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Matroids Matheplanet Forum Index » Erfahrungsaustausch » Physik Studium 5. Semester abbrechen?
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Universität/Hochschule Physik Studium 5. Semester abbrechen?
Wasmachichhiernur
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Themenstart: 2021-02-27


Hallo,

(wusste nicht, in welches Forum ich das hier packen soll)

ich bin 21 Jahre alt und habe nach meinem Abitur (2018) angefangen, Physik zu studieren. Im ersten Semester war der Umstieg hart und ich hab mich schwergetan. Am Ende des ersten Semesters flog ich daher auch durch die Prüfungen. Im zweiten Semester hab ich mich umso mehr angestrengt, was zur Folge hatte, dass ich sowohl Lina 1 als auch den zweiten Physik Grundkurs durchschnittlich bestand (mit einem Schnitt von 3,0). Für mich war in diesem Moment klar, dass mit viel Arbeit und Zeit ich in der Lage bin, die Module zu bestehen.
Im dritten Semester entschloss ich mich, die verhauenen Module aus dem ersten Semester zu wiederholen. Beide Klausuren bestand ich. Ich wurde bestärkt in meiner Annahme.
Auch im vierten Semester bestand ich die Klausuren. Nun bin ich im fünften Semester und habe
nach einer besonders intensiven Vorbereitung eine Klausur verhauen. Ich habe das Gefühl, egal wie viel ich auf eine Klausur lerne komm ich immer gerade so durch (oder auch nicht). Wie als würde mein Lernen keinen Ertrag bringen. Zwar habe ich einige Module (manche sogar gut) bestanden, allerdings würde es (wenn ich in diesem Tempo weitermachen würde (8 Semester Bachelor)) 12 Semester brauchen für den Bachelor Abschluss. Ich fühle mich als käme ich nicht weiter.
Bisher hab ich folgende Module belegt:

-Physik GK 1 und Analysis 1                (WS 18/19    nicht bestanden)

-Physik GK 2 und Lina 1                    (SS 19          bestanden)

-Physik GK 1 und Analysis 1                (WS 19/20     bestanden)

-Analysis 2 und Informatik 1               (SS 20          bestanden)

-Physikalisches Praktium 1                                      

-Physik GK 3 (Optik, Analytische Mechanik, QM)       (WS 20/21 AM nicht bestanden QM nicht mitgeschrieben Optik bestanden)



Ich habe auch einige Alternativen z.B.: Architektur, soziale Arbeit oder der gehobene Dienst bei der Polizei.
Wobei ich Angst habe wieder etwas zu wählen, wo ich nicht weiterkomm (so wie in Physik).
Außerdem würde es sich für mich so anfüllen als wären meine 5 Semester "verschwendet" gewesen. Auf der anderen Seite will ich auch kein Dauerstudent sein der nach 10 Semestern sein Studium schmeißt. Für mich ist der Abbruch nach 5 Semestern schon schwer zu ertragen.
Ich muss noch dazusagen, dass mich der Inhalt des Studiums interessiert (sonst hätte ich auch nicht 5 Semester studiert). Bei mir ist es immer ein hin- und her zwischen abbrechen und durchziehen.
Brauche Hilfe von Außenstehenden, den ich bin ziemlich verloren.

Danke im Voraus



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Scynja
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.1, eingetragen 2021-02-27


Hallo Wasmachichhiernur,

hast du schon Einsicht in die Klausur beantragt? Verstehst du die Fehler, die dir angekreuzt wurden? Es besteht auch die Möglichkeit, dass bei der Korrektur ein Fehler gemacht wurde.

Wie bereitest du dich denn auf Klausuren vor? Holst du dir Klausuren älterer Jahrgänge von deiner Fachschaft? Rechnest du sie durch / bearbeitest du sie gewissenhaft?

Wie du richtig bemerkt hast, hast du schon einiges an Zeit in dein Studium investiert. Ob du es nun durchziehen willst oder nicht, musst du selbst entscheiden. Überlege dir, womit du künftig dein Brot verdienen möchtest.



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Wasmachichhiernur
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.2, vom Themenstarter, eingetragen 2021-02-27


Hallo Scynja,

eine Klausureinsicht ist im Moment nicht möglicht wegen Corona.
Ich bin durchgefallen, weil es eine Aufgabe gab, welche aus mehren Teilaufgaben bestand, die aufeinander aufbauten und ich daher vieles nicht bearbeiten konnte.
Leider gab es auch kein Ergebnis zum Weiterrechnen.
Allerdings ist die Klausur insgesamt recht gut ausgefallen. Es lag also nicht nur an der Klausur.

Auf die Klausuren bereite ich mich vor, in dem ich Klausuren von anderen Unis durchrechne und bei Inhaltslücken diese versuche zu schließen. Falls ich Klausuren aus vorherigen Jahrgängen hab, rechne ich natürlich auch diese durch.

Ich muss nun aber mal eine Entscheidung treffen, den das Ganze hin und her bringt mich nicht weiter.



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wessi90
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.3, eingetragen 2021-02-28


Die Entscheidung musst du natürlich alleine fällen, auch mich wirkt es so, als hättest du einfach vor allem Probleme mit Mathematik und theoretischer Physik. Das geht vermutlich vielen so, aber nach dem zu urteilen, was du schon bestanden hast, bist du kein hoffnungsloser Fall.



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phiregen
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.4, eingetragen 2021-02-28


Hi,

du solltest du überlegen, ob es dir reicht das Studium einfach nur schaffen. Das kannst du vermutlich, wenn die Vorlesungen reduzierst etc.
Wenn du mit 21 im 5ten Semester bist, bist du übrigens noch recht jung. Ich hab da erst angefangen (eigentlich wars quasi 22).

Wenn du aber 15,16,17,.. X Semester für einen Master mit 3,9 als Abschlußnote in Physik brauchst, ganz ehrlich, dann ist es das nicht wert finde ich.

Es ist allerdings auch üblich bei den meisten Studenten, dass die Anfangssemester bescheiden laufen.

Deine vorgeschlagenen Jobs von Architektur bis Polizist über soziale Arbeit, haben irgendwie nix miteinander zu tun, oder irre ich mich?

Vielleicht fehlt dir ein bisschen Selbstfindung, was mit 21 keine Schande ist.

Hast du dir denn überhaupt mal überlegt, was du mit der Physik später anfangen möchtest?



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Wasmachichhiernur
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.5, vom Themenstarter, eingetragen 2021-02-28


2021-02-28 01:36 - phiregen in Beitrag No. 4 schreibt:
Hi,

du solltest du überlegen, ob es dir reicht das Studium einfach nur schaffen. Das kannst du vermutlich, wenn die Vorlesungen reduzierst etc.
Wenn du mit 21 im 5ten Semester bist, bist du übrigens noch recht jung. Ich hab da erst angefangen (eigentlich wars quasi 22).

Wenn du aber 15,16,17,.. X Semester für einen Master mit 3,9 als Abschlußnote in Physik brauchst, ganz ehrlich, dann ist es das nicht wert finde ich.

Es ist allerdings auch üblich bei den meisten Studenten, dass die Anfangssemester bescheiden laufen.

Deine vorgeschlagenen Jobs von Architektur bis Polizist über soziale Arbeit, haben irgendwie nix miteinander zu tun, oder irre ich mich?

Vielleicht fehlt dir ein bisschen Selbstfindung, was mit 21 keine Schande ist.

Hast du dir denn überhaupt mal überlegt, was du mit der Physik später anfangen möchtest?

(Danke für die Antworten)

Hey,

du hast recht. Meine vorgeschlagenen Alternativen haben nicht viel miteinander zu tun.
Mein Problem ist, das ich an vielen Dingen interessiert bin, allerdings nichts habe, wo ich mich richtig sehe.
Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll, und weiß auch nicht, wie ich herausfinden soll, wie es weitergeht.
Was sicher ist, dass ich im Sommersemester Analysis 4 und ein Basismodul in Experimentalphysik belegen werde. Ich hoffe, dass ich dadurch vielleicht ein Einblick auf die anstehenden Module bekomme.
Das ich mit den Grundkursen des Physik Studium Probleme hab, macht mir im Blick auf die kommenden Module ziemlich Angst. Mir wurde von einigen Tutoren schon gesagt, dass die Grundkurse des Physikstudiums für die meisten recht schwer sind, es dann aber "leichter" wird.
Allerdings kann ich mir das nur schwer vorstellen.

Bisher hab ich mir noch nicht richtig überlegt, was ich mit dem Studium anfangen will. Für mich steht aber fest, dass ich gerne anderen Menschen helfen möchte.
Auch ein Wechsel in das Lehramt hab ich mir überlegt, allerdings bräuchte ich dafür zu den bestandenen Modulen in Mathe und Physik eine mündliche Prüfung.

In Mathe ist es eine 60 min Prüfung über Ana 1 und 2 sowie Lina 1.
In Physik ist es eine 45 min Prüfung über Physik GK 1,2,3

Wenn ich mir überleg, wie viel ich für die einzelnen schriftliche Prüfungen gelernt habe, dann verliere ich auch irgendwie die Lust, alles noch mal für eine mündliche Prüfung zu lernen.






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haerter
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.6, eingetragen 2021-02-28


Hallo,

vielleicht lohnt sich auch ein Blick in theoretischere Bereiche der Ingenieurwisenschaften. Soweit ich weiß gibt es Studiengänge wie "Materialwissenschaften" oder "Werkstofftechnik" mit relativ hohem Physikanteil, aber nicht so hohen Anforderungen in der Theorie. Mathe wird dort eher auf Ingenieurniveau mit Betonung der numerischen Verfahren behandelt und auch gebraucht.
Die experimentelle Seite kann dagegen sehr "physikalisch" sein.

Viele Grüße,
haerter



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haribo
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.7, eingetragen 2021-02-28


wie genauer kam es denn zur physik wahl?

hattest du damals irgend etwas unternommen um die alternativen genauer zu betrachten, kennen zu lernen?

irgendwie könntest du versuchen, wenigstens teilweise, davon wegzukommen "nur für prüfung" zu lernen, wenigstens ein teil sollte dich auch sonstwie vertieft interessieren, der wäre dann wenigstens zu gar keinem anteil verloren, und dass wird auch jetzt schon gelten, darüber musst du dir keine sorgen machen
haribo



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Wasmachichhiernur
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.8, vom Themenstarter, eingetragen 2021-02-28


2021-02-28 14:14 - haribo in Beitrag No. 7 schreibt:
wie genauer kam es denn zur physik wahl?

hattest du damals irgend etwas unternommen um die alternativen genauer zu betrachten, kennen zu lernen?


Um ehrlich zu sein, hab ich das nicht gemacht. Ich habe es mir nach meinem Abitur recht einfach gemacht, mich für ein paar (für mich) interessante Studiengänge beworben. Als ich einige Absagen bekam, habe ich mich dann für Physik entschieden. Was im Nachhinein etwas naiv klingt.




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Wasmachichhiernur
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.9, vom Themenstarter, eingetragen 2021-02-28


2021-02-28 13:58 - haerter in Beitrag No. 6 schreibt:
Hallo,

vielleicht lohnt sich auch ein Blick in theoretischere Bereiche der Ingenieurwisenschaften. Soweit ich weiß gibt es Studiengänge wie "Materialwissenschaften" oder "Werkstofftechnik" mit relativ hohem Physikanteil, aber nicht so hohen Anforderungen in der Theorie. Mathe wird dort eher auf Ingenieurniveau mit Betonung der numerischen Verfahren behandelt und auch gebraucht.
Die experimentelle Seite kann dagegen sehr "physikalisch" sein.

Viele Grüße,
haerter

Hey,

hast du Erfahrungen, wie sich ein ingenieurwissenschaftliches Studium mit dem Physikstudium vergleicht?

Hast du vielleicht noch andere Vorschläge, die dir spontan einfallen?

Vielen Dank :)



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sarose
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.10, eingetragen 2021-02-28


Vielleicht solltest du mal einen netten! Professor kontaktieren und mit ihm über deine Probleme sprechen/schreiben. Und eventuell über den Tellerrand sehen, insbesondere querlesen um eine Idee zu bekommen, wohin die Reise gehen soll. Es ist total in Ordnung mit 21 Jahren Bilanz zu ziehen und die Entscheidungen des 18 jährigen Ichs zu hinterfragen. Eventuell hilft da auch der Gang zur studentischen psychologischen Beratung. Die ist kostenlos und man bekommt relativ schnell einen Termin. Die sind dafür da, wenn es um Sinnfragen geht.
Im Gespräch mit dem Prof könnte man zum Beispiel fragen, welche Möglichkeiten es gibt als Hiwi zu arbeiten. Ob hier schon genug Kenntnisse vorhanden sind, um XY zu machen.
Mir hat in meinem Studium der praktische Bezug sehr gefehlt, vielleicht ist es ja bei dir ähnlich.

Mir ist noch eingefallen, wie ich die Klausuren bestanden habe. Ich habe irgendwann entschieden pro Prüfungstermin nur zwei Prüfungen zu schreiben. So habe ich im Jahr acht Prüfungen hinter mich gebracht, sicher und meist gut bestanden und bin auch fertig geworden. Dauert ein bisschen länger, aber hat funktioniert. Die anderen haben bestimmt gedacht, ich bin doof. Aber egal. Habs geschafft.

Viele Grüße
sarose



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haerter
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.11, eingetragen 2021-03-01


2021-02-28 18:01 - Wasmachichhiernur in Beitrag No. 9 schreibt:
2021-02-28 13:58 - haerter in Beitrag No. 6 schreibt:
Hallo,

vielleicht lohnt sich auch ein Blick in theoretischere Bereiche der Ingenieurwisenschaften. Soweit ich weiß gibt es Studiengänge wie "Materialwissenschaften" oder "Werkstofftechnik" mit relativ hohem Physikanteil, aber nicht so hohen Anforderungen in der Theorie. Mathe wird dort eher auf Ingenieurniveau mit Betonung der numerischen Verfahren behandelt und auch gebraucht.
Die experimentelle Seite kann dagegen sehr "physikalisch" sein.

Viele Grüße,
haerter

Hey,

hast du Erfahrungen, wie sich ein ingenieurwissenschaftliches Studium mit dem Physikstudium vergleicht?

Hast du vielleicht noch andere Vorschläge, die dir spontan einfallen?

Vielen Dank :)

Hallo,

ich glaube, sowohl in Physikstudiengängen wie auch in Ingenieurstudiengängen sind die Matheanforderungen von Uni zu Uni unterschiedlich. Insgesamt steht aber bei der Ingenieurmathe das Rechnen mehr im Vordergrund als das Begründen und Beweisen.

Ansonsten hilft vermutlich nur eine ausgiebige Suche auf den Webseiten von Hochschulen, um herauszufinden, was da in Frage kommt, ich bin da selbst überhaupt kein Experte.

Viele Grüße,
haerter  



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Wasmachichhiernur
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2021-02-28 21:18 - sarose in Beitrag No. 10 schreibt:
Vielleicht solltest du mal einen netten! Professor kontaktieren und mit ihm über deine Probleme sprechen/schreiben. Und eventuell über den Tellerrand sehen, insbesondere querlesen um eine Idee zu bekommen, wohin die Reise gehen soll. Es ist total in Ordnung mit 21 Jahren Bilanz zu ziehen und die Entscheidungen des 18 jährigen Ichs zu hinterfragen. Eventuell hilft da auch der Gang zur studentischen psychologischen Beratung. Die ist kostenlos und man bekommt relativ schnell einen Termin. Die sind dafür da, wenn es um Sinnfragen geht.
Im Gespräch mit dem Prof könnte man zum Beispiel fragen, welche Möglichkeiten es gibt als Hiwi zu arbeiten. Ob hier schon genug Kenntnisse vorhanden sind, um XY zu machen.
Mir hat in meinem Studium der praktische Bezug sehr gefehlt, vielleicht ist es ja bei dir ähnlich.

Mir ist noch eingefallen, wie ich die Klausuren bestanden habe. Ich habe irgendwann entschieden pro Prüfungstermin nur zwei Prüfungen zu schreiben. So habe ich im Jahr acht Prüfungen hinter mich gebracht, sicher und meist gut bestanden und bin auch fertig geworden. Dauert ein bisschen länger, aber hat funktioniert. Die anderen haben bestimmt gedacht, ich bin doof. Aber egal. Habs geschafft.

Viele Grüße
sarose

Hab heute einen Termin bei der studentischen psychologischen Beratung ausgemacht. Danke für den Tipp!



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Moin

Im Großen und Ganzen kann ich mich meinen Vorrednern anschließen. Mit 21 ist es keine Schande Zweifel an seinen bisherigen Entscheidungen zu haben. Dennoch solltest du mit deiner bisherigen Lebens- und Studienerfahrung und vor allem den bisherigen Problemen etwas gereift sein und die Entscheidungen, die du an deinem aktuellen Punkt triffst, zumindest im Vergleich zu bisherigen nicht zu naiv treffen. Nimm dir also wirklich Zeit, um die Gedanken zu machen, wie die Reise weitergehen soll, wo du dich gerne mal sehen möchtest, was dich wirklich interessiert und am besten auch, wie du berufliches mit persönlicher Zufriedenheit verbinden kannst. Es bringt ja nichts aus der Hüfte heraus eine Entscheidung zu treffen, die dich dein ganzes Berufsleben und darüber hinaus begleitet, aber mit der du eigentlich total unzufrieden bist. Dazu gehört auch die Frage, ob es wirklich Physik sein soll?

Weil der Vergleich von Physik und Ingenieurswissenschaften hier aufgegriffen wurde, kann ich ja mal ein bisschen von meinem Werdegang erzählen. Ich war ein ziemlich fauler, mittelmäßiger Schüler (ich hätte wohl bessere Noten bekommen, wenn ich nicht so faul gewesen wäre...). Über einen kleinen Umweg bin ich dann aber doch aufs Gymnasium gekommen und irgendwann kam dann auch der Punkt, wo man sich mal Gedanken machen muss, wie es nach der Schule weitergehen soll. Ich war immer schon sehr technikaffin, habe mich aber in den mir bekannten Ausbildungsberufen nicht wiedergefunden und mir war dann auch schon früh klar, dass ich studieren wollte. Maschinenbau oder Informatik standen dann im Raum. Im eher (sehr) schlecht als rechten Physik LK ist trotzdem mein Interesse für die Physik so gewachsen, dass ich nach dem Abi Physik studiert habe. Das Problem: ich war ein fauler Schüler und im Studium braucht man dann in erster Linie doch deutlich mehr Fleiß. Das Ende vom Lied: nachdem der Erst- und Zweitversuch innerhalb von zwei Monaten stattfanden und ich dann nach einem Jahr Pause durch meinen Wehrdienst (sowas gab es damals noch...) auch den dritten Versuch nicht geschafft hatte, war es das mit der Physik und ich habe mit ziemlich viel Verzweiflung nach neuen Wegen gesucht. Letztlich bin ich an einer FH (heute Hochschule für Angewandte Wissenschaften) in der Elektrotechnik gelandet. Das Studium war natürlich deutlich anwendungsorientierter und praktischer. Das heißt aber nicht automatisch leichter und weniger anstrengend. Das ist ein Irrglaube, dem viele immer noch nachgehen. Letztlich bin ich mit meinem FH Bachelor mit den Schwerpunkten Kommunikationstechnik und digitale Systeme an eine Technische Universität gelandet und habe dort meinen sehr guten Masterabschluss mit den Schwerpunkten Halbleiternanosysteme und Photonik gemacht. Mittlerweile arbeite ich auf meine Dissertation in der Laserphysik hin.

Was ich Anhand meines bisherigen Werdegangs sagen kann:

- Ja, ich habe bisher durch all die Umwege mehr Zeit gebraucht, als meine Kommilitonen und auch meine jetzigen Kollegen. Aber sonst habe ich keinen Nachteil davon gehabt.

- Ich kenne die Physik und ich kenne die Elektrotechnik an einer FH und an der Uni. Geschenkt wird dir aber, egal wo du bist und was du studierst, nichts.

- Es ist ein Irrglaube, dass die Mathematik in einem Ingenieursstudium (zumindest in der Elektrotechnik) nur aus Rechnerei besteht. Natürlich haben wir an der FH in den Prüfungen keine Beweise führen müssen. Aber stumpfes Zahleneinsetzen war es auch nicht. An der Uni wirst du in der Ingenieursmathematik auch die eine oder andere Aufgabe haben können, in denen zumindest elementare Beweise geführt werden müssen. Der Schwerpunkt ist, im Vergleich zur Physik, wo man oft auch die Mathematikvorlesungen mit Mathematikern zusammen hat, ganz eindeutig ein anderer. Aber dennoch musst du verstehen, was da passiert um zu bestehen. Das soll nicht abschrecken, aber eben vor naiven Annahmen schützen.

- Wenn du wirklich ehrlich zu dir bist und dir sicher bist, dass du an dem ganzen Stoff Spaß hast, dann wird dir auch das Lernen leichter fallen. Wenn du gehemmt bist, ob es dich wirklich interessiert und ob das wirklich dein Weg sein soll, dann ist es schwer voran zu kommen. Mach dir also in den nächsten Tagen und Wochen ernsthafte Gedanken, ob es weiter gehen soll oder nicht und was realistische Alternativen sind.

- Manchmal können leider auch die Rahmenbedingungen und die eigenen Methoden ein Problem sein. Wenn du dich z.B. in einer Klausur mit Aufgaben aufhältst, die viel Zeit kosten aber wenig Punkte einbringen, dann solltest du dir Gedanken über deine Strategie machen. Ich war in schriftlichen Klausuren auch oft nie so gut. Das summiert sich dann und entsprechend durchwachsen war mein Bachelorzeugnis. Im Master hatte ich ausschließlich mündliche Prüfungen und ich konnte mein volles Potential ausschöpfen. Die Themen haben mir wahnsinnig viel Spaß gemacht und das hat sich dann auch in den Noten wiedergespiegelt. Aber auch hier gilt wieder: geschenkt wird dir nichts.


-----------------
Grenzen sind zum Überwinden da



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