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Kein bestimmter Bereich Austausch zu Francis Galton gesucht
late-night
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Themenstart: 2021-06-08


Hallo,

bin als alter Knochen - 60 Jahre - neu hier im Forum.
Bitte um nachsichtige Hilfe, wenn mir Fehler unterlaufen.

Francis Galton (1822-1911) ist ja bekannt, unter anderem
durch das Galton-Brett und auch durch das Prinzip der
"Weisheit der Vielen".

Als bekennender Darwinist schrieb er in seinen Memoiren
an einer Stelle, dass sich bei einer "Zucht von Experten"
immer bessere Experten auf dem Gebiet ergeben dürften.
Als ein Beispiel unter mehreren nannte er "die Mathematiker".

Weiß jemand, ob es dazu irgendwann mal - von wem
auch immer - konkretere Untersuchngen gab?

Ingo alias late-night.



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Delastelle
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.1, eingetragen 2021-06-08


Hallo late-night!

Willkommen auf dem Matheplaneten!

Ich hatte mal vor Jahren zum Thema Volleyball bei Spiegel-Online (SPON) in den älteren Online-Jahrgängen gesucht.
Bei Volleyball ist es so, dass man erst mehr den Begriff Volleyball findet, später dann eine Aufteilung in Beachvolleyball(seit ca. 1960) und Hallenvolleyball.

In der Mathematik kann es ähnlich sein.
Erst dominiert ein Begriff in der Fachliteratur.
Wenn die Zeit voranschreitet, werden die Begriffe genauer, das Stoffgebiet größer.
So sollte zuerst der Begriff Optimierung in der Literatur auftauchen, später dann Lineare Optimierung oder beispielsweise Nichtlineare Optimierung.
Für die Fundstellen zu Optimierung könnte das bedeuten, erst steigert sich die Anzahl immer mehr, dann werden Nachfolgebegriffe verwendet.

Ich besitze ein Galton-Brettspiel von einem Ingo Althöfer.

Viele Grüße
Ronald



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late-night
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.2, vom Themenstarter, eingetragen 2021-06-11


Hallo,

ich verstehe den Bezug des Beitrags von delastelle
zu meiner Ausgangsfrage nicht. Bitte um Aufkärung.

Ingo.



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Delastelle
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.3, eingetragen 2021-06-11


Hallo late-night!

Ich habe das "Zucht von Experten" so verstanden, dass zu einem Thema immer mehr geforscht wird und somit auch mehr Experten hinzukommen.
Dies könnte man durch die Anzahl von Publikationen/Nachweisen in Datenbanken bestätigen. (mehr Nachweise -> mehr Wissen -> mehr Experten)

Möglich, das mein Beitrag nicht 100% zur Frage passt!

Viele Grüße
Ronald

Edit:
Mir ist noch eingefallen:
bei besseren Ergebnissen von Studenten bin ich skeptisch (lasse mich aber gerne überzeugen) - da die Studiendauern sich mit Diplom -> Bachelor/Master verkürzt haben. Aber das kann sicher jemand der an einer Uni arbeitet besser beurteilen.



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late-night
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.4, vom Themenstarter, eingetragen 2021-06-12


Hallo Ronald,


...
Ich habe das "Zucht von Experten" so verstanden, dass zu einem Thema immer mehr geforscht wird und somit auch mehr Experten hinzukommen.
Dies könnte man durch die Anzahl von Publikationen/Nachweisen in Datenbanken bestätigen. (mehr Nachweise -> mehr Wissen -> mehr Experten)

Oh, da haben wir wirklich aneinander vorbei gedacht.
Galton hatte damals ganz praktische Zucht gemeint: Man paart
einen Mathematiker und eine Mathematikerin und läst sie Kinder
bekommen. Von denen nimmt man an, dass sie mathematisch im
Durchschnitt so gut wie die Eltern sind. Insbesondere würde
man erwarten, auch wieder Kinder darunter zu haben, die besser
als die Eltern sind.

Aus dem Galton-Text geht das hervor, weil für ihn Mathematiker
nur eine Beispielklasse von mehreren sind. Unter anderem nennt
er auch Künstler als anderes Beispiel, auch Musiker, und auch
Zirkusartisten.

Recht hast Du natürlich mit Deiner Frage, wie man Mathe-Leistung
konkret messen will.

Ingo.



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willyengland
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.5, eingetragen 2021-06-12


Im Sinne des Darwinismus müsste man dann erst mal zeigen, dass "gut in Mathe sein" einen signifikanten Überlebensvorteil bietet.*




---------------
* Wieviel Witziges könnte man darauf antworten. 😉



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DerEinfaeltige
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.6, eingetragen 2021-06-12


2021-06-12 11:54 - willyengland in Beitrag No. 5 schreibt:
Im Sinne des Darwinismus müsste man dann erst mal zeigen, dass "gut in Mathe sein" einen signifikanten Überlebensvorteil bietet.*



Bei einer Zucht ist jedes vom Züchter erwünschte Attribut quasi per Definition ein Überlebensvorteil.

Völlig unabhängig davon, ob es in der freien Natur nützlich wäre oder nicht. :)


-----------------
Why waste time learning when ignorance is instantaneous?
- Bill Watterson -



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ligning
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.7, eingetragen 2021-06-12


Das Züchten ist seit Jahrtausenden bekannt, dazu brauchte man nicht Darwin zu fragen.


-----------------
⊗ ⊗ ⊗



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late-night
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.8, vom Themenstarter, eingetragen 2021-06-16



Francis Galton (1822-1911) ...

Danke für alle Beiträge. Beim Meditieren darüber sind
mir keine direkten Antworten in den Sinn gekommen, aber
einige Ideen.

* Für die Entwicklung eines Menschen ist ja nicht nur das
Erbgut relevant, sondern auch seine Umwelt und Erziehung.
Ich stelle mir Spezialschulen zu Mathe vor. Wenn sich da
ein Junge und ein Mädchen - später - als Paar finden und
Kinder bekämen, würden die ja nicht nur Erbgut der Eltern
haben, sondern manchmal auch deren Mathebegeisterung und
entsprechende Elemente in der Erziehung.

* Vielleicht passt, was Galton meinte, besser auf Kopfrechnen
als auf Mathe als allgemeines Fach.

* Manche Tiere können zählen. Zum Beispiel Raben, die
sich merken, wieviel Menschen in einen Verschlag gegangen
und wieviele wieder rausgekommen sind. Manche Raben können
zwischen 4 und 5 unterscheiden, andere nur zwischen 3 und 4.
Dazu gibt es eine Reihe von Untersuchungen. Wenn sich jetzt
nur Raben paaren, die mindestens zwischen 4 und 5 unterscheiden
können, gibt es bei dem Nachwuchs vielleicht mehrere, die auch
zwischen 5 und 6 unterscheiden können. Paart man solche wieder,
gäbe es - vielleicht - dann auch Nachwuchs, der 6 und 7 unter-
scheiden könnte ...

late-night.



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Delastelle
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.9, eingetragen 2021-06-16


Mir stellt sich da noch die Frage inwieweit der Mensch an die heutige Zeit überhaupt angepasst ist.
Über Evolution kann auf lange Sicht ein Merkmal angepasst werden.
Die letzten 100 Jahre haben aber derart schnelle Veränderungen gebracht,
da kommt niemand mit...
Bsp. Digitalisierung
Südkorea hat einen sehr hohen Computeranteil in der Bildung;
schwere Augenerkrankungen haben dort stark zugenommen.
Kurzsichtigkeit bis Erblindung durch Netzhautablösung infolge Kurzsichtigkeit.

Viele Grüße
Ronald



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