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Lineare Algebra » Matrizenrechnung » Aufgabe aus Klausur
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Universität/Hochschule Aufgabe aus Klausur
dietmar0609
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Dabei seit: 29.06.2007
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  Themenstart: 2021-07-23

Hier stand Unsinn ... \quoteon(ursprünglicher Beitrag) Hier stand Unsinn ... \quoteon(ursprünglicher Beitrag) Hier stand Unsinn ... \quoteon(ursprünglicher Beitrag) Hallo, Mein Schüler hat heute in einer 2 stündigen Klausur folgende Aufgabe bekommen. Geben Sie den Lösungsvektor des folgenden Gleichungssystem an . Was haltet Ihr davon ? https://www.matheplanet.com/matheplanet/nuke/html/uploads/b/18894_2021-07-23_18_36_09-Window.png Gruß Dietmar \quoteoff \quoteoff \quoteoff


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DerEinfaeltige
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  Beitrag No.1, eingetragen 2021-07-23

Sieht aus wie eine typische Universitätsaufgabe aus einem Technikbereich. Ich kenne sowas bspw. aus der Technischen Chemie. Was ich davon halte? Nicht besser oder schlechter als die in anderen Fachbereichen üblichen Bulimiewissensaufgaben. Man lässt die Prüflinge unter unrealistischem Stress eine zwar irrelevante, dafür aber sehr gut messbare Leistung erbringen.


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Tetris
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  Beitrag No.2, eingetragen 2021-07-23

Wie hieß denn die zugehörige Lehrveranstaltung und welche Hilfmittel standen zur Verfügung? Lg, T.


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dietmar0609
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  Beitrag No.3, vom Themenstarter, eingetragen 2021-07-23

Hilfsmittel gab es keine. Ich habe auch erst nach dem Schreiben des Threads gemerkt, das die 2. Spalte gleich der rechten Seite ist, d.h. der (oder ein) Lösungsvektor ist (0,1,0,0,0,0,0,0,0). Um die Eindeutigkeit zu beweisen, müsste man m.E. mindestens die Determinante ausrechnen, was aber innerhalb der gegebenen Zeit unmöglich ist. LG Dietmar


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Tetris
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  Beitrag No.4, eingetragen 2021-07-23

Okay, das habe ich nicht gesehen, habe aber auch nicht darauf geachtet. Hat sich ein solcher Zugriff bereits im Rahmen der zugehörigen Vorlesungen, Übungen, Tutorien usw. als wirkungsvoll erwiesen, muss man solche Aufgaben wohl als angemessen erachten. Nicht schön ist es natürlich, wenn man das nicht sieht und sich in Folge dessen einen Wolf rechnet... Lg, T.


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Kezer
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  Beitrag No.5, eingetragen 2021-07-23

Also ich finde das absolut unsinnig. Es prüft ja nicht, ob man die Ideen aus der linearen Algebra verstanden hat, sondern ob man hinreichend genau hinschaut und dabei darauf achtet, dass zwei Spalten gleich sind. Aber unsinnige Aufgaben werden in Prüfungen leider oft gestellt.


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dietmar0609
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  Beitrag No.6, vom Themenstarter, eingetragen 2021-07-23

@Kezer: Das sehe ich ganz genau so. Hinzu kommt noch der Prüfungsstress. Und Verständnis wird damit schon mal gar nicht geprüft. Um die Eindeutigkeit der Lösung zu zeigen, was streng genommen gemacht werden müsste, müsste man auf jeden Fall noch die Determinante ausrechnen. Und das würde jeden Zeitrahmen sprengen. Gruß Dietmar


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Kitaktus
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  Beitrag No.7, eingetragen 2021-07-24

Na ja. Ohne zu wissen, was in der Vorlesung gesagt wurde, lässt es sich leicht spekulieren. Also spekuliere ich auch mal: In der Vorlesung wurde gesagt, dass man Gleichungssysteme mit fünf, sechs oder gar noch mehr Variablen in der Regel nicht mal eben schnell von Hand lösen kann. Wobei Ausnahmen die Regel bstimmen, z.B. wenn eine Spalter der Matrix ein Vielfaches der rechten Seite ist. Wer hier anfängt wild drauf loszurechnen, hat in der Vorlesung nicht aufgepasst. Alle anderen erinnern sich an die Ausnahme, suchen nach der passenden Spalte und finden sie. Problem gelöst. Variante 2: Fängt man an, das erweiterte Gaußverfahren auszuführen, so stellt man bereits im zweiten Schritt fest, dass man auf ein (reduziertes) homogenes Gleichungssystem A'x'=0 mit sieben Unbekannten stößt. Weitere Rechnung erübrigt sich, zumindest, wenn man nur an _einer_ Lösung interessiert ist: x'=0. Das verbleibende Gleichungssystem mit zwei Gleichungen und zwei Unbekannten ist auch für eine 2h-Stündige Klausur nicht zu kompliziert. Wie gesagt: Reine Spekulation. Ich habe allerdings selbst mal den Fall erlebt, dass ein (vergleichsweise junger) Professor, der vertretungsweise eine Mathe-für-Nichtmathematiker-Vorlesung übernehmen sollte, weil der, der das seit x Jahren gemacht hatte, im Forschungssemster war. Er schaute sich das Skript an, dachte sich dann: "Was soll das eigentlich? Die Studenten werden in ihrem Fach niemals eine gebrochenrationale Funktion integrieren, oder einen Grenzwert mit dem Satz von l'Hospital ausrechen müssen." [Wiederum reine Spekulation, ich war nicht dabei.] Das Ergebnis war jedenfalls eine Vorlesung, die versuchte, den Studenten relativ pragmatische Herangehensweisen nahezubringen, falls sie [in ihrem nichtmathematischen Fach] mal einem mathematisch angehauchten Problem begegnen sollten. Die einen fanden das gut, die anderen nicht ganz so, Geschmäcker sind verschieden. Wer aber ein echtes Problem mit der Klausur hatte, waren diejenigen, die gar nicht in der Vorlesung waren und sich auch keine Mitschrift besorgt hatten. Die haben bei einigen Aufgaben gar nicht verstanden, worauf sie hinauslaufen sollten. Diese Aufgabe mit der Geschichte 1 dazu, die hätte sehr gut in diese Klausur gepasst. Merke: Gleichungen mit 9 Unbekannten löst keiner von Hand, wenn er die Lösung nicht direkt ablesen kann.


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