Matroids Matheplanet Forum Index
Moderiert von Berufspenner Ueli rlk MontyPythagoras
Ingenieurwesen » Elektrotechnik » Antenne in Empfängerschaltungen
Druckversion
Druckversion
Antworten
Antworten
Autor
Universität/Hochschule Antenne in Empfängerschaltungen
Seligman
Aktiv Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 11.01.2020
Mitteilungen: 39
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Themenstart: 2020-05-22 22:47


Guten Abend,

ich hab da eine ganz einfache Anfängerfrage auf die ich nirgendwo eine zufriedenstellende Antwort finden kann. Wann man grundsätzlich Signaldetektor-Schaltungen baut, die also Funkwellen empfangen, gibt es eine Richtlinie wo in der Schaltung die Empfangsantenne eingebaut werden soll? Hab unten ein Paar Schaltungen abgebildet, leider erkenne ich nicht das Muster. Muss die Antenne immer als eine Platte eines parallel zum Verstärker geschalteten Kondendators gedacht werden? (die andere "Platte" wäre die Erdung.) Wenn ja, Wieso (vgl 1. Bild) muss da zwischen der Antenne und dem Transistor ein Koppelkondensator zwischengeschaltet werden? Die Antenne empfängt ja nur Schwingungen, warum muss da ggf noch Gleichstrom weggefiltert werden? (das ist ja die Kernaufgabe des Koppelkondensators).

Im großen und ganzen gibts eine Richlinie wo die Antenne in einer Empfäängerschaltung angebracht werden soll?















Eine Notiz zu diese Forumbeitrag schreiben Notiz   Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
jacha2
Senior Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 28.05.2013
Mitteilungen: 1056
Aus: Namur
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.1, eingetragen 2020-05-22 23:48


Salut,

so berechtigt Deine Fragen sind, ...
2020-05-22 22:47 - Seligman im Themenstart schreibt: ...eine ganz einfache Anfängerfrage auf die ich nirgendwo eine zufriedenstellende Antwort finden kann. Wann man grundsätzlich Signaldetektor-Schaltungen baut, die also Funkwellen empfangen, gibt es eine Richtlinie wo in der Schaltung die Empfangsantenne eingebaut werden soll? Hab unten ein Paar Schaltungen abgebildet, leider erkenne ich nicht das Muster. Muss die Antenne immer als eine Platte eines parallel zum Verstärker geschalteten Kondendators gedacht werden? (die andere "Platte" wäre die Erdung.) Wenn ja, Wieso (vgl 1. Bild) muss da zwischen der Antenne und dem Transistor ein Koppelkondensator zwischengeschaltet werden? Die Antenne empfängt ja nur Schwingungen, warum muss da ggf noch Gleichstrom weggefiltert werden? (das ist ja die Kernaufgabe des Koppelkondensators).

Im großen und ganzen gibts eine Richlinie wo die Antenne in einer Empfäängerschaltung angebracht werden soll?

...so wenig kann im Rahmen eines Posts endlicher Erstellungsdauer und -längeeine allgemeingültige Antwort gegeben werden.

Aus ähnlichen Gründen findet man auch keine präzisen Einbauorte und Beschaffenheitsvorschriften.
Es dürfen - außer bei Kleinsignalanlagen vielleicht - keine stromführenden Leitungen außerhalb eines geschirmten Bereichs (Gehäuse) geführt werden, daher ist kapazitive Kopplung ein sehr gern genutzter Kompromiß, denn eine Antenne in einem faradayschen Käfig, wie es ein Gehäuse oftmals darstellt, dürfte wenig verheißungsvollen Signalempfang bewirken.

Antennenbau ist eher Kunsthandwerk und wie sie genau auszusehen habe, hängt davon ab,
- welche Bandbreite der Empfangsbereich haben soll,
- was man damit will und
- vom Frequenzbereich, für den sie gedacht ist. Vergleiche nur mal einen
-KW-Langdraht und eine
-Handy-Leiterstruktur, einen
-Lambda-Halbe-Dipol und
-eine Ferritantenne.

Weiters, daß man eine Antenne entweder für Empfang der  
-magnetischen oder
- elektrischen Komponente des Feldes konzipieren muß. Deine scheinen an das E-Feld zu koppeln.

Die Funktionsweise studiert man am besten anhand eines Kapitels über den elektrischen Dipol, denn Antennen sind prinzipiell bidirektional. Erst ihre Kopplung an eine entsprechende Schaltung ergibt ihren Zweck.  
Man kann sie
-kapazitiv (also über einen Kondensator) oder
-induktiv (also ähnlich einer Trafowicklung) ankoppeln.

Ein Lehrbuch wäre das Antennenbuch von Rothammel ("Der Rothammel").

Adieu



Eine Notiz zu diese Forumbeitrag schreiben Notiz   Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
Seligman
Aktiv Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 11.01.2020
Mitteilungen: 39
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.2, vom Themenstarter, eingetragen 2020-05-23 00:24


Hi,

ich glaube ich habe mich etwas unglücklich ausgedrückt. Ich bezog mich nicht auf die Form bzw. Design, Länge etc. einer Antenne (was in der Tat in den Bereich des Kunsthandwerks abdriftet), sodern wo man eine Antenne innerhalb einer Schaltung anbringen soll. Also mit welchen Elementen in Reihe bzw. parallel schalten.

Ganz doofes bespiel, wenn wir zB die Antenne aus dem ersten Bildchen anstatt zwischen der 15Wdg-Spule und 47mu-Kopplungskondensator an anderen Orten, zB ungeschickter Weise an Orten mit roten Kreisen im Bildchen unten anbringen, kann man rein theoretisch begründen, wieso das falsch ist, oder ist es auch so ein "Handwerksding", also rein try and error?

Ja, die Frage ist etwas doof, aber ich find da wirklich kaum was Erklärendes, nur vorgeschlagene Schaltungen :(




Eine Notiz zu diese Forumbeitrag schreiben Notiz   Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
rlk
Senior Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 16.03.2007
Mitteilungen: 10768
Aus: Wien
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.3, eingetragen 2020-05-23 01:11


Hallo Seligman,
die Antenne muss an den Eingang einer Verstärker- oder (wie im dritten Beispiel im Themenstart) Gleichrichterschaltung angeschlossen werden, damit das von der Antenne empfangene Signal den gewünschten Effekt hat. In der Schaltung in Beitrag 2 sind die rot markierten Stellen entweder die Versorgungsspannung, Masse oder der Ausgang des Verstärkers und daher ungeeignet.

Kannst Du uns etwas mehr zu Deinen Vorkenntnissen schreiben, damit wir Dir gezielter helfen können?

Servus,
Roland



Eine Notiz zu diese Forumbeitrag schreiben Notiz   Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
Seligman
Aktiv Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 11.01.2020
Mitteilungen: 39
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.4, vom Themenstarter, eingetragen 2020-05-23 15:20


Hi Roland,

ja, meine Vorkenntnisse umfassen ersten vier Semester eines Physikstudiums, also insb Basics aus Elektromagnetismus & Elektrodynamik, also einen reinen theoretischen Hintergrund und die Frage beruht auf reiner Neugier das Konzept hinter Schaltungen, die Antenne einbauen zu "durchschauen". Bin also (momentan) kein Hobbybastler, sondern eher jemand, der nachdem sich die Schaltung angeschaut hat, über die Neuerkenntnis erfreut ein "Eureka" aussprechen möchte und weniger gerne selbst etwas "zusammenlötet" :)



Eine Notiz zu diese Forumbeitrag schreiben Notiz   Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
Seligman
Aktiv Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 11.01.2020
Mitteilungen: 39
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.5, vom Themenstarter, eingetragen 2020-05-23 15:29


Noch eine Frage zu einem Aspekt, den jacha aufgegriffen hat. Er sprach von
-kapazitiv (also über einen Kondensator) und
-induktiv (also ähnlich einer Trafowicklung) Fällen. Verstehe ich es richtig, dass "kapazitiv" hier bedeutet, dass die Antenne wie "ein Stück vom Kondensator" eingebaut ist, also wie in



Also ein Draht mit OFFENEM Ende. An der Spitze kann man sich (ich stelle mir das zumindest so vor) sich eben eine Kondesatorplatte denken.

während "induktiv" die Antenne als eine Schleife (wie aufgewickelte Spule) eingebaut ist wie hier:



?



Eine Notiz zu diese Forumbeitrag schreiben Notiz   Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
jacha2
Senior Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 28.05.2013
Mitteilungen: 1056
Aus: Namur
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.6, eingetragen 2020-05-23 18:40


Salut,
die beiden Abbildungen zeigen ...
2020-05-23 15:29 - Seligman in Beitrag No. 5 schreibt: ...Verstehe ich es richtig, dass "kapazitiv" hier bedeutet, dass die Antenne wie "ein Stück vom Kondensator" eingebaut ist, also ... ein Draht mit OFFENEM Ende. An der Spitze kann man sich (ich stelle mir das zumindest so vor) sich eben eine Kondesatorplatte denken.
...während "induktiv" die Antenne als eine Schleife (wie aufgewickelte Spule) eingebaut ist...?
...in der Tat einfache Realisierungen der galvanischen Kopplung zw. Antenne und 'Endstufe'.
Man findet natürlich auch andere Einspeisepunkte, z.B. Mittelpunktanzapfungen von (größeren) Antennenanlagen, also an jeder der beiden Eingangsbuchsen eines Verstärkers eine "Antennenhälfte"  oder eben die beiden Wicklungsenden einer um einen Ferritkern gewickelten Spule (bsd. für Felder im einstelligen MHz-Bereich) am Verstärkereingangspaar.

Ein nicht unwesentliches Element der Übertragung zwischen Verstärker und Antenne sind in der Praxis Impedanzwandler, also auch eine Art Trafo.  

Mich dünkt, daß in praxi die Frage der Anbindung einer Antenne und die ihrer Form bzw. ihres Baus gar nicht voneinander getrennt werden können, jedenfalls wenn es um Signalamplitude, Reflexionsminderung und Richtwirkung geht.

Adieu



Eine Notiz zu diese Forumbeitrag schreiben Notiz   Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
rlk
Senior Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 16.03.2007
Mitteilungen: 10768
Aus: Wien
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.7, eingetragen 2020-05-23 18:45


Hallo Seligman,
wie jacha2 schon geschrieben hat, ist die Theorie und Praxis der Antennen ein weites Feld. Bei der Frage nach induktiv oder kapazitiv musst Du zwei unterschiedliche Aspekte unterscheiden: die Impedanz einer Antenne kann je nach Bauart und Frequenz einen positiven oder negativen Imaginärteil besitzen. Die Verbindung zwischen Antenne und dem Eingang des Verstärkers kann wie in der ersten und dritten Schaltung über einen Kondensator, über eine Induktivität, einen Transformator oder wie in der zweiten und vierten Schaltung direkt ausgeführt werden.
Um die von der Antenne aufgenommene Leistung bestmöglich zunutzen, ist eine Leistungsanpassung notwendig, diese ist aber nicht immer realisierbar.

Servus,
Roland

[Die Antwort wurde nach Beitrag No.5 begonnen.]



Eine Notiz zu diese Forumbeitrag schreiben Notiz   Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
Seligman
Aktiv Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 11.01.2020
Mitteilungen: 39
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.8, vom Themenstarter, eingetragen 2020-05-25 18:58


Hi Leute,

sorry, dass ich mich jetzt erst melde. Ok, also kann man ungefähr
sagen, dass die Antenne am Eingang eines Verstärkers (meistens
Transistor) eingebaut wird ggf je nach Anwendung kann auch ein Gleichrichter
zwischengeschaltet werden.


Jetzt wäre die Frage, wie wir die Antenne als eigebundenes Bauelement
in eine Schaltung in expliziten Rechnungen gehandhabt wird (um eben
die Leistungsanpassung auch konkret durchführen zu können)?

Sagen wir der einfachheit halber wir schauen uns den vereinfachten
kapazitiven Fall an:




Zwar kann man sich wie ich oben erläutert habe, die Antenne in diesem Fall
als eine Kondensatorhälfte "vorstellen", aber es ist ja nur eine
Anschauungshilfe. In der schlechten Zeichnung oben ist
zwecks Anschauung die "zweite Platte" in grün eingezeichnet.

Mit anderen Worten, wenn wir in diesem Stromkreis
was ausrechnen möchten, konnen wir die Antenne (in der Rechnung !)nicht
einfach als Kondensator handhaben, oder? Wie würde so eine konkrete Modellrechung aussehen, wenn wir zB zu dieser Schaltung folgende Daten hätten:

die Versorgungsspannung V,
eine Spule S mit charakteristischen Parametern Selbstinduktivität L,
Windungszahl N etc, ein
Koppelkondensator char durch Kapazität C ,einen Transistor,
und eben die Antenne.

Würden wir versuchen den Spannungsabfall am Transistor zu berechnen,
müsste natürlich irgendwie die Information über die Antenne einfließen,
aber wie? Als was für ein Bauelement/ Ersatzbauelement (womölich in einem Ersatzschaltbild) wird die Antenne hier in der Rechnung gehandhabt? Natürlich gelten hier die
üblichen Regeln zu Reihen und Parallelschaltungen, Knoten und
Maschenregeln, etc., aber solange man nicht weiß als "was" die Antenne hier betrachtet wird, kann man sie kaum in die Rechnung einbauen.




Eine Notiz zu diese Forumbeitrag schreiben Notiz   Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
rlk
Senior Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 16.03.2007
Mitteilungen: 10768
Aus: Wien
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.9, eingetragen 2020-05-25 21:20


Hallo Seligman,
eine Empfangsantenne kannst Du durch eine Spannungs- oder Stromquelle mit komplexem Innenwiderstand modellieren.
Der Gleichrichter erzeugt aus der hochfrequenten Eingangsspannung ein Signal, das die Amplitude des Eingangssignals beschreibt, er ist daher nur für den Empfang von amplitudenmodulierten Signalen anwendbar.

Servus,
Roland



Eine Notiz zu diese Forumbeitrag schreiben Notiz   Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
Ueli
Senior Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 29.11.2003
Mitteilungen: 1467
Aus: Schweiz
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.10, eingetragen 2020-05-25 22:18


Hallo Seligman,
ich möchte noch hinzufügen, dass es auch die Möglichkeit gibt, die Antenne als Schaltung zu modellieren. Also z.B. eine Serienschaltung: aus L, C, Verlustwiderstand und Strahlungswiderstand. Im Idealfall ist die Antenne in Resonanz, d.h. L und C bilden einen Kurzschluss und es bleibt der Strahlungswiderstand ohne Verluste. Die Grösse des Widerstandes hängt von der Bauweise der Antenne ab (lambda/4: 36ohm).
In deinen Beispielen sehe ich vorwiegend Monopol (Groundplane)-Antennen, also liegt der Ersatzwiderstand auf der einen Seite auf GND. (Dipolantennen hingegen sind symmetrisch und haben zwei Anschlüsse und müssen anders (balanced) angeschlossen werden).
Also in deinem Fall genügt meistens ein Widerstand mit 36ohm nach GND. Falls die Frequenzselektivität nachgebildet werden soll, braucht es noch ein L-C-Serienglied.
Gruss Ueli



Eine Notiz zu diese Forumbeitrag schreiben Notiz   Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
Seligman
Aktiv Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 11.01.2020
Mitteilungen: 39
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.11, vom Themenstarter, eingetragen 2020-05-26 09:26


Hi Ueli,

da würde ich noch gerne etwas nachhaken. Lass uns zunächst beschränken
auf den Monopol-Fall.
Ich verstehe nicht ganz wie diese Modellierung der Antenne als LCR-Serienschaltung
umgesetzt werden soll.
Meinst du so:




?
Zumindest ist das linke Ding, das was ich unter eine LCR-Serienschaltung verstände.
Ist es das was du gemeint hast? Wenn ja, dann verstehe ich leider nicht ganz, was du damit meinst im Fall des
Monopols den Ersatzwiderstand (in der Zeichnung wäre das ja R) auf GND legen.
Oder meinst du vielleich sowas:



Aber dieses Ding sieht eher wie die Modellierung einer Dipolantenne, wenn man die
Kondensatorplatten "auseinandergezogen" vorstellt:




Das irritiert mich. Welchen Denkfehler mache ich hier?

Anderseits, wenn wir nun Dipolantenne betrachten, also




wie sieht so ein "ausbalanciertes" Ersatzschaltbild aus, das du angesprochen hast?

Gruß,

Seligman







Eine Notiz zu diese Forumbeitrag schreiben Notiz   Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
Ueli
Senior Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 29.11.2003
Mitteilungen: 1467
Aus: Schweiz
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.12, eingetragen 2020-05-26 12:36


Nicht ganz, ich habe es so gemeint:

Vin ist dort, wo die Antenne am Verstärker angeschlossen ist. Der Pfeil soll der GND sein. Im ersten Bild kann man den ganzen Strang auch parallel zur Spule der Schaltung einzeichnen.
Gruss Ueli



Eine Notiz zu diese Forumbeitrag schreiben Notiz   Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
Seligman
Aktiv Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 11.01.2020
Mitteilungen: 39
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.13, vom Themenstarter, eingetragen 2020-05-26 14:09


Also du meinst im Monopol-Fall so:



Und bei Dipolantenne wird dasselbe Teil jeweils an beiden Enden drangemacht:




?



Eine Notiz zu diese Forumbeitrag schreiben Notiz   Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
Ueli
Senior Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 29.11.2003
Mitteilungen: 1467
Aus: Schweiz
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.14, eingetragen 2020-05-26 16:00


Beim Monopol stimmt es. Beim Dipol braucht es noch so etwas wie einen Transformator, damit nicht nur der obere Zweig aktiv ist. (Der untere Zweig hängt ja einfach am GND.
Das Teil heist BALUN (balanced-unbalanced



Eine Notiz zu diese Forumbeitrag schreiben Notiz   Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
Seligman
Aktiv Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 11.01.2020
Mitteilungen: 39
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.15, vom Themenstarter, eingetragen 2020-05-26 18:18


Also wenn wir beim Dipol sind, dann müsste im letzten Bildchen
aus meinem letzten Post
an den beiden roten Kreispaaren sich zusätzlich immer ein
Transistorenpaar befinden? Sowohl im "physikalischen" Bild oberhalb
des roten Pfeils, als auch beim Ersatzschaltbild?

Kann man sogar sagen, dass das auch
hinsichtlich der Implementierung in die Schaltung
im Grunde der einzige essentielle Unterschied zwischen Monopol-
und Dipolantenne ist (wenn man den Design der Antenne außen vor lässt)?



Eine Notiz zu diese Forumbeitrag schreiben Notiz   Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
rlk
Senior Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 16.03.2007
Mitteilungen: 10768
Aus: Wien
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.16, eingetragen 2020-05-26 23:06


Hallo Seligman,
wie Ueli schon schrieb, muss man die symmetrische (balanced) Ausgangsspannung einer Dipolantenne durch eine geeignete Schaltung in eine unsymmetrische (unbalanced), also auf das Massepotential bezogene Spannung umwandeln. Meistens verwendet man dazu Transformatoren, aber eine Differenzverstärkerschaltung wäre auch eine Möglichkeit.

In der unteren Schaltung in Beitrag 13 darfst Du die Ausgangsimpedanz der unteren Dipolhälfte nicht kurzschließen.

Servus,
Roland



Eine Notiz zu diese Forumbeitrag schreiben Notiz   Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
Seligman
Aktiv Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 11.01.2020
Mitteilungen: 39
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.17, vom Themenstarter, eingetragen 2020-05-27 15:53


Hi Roland,

du hast vermerkt, dass

2020-05-26 23:06 - rlk in Beitrag No. 16 schreibt:

In der unteren Schaltung in Beitrag 13 darfst Du die Ausgangsimpedanz der unteren Dipolhälfte nicht kurzschließen.



Wie müsste andernfalls die untere Dipolhälfte in die Schaltung eingebaut werden? Angemerkt, ich bin dem Begriff der " Ausgangsimpedanz" noch nie begegnet. Was meinst du damit? Einfach die Tatsache, das in der Schaltung, die ich gezeichnet habe, die CLR-Reihe am Ground liegt oder was anderes?



Eine Notiz zu diese Forumbeitrag schreiben Notiz   Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
Seligman
Aktiv Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 11.01.2020
Mitteilungen: 39
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.18, vom Themenstarter, eingetragen 2020-05-27 22:08


Ein anderer Aspekt, den ich noch gerne ansprechen würde, ist
die einstellbare Frequenzselektivität. Ueli schrieb dazu im Beitrag 10, dass
man dazu noch ein L-C-Serienglied bräuchte.

Verstehe ich das richtig, dass das Teil (fürs Monopol) so aussehen würde:  




wobei natürlich hier die Resonanzfrequenz des LC-Glieds flexibel einstellbar wäre (ist ja der Sinne der Sache), während die rot umkreiste Schaltung, die die Antenne modelliert, durch den Design vollständig determiniert ist. Hab ich das so richtig verstanden?



Eine Notiz zu diese Forumbeitrag schreiben Notiz   Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
rlk
Senior Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 16.03.2007
Mitteilungen: 10768
Aus: Wien
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.19, eingetragen 2020-05-27 22:53


Hallo Seligman,
mit Ausgangsimpedanz ist der komplexe Innenwiderstand der Spannungsquellen gemeint, die als Modell für die Antennen verwendet werden. Für eine Monopol-Antenne hat man eine Quelle, deren zweiter Anschluss mit Masse verbunden ist. Für eine Dipolantenne gibt es zwei Quellen, die gegenphasige Spannungen liefern.

Wenn Du eine Hälfte mit Masse verbindest, wie Du das in Beitrag 13 getan hast, wird die Ausgangsspannung kurzgeschlossen und Du verwendest nur die andere Hälfte als Monopol.

Zu Beitrag 18: die Idee eines Schwingkreises zur Wahl der Empfangsfrequenz ist richtig, allerdings würde man einen Parallelschwingkreis verwenden, um die gewünschte Übertragungsfunktion eines Bandpassfilters zu erhalten.

Servus,
Roland


[Die Antwort wurde nach Beitrag No.17 begonnen.]</small



Eine Notiz zu diese Forumbeitrag schreiben Notiz   Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
Seligman
Aktiv Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 11.01.2020
Mitteilungen: 39
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.20, vom Themenstarter, eingetragen 2020-05-28 15:52


Ich verstehe mittlerweile (vermutlich) was ich bei der Modulierung
der Dipolantenne falsch gemacht habe (...denn so wie ich die
Schaltung aufgebaut habe, liefert die zweite Hälfte des
Dipols keine Effekt; ergo die Ersatzschaltung unterscheiden sich
nicht von dem Fall beim Monopol).

Was mir noch nicht klar ist, wie ich die zweite Häfte des Dipols
verbaue, um den Dipol zu modulieren. Also zunächst
(physikalisch; ohne Modellierung) sieht der Einbau des Dipols so aus?
(beim letzten Mal habe ich je die Trafos vergessen):




So, und bei Modellierung/Ersatzschaltung wird die "obere"
Hälfte des Dipols wie im ersten Bildchen aus dem Beitrag 13
ersetzt, und wie wird die zweite Hälfte eingebaut?
Meinst du vielleicht so:





Also einfach "gespiegelt"?



Eine Notiz zu diese Forumbeitrag schreiben Notiz   Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
tino1003870
Junior Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 29.08.2017
Mitteilungen: 9
Aus: Dresden
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.21, eingetragen 2020-05-28 22:28


Hallo Seligmann,

Der Tip mit dem Balun war schon gut. Ein Balun ist ein Trafo. Also ein Teil, welches ein differentielles Signal (wie deinen Dipol) in ein Masse-bezogenes Signal (Transistor-Basis-Emitter) wandelt. Deine Schaltung schließt immernoch eine Dipolhälfte kurz.

Mal die beiden Spulen parallel zum Dipol und rechne eine Spule vom Trafo (=Balun) mit in deinen Dipol mit ein. Achtung: der Balun ist ein belasteter Trafo, also transformiert sich die Eingangsimpedanz des Transistors durch den Balun auf den Dipol. Deswegen werden meist Drehkondensatoren beim basteln benutzt. S11 vom Transistor is nämlich auch noch von S22, also der Ausgangsimpedanz und damit der Last deiner Transistorstufe abhängig.

VG, Tino



Eine Notiz zu diese Forumbeitrag schreiben Notiz   Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
Seligman
Aktiv Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 11.01.2020
Mitteilungen: 39
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.22, vom Themenstarter, eingetragen 2020-05-30 20:35


Guten Abend,

anscheinend bin ich irgendwie zu blöd um diese Konstruktion mit Balun zu realisieren. Ich hab unten wieder was schönes gemalt. Also wir haben oben wieder einen Dipol, wie er "physikalisch" eingebaut ist (richtig?) und unten die Ersatzschaltung in der ich die versucht habe den Balun richtig einzubauen. Den oberen "Ast" (blau) habe ich wie Betrag 13 als Monopol modelliert (da soll ja korrekt sein?) und jetzt ist die Frage wie ich mit dem Trick mittels Balun den unten Ast (grün) modelliere, ohne dass das Teil einfach kurzgeschlossen wird (und die die Schaltung somit den selben Effekt wie Monopol haben wird).

Ist es jetzt so richtig? (rot umkreist habe ich das was ich als Balun-Element verstanden habe)



Wenn das auch falsch ist, könntest du vielleicht einzeichnen, wie man andernfalls den grünen Ast in der Ersatzschaltung anbaut (insofern der blaue korrekt eingebaut ist)?



Gruß

Seligman



Eine Notiz zu diese Forumbeitrag schreiben Notiz   Profil  Quote  Link auf diesen Beitrag Link
Seligman hat die Antworten auf ihre/seine Frage gesehen.
Neues Thema [Neues Thema] Antworten [Antworten]    Druckversion [Druckversion]

 


Wechsel in ein anderes Forum:
 Suchen    
 
All logos and trademarks in this site are property of their respective owner. The comments are property of their posters, all the rest © 2001-2020 by Matroids Matheplanet
This web site was originally made with PHP-Nuke, a former web portal system written in PHP that seems no longer to be maintained nor supported. PHP-Nuke is Free Software released under the GNU/GPL license.
Ich distanziere mich von rechtswidrigen oder anstößigen Inhalten, die sich trotz aufmerksamer Prüfung hinter hier verwendeten Links verbergen mögen.
Lesen Sie die Nutzungsbedingungen, die Distanzierung, die Datenschutzerklärung und das Impressum.
[Seitenanfang]