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Schule Gute Mathematikbücher für Hessen?
Tonne95
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  Themenstart: 2021-07-25

Hallo lieber Matheplanet, ich bin beim Durchforsten des Internets auf eure Seite aufmerksam geworden und es scheint mir so, als wären hier sehr erfahrene Leute unterwegs. Ich habe nämlich eine spezielle Frage zur Schulmathematik in Hessen. Ich werde ab diesem Jahr anfangen, meinen mittleren Schulabschluss und mein Abitur hier in Hessen nachzuholen. Leider war es mir damals nämlich aufgrund von finanziellen Problemen in der Familie nämlich nicht möglich, das Gymnasium nach der 9. Klasse fortzusetzen, sodass ich quasi eine Ausbildung machen „musste“. Nun habe ich aber zum Glück die Möglichkeit :). Danach würde ich sehr gerne Informatik studieren. Zur Auswahl stehen mir in meiner Umgebung hier in Hessen zwei Schulen zur Verfügung. Die eine Schule arbeitet durchgehend mit Lambacher Schweizer und die andere mit Fundamente der Mathematik und ab der Oberstufe mit Bigalke/Köhler. Da ich selber ja auch einen Einfluss darauf habe, wie schnell ich mein Abitur bekomme, bin ich natürlich auch schon aktiv geworden und habe mir die vorgegebenen Bücher beschafft, die bei beiden Schulen, bis auf Mathematik, alle gleich sind und angefangen zu lernen. Aber in Mathematik bin ich mir unsicher, welche Reihe wohl besser ist, die von Klett oder die von Cornelsen, gerade für das Selbststudium. Das Nachholen besteht ja schließlich größtenteils aus Selbststudium. Vielleicht gibt es ja hier jemanden, der oder die sich sehr gut damit auskennt, z. B. eine/n Lehrer/in und mir mal seine/ihre Meinung kundtun kann. Ich würde die Wahl der Schule durch den Hintergrund, dass ich später gerne noch Informatik studieren möchte und die beiden Schulen sonst an sich komplett ähnlich sind, wirklich von der Mathematiklektüre abhängig machen. Über Antworten eurerseits würde ich mich sehr freuen. Liebe Grüße Achmet


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LetsLearnTogether
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  Beitrag No.1, eingetragen 2021-07-25

Hallo, so recht verstehe ich die Frage nicht. Bin übrigens kein Lehrer, oder in Hessen unterwegs. Ich denke es wird keine Rolle spielen welche Schule du besuchst. Die Lehrpläne sind ja einheitlich. In welche Klassenstufe steigst du denn dann ein, wenn du nach der neunten Klasse eine Ausbildung gemacht hast. \quoteon Ich würde die Wahl der Schule durch den Hintergrund, dass ich später gerne noch Informatik studieren möchte und die beiden Schulen sonst an sich komplett ähnlich sind, wirklich von der Mathematiklektüre abhängig machen. \quoteoff Das ist nicht notwendig, denn auf ein Informatik-Studium wird dich vermutlich keine Schule so recht vorbereiten. Auch nicht unbedingt, wenn Informatik als Schulfach angeboten wird. Anstelle dir Schulmathematik-Lektüre zu besorgen, könntest du dir viel lieber Einsteigerlektüre für Informatik zulegen, oder dich in der Freizeit mit Informatik auseinandersetzen. Leider kann ich nichts empfehlen, da ich keine Informatik studiere. Normalerweise werden auch keine Vorkenntnisse vorausgesetzt, aber da investierst du deine Zeit vermutlich sinnvoller, lernst Inhalte des Studiums und kannst auch sehen ob das was für dich ist. Da ja nun wegen Corona alles online war, findest du auch vielleicht viele Skripte oder Vorlesungsunterlagen online. Wenn du also eine Wunsch-Uni hast, könntest du da mal gucken. Eventuell mal die Fachschaft Informatik anschreiben und fragen. Die sind bestimmt sehr hilfsbereit. Eventuell kannst du auch mal nach Schülerstudium gucken. Grundsätzlich wäre ich bereit dir online kostenfreie "Nachhilfe" über Skype anzubieten. Einmal wöchentlich über 90 Minuten. Corona hat ja gezeigt, dass das eigentlich ganz gut funktionieren kann. Voraussetzung wäre, dass du die Möglichkeit hast digital zu schreiben. Etwa mittels Tablet, oder anderer Sachen. Sog. digitale Stifte kriegt man für etwa 30 Euro. Da könnten wir dann eventuelle Lücken aufbereiten, oder vorarbeiten. Je nachdem wie du Lust hast. Bei Interesse kannst du dich gerne melden. (Das soll jetzt keine Werbung für meine Person sein oder so...)


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Folgende Antworten hat der Fragesteller vermutlich noch nicht gesehen.
nzimme10
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  Beitrag No.2, eingetragen 2021-07-25

Hallo, ich würde mich meinem Vorredner da anschließen und sagen, dass es für das Studium später nicht wirklich eine Rolle spielt mit welchem Lehrbuch (sofern man das überhaupt so nennen mag) Abitur gemacht hat. Die Inhalte der Oberstufe sind zwar in einem Informatikstudium durchaus relevant, werden aber im Rahmen von diversen "Mathematik für Informatiker" Vorlesungen an der Universität eingeführt und in der Regel auf eine ganz andere Art und Weise behandelt, als an der Schule. Vielmehr haben viele Studienanfänger große Schwierigkeiten mit Grundlagen wie Bruchrechnung. Wenn du dir also einen Gefallen tun willst, dann arbeite lieber nochmal an diesen Grundlagen. Ansonsten kann ich auch nur empfehlen im Internet nach guten Skripten der Anfängervorlesungen zu suchen oder dich nach einem Lehrbuch (kein Schulbuch) umzusehen; das wird dir - meiner Meinung nach - viel mehr bringen. LG Nico


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Algebravo
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  Beitrag No.3, eingetragen 2021-07-25

Ich kann zu Fundamente der Mathematik und Bigalke/Köhler nichts sagen, aber der Lambacher Schweizer ist ein gutes Mathematikbuch. Da gibt‘s detailliert vorgerechnete Beispiele, und Abschnitte zur Selbstkontrolle zu denen es Lösungen gibt. Die Reihe eignet sich also, wie ich finde, gerade in Kombination mit den Arbeitsheften, sehr gut zum Selbststudium. Im Hinblick auf ein Informatik-Studium ist die Schulbuchreihe von geringer Relevanz: Im Studium wird die Mathematik sowieso häufig „von vorne“ besprochen, da sind, wie Nico schon angesprochen hat, Grundlagen der elementaren Arithmetik fast wichtiger, als die Oberstufen-Mathematik bis ins Detail zu können. Viele Sachen werden, nachdem sie in der Schule didaktisch reduziert unterrichtet werden, sowieso nochmal „vernünftig“ gemacht. Damit möchte ich dir nun nicht die Inhalte der gymnasialen Oberstufe madig machen, da werden natürlich viele Konzepte besprochen, deren Verständnis im Studium ungemein hilft; aber es wird eben eher gerechnet, während es an der Uni eher auf das Er- und Begründen ankommt. (Auch das kommt natürlich stark auf deine*n Mathematik-Leher*in an.) Grüße, Connor


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LetsLearnTogether
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  Beitrag No.4, eingetragen 2021-07-26

\quoteon Ansonsten kann ich auch nur empfehlen im Internet nach guten Skripten der Anfängervorlesungen zu suchen oder dich nach einem Lehrbuch (kein Schulbuch) umzusehen; das wird dir - meiner Meinung nach - viel mehr bringen. \quoteoff So ist es. Mir ist nicht ganz klar, warum du dich mit der Schulmathematik in diesem Umfang beschäftigen möchtest. Aus "Angst", oder Interesse, oder weil du eventuell deine kommende Schulzeit verkürzen möchtest? Grundsätzlich vergeudest du mit diesen Schulbüchern eigentlich deine Zeit. Das soll jetzt gar nichts heißen. Mir hat das als Schüler auch Spaß gemacht diese Matheaufgaben zu lösen, aber rückwirkend betrachtet ist das einfach verschwendete Zeit. Man macht ständig das gleiche, und mit den Inhalten des Studiums hat es eigentlich nicht viel zu tun. Natürlich muss, oder sollte man die Schulmathematik draufhaben, aber Schulmathematik kann man auch lernen, wenn man was anderes macht als Schulmathematik. Wenn ich zurückdenke, wie viele Kurvendiskussionen, quadratische Gleichungen, oder Gleichungssysteme ich in meiner Schulzeit lösen musste, dann macht mich das fast wütend. Aber wie gesagt, es hat mir damals ja schon Spaß gemacht... Eigentlich bin ich mir sicher, dass man den Stoff von 2 Jahren Matheabitur ganz gut in sechs Monaten, oder noch kürzer, lernen kann, wenn man denn wirklich will. Da ist die Zeit besser investiert, wenn du dich eigenständig mit dem Uni Stoff beschäftigst. Und das soll jetzt gar nichts heißen, oder abschrecken. Es macht nämlich unglaublich viel Spaß, und es gibt (jedenfalls für die Mathematik) ganz wundervolle, didaktisch hervorragende, einführende Literatur, und ich denke für die Informatik sieht das nicht anders aus. Es reicht vielleicht auch aus, mit Video-Tutorials zu lernen, aber einfach mal mit Informatik anfangen und Sachen programmieren kann auch ein schönes Hobby sein, wovon du langfristig viel mehr haben wirst. Wenn du dann mathematisch orientiert programmierst, wirst du die notwendige Mathematik einfach just in time dazu lernen, auf eine ganz natürliche Art und Weise.


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phiregen
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  Beitrag No.5, eingetragen 2021-07-26

\quoteon(2021-07-25 23:02 - nzimme10 in Beitrag No. 2) Vielmehr haben viele Studienanfänger große Schwierigkeiten mit Grundlagen wie Bruchrechnung. Wenn du dir also einen Gefallen tun willst, dann arbeite lieber nochmal an diesen Grundlagen. \quoteoff Kommentar des Jahres :D Genau so sieht es aus (übrigens häufig auch in der Oberstufe). Stelle sicher, dass du -weißt was ganze, rationale und reelle Zahlen sind. -mit Brüchen rechnen kannst. -kürzen kannst. Auch Wurzeln, wenn sie z.B. im Zähler eines Bruches stehen -die Potenzgesetze kannst. -mit Funktionen umgehen kannst (konstant, proportional,linear, quadratisch) und auch Funktionsgraphen zeichnen/ am Graph ablesen kannst -weißt wie Funktionsgleichungen aussehen -mit abstrakten Ausdrücken wie 3x^2 rechnen kannst und einfache Gleichungen lösen kannst. Du kannst auch Gleichungen nach z.b X auflösen, sofern sie "einfach" sind. -idealerweise Einheiten umrechnen kannst. Auch Volumenmaße! -die Grundlagen der Geometrie beherrschst. Insbesondere Begriffe wie Ankathete etc und natürlich alles im Zusammenhang mit dem des Pythagoras und Thales -dich mit Sinus, Kosinus und Tangens auskennst, sie zeichnen bzw. erkennen kannst. Du kennst auch den Einheitskreis und weist, dass cos(x)^2 + sin(x)^2 = 1 gilt. Dies alles ist der Stoff bis inklusive der 10ten Klasse. Der muss dir locker von der Hand gehen. Ansonsten behindert er das Lernen, weil du bei jedem neuen Begriff z.B. wieder nachdenken musst: "Oh was nun wieder eine Tangente???" Stattdessen muss im Kopf mindestens vorkommen: "Ah Tangenten. Es handelt sich im lineare Funktionen bzw. graphisch betrachtet geht es nun um Geraden." Wenn du nicht Alles rechtzeitig kannst, gibt es dennoch Hoffnung. Vielen Menschen fällt es nämlich dann doch eher leicht einige dieser Dinge nochmal genau zu verstehen, wenn sie im höheren Kontext noch mal vorkommen. Brüche, Fachbegriffe, Potenzregeln und Formeln umstellen müssen aber definitiv sitzen. Zur Informatik. Lerne einfach zu Programmieren. Das ist am wichtigsten. Lerne überhaupt erstmal Excel (oder gratis Calc aus der Open Office Suite) bedienen. Dann Makros schreiben. Python oder vielleicht auch R sind aus meiner Sicht ganz gut zum reinkommen. Und sie sind kostenlos und werden in vielen Unternehmen heute verwendet.


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AlphaSigma
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  Beitrag No.6, eingetragen 2021-07-26

\quoteon(2021-07-26 19:48 - phiregen in Beitrag No. 5) \quoteon(2021-07-25 23:02 - nzimme10 in Beitrag No. 2) Vielmehr haben viele Studienanfänger große Schwierigkeiten mit Grundlagen wie Bruchrechnung. Wenn du dir also einen Gefallen tun willst, dann arbeite lieber nochmal an diesen Grundlagen. \quoteoff ... Stelle sicher, dass du -weißt was ganze, rationale und reelle Zahlen sind. -mit Brüchen rechnen kannst. -kürzen kannst. Auch Wurzeln, wenn sie z.B. im Zähler eines Bruches stehen -die Potenzgesetze kannst. -mit Funktionen umgehen kannst (konstant, proportional,linear, quadratisch) und auch Funktionsgraphen zeichnen/ am Graph ablesen kannst -weißt wie Funktionsgleichungen aussehen -mit abstrakten Ausdrücken wie 3x^2 rechnen kannst und einfache Gleichungen lösen kannst. Du kannst auch Gleichungen nach z.b X auflösen, sofern sie "einfach" sind. -idealerweise Einheiten umrechnen kannst. Auch Volumenmaße! -die Grundlagen der Geometrie beherrschst. Insbesondere Begriffe wie Ankathete etc und natürlich alles im Zusammenhang mit dem des Pythagoras und Thales -dich mit Sinus, Kosinus und Tangens auskennst, sie zeichnen bzw. erkennen kannst. Du kennst auch den Einheitskreis und weist, dass cos(x)^2 + sin(x)^2 = 1 gilt. ... \quoteoff Um diese Sachen zu üben, kann ich das Buch von Jan van de Craats und Rob Bosch Grundwissen Mathematik empfehlen.


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