) und größtenteils in der selben Periode. Dabei entwickelt sich die Welt weiter. Wenn in Ankh Morpork die Telegraphie erfunden wird, dann werden etwas später auch in Lancre "Klackertürme" gebaut. Wichtige handelnde Personen tauchen in mehreren Reihen auf. Wenn man richtig auf den Geschmack gekommen ist und mehr als eine Reihe lesen möchte, würde ich daher nicht unbedingt eine Reihe nach der anderen lesen, sondern mich mehr von links nach rechts durcharbeiten. [Das entspricht grob der Reihenfolge der Veröffentlichung.] Zu beachten ist noch, dass die Bücher über einen langen Zeitraum veröffentlicht wurden. Pratchetts Stil ist in der Zeit gereift und spätere Bücher sind mehr auf den "Gesamtkosmos Scheibenwelt" abgestimmt. In der Graphik im Link sind gute Einstiegspunkte markiert. Welcher davon "der beste" ist, fällt mir schwer zu beurteilen, das liegt schon zu lange zurück. "Gevatter Tod" war mein erstes Buch der Scheibenwelt (übrigens der Preis in einem Mathematik-Wettbewerb) und hat mir so gut gefallen, dass ich danach jedes Buch der Liste gelesen habe -- es kann also nicht ganz schlecht gewesen sein ;-) Wenn man tiefer in die Scheibenwelt eintaucht, sollte man "Gevatter Tod" auf jeden Fall gelesen haben, da der "Sensenmann" regelmäßig in Erscheinung tritt. Meine Lieblingsreihe ist die "Stadtwache". Die Charaktere sind so liebenswert und menschlich(**), da würde ich am liebsten mitmachen. Das spricht auf jeden Fall für "Wachen! Wachen!" Und wenn man besonders auf Frauenpower steht, wäre "Das Erbe des Zauberers" der richtige Einstieg. Originaltitel: Gevatter Tod = Mort Wachen! Wachen! = Guards! Guards! Das Erbe des Zauberers = Equal Rites (*) Unseen Academicals (nach "Wahre Helden") Das Mitternachtskleid (nach "Der Winterschmied") Die Krone des Schäfers (nach "Das Mitternachtskleid") Steife Prise (nach "Klonk" ?) Schöne Scheine (nach "Ab die Post") Toller Dampf voraus (nach "Schöne Scheine" ?) (**) Wobei viele von ihnen gar keine Menschen sind. Eine Werwölfin oder einen Troll in der Wache zu haben, ist schon eine praktische Sache.


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Qing
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  Beitrag No.179, eingetragen 2022-06-22

Vielen Dank für deinen umfangreichen Beitrag.


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Qing
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  Beitrag No.180, eingetragen 2022-07-02

Viele von euch kennen es wohl schon, aber ich habe die Tage den Klassiker '1984' von George Orwell gelesen. Was soll ich sagen. Wichtiger Text, den man gelesen haben sollte. Vor allem mit einer Wendung die ich nicht wirklich habe kommen sehen. Dem Wikipedia-Artikel ist zu entnehmen, dass die Verkaufszahlen des Buches in Russland seit dem Krieg um 75% zugenommen hätten, während es in Belarus im Mai 2022 verboten wurde. Das hat mich in sofern verwundert, dass ich davon ausgegangen bin, dass das Buch in Russland schon längst verboten ist.


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Bernhard
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  Beitrag No.181, eingetragen 2022-07-03

\quoteon(2022-07-02 03:06 - Qing in Beitrag No. 180) Das hat mich in sofern verwundert, dass ich davon ausgegangen bin, dass das Buch in Russland schon längst verboten ist. \quoteoff Das hätte ich jetzt auch gedacht! Viele Grüße, Bernhard


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Delastelle
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  Beitrag No.182, eingetragen 2022-07-03

Hallo Qing! "Bücher im Russland verbieten" Das ist in den USA anders - dort gibt es kritische Bücher, aber wer liest in den USA schon Bücher? Viele Grüße Ronald


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Qing
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  Beitrag No.183, eingetragen 2022-07-03

Ich weiß nicht, aber bestimmt lesen viele auf den sozialen Netzwerken mit, und etwa ein tweet mit 280 Zeichen ist ja praktisch schon ein Buch.


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Qing
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  Beitrag No.184, eingetragen 2022-07-14

\quoteon(2022-07-14 23:25 - Delastelle in Beitrag No. 2370) Schiller, der Mathematiker: Das Lied von der Glocke http://www.zeno.org/Literatur/M/Schiller,+Friedrich/Gedichte/Gedichte+(1789-1805)/Das+Lied+von+der+Glocke "O! zarte Sehnsucht, süßes Hoffen," // heißt das 0! = 1 :-) Viele Grüße Ronald \quoteoff Ich habe mir vor ein paar Tagen eine Sammlung deutscher Gedichte zugelegt. Deshalb musste ich gerade (passend zum ursprünglichen Thread) lachen, weil ich das Lied/Gedicht heute noch gelesen habe. Eine kleine "Entdeckung" meinerseits ist der Literat Ludwig Tieck, den ich vorher nicht kannte, viel über Liebe schreibt, und dessen Gedichte ich sehr schön finde. Außerdem sagt mir sehr Ludwig Uhland zu, von dem ich bisher nur sein Gedicht 'Auf der Überfahrt' kannte, was ich hier mal empfehlen möchte (ist in der Sammlung aber nicht enthalten), da es eines meiner Lieblingsgedichte ist: \showon Auf der Überfahrt Über diesen Strom, vor Jahren, Bin ich einmal schon gefahren. Hier die Burg im Abendschimmer, Drüben rauscht das Wehr, wie immer. Und von diesem Kahn umschlossen Waren mit mir zween Genossen: Ach! ein Freund, ein vatergleicher, Und ein junger, hoffnungsreicher. Jener wirkte still hienieden, Und so ist er auch geschieden, Dieser, brausend vor uns allen, Ist in Kampf und Sturm gefallen. So, wenn ich vergangner Tage, Glücklicher, zu denken wage, Muß ich stets Genossen missen, Teure, die der Tod entrissen. Doch was alle Freundschaft bindet, Ist, wenn Geist zu Geist sich findet; Geistig waren jene Stunden, Geistern bin ich noch verbunden. – Nimm nur, Fährmann, nimm die Miete, Die ich gerne dreifach biete! Zween, die mit mir überfuhren, Waren geistige Naturen. \showoff Ansonsten lese ich zur Zeit Tolstois Anna Karenina.


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Slash
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  Beitrag No.185, eingetragen 2022-07-27

"Wälzer, Ziegelstein, Schwarte, Mammut – dicke Bücher sind eine Klasse für sich. Gewichtig melden sie umfassende Ansprüche an: zeitliche, kulturelle, obsessive etc. Eine gewisse Unhandlichkeit ist Teil ihres Charmes: Sie sind Body- und Mindbuilding in einem." ...herrlich! 😎 Die Liebe zum dicken Buch


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gonz
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  Beitrag No.186, eingetragen 2022-08-21

Eigentlich muss man es lesen. Ich dachte heute morgen daran - und erwarte nun, dass im Magischen Spiegelthread jemand "Ben Gurion!" sagt... (sorry für den Spoiler) Ephraim Kishon: Jüdisches Poker https://youtu.be/-P_AJDO7-Tg Einen schönen Sonntag! Gerhard/Gonz


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gonz
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  Beitrag No.187, eingetragen 2022-10-01

Von einer lieben Freundin bekommen: Shel Silverstein, Light at the Attic und The End of the Sidewalk.


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Slash
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  Beitrag No.188, eingetragen 2022-10-02

Pferdegeflüster – Damit wir uns richtig verstehen: Wie dein Pferd die Welt wahrnimmt (Brigitte Stieger) Ein sehr informatives kleines Büchlein für ein paar Euro. Möchte ich jedem empfehlen, der Pferde mag. Gruß, Slash


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willyengland
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  Beitrag No.189, eingetragen 2022-11-04

Es gibt ein neues Heft von Spektrum Spezial: "Unendlichkeiten: Die Mathematik des Grenzenlosen" 3/2022 https://www.spektrum.de/inhaltsverzeichnis/unendlichkeiten-spezial-physik-mathematik-technik-3-2022/1938976 9,30 €


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gonz
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  Beitrag No.190, eingetragen 2022-11-04

Ich lese aktuell zwei Autoren... Michel Houellebecq, und zwar "Vernichten" und aktuell "Serotonin"... Seine Bücher sprechen mich an in dem Sinne, dass es einiges zum Nachdenken gibt. Vernichten hat teils den Charakter eines Polit-Thrillers, es spielt in Kreisen der höheren französischen Mininsterialbürokratie, es spielt aber auch mit dem Gedanken der Sterblichkeit und dem Umgehen damit, dass wir alle (ja doch - glaube ich) irgendwann von dieser Welt müssen, und dass das vielleicht nicht so schnell und einfach geht. Außerdem sind in beiden Büchern die Helden alte, weiße Männer (in einem gewissen Sinne). Tatsächlich haben seine Bücher immer mal eher (soft-)pornographische Einlagen, oder zumindest werden "die Dinge beim Namen genannt", aber das kann man zur Not auch mal überblättern wenn es zu eintönig wird * schmunzel. Und es könnte sein, dass der Autor eine gewisse Einstellung hat, die man rassistisch nennen könnte oder gegen gewisse Religionen gerichtet. Aber auch das ist (für mich) fraglich und natürlich regt es zum Widerspruch (und damit ebenfalls zum Nachdenken) an. Also - eine Empfehlung meinerseits. Und dann Oliver Pötzsch, "Das Mädchen und der Totengräber". Ein historischer Roman um einen Wiener Kriminalbeamten zum Ende des 19. Jahrhunderts (tatsächlich der zweite Roman um Leopold von Herzfeldt und seine Helfer - aber man kann ihn gut zuerst lesen). Das ist schön geschrieben und gefällt mir als Kriminalroman, es webt die Zeit und die Verhältnisse in Wien und der Doppelmonarchie ein, und spielt mit der damaligen Ägyptomanie (was mich dazu verleitet hat, es nach Lesen das Klappentextes mitzunehmen). Was mich - bezogen auf den historischen Aspekt - stört, ist neben einigen Ungenauigkeiten die "moderne" Denkweise der Protagonisten, die wie Menschen aus dem beginnenden 21. Jahrhundert wirken, die eine Zeitreise gemacht haben. Aber nun, es hat immerhin gereicht, dass ich es zu Ende gelesen habe, und nun einen weiteren Band vom Autor auf den Schreibtisch liegen habe (den ich aber vielleicht gar nicht lesen werde, mal sehen, ob ich Lust dazu bekomme). Glück Auf! Aus dem Oberharz - Gerhard/Gonz


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Qing
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\quoteon(2022-11-04 09:40 - gonz in Beitrag No. 190) Ich lese aktuell zwei Autoren... Michel Houellebecq, und zwar "Vernichten" \quoteoff Bei der Gelegenheit verlinke ich mal diese Buchbesprechung, da ich den beiden Herren doch ganz gerne zuhöre. Wollte das Buch auch noch irgendwann lesen. Zur Zeit lese ich "The Mad and the Bad", aber gerade erst angefangen.


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Qing
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  Beitrag No.192, eingetragen 2022-11-04

Ansonsten ist vor kurzem eine Emmy-Noether-Biographie erschienen, die ich gekauft habe, und lesen wollte. Der Autor Lars Jaeger macht auf mich aber leider keinen seriösen Eindruck, was ich aber erst nachdem Lesen der ersten paar Seiten festgestellt habe... Das Buch wimmelt auf den ersten Seiten von mathematischen Fehlern. Hier mal ein Auszug: 1. Die Menge der ganze Zahlen wird wie folgt notiert $(\dotso, -3, -2, -1, 1, 2, 3,\dotso)$ 2. \quoteon Abzählbar heißt eine Menge, wenn jedem ihrer Elemente genau eine natürliche Zahl zugeordnet werden kann - und umgekehrt\quoteoff 3. Eine Seite später wird Cantors Diagonalargument skizziert um die Abzählbarkeit der rationalen Zahlen zu zeigen. Natürlich nicht bijektiv, sondern surjektiv. 4. \quoteon Nun lautete eine wichtige Frage der Mathematik am Ende des 19. Jahrhunderts: Gibt es Zahlenmengen, die nicht abzählbar sind, die also die Größe der Menge der natürlichen Zahlen [...] überschreitet? [...] Man wusste, dass die Existenz solcher "echten" Unendlichkeiten (Mathematiker sprechen von aktualen Unendlichkeiten) die Mathematik in große Schwierigkeiten bringen würde. Denn mit ihnen ergeben sich unlösbare Paradoxien.\quoteoff Meinem Verständnis nach ist das alles falsch was hier behauptet wird. Die Überabzählbarkeit von $\mathbb{R}$ war Cantor meinem Verständnis nach sofort klar, mag mich irren. Den Begriff einer "aktualen Unendlichkeit" lese ich zu erst in diesem Buch (es wird auch "potentielle Unendlichkeit" erwähnt), und zu welchen Paradoxien überabzählbare Mengen führen, weiß ich auch nicht. Es geht weiter: 5. Kennt jemand von euch den Mathematiker "Gregor Cantor?" :D Geschrieben wird folgendes: \quoteon 1874 beweis Gregor Cantor, der zuvor schon die Gleichmächtigkeit von natürlichen, ganzen und rationalen Zahlen gezeigt und damit die Geduld der Mathematiker auf die Probe gestellt hatte, dass es eine Gruppe von Zahlen gibt, die nicht abzählbar ist: die irrationalen Zahlen. [...] Es musste also eine neue Zahlenklasse definiert werden: die der irrationalen Zahlen. Einige von ihnen - neben $\pi$ und $\sqrt{2}$ gehört zum Beispiel auch die Euler'sche Zahl $e$ in diese Gruppe - waren zwar schon lange bekannt, man hatte aber ihre Sonderstellung im Zahlenreich nicht wahrnehmen wollen. \quoteoff Was doch einfach nur quatsch ist. 6. \quoteon Indem Cantor das aktuale Unendliche in die Mathematik einführte, stürzte er sein Fach in die tiefste Krise, seit Urmenschen das Zählen gelernt hatten. Schon den Griechen der Antike waren Paradoxa bekannt, die sich aus der Existenz aktualer Unendlichkeiten ergeben. Das Wettrennen zwischen Zenon und der Schildkröte [...]. Doch mathematisch gab es keinen Weg, dies zu berechnen. Denn die Wegstrecke, die die Schildkörte Zenon voraus ist, wird immer kleiner - aktual unendlich klein. Und schon flogen den Mathematikern ihre Gleichungen um die Ohren... \quoteoff 7. Kann jemand von euch diese Behauptung bestätigen? \quoteon Dass zahlreiche etablierte Mathematiker Cantors offenkundig gültigen und nicht widerlegbaren Beweis nicht anerkennen wollten und geradezu verzweifelt nach einem Fehler suchten, zeigt das Ausmaß der Furcht vor den Konsequenzen. \quoteoff War es Cantors Entdeckung von verschiedenen Unendlichkeiten, die die Axiomatisierung der Mathematik notwendig gemacht hat? 8. 1930 soll Gödel bewiesen haben, dass falls ZFC zu keinem Widerspruch führt, dies nur dann gilt, wenn es durch die Kontinuumshypothese ergänzt wird. Ich verstehe leider von Gödels Arbeit und seinen Sätzen nicht so viel, aber das wäre mir neu. Im Anhang wird noch folgendes über Ringe und Polynomringe geschrieben: \quoteon Aus dem Ring $A_n+A_{n-1}+\dotso +A_0$ wird so der Polynomring $A_nX^n+\dotso A_1X+A_0$. \quoteoff In aller kürze habe ich das Buch nach der Einleitung weggelegt, da ich den Autor für höchst unglaubwürdig halte. Dann habe ich mal nachgesehen, wer hinter Lars Jaeger steckt. Nun, er hat wohl auch das Buch "Wissenschaft und Spiritualität" geschrieben.


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Wally
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  Beitrag No.193, eingetragen 2022-11-04

Bei mir im Regal wartet "The Ink Black Heart" von Robert Galbraith (aka Joanne Rowling) darauf, dass ich etwas Zeit finde. Viele Grüße Wally


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willyengland
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  Beitrag No.194, eingetragen 2022-11-04

@Quing: Das ist ja heftig! Da solltest du mal eine Rezension auf Amazon schreiben. Wurde das denn gar nicht redigiert? Evtl. verließ man sich auf die Ausbildung des Herrn: "hat Physik, Mathematik, Philosophie und Geschichte in Bonn und Paris studiert und mehrere Jahre in der theoretischen Physik im Bereich der Quantenfeldtheorien und Chaostheorie geforscht."


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Qing
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  Beitrag No.195, eingetragen 2022-11-04

@Willyengland: Tatsächlich hatte ich eine Rezension geschrieben, bzw. die Email die ich ursprünglich dem Autor schreiben wollte als Review veröffentlicht, ich habe aber kurze Zeit später meinen Amazon-Account gelöscht, und damit auch die Rezension.


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Delastelle
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  Beitrag No.196, eingetragen 2022-11-11 12:11

Hallo, ein Zeitschriftentipp: im Ecoute Heft 13/22 (ca. Anfang November 2022 / Französisch) gibt es mehrere Artikel zu Jacques Tati. Aus Anlaß seines 40.Todestages hat das Heft S.14 bis 25 mit Beiträgen zu Tati gefüllt. Viele Grüße Ronald


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