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Matroids Matheplanet Forum Index » Sonstiges » verbesserte Schiffsschraube
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Kein bestimmter Bereich verbesserte Schiffsschraube
Delastelle
Senior Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 17.11.2006
Mitteilungen: 1280
Aus:
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Themenstart: 2018-07-17


Hallo Leute!

Im Buch "Die Quadratur krummliniger Figuren oder die Anleitung zur Lösung wissenschaftlicher Probleme" aus dem Jahr 1999 findet sich auf Seite 107 eine Abbildung einer gefiedertern Schiffsschraube:

Auf Seite 38 des Buches steht, dass diese Schiffsschraube zu 22,5 % weniger Verbrauch bei gleicher Leistung führt. (Im Vergleich zu einer bisherigen Schiffsschraube.)

Meine Frage: wird diese Schiffsschraube inzwischen verwendet oder gibt es auch Nachteile? Es könnte ja sein, dass Patentfragen zu klären wären oder diese Schiffsschraube schneller verdreckt oder sonstwas.

Viele Grüße
Ronald



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hyperG
Senior Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 03.02.2017
Mitteilungen: 548
Aus:
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.1, eingetragen 2018-07-17


Die Optimierung von Schiffspropeller ist ein großer Bereich.
Optimiert wird auf alles Mögliche (Lautstärke, minimale Blasenbildung, Höchstgeschwindigkeit, Spritverbrauch,...)

Jedoch habe ich weder bei kleinen Typen:
Optimierung für kleine Boote

noch beim Weltmarktführer bei Propellern über 80 Tonnen:
Mecklenburger Metallguss GmbH
dazu etwas gefunden. Die versprechen realistische Verbrauchsreduzierung von 10%.

Die 22,5% Verbrauchsreduzierung hört sich zu optimistisch an.

Es scheint nur für mittelgroße Schiffe zu sein, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass die Schlitze die großen Kräfte bei großen Schiffen oder bei Rennbooten lange überleben. Selbst die Käufer langsamer Schiffe würden sich 3 mal überlegen, ob sie ein Propeller mit halber Lebensdauer kaufen...
(Ein Schlitz/Riss ist eine der schlimmsten Angriffstellen in der Materialoptimierung. Daher wird alles abgerundet!)

Hoch optimierte mittelgroße Propeller haben meist auch eine Verstellung:
Elektroantrieb optimiert Verstellung.

Nächster Punkt: Korrosion:
hier.

Da dieser Propeller 2014 eingebaut wurde, das Buch aber schon 15 Jahre zuvor gedruckt wurde, scheint dieser Typ mit "Schlitz" sich nicht durchgesetzt zu haben.

Weitere Optimierungbeiträge hier.



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Delastelle
Senior Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 17.11.2006
Mitteilungen: 1280
Aus:
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.2, vom Themenstarter, eingetragen 2018-07-18


Hallo hyperG!

Es hätte ja sein können, dass hier im Forum ein Taucher mit Fotoapparat unterwegs ist, der im Hamburger Hafen eine andere Schiffsschraube bei einem Schiff entdeckt hat. :-)

Würden die 22,5 % Verbrauchsminderung bei der gefiederten Schraube zutreffen, könnte ich mir vorstellen, dass auch eine verminderte Lebensdauer der Schraube gar nicht so schlimm wäre.

Viele Grüße
Ronald



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jacha2
Senior Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 28.05.2013
Mitteilungen: 822
Aus:
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.3, eingetragen 2018-07-18


Salut,

man kann getrost davon ausgehen, daß die Reeder ihre Kostenrechnung beherrschen...
2018-07-18 00:17 - Delastelle in Beitrag No. 2 schreibt:
...
Würden die 22,5 % Verbrauchsminderung bei der gefiederten Schraube zutreffen, könnte ich mir vorstellen, dass auch eine verminderte Lebensdauer der Schraube gar nicht so schlimm wäre.
...

und alles andere ist ihnen egal; solange sie ihre Pötte als schwimmende Raffineriemüllverbrennungsanlagen betreiben dürfen, ist jeder Tag im Dock wegen einer schon wieder kaputten gefiederten Schraube so ziemlich das Letzte, was sie sich aufhalsen würden. Genau deswegen wollen sie auch von Flettner-Rotoren nichts wissen (die obendrein auf Containerschiffe so nicht eingesetzt werden können). Und die großen Frachtcontainer sind nun mal für das Gros des SO2- und CO2-Eintrags in die Atmosphäre verantwortlich. Ob irgend eine Nuckelpinne mit optimaler Schraube durch die Binnenalster pütschert, ist von da her belanglos.

Adieu



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holsteiner
Senior Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 25.01.2012
Mitteilungen: 599
Aus: Deutschland
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.4, eingetragen 2018-07-18


Moin,
es sieht so aus, als wenn der Autor den gleichen Effekt nutzen wollte, der entsteht, wenn mehrere Segel (Vorsegel/Fock und Grossegel) verwendet werden, z.B. bei der Schonertakelung.  Die Fock sorgt dann für ein verbessertes Strömungsprofil am Großsegel. Die "Fiederung" entspricht diesem Prinzip. Auch die Landeklappen einiger grosser Flugzeuge sind ähnlich geformt.

Mir scheint aber, dass es durch die vielen Kanten auch vermehrt Wirbelablösung gibt. Ich bin nicht so sicher,ob das wirklich von Vorteil ist. Meine Erfahrung ist, dass nur kleinste Beschädigungen und Unregelmäßigkeiten am  Propeller (z.B. durch Grundberührung)  zu beträchtlichem Leisungsverlust führen.

Ich hab sowas noch nie an irgendeinem Boot gesehen.

Viele Grüße

holsteiner



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Delastelle
Senior Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 17.11.2006
Mitteilungen: 1280
Aus:
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.5, vom Themenstarter, eingetragen 2018-07-23


Hallo,

2 Quellenangaben aus obigen Buch
Schiffsschraube mit gespreizten Federn. Bild der Wissenschaft, 7 (1988)
Reinfelder, Georg: Möwen bescheren Schiffspropeller neuen Dreh. Süddeutsche Zeitung vom 28.1.1991

Die Beiträge habe ich im Internet nicht gefunden, obwohl Bild der Wissenschaft wenigstens in Teilen online sein soll.

Viele Grüße
Ronald

Edit:
aus Bild der Wissenschaft 7/1988 Seite 32:




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Delastelle
Senior Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 17.11.2006
Mitteilungen: 1280
Aus:
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.6, vom Themenstarter, eingetragen 2018-07-26


Hallo,

aus dem Süddeutsche Zeitung Archiv:

(Eine kleine Zusammenfassung des Artikels)
28.1.1991

Innovation zum Anfassen(4)
Möwen bescheren Schiffspropeller neuen Dreh
Auffächerung vormals runder Flügelenden wertet Schiffsschrauben auf
Autor: Georg Reinfelder

Der Hamburger Ingenieur Günther Spranger modernisierte den Bootsantrieb.
Spranger ist Bauingenieur, nicht gelernter Schiffsbauer.
Große Werften waren bisher nicht an dem Projekt interessiert.

Bei Möwen beobachtete Spranger das Wirbelzopfverhalten des Fluges.
Durch Auffächerung der ursprünglich runden Flügelenden von Schiffsschrauben
wird die vom Antrieb verursachte Strömung besser als bisher in Schubkraft
umgesetzt.

Als Material für seine Schiffsschrauben verwendete er Marinebronze.
Spranger schrieb Programme zur Steuerung von Werkzeugmaschinen,
um die Schiffsschrauben herzustellen.

Spranger rüstete eine Hamburger Hafenbarkasse mit einem zwölffach aufgefächerten
Propeller aus. Die Meßresultate waren sehr gut:
Die Antriebswirkung seiner Erfindung war gegenüber herkömmlichen Techniken
um fast 16 Prozent besser und das bei niedriegeren Fahrgeräuschen.
Überdies schrumpfte der Brennstoffverbrauch um fast 18 Prozent.
Die Fachwelt reagierte kritisch.

In einem 2.Versuch wurde eine relativ großes Küstenmotorschiff mit dem
aufgefächerten Schiffspropeller ausgerüstet. Der Probebetrieb verlief
noch erfolgreicher als bei der Hafenbarkasse. Nun wurde die Erfindung
etwas ernster genommen. Es wurden Patente erteilt.

Spranger versucht jetzt Windkraftanlagen zu verbessern. Auf einer
Sylter Düne hat Spranger eine Windenergie-Anlage errichtet, die dank
der Profilauffächerung erheblich weniger laut ist als herkömmliche
Windgeneratoren und darüber hinaus auch noch rationeller Strom
erzeugt. Ob sich die Innovationen durchsetzen, wird der Markt zeigen.
(Ende Zusammenfassung)

Viele Grüße
Ronald



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