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Informatik » Technische Informatik » Gibt es ein Maximum an den ''www-Speicher''?
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Kein bestimmter Bereich J Gibt es ein Maximum an den ''www-Speicher''?
Red_
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Themenstart: 2020-01-20


Hey,
ich weiß nicht wie genau ich die Frage formulieren kann, da ich kaum wissen über das Gebiet der Informatik habe. Habe aber dennoch eine Frage, die ich nirgendswo richtig beantwortet bekommen habe.
Heutzutage kann jeder sich eine Internetseite machen, tausende von Bildern uploaden in das world wide web usw.
Aber kann das für immer so weitergehen? Gibt es nicht so ein Maximum, wo man alte Sachen löschen muss, damit man neue Sachen uploaden kann oder sowas? Weil irgendwo müssen die geuploadeten SAchen ja gespeichert werden oder so ähnlich.
Vielleicht weiß ja einer von euch ungefähr was ich meine und kennt eine Antwort dazu. Danke :)

Red_



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Primentus
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.1, eingetragen 2020-01-20


Hallo Red_,

wie viel man letztlich im Internet speichern kann, ist hauptsächlich eine Frage von wie viele Server kann man ins Netz stellen und wie groß ist deren Speicherplatz? Die Anzahl gleichzeitig möglicher Server entspricht im Wesentlichen der Anzahl möglicher IP-Adressen. Waren es beim IPV4-Protokoll noch "nur" 4 Milliarden mögliche verschiedene IP-Adressen, sind es beim jetzigen IPV6-Protokoll schon $3,4\cdot 10^{38}$ IP-Adressen und damit Anzahl mögliche Server bzw. Rechner im Netz.

Es gibt ca. 3,27 Millionen Unternehmen deutschlandweit, d. h. pro ca. 25 Einwohner eine Firma. Dies weltweit hochgerechnet würde bedeuten, dass es schätzungsweise ca. 300 Millionen Unternehmen insgesamt gibt (wobei es tendenziell eher noch weniger sind, weil es ja auch Entwicklungsländer gibt, d. h. nicht alle Länder sind gleich hoch technologisiert, aber den Aspekt lasse ich mal beiseite). Das heißt, jede dieser Firmen könnte $3,4\cdot 10^{38} : (300\cdot 10^{6}) = 1,3\cdot 10^{30}$ Rechner haben. Zum Vergleich: Die Anzahl Atome im Universum beträgt $10^{80}$, also ist selbst $10^{30}$ schon eine schier unvorstellbar große Zahl - sehr unwahrscheinlich, dass es soweit kommt, dass jede(!) Firma weltweit $10^{30}$ Rechner bzw. Server betreibt. Das heißt, von dem her sind so schnell keine Grenzen gesetzt. Aber selbst wenn es soweit käme, könnte allein eine einzelne dieser Firmen - wenn jeder ihrer Server 10 Terabyte Speicherplatz hätte - sage und schreibe $10^{31}$ Terabyte speichern, was ungefähr $10^{37}$ Bildern (Annahme 1 MB pro Bild) oder $10^{34}$ Videos (Annahme 1 GB pro Video) entspricht. Und das gilt für jede der 300 Millionen Firmen separat.

Weiterer Aspekt: Die Landfläche der Erde beträgt ca. $149,4\cdot 10^6$ km². Dies bedeutet bei der jetzigen Weltbevölkerung, dass sich durchschnittlich ca. 50 Erdenbewohner einen Quadratkilometer (= 1 Million Quadratmeter) Land teilen, was das Wohnen betrifft. Die Anzahl Menschen der Weltbevölkerung könnte allerdings steigen. Nehmen wir einmal an, es gäbe irgendwann genauso viele Menschen wie mögliche IP-Adressen, also $3,4\cdot 10^{38}$, so dass jeder Mensch einen eigenen Server im Netz stehen hat. Dies würde aber dann bedeuten, dass $2,26\cdot 10^{30}$ Menschen auf einem Quadratkilometer leben würden. Das wären pro Quadratmeter immer noch mehr als $10^{24}$ Menschen - also völlig unrealistisch.

Wenn man statt von derzeit 50 Menschen auf 1 Million Quadratmeter von maximal 1 Million Menschen auf dieser Fläche, also 1 m² pro Person ausgehen würde (man müsste halt massiv in die Höhe bauen), dann wäre die maximal denkbare Weltbevölkerung ungefähr $149,4\cdot 10^{12}$, d. h. 149400 Milliarden Menschen (zum Vergleich: derzeit 7,5 Milliarden Menschen). Aber selbst wenn diese große Anzahl Menschen existieren würde und man die maximale Anzahl möglicher Server ($3,4\cdot 10^{38}$) mit je 10 Terabyte auf alle Menschen verteilen würde, könnte jeder $2,26\cdot 10^{25}$ Terabyte Daten speichern, was wiederum mehr als $10^{28}$ Videos oder $10^{31}$ Bilder bedeutet. Das ist weit mehr als ausreichend.

Aber wahrscheinlich zielt Deine Frage darauf ab, was eigentlich passiert, wenn wir mal paar hundert oder tausend Jahre oder auch viele tausend Jahre in die Zukunft gehen. Da wird sich natürlich schon irgendwann mal die Frage stellen, ob man die Daten von Menschen, die schon vor 500 Jahren gestorben sind, noch alle aufbewahren will. Ich weiß nicht, ob es irgendwann in 500 Jahren noch so interessant ist für unsere Nachfahren, was wir heute so geshoppt und gezockt haben. Vielleicht ja, aber irgendwann einmal wird vielleicht schon die Frage auftauchen, was man davon noch behalten will, und was man sozusagen für immer ins Nirwana verabschiedet.

Nochmal zurück zu dem Beispiel maximaler Weltbevölkerung:
Wenn man jedem dieser 149400 Milliarden Menschen nur 1 Server mit 10 Terabyte gibt, kann er darauf immerhin noch 10000 Videos oder 10 Millionen Bilder speichern. Das sollte meines Erachtens für den Durchschnittsmenschen und seiner Lebenszeit auch ausreichend sein. Damit könnte man sagen, dass bei einer maximal möglichen Weltbevölkerung 149400 Milliarden Server im Internet bestückt sind. Jetzt nehmen wir einmal den verrückten Fall an, die Weltbevölkerung würde dann trotzdem noch weiter ansteigen. Die einen Menschen sterben irgendwann weg, und die globale Wachstumsrate der Weltbevölkerung beträgt 1,14 % pro Jahr, d. h. jedes Jahr kommen 1703 Milliarden neue Menschen auf die Welt (ausgehend von besagter Maximalzahl möglicher Weltbevölkerung), von denen wieder jeder einen Server bekommt, während die Server aller bereits vorhandenen und gestorbenen Menschen erhalten bleiben, dann würden zu den bereits verbrauchten 149400 Milliarden Server der bisherigen Menschen jedes Jahr 1703 Milliarden neue Server dazu kommen. Wenn man ausrechnet, wie viele Jahre vergehen müssen, bis man auf die Weise auf die $3,4\cdot 10^{38}$ Server kommt, die dann alle mit Internetdaten bestückt wären (und mehr Server wären dann erstmal nicht mehr möglich), dann kommt man auf ca. 5354 Jahre.

Das heißt, man könnte mit den derzeit maximal möglichen IP-Adressen ca. 5000-6000 Jahre lang jeden Menschen 10000 Videos oder 10 Millionen Bilder ins Netz stellen lassen inklusive Aufbewahrung der Daten all jener Menschen, die in dem Zeitraum bereits verstorben sind. Das heißt, irgendwann einmal wird sich dann schon die Frage stellen, was machen wir jetzt mit den Internetdaten von Menschen, die schon vor 5000 Jahren gestorben sind. Aber ganz ehrlich - bis wir die Zeit mal erreicht haben, glaub ich gibt es sowieso schon wieder ganz andere neue Technologien, wo das Internet vielleicht sogar längst veraltet ist, auch wenn man sich das heute vielleicht nicht vorstellen kann. Und ganz praktischerweise vermute ich ehrlich gesagt, dass es am ehesten an der Strommenge, die man produzieren müsste, um $3,4\cdot 10^{38}$ Server gleichzeitig zu betreiben, scheitern würde.

Mein Fazit also:
Solange genug Strom produziert werden kann, um über $10^{38}$ Server gleichzeitig laufen zu lassen, wird es so schnell keine Begrenzung geben. Aber es ist unwahrscheinlich, dass man tatsächlich so viel Strom produzieren kann und außerdem ist die Internettechnologie vorher schon veraltet. Man wird Daten in Zukunft vielleicht noch ganz anders speichern können. An der Größe der Weltbevölkerung scheitert es meines Erachtens nicht, und was den Bau von über $10^{38}$ Servern betrifft, wäre natürlich noch die Frage, ob es auf der Erde (oder sonstwo) überhaupt genügend Rohstoffe gibt, um diese Server zu produzieren, was mit einem großen Fragezeichen versehen ist.

Im Endeffekt wird es darauf hinauslaufen, dass
entweder die Rohstoffe um die Server zu produzieren nicht ausreichen
oder die zu produzierende Strommenge nicht ausreicht
oder die Internettechnologie inzwischen veraltet ist
oder die Klimakrise die Menschen zwischenzeitlich dahingerafft hat, so dass sich die Frage nach der Datenkapazität bzw. Aufbewahrung der Daten gar nicht mehr stellt (und das sage ich jetzt ganz ohne grüne Brille).

So jedenfalls wäre meine Antwort auf Deine Frage.

LG Primentus



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Delastelle
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.2, eingetragen 2020-01-20


Hallo Red_!

google: Festplatte Größe
"Die häufigsten Festplattengrößen bei Computern und Notebooks sind 60 GB,
120 GB, 320 GB, 500 GB und 750 GB. Im Terrabereich können Sie mittlerweile Festplattengrößen von einem bis vier Terrabyte erwerben. Natürlich stellt sich zudem die Frage, wie schnell die Festplatte auf die abgespeicherten Daten zugreifen kann."

Ich dachte gelesen zu haben die maximale Festplattengröße wäre heute (2019) bei ca. 16 bis 18 Terrabyte pro Festplatte.

Das speicherbare im WWW ist dann sicherlich ein Vielfaches dieser Plattengrößen.

Viele Grüße
Ronald



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Red_
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.3, vom Themenstarter, eingetragen 2020-01-20


Hey, erst mal danke für eure Antworten. Bevor ich eure Antworten aber genau durchlese stellt sich mir die Frage:
WEnn ich ein Bild hochlade ins Internet - sagen wir mal bei Instagram, dann ist das Bild ja auf irgendeinem Server gespeichert aber auf welchen? Irgendein Server von Instagram oder wie kann ich mir das vorstellen?



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Primentus
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.4, eingetragen 2020-01-20


Hallo Red_,

ja, das Bild das man z. B. auf Instagram hochlädt, liegt dann auf irgendeinem Webserver, der vom Inhaber von Instagram betrieben wird.

Man kann einen Ping-Befehl absetzen, um zu erfahren, welche IP-Adresse dahintersteckt, etwa über den Windows-Kommandozeileninterpreter cmd:
ping

Aber bei so großen kommerziellen Seiten würde ich mich nicht immer darauf verlassen, dass tatsächlich auch dort die Bilder abgelegt werden, da stecken dann oft noch andere Server dahinter, z. B. könnte der Server für die Bilder und der für die Videos sein (nur mal als Beispiel) oder ein Cloud-Netzwerk, das dahinter liegt.

Wenn man Glück hat, kommt man vielleicht noch beim Durchsehen des Quelltextes der Seite darauf, aber dort werden meist auch Methoden verwendet, um den genauen Ablageort der Dateien zu verschleiern.

Es ist auch nicht auszuschließen, dass die Bilder in Datenbanken gespeichert und von dort dann ausgelesen werden. Das halte ich aber bei so großen Anbietern wie Instagram für unwahrscheinlich. Das macht man eher, wenn man kleinere Bildermengen hat, deren Inhalte sensibler Natur sind bzw. die stark accountgebunden sind.

LG Primentus



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zippy
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.5, eingetragen 2020-01-20


2020-01-20 22:54 - Primentus in Beitrag No. 4 schreibt:
Es ist auch nicht auszuschließen, dass die Bilder in Datenbanken gespeichert und von dort dann ausgelesen werden. Das halte ich aber bei so großen Anbietern wie Instagram für unwahrscheinlich. Das macht man eher, wenn man kleinere Bildermengen hat, deren Inhalte sensibler Natur sind bzw. die stark accountgebunden sind.

Instagram speichert seine Bilder in PostgreSQL-Datenbanken. (Hier ein schon etwas älterer Artikel von Instagram Engineering.)



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hyperG
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.6, eingetragen 2020-01-21


Zunächst zur Frage, auf welchem Weg Deine Daten "wandern": dazu gibt es den tracert-Befehl:
tracert
  4     8 ms     9 ms     8 ms  ip5886c232.static.kabel-deutschland.de [88.134.194.50]
  5     7 ms    11 ms     9 ms  145.254.3.68
  6    15 ms    17 ms    15 ms  145.254.2.183
  7    17 ms    17 ms    18 ms  145.254.2.183
  8    45 ms    49 ms    64 ms  ae15.pr01.dus1.tfbnw.net [157.240.70.42]
  9    17 ms    15 ms    15 ms  po101.psw04.dus1.tfbnw.net [157.240.35.93]
 10    17 ms    16 ms    15 ms  173.252.67.163
 11    16 ms    15 ms    15 ms  instagram-p42-shv-01-dus1.fbcdn.net [157.240.27.174]
Also über viele "Knotenpunkte", die auch alle ihre Begrenzungen haben (und jeder hat auch wieder eine andere IP)!
 
Neben den vielen Begrenzungen, die Primentus bereits aufgezählt hat, hier weitere:
a) Lebensdauer der Bauelemente: spätestens ab 44 TB und Dauerlaufzeiten ab 1 Monat fallen Sektoren der Speicher aus! Hier ein Beispiel:
10 TB berechnen

Deshalb muss man oberhalb von 44 TB zwingend Sicherheitstechniken beachten wie z.B.
RAID
Bei richtig guten Konfigurationen kann man Festplatten zur Laufzeit austauschen!

10 TB Festplatten sind zwar keine Seltenheit, aber es stellte sich heraus, dass diese meist häufiger ausfallen.
Hier mal eine Analyse: Ausfallraten-von-SATA-

b) Geschwindigkeit: Menschen denken linear, aber unsere Welt ist nichtlinear!
Einfache Datenbanken können bis zu 1 Mio. Datensätze noch relativ gut verwalten. Darüber steigt die Wartezeit exponentiell an.
Große Farmen wie google arbeiten deshalb mit viel Cache-Speicher und vielen parallelen Rechnern für häufig benutzte Daten.
Wer aber wie ich nur 2 PC und 8 Festplatten (parallel!) zur Verfügung hat, braucht für 31 TB LESEN etwa 4 Tage.

Instagram ist winzig gegenüber youtube!
YouTube verursacht 10 Prozent des gesamten Internet-Datenverkehrs und 20 Prozent des HTTP-Aufkommens!

Noch größer soll "World Data Centre for Climate" sein, wo 2013 schon 4 PB Speicher lagen...

Wenn man mal exotische Videos abruft, kann es schon mal eine Weile dauern, bevor die Daten ankommen. Gern kommt dann Werbung...

Nächste Begrenzung sind die Internetknotenpunkte. Hier der größte Europas:


c) Kosten: Neben Material, Lizenz-, Verwaltungs- & Wartungskosten natürlich der Strom.
Heute liegt der Stromverbrauch pro Gigabyte bei etwa 0,2 Kilowattstunden.
Vor 10 Jahren betrug der Speicher noch etwa 820 TB. Heute sind es mehrere PB.
youtube kommt die Eingrenzung sehr gelegen (Zensur, rechtliche Gründe, Lizenz,...),
denn das Geld muss ja durch Werbung wieder reinkommen.


d) Software-Fehler und Pleiten: mindestens wöchentlich lese ich von ausgefallenen Cloud Speicher:





Diesen vielen Ausfälle muss man alle mit einrechnen & darf nicht immer nur aufaddieren!

Gerade weil so viele Begrenzungsfaktoren reinspielen, wird Dir kein Mensch die genaue Obergrenze sagen können!

Hier hat es jemand versucht:
weltweit-verfuegbare-speicherkapazitaet-steigt-2017-auf-7235-exabyte

Oder Cloud-Prognose: in drei Jahren sollen es 4,1 Zettabytes sein



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Red_
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.7, vom Themenstarter, eingetragen 2020-02-06


Wow, erstmal vielen Dank für diese super Antworten, vor allem deine Primentus! Es stellt sich mir nur noch eine Frage:
Ist es möglich die Anzahl der IP-Adresse zu erhöhen, wenn ja wie passiert das? (Etwa wie beim Übergang von IPv4 zu IPv6)

Red_



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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.8, eingetragen 2020-02-07


2020-01-20 23:54 - zippy in Beitrag No. 5 schreibt:
Instagram speichert seine Bilder in PostgreSQL-Datenbanken. (Hier ein schon etwas älterer Artikel von Instagram Engineering.)

Hallo zippy,

das hätte ich jetzt gar nicht gedacht, dass Instagram tatsächlich die User-Bilder in Datenbanken speichert, weil das ja riesige Datenmengen sind. Danke für den Hinweis.

2020-02-06 11:02 - Red_ in Beitrag No. 7 schreibt:
Es stellt sich mir nur noch eine Frage:
Ist es möglich die Anzahl der IP-Adresse zu erhöhen, wenn ja wie passiert das? (Etwa wie beim Übergang von IPv4 zu IPv6)

Hallo Red_,

bei IPv4 sind es Adressen wie 192.168.0.1, genauer gesagt vier dreistellige natürliche Zahlen zwischen jeweils 0 und 255, was genau $256^{4}=4294967296$ Möglichkeiten bietet, IP-Adressen festzulegen (das sind die 4 Milliarden die ich meinte), und bei IPv6 sind es Adressen wie 2001:0db8:1234:ffff:ffff:ffff:ffff:ffff, genauer gesagt acht vierstellige Hexadezimalzahlen zwischen 0000 und ffff, was genau $(16^{4})^{8}=340282366920938463463374607431768211456$ Möglichkeiten bietet, IP-Adressen festzulegen (das sind die $3,4\cdot 10^{38}$, die ich meinte).

Die nächsten mindestens 5000-6000 Jahre muss man sich meines Erachtens keine Sorgen machen, dass der IPv6 Adressraum zu knapp werden könnte. Wenn, dann passieren eher andere Dinge, wie z. B. dass das Internet veraltet ist oder auf ganz andere Weise verwaltet wird.

Aber sollte man wirklich nochmals einen neuen IP-Adressraum erschaffen müssen, müsste man eben eine noch umfangreichere Benennungsmöglichkeit für alle denkbaren Server erschaffen. Vielleicht wären das dann $(16^4)^{16}=1157920892373161954235709850086879078532699846656405640394575840079131\
29639936$ Möglichkeiten IP-Adressen zu vergeben, was dann IP-Adressen wie 2001:0db8:1234:ffff:ffff:ffff:ffff:ffff:ffff:ffff:ffff:ffff:ffff:ffff:ffff:ffff sein könnten. Das sind dann aber schon $1,16\cdot 10^{77}$ verschiedene IP-Adressen. Da dies aber schon der Anzahl Atome im Universum ($=10^{80}$) sehr nahe kommt, halte ich es für extrem unwahrscheinlich, ja sogar unmöglich, dass man jemals so viele IP-Adressen braucht.

Technisch gesehen müssen die ganzen DNS-Server, die im Internet aktiv sind, eben dann diese ganzen neuen IP-Adressen verwalten bzw. erkennen können, d. h. der Domainname muss in die entsprechende IP-Adresse verwandelt werden können. Sicherlich gibt es im Detail noch manches mehr zu tun, aber in erster Linie müssen die DNS-Server eben die Domainnamen und IP-Adressen entsprechend "handle'n" können.

Als einzelner Internetnutzer kann man den IP-Adressraum natürlich nicht erhöhen, sondern wenn dann entscheidet das ein entsprechendes WWW Gremium, wobei ich jetzt aber gar nicht genau sagen kann, welches Gremium das ist (könnte aber vielleicht die Internet Assigned Numbers Authority sein). Jedenfalls welche Firmen dann entsprechende bestimmte Internetadressbereiche zugeteilt bekommen, regelt in erster Linie die eben besagte IANA und zusätzlich noch ein paar regionale Untergliederungen. Als einzelner Internetnutzer kann man halt entweder irgendeinen Blog oder Webseite oder Account auf einem schon vorhandenen Server im Internet nutzen (wie z. B. Instagram) oder man hat eine eigene Domain, die auf einem bestimmten Server (mit fester IP-Adresse) betrieben wird oder man hat sogar einen eigenen dedizierten Server im Netz (dann kann man verschiedenste Domains darauf selbst verwalten).

LG Primentus



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Danke für deine Zeit Primentus, tolle Antworten von dir! Jetzt wurde endlich mal meine Frage vollständig beantwortet  😁

Liebe Grüße
Red_



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Hallo Red_,

ok, freut mich - gern geschehen. 😄

LG Primentus



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Red_ hat die Antworten auf ihre/seine Frage gesehen.
Red_ hat selbst das Ok-Häkchen gesetzt.
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