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Universität/Hochschule Pflichtpraktikum in einem Start-up-Unternehmen und eure Erfahrungen als Softwareentwickler
Wunderkind89
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Themenstart: 2020-08-27


Hallo zusammen, also wie der Titel schon sagt würde ich gerne mal eure Erfahrungen hören, was ihr so von Start Up unternehmen haltet, wenn es um den Bereich IT geht, insbesondere um den Bereich Softwareentwicklung und was ihr mir persönlich in meiner derzeitigen Lage raten würdet.

Kurz zu mir: ich bin 31 Jahre und hab vor meiner Studienzeit nie etwas mit Programmieren und Mathematik am Hut. Derzeit studiere ich angewandte Mathematik und stehe kurz vor meinem Bachelorabschluss und bewerbe mich für ein 12 wöchiges Pflichtpraktikum in mehreren Unternehmen. Die einzige Berührung mit Programmierung war in meinem Studiengang und das war C und die Erweiterung C++ und das ist mir zugegebenermaßen schwer gefallen, wie auch Mathematik, was eine Durchschnittsnote von 3,2 für sich spricht und schon kommen wir zu einem Problem bei meiner Jobsuche:

Ich hab mich bereits in ca 15 Unternehmen in meiner Umgebung beworben und nur absagen bekommen und ich kann mir schon denken wieso:

1) Ich bin 31 (zu alt) und studiere immer noch
2) Laut meinem Lebenslauf hatte ich nie wirklich etwas mit Programmieren zu tun: Tischler Ausbildung, Einzelhandel, Kellner usw.
3) Die Durchschnittsnote von 3,2 ist viel zu schlecht, da sind Bewerber mit < 2,5 besser dran
4) Angewandte Mathematik ist irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes: ein Teil Wirtschaft, ein Teil IT, der Rest auf Mathematik ausgelegt. Da sind Studenten aus IT Studium die besseren Kandidaten
5) Pflichtsemester sind 7 und ich bin offiziell im 9 Fachsemester, weil wie gesagt das Ganze mir nicht leicht fällt

Daraus resultierend kommen große und namhafte Unternehmen schwer in Frage, da es deutlich bessere Bewerber als mich gibt. Heute hatte eine Start Up Firma Interesse an mir gezeigt und fragte mich direkt, ob ich nächste Woche ein Vorstellungsgespräch über eine Videokonferenz machen möchte und ich hab noch nicht zugesagt, da ich irgendwie Zweifel habe, denn:

1) Die Start Up Firma besteht nur aus 2 Leuten und ist eine private Firma
2) Da es so wenig Leute gibt habe ich mich gefragt, wer überhaupt da Zeit für mich hat bzw. Zeit mir etwas vernünftig beizubringen
3) Einen kleinen Gehalt während des Pflichtpraktikums kann ich gleich vergessen (gehe davon aus)
4) Enormer Druck und Leistungsansprüche. Man muss viel Eigenarbeit leisten und viel mehr tun im Gegensatz zu einem großen Unternehmen, wo man in einem großen Team arbeitet. In meiner derzeitigen Lage ist das suboptimal
5) Die Firma hat zwar eine Homepage aber über die Google Suche konnte ich nichts genaueres finden, wie z.B. die Rechtsform der Firma.

Ich hoffe ihr versteht meine Situation. Deswegen meine Fragen an euch:

1) Sind meine Zweifel berechtigt?
2) Was würdet ihr in meiner Lage machen? Diesen Angebot annehmen oder weiterhin Ausschau nach größeren Unternehmen halten?
3) Lohnt es sich überhaupt als angehender Softwareentwickler in so einem Start Up Unternehmen anzufangen? Die Konkurrenz ist riesig und in namhaften Unternehmen arbeiten top Leute, so dass es nahezu unmöglich ist als Start Up auf ein großes Unternehmen zu wachsen

Wie sind eure Erfahrungen allgemein als Softwareentwickler? Eher gut oder schlecht? Ich hab beispielsweise herausgefunden, dass Start Up Noname Firmen kein Pluspunkt für den Lebenslauf sind und man viel Druck/Leistung erwarten kann, statt guten Lohn. Ausnutzung? Dafür machen sich große Firmen gut im Lebenslauf und bezahlen auch entsprechend.

ich werde richtig paranoid, wenn ich das alles lese und was auf mich da zukommt.

Liebe Grüße an euch alle und ein großes Dankeschön im voraus!  




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gonz
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.1, eingetragen 2020-08-27


Hallo Wunderkind,

ein paar kleine Anmerkungen dazu aus meiner Erfahrung (die natürlich begrenzt ist).

Ist die Firma um die es geht erklärtermaßen ein "Startup" oder hast du das daraus geschlossen, dass sie nur zwei Mitarbeiter hat? Es könnte ja alternativ auch einfach eine kleine Firma sein, vielleicht in einem Netzwerk gut eingebunden oder in einem guten Verhältnis zu einem oder mehreren "großen" Auftraggeber und seit vielen vielen Jahren in einer kleinen Nische gut situiert? (das wäre sicher für die Beurteilung ein erheblicher Unterschied).

Wie viel oder wenig man betreut wird hängt glaube ich nicht wirklich von "groß" oder "klein" ab. Wenn einer der beiden Leute Spaß dran hat, zu erklären was er tut und jemanden beim eigenen Tun zu betreuen, und ggf. noch der "Nasenfaktor" stimmt, dann kann das wunderbar sein. Andersherum kann es sein, dass du bei einer großen Firma entweder der bist, der Kaffee holt und die Routinearbeit macht, zur Not vor dem Kopierer steht, oder in einem abgekapselten "Ausbildungsbereich" etwas vorgesetzt bekommst, was nichts mit der Realität im eigentlichen Betrieb zu tun hat.

Damit wären wir bei dem Punkt: guck es dir an - wäre meine Empfehlung. Gerade bei einer kleinen Firma siehst du ja dann wahrscheinlich wie es wirklich ist (im Gegensatz zu einer großen Firma, wo du einen Besprechungsraum und einen Pesonalen zu sehen bekommst nebst obligatorischer "Betriebsführung"). Du musst ja nicht zusagen, und kannst ggf. auch später noch absagen, bevor du einen Praktikumsvertrag unterschreibst.

So ein Bewerbungsgespräch kannst du auch nutzen, um deine Fragen zu stellen. Zum Beispiel eben die nach der Rechtsform der Firma etc. Außerdem bekommst du damit schon einmal etwas mehr Erfahrung darin, wie so etwas abläuft und was da ggf. für Fallstricke lauern (es wird ja nicht deine letzte Bewerbung sein).

Ob es sich "im Lebenslauf" gut macht, ist ebenfalls eine Frage, die man strittig diskutieren kann. Es kommt ja auch drauf an, wo du später hin willst.

(Und, um das noch anzufügen, es ist immer auch mit etwas Glück verbunden. Ich keine eine Architektin, die bei ihrem ersten Arbeitgeber angeheuert hat, weil dort gerade nette kleine Einfamilienhäuser mit schönen Gärten geplant wurden. Noch bevor sie dort im Büro anfing kam der neue Großauftrag - und sie hat, bevor sie dann den Arbeitgeber wechselte, ein paar Dutzend Tankstellen für die "grüne Wiese" aus vorgefertigten Blöcken zusammen kopiert und die betreffenden Bauanträge bearbeitet. Das kann man ihren Chefs wahrscheinlich gar nicht vorwerfen, weil... es eben so gekommen ist).  

Soweit...
viel Erfolg jedenfalls! Und einen guten Start ins Berufsleben

Gerhard/Gonz


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Heute: Keine Signatur.



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Scynja
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.2, eingetragen 2020-08-27


Hallo Wunderkind,

Wenn die 2 Mitarbeiter selbst Softwareentwicklung betreiben, dann kannst du dort möglicherweise sehr viel lernen.

Wenn sich einer um die Buchhaltung und einer um was anderes kümmert und du beispielsweise nur eine Homepage zusammenklicken bauen sollst, dann wirst du auch etwas lernen. Du musst dann nur diszipliniert sein und dich nach best practices umsehen.

Bezüglich Gehalt: Du sagst selbst, dass du noch nichts mit Programmierung am Hut hattest. 12 Wochen sind sehr wenig Zeit. In großen Projekten dauert es teilweise länger als 12 Wochen einen Mitarbeiter einzuarbeiten. Du solltest also nicht zu viel erwarten.



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Bilbo
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.3, eingetragen 2020-08-27


Hallo Wunderkind,

ganz nüchtern analysierst Du Deine Situation und kommst zu der Erkenntnis, dass Deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt leider nicht die allerbesten sind. Das sehe ich ehrlich gesagt ähnlich, aus den von Dir genannten Gründen (vor allem 1 bis 3). Insofern würde ich da jetzt nicht auf den ganz großen Fang hoffen, sondern tendenziell erst mal nehmen, was Du kriegen kannst. Wenn Du dann etwas Erfahrung in der Praxis der Softwareentwicklung gesammelt hast, dürfte das Deine Chancen auch bei etwas größeren Firmen deutlich steigern. Und auch wenn Du schreibst, Start-ups seien kein Pluspunkt für den Lebenslauf - das fällt mir schwer zu beurteilen -, ist Beruferfahrung in einem Start-up mit Sicherheit besser als gar keine Berufserfahrung bzw. Lücken im Lebenslauf wegen Arbeitslosigkeit!

Allerdings solltest Du natürlich auch bereit sein, Dich selbst etwas reinzuknien und den Qualifikationsrückstand, den Du gegenüber anderen gleichaltrigen Bewerbern hast, zu verringern. Wenn ich aus Deinem Zweifelspunkt 4) herauslese, dass Du eigentlich keine Lust darauf hast, viel tun zu müssen, dann ist das ein schlechter Ansatz. Ich kenne natürlich Deine Gründe nicht. Im Übrigen würde ich aber auch nicht erwarten, dass der Leistungsdruck in einem großen Unternehmen weniger ausgeprägt ist. Im Gegenteil: Du wirst dort vielleicht höher bezahlt und hast ständig Konkurrenz durch neue Bewerber, die gern Deine Stelle hätten - wenn dann die Leistung nicht stimmt, fällt es der Firma sicher leicht, Dich durch jemand anderen für die Position zu ersetzen (Kündigungsschutz etc. mal außer acht gelassen). Ein kleines Unternehmen hat dagegen viel weniger Auswahl und muss sich ggf. auch mit einem mittelmäßigen Mitarbeiter begnügen. Hinzu kommt, dass kleine Firmen nicht unbedingt die gleichen Möglichkeiten und Kapazitäten haben, Leistung zu beobachten und auszuwerten, wie große.

Ich selbst habe und hatte übrigens nie ein Interesse daran, bei der hier in der Nachbarschaft gelegenen SAP zu arbeiten, sondern habe mich ganz bewusst bei kleinen Softwareherstellern (nicht gerade Startups, aber 20-50 Mitarbeiter) beworben, weil ich nicht nur ein kleines Rädchen im Getriebe sein möchte, sondern dort mehr Möglichkeiten zur vielfältigen Entfaltung und Mitwirkung sehe.

Ich gebe zu: 2 Mitarbeiter klingt nun wirklich nach einer extrem kleinen Firma. Aber Du könntest die Nummer 3 im Team sein, hört sich das nicht gut an? 🙂 Ernsthaft: Die Gefahr, dass so ein kleines Startup vom Markt verdrängt wird und wieder in der Versenkung verschwindet, besteht natürlich, das lässt sich aber ohne genauere Infos über das Geschäftsfeld etc. nicht beurteilen. Sicherlich sollte man kein Startup für den x-ten Onlinehandel gründen und das Ziel haben, demnächst das neue Amazon zu werden, denn die Chancen dafür sind in der Tat verschwindend gering. Auf der anderen Seite gibt es aber auch kleine Firmen, die mit ihrer Software sehr spezielle Nischen bedienen und davon dauerhaft gut leben können.

Im Übrigen geht es hier ja zunächst mal nur um ein 12-wöchiges Softwarepraktikum - also warum nicht diese Gelegenheit nutzen, um reinzuschnuppern? Vielleicht stellst Du dabei fest, dass die Firma oder Softwareentwicklung im Allgemeinen eher nichts für Dich ist, dann hast Du aber trotzdem etwas gelernt und ein Praktikum in der Tasche. Vielleicht findest Du dort aber auch schon einen Arbeitgeber, bei dem Du nach Deinem Studium anfangen und Deine Erfahrungen vertiefen kannst.

Und was Dich genau erwartet bzw. auch Fragen nach der Rechtsform, kannst Du ja im Vorstellungsgespräch stellen, dafür ist so ein Gespräch schließlich auch da (natürlich solltest Du alle online verfügbaren Infos kennnen).

Nur Mut! 🙂

Viele Grüße
Thorsten

[Die Antwort wurde vor Beitrag No.1 begonnen.]


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Ehemaliges_Mitglied
Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.4, eingetragen 2020-08-27


Hallo,

Meine Erfahrung war, die Softwareentwicklung findet in der Privatwirtschaft anders statt als an der Universität. An der Uni machte ich bei einem Forschungsprojekt mit, in der Privatwirtschaft ging es um Produkte. An der Uni hat man begrenzte Ressourcen, in der Wirtschaft kann man über Investitionen diskutieren. Das gibt es an der Uni so nicht. Nicht nur die materiellen Verhältnisse sind anders, auch das Zeitmanagement ist ein anderes. Dafür ist die Bezahlung in der Privatwirtschaft gut, Leistung wird verlangt. Herzeigbare Ergebnisse sind wichtiger als Formeln auf Papier.

Gruß von BigR2020



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Wunderkind89
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.5, vom Themenstarter, eingetragen 2020-08-27


2020-08-27 10:10 - gonz in Beitrag No. 1 schreibt:
Hallo Wunderkind,

ein paar kleine Anmerkungen dazu aus meiner Erfahrung (die natürlich begrenzt ist).

Ist die Firma um die es geht erklärtermaßen ein "Startup" oder hast du das daraus geschlossen, dass sie nur zwei Mitarbeiter hat? Es könnte ja alternativ auch einfach eine kleine Firma sein, vielleicht in einem Netzwerk gut eingebunden oder in einem guten Verhältnis zu einem oder mehreren "großen" Auftraggeber und seit vielen vielen Jahren in einer kleinen Nische gut situiert? (das wäre sicher für die Beurteilung ein erheblicher Unterschied).


Gerhard/Gonz

Hallo Gerhard,

vielen Dank für deine hilfreiche Antwort. Das Unternehmen hat laut der Homepage 8 Partner, wobei eins davon die Universität unserer Stadt ist, ein Forschungszentrum, Partner die sich auf Unterstützung von Start Ups Unternehmen spezialisiert haben usw.

So wie es aussieht, hat diese Firma tatsächlich nur 2 Mitarbeiter. Laut Google Suche konnte ich herausfinden:

*** ist ein Startup mit Sitz in ***, das Teams unterstützt, die sichere Lösungen für die Integration von Geräten in das Internet der Dinge entlang des gesamten Produktlebenszyklus benötigen. Dafür entwickeln wir geeignete Sicherheitsmethoden, die den Bereitstellungsprozess von IoT-Geräten einfach, schnell und sicher machen.

Typ: Privatunternehmen
Unternehmensgröße: 1 - 10 Mitarbeiter (offiziell sind es 2)

Es sieht tatsächlich danach aus, dass diese Firma neu gegründet wurde und nicht seit vielen vielen Jahren existiert.

Ich muss im Vorstellungsgespräch nächste Woche auch abklären, ob sie Studenten überhaupt betreuen können, denn folgendes steht in unserer Prüfungsordnung:

§ 17 Eignung der Praxisstelle und Vergabe der Praxisplätze:

(1)

Als Praxisstelle kommen alle Betriebe in Betracht, deren Aufgaben den Einsatz von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit der Qualifikation des Studiengangs Angewandte Mathematik erlauben. Die Betriebe müssen außerdem über Personen verfügen, die von ihrer Qualifikation her geeignet sind, die Studierenden während der Praxisphase zu betreuen. Die Betriebe müssen in der
Lage sein, eine dem Ziel der Praxisphase entsprechende innerbetriebliche Tätigkeit sicherzustellen. Die Eignung einer Praxisstelle wird von einer Lehrkraft
des Fachbereichs in einem schriftlichen Bericht an den Prüfungsausschuss festgestellt. Anerkannte Praxisstellen werden in eine im Fachbereich geführte Liste
aufgenommen. Diese Liste wird vom Praxisbüro geführt.

(2)

Die Studierenden können von sich aus eine Praxisstelle vorschlagen. Vor Kontaktaufnahme mit dem Betrieb haben sie sich mit der betreuenden Lehrkraft abzustimmen.

Da ich noch keine betreuende Lehrkraft habe, muss ich den einen oder anderen Dozenten meiner Schule erst fragen, ob er mein Betreuer sein kann und ihm anschließend das Unternehmen vorstellen. Ich war an der Stelle etwas doch zu voreilig.
 
Liebe Grüße



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Wunderkind89
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.6, vom Themenstarter, eingetragen 2020-08-27


@Thorsten:

Es ist nicht so, dass ich keine Lust drauf habe viel tun zu müssen, sondern es war anders gemeint. Da die Leute schon selbst viel beschäftigt sein werden (da diese Firma nur aus zwei Mitarbeitern besteht) hab ich an der Stelle gefragt, wer mich anlernen und betreuen soll. Ich hab so ein mulmiges Gefühl im Magen, dass ich da ins kalte Wasser geschmissen werde und zusehen muss, dass ich dort irgendwie selbst zurecht komme, ohne Hilfe anderer und dass die Ansprüche direkt sehr hoch sein werden, so nach dem Motto: ich lerne erst das Gehen im Bereich Programmieren und muss schon auf einem Rad rückwärts fahren lernen und das selbstständig.

Es hat schon gewisse Gründe, weshalb nicht viele Leute sich dort beworben haben und sie schlussfolgernd sich für mich entschieden haben. Für einen, der nicht grad der beste Bewerber ist.

Ich muss jetzt erstmal einen Dozenten finden, der mein Praktikum betreut und abklären, ob so ein Unternehmen überhaupt in Frage kommt.

Danke nochmals für eure Antworten und alles Gute!

Wunderkind89



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Scynja
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.7, eingetragen 2020-08-27


Ist doch eine nette Website. Ich kann deine Vorbehalte bei einem Praktikum überhaupt nicht nachvollziehen. Und nur weil bei LI 2 MA stehen, muss das nicht unbedingt stimmen.

[Die Antwort wurde nach Beitrag No.5 begonnen.]



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Scynja
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.8, eingetragen 2020-08-27


2020-08-27 16:52 - Wunderkind89 in Beitrag No. 6 schreibt:
@Thorsten:

Es ist nicht so, dass ich keine Lust drauf habe viel tun zu müssen, sondern es war anders gemeint. Da die Leute schon selbst viel beschäftigt sein werden (da diese Firma nur aus zwei Mitarbeitern besteht) hab ich an der Stelle gefragt, wer mich anlernen und betreuen soll. Ich hab so ein mulmiges Gefühl im Magen, dass ich da ins kalte Wasser geschmissen werde und zusehen muss, dass ich dort irgendwie selbst zurecht komme, ohne Hilfe anderer und dass die Ansprüche direkt sehr hoch sein werden, so nach dem Motto: ich lerne erst das Gehen im Bereich Programmieren und muss schon auf einem Rad rückwärts fahren lernen und das selbstständig.

Es hat schon gewisse Gründe, weshalb nicht viele Leute sich dort beworben haben und sie schlussfolgernd sich für mich entschieden haben. Für einen, der nicht grad der beste Bewerber ist.

Ich muss jetzt erstmal einen Dozenten finden, der mein Praktikum betreut und abklären, ob so ein Unternehmen überhaupt in Frage kommt.

Danke nochmals für eure Antworten und alles Gute!

Wunderkind89


Man muss für eine Stellenanzeige bei einem namenhaften Portal teilweise >2000 Euro hinterlegen. Wie beurteilst du, wie viele Leute sich dort bewerben?

Bezüglich deines Mottos: Sobald feststeht, was du dort tun wirst, kannst du etwas Initiative zeigen und dir einen entsprechenden Udemy-Kurs (ca. 15Euro) zu dem Thema kaufen und den durcharbeiten. In keiner Firma setzt sich jemand neben dich und erklärt dir den Urschleim: Wie funktionieren Variablen, Schleifen etc. Dann hättest du eine Ausbildung anfangen müssen. Und selbst da musst du selbstständig lernen und darfst Fragen stellen.

Und kaltes Wasser ist nebenbei bemerkt ein guter Weg, um schwimmen zu lernen.



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Slash
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.9, eingetragen 2020-08-27


Hallo Wunderkind89,

versuche als Softwareentwickler beim Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) unterzukommen. Die suchen keine Genies mit Bestnoten und du hast einen angenehmen und stressfreien Job mit guter Bezahlung. Du darfst allerdings nicht vorbestraft sein.

Gruß, Slash

[Die Antwort wurde nach Beitrag No.7 begonnen.]


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Bound to be disappointing so why wait?



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Wunderkind89
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.10, vom Themenstarter, eingetragen 2020-08-27


Bei der Stellenausschreibung hat das Unternehmen folgendes geschrieben:



Weiß einer was hier gemeint ist? Es sieht danach aus, als müsste man es kryptographisch entschlüsseln und ich hab da erst an eine ganz einfache Caeser Verschlüsselung gedacht. Doch man sieht sofort, dass das nicht aufgeht.

Einer eine Idee?

Liebe Grüße



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Wunderkind89
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.11, vom Themenstarter, eingetragen 2020-08-27



Wie beurteilst du, wie viele Leute sich dort bewerben?

Genaue Anzahl kann ich natürlich nicht sagen, dennoch kann man sich denken, dass nicht so viele sich dort bewerben, weil würden sich dort viele bewerben hätte man größere Auswahl und man würde sich selbstverständlich für den besten Kandidaten entscheiden, was für mich eine weitere Absage bedeuten würde, da ich nunmal nicht der beste Kandidat bin. Punkt. Sieht man ja ganz gut bei den großen namhaften Unternehmen, wo man nicht so leicht reinkommt.

Ich mach das schon anhand dessen klar, dass ich bereits 15 Absagen hatte und nur eine einzige Zusage.

Ist ja auch egal. Es geht allein darum, dass das unternehmen Interesse an mir hat und nur das zählt.

Grüße



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thureduehrsen
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.12, eingetragen 2020-08-27


2020-08-27 20:26 - Wunderkind89 in Beitrag No. 10 schreibt:
Bei der Stellenausschreibung hat das Unternehmen folgendes geschrieben:



Weiß einer was hier gemeint ist? Es sieht danach aus, als müsste man es kryptographisch entschlüsseln

Nein. Entschlüsseln ist hier nicht verlangt.

und ich hab da erst an eine ganz einfache Caeser Verschlüsselung gedacht. Doch man sieht sofort, dass das nicht aufgeht.

Einer eine Idee?

Liebe Grüße

Das ist kein MD5 und kein Mitglied der SHA-Familie. Das ist, was ich sofort sehe.
Wühle dich durch die in der Stellenausschreibung genannten Technologien und recherchiere von dort aus weiter.

mfg
thureduehrsen



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Bilbo
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.13, eingetragen 2020-08-28


2020-08-27 20:26 - Wunderkind89 in Beitrag No. 10 schreibt:
Bei der Stellenausschreibung hat das Unternehmen folgendes geschrieben:



Weiß einer was hier gemeint ist?

Ja, das ist



(Habe ich übrigens auch erst während der Arbeit als Softwareentwickler kennengelernt und hätte ich bei der Bewerbung noch nicht gekannt.)

Viele Grüße
Thorsten


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Wunderkind89
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.14, vom Themenstarter, eingetragen 2020-08-28


Hallo Thorsten,

da hätte ich direkt zwei Fragen:

1) Woran erkennst du, dass das Base64 ist?
2) Ich dachte zuerst, es muss ein bestimmtes Wort oder ein bestimmter Satz dabei raus kommen, bin aber jedes mal beim encodieren gescheitert.
 
Thureduehrsen hat geschrieben: "Entschlüsseln ist hier nicht verlangt".
Was wird hier abverlangt? Irgendwie kommt mir nichts anderes in den Sinn, als zu sagen: es ist eine verschlüsselte Nachricht, weil was soll es sonst sein?

"Wühle dich durch die in der Stellenausschreibung genannten Technologien und recherchiere von dort aus weiter".

Ok, das werde ich tun. In der Stellenausschreibung war von Base64 leider nicht die Rede, sondern von kryptographischen Systemen, wie z.B. TLS FIDO2, PKI,Secure Elements.

Frage an euch: Ist das der richtige Weg, wenn ich etwas über diese kryptographische Systeme lese und mich dort einarbeite? Weil zu wissen, dass das Base64 ist, hat mir bis jetzt nicht weiter geholfen.    

Grüße



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Scynja
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.15, eingetragen 2020-08-28


2020-08-28 17:48 - Wunderkind89 in Beitrag No. 14 schreibt:
 Weil zu wissen, dass das Base64 ist, hat mir bis jetzt nicht weiter geholfen.    

Dann lies nach, was Base64 ist. Die Antwort stimmt.



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Bilbo
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Zum letzten BeitragZum nächsten BeitragZum vorigen BeitragZum erstem Beitrag  Beitrag No.16, eingetragen 2020-08-28


Hallo Wunderkind,

mein Erkenntnisprozess war dreistufig:

1) Einschätzung: Es ist vermutlich ein bekanntes Verfahren, auf das man mit etwas Erfahrung kommen kann.

2) Erfahrung: Das sieht aus wie Base64-Strings (Groß- und Kleinbuchstaben und Zahlen wild durcheinandergewürfelt), mit denen ich bei der Arbeit öfter zu tun habe.  

3) Ausprobieren: Einfach mal den Text in einen Base64-Dekoder Base64-Dekoder  eingegeben, übersetzt und geschaut, ob was Sinnvolles rauskam. 😃

Es ist also nicht so, dass ich das mit Sicherheit erkannt hätte oder gar aus dem Stegreif entschlüsseln könnte. Wenn man schon etwas Berufs- oder sonstige Programmiererfahrung hat und dabei mit Base64 in Berührung kam, kann man darauf kommen; als ich in Deiner Situation war (als Nicht-Informatiker frisch von der Uni) hätte ich das wahrscheinlich auch nicht entschlüsseln können.

Base64 ist übrigens auch kein kryptographisches System im eigentlichen Sinne, da es ja jeder problemlos dekodieren kann. Es ist lediglich ein Kodierungsverfahren, mit dem sich beliebige Bytes kodieren und übertragen lassen. Vielleicht hat thureduehrsen das mit dem Satz "Entschlüsseln ist hier nicht verlangt" gemeint ...?

Für Dein Vorstellungsgespräch und auch für sonstige Bewerbungen ist es sicherlich hilfreich, zumindest eine ungefähre Vorstellung von den Systemen zu haben, die in der Stellenanzeige auftauchen. Sich dort also etwas einzulesen, schadet daher nicht. Es wird aber vermutlich niemand verlangen, dass Du als Student dich damit schon besonders gut auskennst.

Viele Grüße
Thorsten

[Die Antwort wurde nach Beitrag No.14 begonnen.]


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Was sagt ihr zu Notizen in einem Vorstellungsgespräch?

1) Ist es gut, wenn ich Notizen während eines Gesprächs mache?

2) Wie sieht es aus, wenn ich zu bestimmten Fragen mir bereits Notizen gemacht habe und während des Gesprächs ab und zu mal drauf schaue?

Soweit ich weiß ist das Ganze so, dass man Notizen während eines Gesprächs machen darf und das kommt sogar sehr gut an (zeigt Interesse) aber ablesen (selbst wenn es nur ein kurzes Hingucken ist) kommt nicht gut an, da sich die Personaler dann denken, dass man zum einen unlocker ist und zum anderen nicht gut genug vorbereitet ist, denn ablesen kann jeder. Wer sich zum Beispiel mit einem Unternehmen beschäftigt, derjenige braucht auch nicht abzulesen.  

Das Problem ist nur, dass es sau viele Fragen gibt, teilweise Fangfragen/unangenehme Fragen, die ein Personaler mir stellen kann und ich will nichts falsches sagen und vor allem bei manchen Fragen nicht blöd gucken und nichts wissen, was man antworten soll, deshalb mache ich mir vorab Notizen zu typischen Fragen.

Ich hab zwar im Einzelhandel und als Tischler bereits gearbeitet und hatte dementsprechend meine Vorstellungsgespräche gehabt aber das hier ist nochmal was ganz anderes, weil meiner Meinung nach das Niveau sowie die Ansprüche an den Bewerber deutlich höher sind.

Auf der anderen Seite denke ich mir, es ist doch nichts dabei wenn man ein paar Fragen an das Unternehmen stellen möchte und dazu seine Notizen benutzt, weil sonst kann es passieren, dass man die eine oder andere Frage vergisst. Warum darf man also in dieser Hinsicht auch nicht sich zu bestimmten Fragen paar Notizen machen und während eines Vorstellungsgesprächs diese nutzen?

Die andere Frage betrifft den Gehalt. Scynja hat dazu folgendes geschrieben:

"Bezüglich Gehalt: Du sagst selbst, dass du noch nichts mit Programmierung am Hut hattest. 12 Wochen sind sehr wenig Zeit. In großen Projekten dauert es teilweise länger als 12 Wochen einen Mitarbeiter einzuarbeiten. Du solltest also nicht zu viel erwarten".

Wäre es denn in Ordnung während eines Vorstellungsgesprächs nach der Vergütung zu fragen oder kommt es nicht so gut an? Natürlich will ich keine 3000 Euro im Monat verdienen aber ein Mindestlohn wäre für den Anfang schon ganz nett, denn finanziell sieht es bei mir etwas schwierig aus, da BAföG aufgrund der Verlängerung meines Studiums nichts mehr zahlt (sie zahlen nur die Regelstudienzeit).

Da Mindestlohn bei 9,35 liegt und ich mind. 35 Stunden pro Woche arbeiten muss (ca. 7 Stunden am Tag), hätte ich ungefähr mind. 1309 in einem Monat. Eigentlich sollte der Mindestlohn dafür sorgen, dass auch Praktikanten fair entlohnt werden. Trotzdem gibt es jede Menge Mittel und Wege, die es Unternehmen möglich machen, doch keine Praktikumsvergütung zu zahlen.

Durch Internet Recherche hab ich folgendes gefunden:

"Ein Pflichtpraktikum während der Schulzeit muss nicht entlohnt werden. Ebenso sieht es mit Praktika aus, die von der Universität vorgeschrieben sind"

ABER im Weiteren heißt es:

"Doch sobald man in höhere Semester gelangt ist oder gar einen Studienabschluss in der Tasche hat, sollte ein vergütetes Praktikum angestrebt werden. Denn: Auch wenn du kein Experte auf einem Gebiet bist, ist deine Arbeit trotzdem etwas wert. Praktikanten sollten sich nie als kostenfreie Arbeitskraft ausnutzen lassen!"

Wie sieht ihr das Ganze? Es kann ja sein, dass das Unternehmen mir nichts zahlt und ich unter diesen Umständen dennoch mein Praktikum absolvieren werde, was natürlich nicht leicht für mich wäre.

Liebe Grüße an euch alle!




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gonz
Senior Letzter Besuch: in der letzten Woche
Dabei seit: 16.02.2013
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Hallo Wunderkind,

ich weiß dass das nicht so einfach ist, aber - geh es locker an, geh einfach hin, guck es dir an, und sammle Erfahrungen.

Dazu auch eine Nachbemerkung am Ende des Posts
zum Thema Notizen mitbringen/machen: ich persönlich habe das noch nicht erlebt, und würde es wahrscheinlich "uncool" finden. Es lenkt auch irgendwie vom "Flow" ab, nach dem Gespräch wäre das optimale Ergebnis, dass es für beide Seiten ganz locker das Ergebnis liefert "jau - das ist es/das ist er". Wenn du Sorgen hast, etwas zu vergessen, kannst du ja ggf. irgendeine dir liegende Memo-Technik anwenden, um alle Fragen zu erinnern die du stellen willst.

Die Frage der Vergütung würde ich auf jeden Fall ansprechen. Wenn sie "dich wollen", kannst du damit auch nichts kaputt machen. Ggf. ohne Verweis auf den Mindestlohn (der, nehme ich an, in dieser Situation sowieso nicht rechtlich greift), sondern eher unter dem Aspekt, dass sie damit eben deinen Einsatz auch wertschätzen.

Ich freue mich, dass du den Termin wahrnehmen willst. Das halte ich auf jeden Fall für eine richtige Entscheidung! Viel Erfolg.

Gerhard/Gonz


Nachtrag, nachdem ich darauf angesprochen wurde und nochmal etwas meditiert habe: Jein. Es kann auch sicher gut rüberkommen, wenn man mit Notizen arbeitet. Es könnte ja andersherum den Eindruck von geordnetem und soliden Vorgehen erwecken. Ich denke mal, es kommt also auf das Umfeld und den Gesamteindruck an, wie das bewertet wird.
Tatsächlich, wenn es dir hilft, könnte es natürlich auch etwas vom Druck nehmen und insgesamt dazu führen, dass du lockerer bist in der für dich ja schon an sich nicht ganz so einfachen Situation.



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Tolotos
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Bezüglich der Notizen: Insbesondere bei den Fragen, die man selbst an das Unternehmen hat, kenne ich es nur so, dort mit Notizen zu arbeiten (sowohl welche, die ich mitgebracht habe, als auch solche die ich dann zu den Antworten machen).

1) Vergesse ich so keine Frage, wie du selbst schon gesagt hast.
2) Vergesse ich so keine Antwort, bei manchen typischen Fragen, die man als Bewerber hat (Gehalt, zusätzliche "Perks", Home Office,..) sind auch die Details durchaus wichtig. (Gerade wenn man meherere Bewerbunsgespräche hat - wie soll man sich realistisch merken, ob jetzt Arbeitgeber XYZ 28 Urlaustage ohne Verhandlungsspielraum, Gleitzeit und schon ab Beginn einen Tag die Woche Home Office oder Arbeitgeber ABC komplett flexible Arbeitszeiten und Home Office nur auf spätere Verhandlung nach einiger Zugehörigkeit vertretbar findet? Auch bei einem einzelnen Gespräch finde ich die entsprechende Merkleisung schwierig).

Natürlich muss bei dem Teil, wo man auf die mitgebrachten Notizen schaut dann darauf achten, nicht an den Notizen zu kleben oder Formulierungen vorzulesen, sondern sie nur als Gedächtnisstütze verwenden.

Ich hatte auch in keinem meiner Bewerbungsgespräche den Eindruck, dass mein Vorgehen dort in irgendeiner Form seltsam, ungewöhnlich oder nachteilig wahrgenommen wurde. Aber natürlich ist die Stichprobe sehr klein (5-10) und ich kenne nur die Bewerberseite dazu.

Bei den Fragen, die das Unternehmen an dich hat, sehe ich die Praxis kritischer, da man dort ja authentisch antworten will und es für das Gegenüber mit Notizen schnell so wirken kann, als würde man nicht den eigenen Standpunkt, sondern einen "als optimale Antwort auswendig gelernten" benutzen (auch falls das gar nicht stimmt).



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