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Kein bestimmter Bereich J Linux: Secure Boot deaktivieren per mokutil
Diophant
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Themenstart: 2020-04-26


Hallo zusammen,

ich hättte eine Frage an die Linux-Experten hier. Und zwar möchte ich herausfinden (bzw. um ehrlich zu sein: bestätigt haben), was der Befehl
Linux
sudo mokutil --disable-verification

genau bewirkt. Insbesondere interessieren mich diese beiden Fragen:

  • wird durch diesen Befehl etwas am UEFI-BIOS des PC's verändert?
  • kann ich damit das leidige Problem temporär beheben, dass kmod und andere Befehle zur Verwaltung von Kernel-Modulen bei eingschaltetem Secure Boot blockiert werden?

    Laut dieser Seite soll das möglich sein. Auf anderen Seiten habe ich widersprüchliche Angaben gefunden, insbesondere auch, dass durch den Befehl eben doch Secure Boot im BIOS deaktiviert wird.

    Zum Hintergrund: auf unserem heimischen PC betreibe ich parallel zu Windows 10 (welches auf einer GPT-Partition liegt) eine fedora-Installation. Diese liegt auf einer eigenen Festplatte, und zwar (einer der Vorteile von fedora) inkl. ihrer EFI-Partition.

    Das BIOS dieses PC hat aber die blöde Eigenschaft (oder ist das immer so, ich bin da leider nicht sehr firm?), dass mit der Deaktivierung von Secure Boot auch sämtliche hinterlegten digitalen Schlüssel gelöscht werden. Die müsste ich also vorher alle zuerst sichern und nachher wieder aufspielen, das erscheint mir alles ein wenig heikel.

    Um einen bestimmten Treiber unter fedora installieren zu können, müsste ich aber Secure Boot deaktiviert haben. Meine Hoffnung geht also dahin, dass mit dem obigen Befehl überhaupt nichts am Bios verändert wird und somit keine Gefahr für meine Windows-Installation besteht. Denn im Worst-Case, wenn hier etwas schiefgeht, müsste ich Windows komplett neu aufsetzen. Den Aufwand dafür würde ich gerne unter allen Umständen vermeiden.

    Dies zum Hintergrund meiner Frage. Im Voraus vielen Dank für jede Antwort.


    Gruß, Diophant


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    Diophant
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    Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.1, vom Themenstarter, eingetragen 2020-05-01


    Hallo,

    auch hier kann ich mir die Frage mittlerweile selbst beantworten, möchte die Antwort aber posten für den Fall, dass zufällig jemand vor der gleichen Frage steht.

    Der Befehl sudo mokutil --disable-verification ermöglicht es tatsächlich, dass der Linux Bootloader shim trotz eingeschaltetem Secure-Boot im sog. 'unsicheren Modus' startet, was ja für die Installation von proprietären Treibern unumgänglich ist.

    Dabei wird im BIOS des Rechners nichts verändert (das war ja meine Frage). Man kann das also machen, ohne eine vorhandene Windows-Installation zu gefährden.

    Dies wie gesagt nur der Vollständigkeit halber und ohne nähere Details. Wer an dem genauen Prozedere für eine solche Treiberinstallation interessiert ist, kann mir gern eine PM schicken.


    Gruß, Diophant



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